To boldy go… die erste Enterprise

Am 15. April wird US-Präsident Barack Obama eine neue „Vision“ für die NASA ankündigen, die an Stelle des glücklosen Constellation-Programms treten soll. Was er sagen könnte.

Die NASA und insbesondere ihr bemanntes Weltraumprogramm gehen zur Zeit durch eine schwere Zeit. Seit der Bekanntgabe des neuen Budget-Entwurfs für das kommende Jahr prasseln von allen Seiten die Vorwürfe auf den neuen NASA-Administrator Charles Bolden und US-Präsident Barack Obama ein. Amerika verliere die Führung im Weltraum. Obama habe keinerlei Vision und gefährde mitten in der Krise tausende von Arbeitsplätzen. Was war geschehen? In dem Budget-Entwurf vom 1. Februar wird das „Constellation„-Raumfahrtprogramm, das aus der „Vision for Space Exploration“ des letzten Präsidenten George W. Bush hervorgegangen war, ersatzlos gestrichen. Keine Ares I Rakete, keine Orion-Raumkapsel, keine Ares V Rakete, die amerikanische Astronauten wieder zum Mond hätte bringen sollen. Das Constellation-Programm, befand letzten Herbst eine eingesetzte Sonderkomission um Norman Augustine, war unterfinanziert und dauerverzögert. Die erste Orion-Raumkapsel auf der Spitze einer Ares-I-Rakete wäre nicht vor 2017 gestartet, an eine Rückkehr zum Mond war vor 2030 nicht zu denken, und selbst diese Ziele wären nur mit harten Einschnitten bei den anderen Programmen der NASA (wie etwa dem erfolgreichen unbemannten Sondenprogramm, der Erdbeobachtung oder der Aviatik) möglich geworden. Zudem hätte die NASA die internationale Raumstation ISS ab 2016 aufgeben müssen, da schlicht kein Geld mehr vorhanden gewesen wäre, um den 100 Milliarden Dollar teuren Komplex in Betrieb zu halten.

Das Constellation-Programm hatte viele Nachteile. Nichts daran war wirklich neu oder innovativ: Die NASA hätte bloss getan, was man in den 60er Jahren schon einmal von ihr verlangt hätte: einen Menschen zum Mond zu schicken. Bloss hätte sie diesmal lediglich auf Nummer sicher gesetzt und praktisch die gleiche Architektur verwendet wie beim Apollo-Programm, ausser dass Besatzung und Mondtransferstufe und -landefahrzeug getrennt gestartet wären, was zwar etwas sicherer ist, gleichzeitig jedoch ein gutes Timing der zwei Starts bedingt (ach ja, die Raketen tragen nun braunen Isolierschaum statt der weiss-schwarzen Bemalung der Saturn-V-Raketen, und statt drei wären diesmal vier Astronauten zum Mond gestartet). Vermutlich hätte das Programm aber auch so geendet wie schon einmal: nach der Landung einiger Astronauten wäre es – wegen zu hoher Kosten – wieder eingestellt worden, und die bemannte Marslandung hätte man wohl auf 2070 oder so vertagt.

Obama macht nun reinen Tisch: Das erfolglose, innovationsfreie Programm wird per sofort eingestellt. Stattdessen will die NASA in Technologieentwicklung investieren und kommerziellen Firmen helfen, ihre privaten Raumkapseln für den Flug in den tiefen Erdorbit (Low Earth Orbit, LEO) zu entwickeln, um damit die ISS mit Fracht und später Astronauten zu versorgen. Das definitive Ende des Shuttle-Programms, das auf dieses oder vielleicht (unter den anzunehmenden Verzögerungen) nächstes Jahr angesetzt ist, bedeutet auch das Ende der Shuttle-Infrastruktur (Bau von Feststoff-Boostern und Aussentanks, Reparatur und Ausrüstung des Shuttles, Zusammenbau in Cape Canaveral, Zulieferung von Ersatzteilen), und damit das vorläufige Ende von tausenden von Hightech-Jobs.

Zunächst hat mich erstaunt, dass die NASA nicht einmal die Orion-Raumkapsel beibehalten will (bzw. soll). Die kommerziellen Raumkapseln, die zur Zeit entwickelt werden (ernsthaft wird dies nur von SpaceX mit dem Projekt „Dragon“ voran getrieben, wobei auch die Firma Orbital Sciences eine Weiterentwicklung ihrer Cygnus-Frachtkapsel nicht ausschliessen will, und Lockheed Martin/Boeing, die gemeinsam die Orion-Kapsel entwickeln, bereits laut über eine abgespeckte LEO-Variante diskutieren), sind nämlich nur für den LEO geeignet. Für Flüge darüber hinaus sind sie zu klein, zu wenig gut ausgerüstet, zu wenig strahlengeschützt, und ihr Hitzeschild kann die höheren Rückkehrgeschwindigkeiten aus einer Bahn jenseits des LEO nicht aushalten. Deshalb könnte nun der Eindruck entstehen, dass die NASA die Exploration jenseits des LEO ganz aufgibt.

Doch es gibt eine klare Alternative: künftige Exploration jenseits des LEO wird dort beginnen – und dorthin zurückkehren. Wenn die vom, sagen wir mal, Mond zurückkehrenden Astronauten gar nicht direkt in die Erdatmosphäre fliegen und landen, wie das bei Apollo und Constellation vorgesehen war, sondern zunächst wieder in eine Erdumlaufbahn einbremsen (und z.B. wieder an der ISS andocken), können sie dort von einer kommerziellen Raumkapsel abgeholt und damit zur Erde gebracht werden. Doch die Abbremsung in den LEO am Ende der Reise kostet wertvollen Treibstoff – warum also sollte man das versuchen? Weil das Raumschiff, mit dem die Astronauten unterwegs waren, wiederverwendbar ist.

Im krassen Gegensatz zu Apollo und Constellation (wo bei jedem Flug eine Oberstufe, ein Mondlander und ein Raumschiff gebaut, verwendet und wieder weggeworfen wurden bzw worden wären) wäre es durchaus möglich, ein Raumschiff zu bauen, das fast alle Hardware mehrmals verwendet. Ein solches Raumschiff wäre mit einem Habitatmodul für drei bis sechs Astronauten, einem Strahlenschutzbunker, einem Antrieb (vielleicht einem VASIMR-Plasma-Antrieb?), einem Treibstoffvorrat, einer Energieversorgung sowie einem Nutzlastraum für wissenschaftliche Experimente ausgerüstet. Als Basis-Design würde man sich dabei an der ISS orientieren: eine zentrale Trägerstruktur, an der alle Module angehängt werden und an deren einen Ende Antrieb und Treibstofftanks sitzen. Ein solches Raumschiff könnte schrittweise (auf der ISS) ausgebaut werden, alle Komponenten und Techniken (wie etwa das Betanken im Weltraum) könnten auf der ISS ausgiebig einzeln getestet werden, bevor sie zum Einsatz kommen. Zunächst würde das Raumschiff einige unbemannte Flüge machen, bevor man ein Habitat-Modul daran heftet und Menschen mitschickt.

Eine erste bemannte Mission könnte in den geostationären Orbit führen, wo zum Beispiel ein Satellit repariert würde. Dies würde erstens der Satellitenindustrie demonstrieren, dass dies nun theoretisch möglich ist, und die Entwicklung ähnlicher Raumschiffe auf kommerzieller Basis ankicken. Zweitens müsste das Raumschiff dabei den Van-Allen-Gürtel durchqueren, womit man verschiedene Designs von Strahlungsschutz ausprobieren könnte (wenn man längere Zeit im Van-Allen-Gürtel durchhält, hält man auch im interplanetaren Raum durch).

In einem zweiten Schritt würde man das Raumschiff, vielleicht zunächst auch nur unbemannt, auf eine freie Rückkehrbahn um den Mond schicken – zum ersten Mal seit 1972 würden dann, in einem späteren Flug, wieder Menschen um den Mond fliegen. Dabei könnte man natürlich auch das Einbremsen in den LEO ausgibig testen. Spätere Flüge könnten das Raumschiff in eine geschlossene Umlaufbahn um den Mond führen, von wo aus eine automatische Raumsonde auf der Mondoberfläche landen und Proben zurück zum Schiff bringen könnte. Noch später könnte das Raumschiff einen kleinen, wiederverwendbaren Lander mitführen, der zwei Astronauten auf der Oberfläche absetzt und danach zum Raumschiff zurück bringt. Raumschiff und Lander würden dann zur Reparatur und und Neuausstattung zur ISS zurückgebracht.

Danach könnte man weitere Flüge wagen – über die Mondbahn hinaus, zunächst zu einem Lagrange-Punkt (etwa, um das JWST-Teleskop, das 2013 Hubble ablösen soll, zu reparieren und auszubauen), später zu einem erdnahen Asteroiden. Auch dort könnte man landen, Radiosender hinterlassen oder gar (bei einer eher späteren Mission) versuchen, die Bahn des Asteroiden geringfügig abzulenken – als Training für den Ernstfall.

Schliesslich könnte man gegen Ende der 2020er Jahre, eine längere Mission in Angriff nehmen – eine bemannte Expedition zum Marsmond Phobos. Dort würden die Astronauten Proben sammeln und erste Vorbereitungen für eine kleine Basis auf Phobos treffen, von der aus, nochmals ein Jahrzehnt später vielleicht, die erste bemannte Landung auf dem Mars starten könnte.

Unbemannte Varianten dieses vielseitigen, wiederverwendbaren interplanetaren Raumschiffs könnten unbemannte Raumsonden zu den äusseren Planeten bringen – und zurück.

Möglich wird ein solches Raumschiff, weil jenseits des LEO fast alle Missionen ungefähr den gleichen Treibstoffaufwand (beziehungsweise, die gleiche Geschwindigkeitsveränderung) brauchen: zwischen total 10 und etwa 20 km/s. Diese Leistung könnten, statt chemischen Antrieben, die einfach sehr viel Treibstoff benötigen, einige Argon-gespiesene VASIMR-Plasmatriebwerke erbringen, wenn sie von einem kleinen Atomreaktor mit dem notwendigen Strom versorgt werden. Später wäre auch ein lasergezündeter Fusionspuls-Antrieb denkbar: damit könnten interplanetare Ziele im Sonnensystem innert wenigen Tagen erreicht werden, bei Treibstoffmengen in der Grössenordnung von deutlich weniger als 100 Tonnen. Noch später könnten exotischere Antriebe wie solche, die auf Antimaterie basieren, hinzukommen.

Die Anfangs- und Entwicklungskosten für ein solches Raumschiff wären relativ hoch, doch danach ist mit dieser Infrastruktur sehr viel mehr zu sehr viel geringeren Kosten möglich, als man bei Constellation je zu träumen wagte.

Ein wiederverwendbares, experimentelles, interplanetares Raumschiff, das Menschen wieder an die Final Frontier führt, sie dahin bringt, wo noch nie jemand zuvor gewesen ist, braucht natürlich einen angemessenen Namen: Enterprise.*

Nun, Obama wird vielleicht den Namen noch nicht nennen. Aber angesichts der Umstände (der Vision vom Flug über den LEO hinaus, während gleichzeitig Orion aufgegeben wird) ist es zumindest denkbar, dass er die Entwicklung eines interplanetaren Raumschiffs (vermutlich: „a true space ship“, oder ähnlich) ankünden wird, das für viele verschiedene Raummissionen verwendet werden kann. Man darf gespannt sein.

* Der Name hat durchaus auch eine NASA-Tradition: Das erste Space Shuttle der NASA, das allerdings nie in den Weltraum geflogen ist, hiess ebenfalls Enterprise – natürlich in Anlehnung an das Raumschiff aus Star Trek.

Reuters-Artikel mit der Ankündigung der Obama-Rede zur künftigen „Vision“ der NASA

PS: Falls jemand es unbedingt wissen will, ja, ich mag Star Trek und die positive, rational-wissenschaftliche Zukunft, die es beschreibt. Natürlich ist es „nur“ eine Fernsehserie, mit allen Nachteilen – aber der Geist, in dem die Serie ursprünglich geschrieben wurde, ist auch heute noch aktuell.

UPDATE: Obamas Rede „Early in the next decade, a set of crewed flights will test and prove the systems required for exploration beyond low Earth orbit. And by 2025, we expect new spacecraft designed for long journeys to allow us to begin the first-ever crewed missions beyond the moon into deep space. We’ll start by sending astronauts to an asteroid for the first time in history. By the mid-2030s, I believe we can send humans to orbit Mars and return them safely to Earth. And a landing on Mars will follow.“

UPDATE2: Nautilus-X Die NASA hat nun tatsächlich ein solches exo-atmosphärisches Explorationsvehikel entworfen, mit all den Eigenschaften, die ich hier erwähnt habe (und noch einigen mehr). Nun muss es nur noch gebaut werden. Dieses Vehikel ist nicht offiziell Teil des Explorationsprogrammes, aber es setzt einen virtuellen Endpunkt einer ganzen Reihe von Technologieentwicklungen, die ein Team von NASA-Ingenieuren als zentral für die künftige Entwicklung der bemannten Weltraumfahrt herausgearbeitet hat.

20 Kommentare

  1. Sow wies aussieht, hat nun ein NASA-Team genau ein solches Raumschiff ausgetüftelt: Das Multi-Mission Space Exploration Vehicle (MMSEV), über das es hier mehr zu erfahren gibt:

    hobbyspace.com/nucleus/?itemid=26786

  2. Ein Jammer, dass die Saturn V, nicht als LEO-Schwerlastrakete
    neue Verwendung gefunden hat. Aber auch das Shuttle-Programm und die ISS zeigen, dass Staatsbetriebe ineffiziente und Geld verschlingende Projekte zur Folge haben( Wir könnten schon soweit sein und die Methansynthese auf dem Mars testen etc.)

  3. Sehr geehrter Autor (Bynaus), was sie sagen hört sich zu erst nicht so schlecht an, leider ist das gesamte Projekt viel wackliger als es ohnehin scheint. Den lassen wir doch die Situation betrachten und schauen auf was Obama Space baut. Da währe SpaceX (die Firma ist momentan in finanzieller Not geraten) und hat ganze zwei erfolgreiche Starts vorzuweisen und wenn man es genau nimmt sogar nur einen Erfolgreichen Flug ihres Dragon-Falcon9 Systems absolviert und das mit mehr als 1 Jähriger Verspätung. Die Dragon Kapsel ist noch weit davon entfernt mit einen Menschen ins LEO zu fliegen und selbst wenn sie dies um 2016 tut so währe sie nur eine Gemini auf Steroide und nur 5 Milliarden reichen da bei weiten nicht aus dafür. Andere Private Anbieter wie Orbital sind nicht ein mahl Annähernd so weit wie SpaceX und die großen Anbieter wie etwa ULA zeigen gar kein Interesse mehr an diesen Projekt da es mit der geringen Geldsumme nicht zu finanzieren währe. Letztendlich ist es auch völlig absurd zu glauben das dieselben Leute (ULA) ein LEO Fahrzeug bauen könnten mit einen Bruchteil der Mittel von Constellation das auch zu erst nicht mehr ist als ein LEO Fahrzeug.

    Aber lassen wir diese Detail Fragen kurz weg und gehen wir auf einige viel offensichtliche Mängel des Plans ein. Der Plan begrenzt nämlich sogar die Dauer der LEO Rumfahrt. Den was soll nach der ISS kommen, der Mond wird in den nächsten Milliarden Jahren immer noch da sein, die ISS dagegen macht mit Glück noch 10 Jahre mit, sofern kein schwerwiegender Defekt auftritt. D en es sei noch erwähnt das die ISS ist ohne Spaceshuttle nur sehr begrenzt Reparatur fähig währe. Nun von diesen Verbleibeden Maximal 10 Jahren wird die ISS mindestens 5-6 Jahre auf Russische Kapseln angewiesen sein biss vielleicht ein Kommerzieller das schafft was die NASA schon vor 40 Jahren tat und zwar Menschen ins LEO zu bringen. Ist die ISS nach 2020 oder früher begraben, gibt es gar kein Ziel mehr für die Obamas Leo Taxis und damit endet das Kapitel bemannte Raumfahrt auch. Seihen wir nämlich ehrlich, das Ziel Mars wird man nicht mit den Obama Budget erreichen ja nichtmahl das Ziel Asteroid oder langfristig LEO. Der Obama Plan aber zerstört zugleich auch noch die gesamte industrielle Basis der Amerikanischen Raumfahrt und das Know How das die NASA über die letzten 50 Jahre erworben hat. Am Ende wird man mit absolut nichts dastehen und genau dies ist auch der Grund warum Obama Space in Kongress und Senat keinen einzigen Freund hat und auch das einzige Obama Projekt darstellt der so etwas wie Überparteilichkeit kreiert hat. An KSC ist die Stimmung sogar noch Düsterer, hier führt eine Verwaltung (Bolden) Krieg gegen die eigene Organisation.

    Was das HLV 2015 angeht, so ist dies übrigens nicht einmal Obamas Idee sondern wurde erst nachträglich angesichts massivster Opposition des Kongresses in den sogenannten Obama Space Plan eingefügt. Aber was heißt schon HLV 2015? Warum nicht ein HLV 2011 ? Wer sich in der US Politik auskennt und ich wage zu behaupten dies zu tuchen. Der weiß das Ankündigung die über die eigene Legislative Periode hinausgehen schlicht wertlos sind und kein Gewicht haben, daher ist Obama Space schon völlig unglaubwürdig. Obama hat nichts weniger getan als den Schritt in den Ausstieg der USA aus der bemannten Raumfahrt zu machen, dies und nichts weniger geehrter Autor. Obama Space gewinnt dabei noch weiter an Unglaubwürdigkeit wenn man sich nun auch noch Pläne anschaut wie etwa Orion mit 6 Milliarden Dollar zu einer Rettungskapsel umzugestalten, diese würde zwar 6 Milliarden an Steuern verpulver würde aber keine Mehrwert darstellen da man keine Rettungskapseln auf der ISS braucht da man schon die gut funktionierenden und erprobten russischen Kapseln hat.
    Obamas Plan hat schlicht so viele Lücken und Idiotie in sich als das man nicht weiß wo man anfangen soll mit seiner Demontage, es ist schlicht kein Plan sondern eine billige Finte. Wieso Finte ? Weil sich dieser Verdacht förmlich aufdrängt, den was Obama tut schaut stark nach der Ausschaltung von Konkurrenz aus. Eine bekannte Methode, den Constellation stellt ein Konkurrenz Posten für viele von Obamas Linksprogrammen dar. Obama wird nämlich kaum eine zweite Amtszeit mehr schaffen, ein Republikanischer Präsident hat dann bekanntlich auch Sozialprogramme und Öko Projekte nicht auf seiner Prioritäten Liste. Dafür aber Dinge wie die Führung der USA in Weltraum und deren Behauptung gegen Konkurrenten wie China. Nun Stelen wir uns vor China macht sich auf, den Mond zu erobern bzw. auf ihn zu landen. Da würde ein republikanischer Präsident dies nicht Tatenloss hinnehmen und Geld zur NASA umleiten und dies würde auf Kosten von Obamas geliebten Sozial und Öko Projekten gehen. Nun Obama ist kein Amateur und betreibt daher die Auslöschung potenzieller Konkurrenten. Den ist Constellation Tod und die industrielle Basis weg, so werden einen GOP Präsidenten schlicht die Basis und das Projekt selbst für eine Umverteilung von Geld fehlen. Nun dies ist ein sich aufdrängender Verdacht, den Obama hat alles getan um genau diesen Eindruck zu schüren nun greift seine Verwaltung sogar zu Schmutzigen Tricks um Constellation vorzeitig an Kongress vorbei zu töten.

    Daher ist die Idee lass uns eine Enterprise bauen schlicht (und entschuldigen sie meine Ausdrucksweise) absolut lächerlich. Das jetzige Programm hat ja nicht mahl das Potenzial die USA in LEO Orbit zu halten geschweige den zu mehr zu bewegen. Aber zum Stichwort Budget zu kommen, dieser ist unter Obama noch geringer gestiegen als unter Busch mit einen ständig blockierenden Demokratischen Kongress und die Steigerung wiegt kaum die Inflation auf. Zugleich verteilt es frei werdendes Kapital in Nutzlose Öko Projekte um, die nur das bestätigen was man schon längst zu gut weiß (Globale Klima Veränderung findet statt).

    Um noch zu einem anderen Punkt zu kommen und zwar zur Forschung in Beriech neuer Antriebe, diese ist zwar begrüßenswert aber absolut unseriös finanziert und es werden wichtige Konzepte wie ein Nuklearer Antrieb aus den Konzept ausgespart. Eine Solide Finanzierung hätte Obama Space eine bedeutend größerer Glaubwürdigkeit verliehen aber so schaut es eher aus als währe die Investition in neue Abtriebs Technologien kaum mehr als ein Projekt zu Bareinzahlung in Yellowstone National Park den auf ungefähr diesen Level bewegt sich die Dimension des Forschungsparts und ich weiß gut aus den Militärischen Bereich wie kostenintensiv Forschung sein kann.

    Fazit: Ich bin kein Fan von Constellation gewesen, aber der Plan machte wenigstens Sin und gab Aussicht auf eine langfristige Mission und Präsenz in Weltraum. Die Umsetzung von Constellation hätte der Menschheit einen permanenten Außenposten auf den Mond gesichert und der Raumfahrt ein Zielund ich meine der gesamten Raumfahrt einschließlich der Kommerziellen. Constallation hätte die Menschheit zum Mond zu einem Asteroiden und darüber hinaus geführt, es hätte den Bau der Enterprise sogar Ermöglicht den anders währe man wohl akum zum Mars gekommen. Obama Sapce dagegen bedeute einfach einen Weg nach nirgendwo, es führt ja nicht ein mahl richtig zurück ins LEO und die ISS wird auch nicht ewig bestehen und was dann? Es bleibt nun schlicht zu hoffen dass der Kongress noch etwas von Constellation rettet auf was eine Zukünftige Administration aufbauen könnte, sprich eine HLV ab 2011 und dies ordentlich finanziert. Die Orion Kapsel hat man ja wenigstes in veränderter Form retten können obgleich diese in Vergleich zu einen HLV eher nachrangig ist.

  4. Ähm… nein.

    1) Obamas Plan ist keineswegs das Ende der bemannten Raumfahrt. Er beendet bloss die Entwicklung von Ares I und V, sowie (in der ursprünglichen Form) der Orion-Kapsel. Die Ares I Rakete war extrem teuer – obwohl oder vielleicht gerade weil man ursprünglich Kosten sparen und Bauteile aus dem Shuttle-Programm verwenden wollte. Es stellte sich heraus, dass teure Anpassungen nötig waren – die Entwicklungskosten für Ares I allein werden heute auf rund 40 Milliarden geschätzt. Und das für eine Rakete, bei der jeder Flug 1.5 Milliarden kostet und die gleichzeitig nicht mehr kann als die bestehenden, sehr sicheren Raketen Atlas V und Delta IV. Die Ares I einzustellen ist ein vernünftiger Entscheid. Ares V wird ebenfalls eingestellt, aber der Plan, einen Schwerlastträger zu bauen, bleibt bestehen – 2015 wird das Design definitiv entschieden. Dass die Orion-Kapsel eingestellt wird, ist die Konsequenz daraus, dass man künftig private Firmen mit dem Transport von Astronauten zur ISS beauftragen will – gegen eine von der NASA vollumfänglich (mit Steuergeldern) finanzierten und subventionierten Kapsel hätten diese aber keine Chance.

    2) Es stimmt nicht, dass bei der NASA gekürzt wird. Das jährliche Budget der NASA ist sogar um 700 Mio (von 18.3 auf 19 Mrd US$) aufgestockt worden, ausserdem sollen darüber hinaus über die nächsten fünf Jahre total 6 Mrd US$ für die Entwicklung kommerzieller Kapseln ausgegeben werden.

    3) Obama behebt mit dem Abbruch von Constellation lediglich einen Missstand, den ihm die letzte Regierung (und der Kongress) eingebrockt hat. Der Kongress (während der Bush-Jahre) hat das Constellation-Programm nie so finanziert, wie es nötig gewesen wäre – deshalb gab es immer mehr Verzögerungen – heute wäre der Start der ersten bemannten Orion-Kapsel auf das Jahr 2017 geplant (zum Vergleich: im ursprünglichen Plan wollte man 2019 auf dem Mond sein – heute wäre dies erst 2027 möglich, frühestens und bei drastischer Aufstockung des Budgets). Das abrupte Ende des Shuttle-Programms dieses Jahr ist ebenfalls das Werk der Bush-Regierung – es wurde 2004 beschlossen und in den Jahren seither umgesetzt – heute wäre es nur zu extrem hohen Kosten möglich, die Shuttles weiter fliegen zu lassen (z.B. weil Service- und Ersatzteilverträge gekündigt wurden).

    Wir befinden uns in einer Übergangszeit, nicht nur von einem Raumfahrtprogramm zum anderen (wie Apollo -> Shuttle), sondern auch zwischen dem staatlichen Modell der Weltraumfahrt und dem kommerziellen. Es ist nicht das Ende der Raumfahrt, sondern das Ende des Anfangs.

  5. Sehr geehrter final-frontier Autor, ich lese seit langem ihre meist interessanten und Intelligenten Artikel und Ideen. Aber dieser Artikel gehört mit absoluter Sicherheit nicht zu dem Artikel die ich von ihnen so schätze sondern es Enttäuscht mich sogar. Ich weiß, dass sie ein großer Fan von Obama sind, aber dies Entschuldet nicht die Blindheit gegenüber der simplen und tragischen Realität. Denn was ist Obama Space den nun ? Die Antwortet lautet der Ausstieg aus der Beamten Raumfahrt und nichts weniger als dies, dieser Präsident beendet eine Ära zugunsten marginaler Einsparungen und führt die USA zurück auf die Erde für mindestens 20 Jahre. Ich könnte ihnen eine langatmige und lange Antwort schreiben und ihnen Obamas Idiotie von allem Seiten zu erläutern aber ich denke sie sollten Intelligent genug sein bei einer differenzierten Betrachtung der Faktenlange selbst zu erkennen das hinter Obama Space kein Plan steht und das es nicht weniger als das Ende der bemannten Raumfahrt bedeutet.

  6. Die USA können heute sowas nicht mehr alleine, wenn man sich nur anguckt was dort gerade abgeht. Oder man ist bereit 30 Jahre zu warten, aber das sind wir nicht. Seien wir doch ruhig ein bischen arrogant, wir leben jetzt und heute und wollen endlich mal neue Erfolge sehen nach 50 Jahren Raumfahrt. Technisch sind wir soweit. Das Problem ist das enorm hohe Lohn/Preisniveau in Amerika. Wenn man es global betrachtet, wäre es das Klügste Russland eine ordentliche Finanzspritze zu geben. Nurmal ein Vergleich: Ein Shuttleflug kostet heute ca 1 Mrd Dollar, ein Sojus-Flug nur 45 Mio, also ca 20x weniger!!! Nun werden beim Shuttle 7 Leute transportiert und auch Nutzlast, aber selbst wenn man 2 Sojus startet und noch ein paar Progress nachschiebt hat man nichtmal ein Viertel der Kosten! Eben das um Welten günstigere Lohn/Preisniveau in Russland. Selbst ein Mittelklasseträger geht in den USA kaum für unter 150 Mio an den Start. Russland will demnächst an einem bimodalen nuklearthermischen Antriebsmodul arbeiten, vorgesehen für Mond- und Marsmissionen, dieses bis 2017 für gerademal ca 300 Mio Dollar entwickelt haben. Nun stelleman sich nurmal vor, was passieren würde wenn Russland jährlich 1 Mrd Dollar erhielte! Die würden die Energija reaktivieren, denn im Gegensatz zur Saturn5 ist dies möglich und würden in 5-10 Jahren ein bemanntes Tiefenraumschiff fertig bauen. Die USA könnten sowas natürlich auch bauen, würde auch wieder sehr schick und cool aussehen, das ganze aber locker für den 10fachen Preis!
    Daher muss man sich auch nicht wundern das nur ein einzelnes Shuttletriebwerk abartige 50 Mio kostet. Ich würde an deren stelle lieber das RS-68 nutzen. Aber nach der Einstellung des bemannten Shuttles würden genug Gelder frei, um teure Shuttle-C-Flüge zu bezahlen. Das der Shuttle-C billig sei habe ich nie behauptet. Zudem wäre seine Nutzlast wohl überlegt, zumeist wiederverwendbar. Und man darf auch nicht vergessen das so große Trägersysteme den günstigsten Kilogrammpreis haben. Zudem würde man 30 Mrd Dollar sparen, durch Einstellung von Constellation. Meine Meinung daher, Amerika sollte den Shuttle-C bauen, es würden damit viele Jobs aus dem Space Shuttleprogramm gesichert werden und man hätte ein nationales Prestige-Programm, was auch für die ganze Menschheit einen großen Nutzen hätte. Denn es kann pro Start rund 30 t auf interplanetaren Kurs schicken. Selbst ein eigenes Monprogramm wäredamit später doch noch denkbar,man startet dann 2 Shuttle-C, eines mit Orion das andere mit dem Mondlander.Beide fliegen separat mit eigenen Mondtransferstufen in einen Mondorbit, docken dort und ab da würde es so weitergehen wie bei Constellation. Wenn es aber eleganter sein soll, dann startet man nur ein Shuttle-C, an der Spitze eine Orion, darunter der Lander und ganz unten 20-30 t Argontreibstoff, mit dem man eine im LEO wartende VASIMR-Stufe betankt. Aber ich drifte schon wieder zu weit ab.

  7. Sicher würde das Schiff modular aufgebaut, wobei verschiedene Nationen (so sie sich denn beteiligen möchten und nicht ihr eigenes Projekt anschieben) verschiedene Module beisteuern. Die USA könnten das Projekt natürlich auch im Alleingang durchführen. In der Praxis kann ich mir aber sehr gut vorstellen, dass sie internationale Partner einladen würden, missionsspezifische Hardware zu entwerfen (z.B., Europa baut einen unbemannten Sample-Return-Mondlander, der vom Schiff auf einer der ersten Mondmissionen abgesetzt und wieder aufgegriffen wird).

    Shuttle-C ist sicher keine schlechte Idee, die Frage ist halt, was mit der Antriebssektion ist, die man jedes Mal braucht. Shuttle-Triebwerke kosten etwa 50 Mio das Stück, dh, man verlocht mit jedem Start 150+ Mio…

  8. Klar so ein modular aufgebautes Raumschiff ähnlich der ISS hätte große Vorteile. Die Kosten wären viel besser überschaubar als bei einem Komplettsystem. Sollten dann Probleme auftreten bei einigen Modulen/Technologien, kann man diese einfach weglassen bzw umschwenken auf andere. Jedenfalls könnte man mit dem Bau insgesamt früher beginnen und Teil-Systeme schon im LEO ausführlich testen. Auch internationale Kooperation würde so überhaupt nur vernünftig klappen, zb nach dem Schema Russland baut das Servicemodul, USA das Antriebsmodul und Europa die Crewsektion (zufällig ausgewählt). Das aber alle gemeinsam am Boden kooperieren und etwas entwerfen und bauen ist völlig illusorisch, sowas hat es auch noch nie gegeben. Eine Seite müsste Zugeständnisse machen, da man sich auf eine Örtlichkeit einigen müsste und dann Wissenschaftler, Ingeneure u.a.Spezialisten ständig über den halben Erdball transportieren, bzw müsstrn diese fern ihrer Familien arbeiten und wohnen. Dazu sprachlichen Probleme,Englisch hin oder her, für einen Russen oder Japaner ist es eine sehr schwere Sprache. Da ist es vieleinfacher man baut sein Modul daheim mit seinen Leuten und nimmt ggf Transportdienste eines Partnerlandes in Anspruch, so wie es bei der ISS auch prima klappte. Die NASA könnte sich auch als Transportdienstleister anbieten mit ihrem Shuttle-C, welches eine super Entwicklung wäre. Die Entwicklungskosten wären weit unter einem völlig neuen HLV oderAres5, da man fastnur vorhandeen Hardware nutzen würde. Es ist sehr leistungsstark, 70-90 t Nutzlast sind nicht zu verachten, das würde sehr stattliche Module erlauben. Mit wenigen Starts hätte man schon das gesamte ISS-Volumen übertroffen, woran man in unzähligen Starts (glaube über 45!)die letzten 12 Jahre gwerkelt hat.

  9. Kepler war viel zu \“billig\“, als dass eine Reparaturmission sich jemals lohnen würde – eher noch baut man Kepler II.

    Wie es scheint, ist die oben Formulierte \“Vision\“ auch anderswo vorgeschlagen worden:

    http://www.spaceref.com/news/viewnews.html?id=1385

    Zitat: \“While keeping Orion alive, NASA will also seek to develop a human-rated exploration spacecraft that only operates in space. The initial version will likely use unused ISS modules (enhanced MPLMs, Node X, Hab Module, ISS ECLSS) and Constellation systems. Its component parts would be launched by the Shuttle/Shuttle-C. The exploration vehicle will be assembled on-orbit at the ISS. This exploration spacecraft will be a pathfinder for more complex systems that will be able to traverse cis-lunar space on a regular basis.\“

  10. Wirklich neue Weltraum Visionen werden leider nur in Hollywood Studios gespielt.
    Die Hubble History ist der beste Beweis, wie in Zukunft Wartung und Betrieb eines Space Telescope am Langrange-Punkt, durchzuführen sind.

    …und wer repariert nun NASA\’s star-gazing space telescope Kepler?

  11. Ich begrüße zunächst einmal die Abkehr von Constellation sehr. Nur sehe ich deine Zeitskalen leider skeptisch, obwohl sie schon recht großzügig gehalten sind. Ich beziehe mich dabei auf Erfahrungen in der Vergangenheit. Es wäre daher wirklich schön zu wissen, für welche Zeiträume die NASA welche Schritte nun plant, obgleich hypotetische Termine eh wieder nicht eingehalten werden, das gabs das letzte Mal nur bei Apollo vor 40 Jahren. Durch den großen Kurswechsel nun ist alles in Aufruhr. Es dürfte gut 1 Jahr dauern, bis die NASA konkrete Entwürfe ausgearbeitet hätte, so sie es denn überhaupt vor hat, so daß selbst darauf werden wir länger warten müssen. Ich glaube die NASA ist viel vorsichtiger nun, bemannte Marslandungen wurden im 20.Jahrhundert zb ständig angepeilt und auch ständig verschoben, fast immer ca 20 Jahre im vorraus. In den 60ern sprach man so wirklich von Marslandungen in den 80ern! Nur heute ist man reifer, durch jahrelange Erfahrungen im Raumstationsbetrieb weiss man, das es für Raumfahrt viel mehr bedarf als dicke Raketen mit hoher Nutzlast (die wir derzeit auch nicht haben). Man will sich nun auf die Entwicklung neuer Antriebe, Lebenserhaltung und Strahlenschutz kozentrieren, nur macht die NASA dies bereits seit ihrer Gründung! Das Ergebnis ist, das wir eigentlich fast alles schon haben was man braucht für ein Schiff wie man es oben in deinem Artikel hier sehen kann (ich finde es sieht sehr gut aus! Woher ist es?). Nur die Integration aller Komponenten in ein System ist extrem teuer, weshalb hauptsächlich das Geld der Grund ist warum die Enterprise noch nicht fliegt. Viele Projekte wurden kurz vor Fertigstellung gecancelt, obwohl sehr vielversprechend. So auch NERVA und VASIMR, für letzteren fand sich glücklicherweise ein privater Investor. Ursprünglich sollte ein erster flugfähiger VASIMR-Prototyp bereits 2004 im All getestet werden (Stand 2000). Die neue Firma AdAstra sprach dann von 2012, nun sogar erst 2014, ich tippe aber auf noch später. Selbst das gute alte nuklearthermische Triebwerk hätte im Falle einer Integration ins Constellationprogramm zu erheblichen Einsparungen im späteren Flugbetrieb geführt. Mondlander zb hätten einstufig landen und wieder starten können, wären somit wiederverwendbar und Mondtransferstufen wären ebenfalls rückkehrfähig, bei vollem propulsivem Einbremsen in den LEO, also auch wiederverwendbar. Es wäre aber immernoch der Start einer Schwerlastrakete pro bemannter Mondmission notwendig, allerdings dann fast als reiner Tanker, ggf noch mit einer Orion obendrauf. VASIMR ist natürlich wesentlich effektiver, aber auch viel schubschwächer so daß man selbst zum Mond mit längeren Flügen rechnen muß von einigen Wochen, solange keine starken Reaktoren genutzt werden. Die NASA selber setzte neben chemischen Antrieben nur auf Ionentriebwerke, nuklearthermische Antriebsmodule will aber Russland in naher Zukunft entwickeln und bauen, gerne in Kooperation mit der NASA aber notfalls auch alleine. Für den Mond wären sie auch gut, bei Marsflügen würden sie nur eine Rückkehr ohne exotische Tankmanöver ermöglichen, Flugzeit wäre aber wie bei chemischen Antrieben. Dort würde VASIMR dann wieder seine Vorteile voll ausspielen, bei längeren Flügen höhere Geschwindigkeiten zu erreichen bei noch weniger Verbrauch.
    Aber warten wir mal ab was die NASA überhaupt genau plant für die Zukunft, bezüglich bemannter Raumfahrt. Noch ist alles unklar.

  12. Ein interplanetares Raumschiff nicht von der Erde zu starten und damit auch nirgends zu landen, sonder lediglich damit zu reisen, und zwar möglichst oft ist ganz bestimmt die aller beste Lösung.
    Es ist auch nicht alles was man dazu brauch nagelneue Technologie, man hat ja bereits Erfahrung damit Dinge im Weltraum zu bauen. Die bestehenden Schwerlastraketen würde dafür vermutlich auch ausreichen. Mit Weltraumhabitaten für die Besatzung hat man auch einige Erfahrung und ein \“Blechkanister\“ mit dem man 20-25 Tonnen Treibstoff zur ISS bringen kann und das Schiff mit 3-4 Flügen wieder voll zu tanken sollte sich mit überschaubarem Aufwand entwickeln lassen.
    Die größte Herausforderung scheint der Antrieb zu sein der definitiv kein chemischer sein kann. Ein VASIMR Antrieb scheint die beste realisierbare Variante zu sein, leider gibts davon noch nicht mal einen Prototyp, nur Laboraufbauten.
    Die ISS müsste auch für längere Zeit fit gehalten werden und in mittlerer Zukunft durch ein Raumdock ersetzt werden, das wirklich darauf hingetrimmt ist solche Schiffe zu bauen und zu versorgen.
    Alles in allem scheint mir das ein viel besserer Weg zu sein, aber warten wir mal was der Meister sagt.

  13. Das wäre großartig, bis es soweit ist, begnüge ich mich damit diese eher unschönen Gebilde anzusehen, vielleicht lebe ich ja lang genug für eine mehr oder weniger echte Enterprise. Wie gesagt, ich kann es ja nachvollziehen warum es noch so ist aber sollte die Möglichkeit irgendwann bestehen, wäre das sicherlich auch ein gehöriger Imageschub.^^

  14. @SethSteiner: Solche Vorhaben werden wohl in näherer Zukunft vor allem an den hohen Kosten, jedwelche Masse ins All zu befördern, scheitern. Was man nicht braucht, schafft man nicht rauf – das begünstigt zusammenlegbare, leichte, minimale Trägerstrukturen, so dass dann eben Raumschiffe vom generellen \“Look and Feel\“ der ISS rauskommen. Aber es könnte auch gute Gründe geben, ein solches Schiff, wenn der Transport von Material ins All erst einmal etwas günstiger geworden ist, auch optisch näher an die Enterprise aus Star Trek anzupassen. Bringt man den Grossteil der Schiffsinfrastruktur in einer Scheibe unter, kann man diese natürlich fürs Aerobraking bei Erde, Venus, Mars, Titan benutzen und damit Treibstoff sparen. Eine extern angehängte Antriebsgondel, und die optische Ähnlichkeit wäre gegeben… 🙂

    @Yadgar: Das Bild ist natürlich ein Symbolbild. Wie im Lead erwähnt, das ganze ist eine mögliche Entwicklung, die meiner Meinung nach attraktiv wäre, aber nicht so stattfinden muss. Gut denkbar, dass längerfristig (vielleicht in der zweiten Hälfte des 21. Jahrhunderts) solche Explorationsschiffe auch probeweise mit rotierenden Sektionen ausgerüstet werden, um eine \“künstliche Schwerkraft\“ herzustellen. Zurzeit denkt man bei der NASA aber erst an Antriebe, Strahlenschutz, Lebenserhaltungssysteme und ähnliches.

  15. \“Ein wiederverwendbares, experimentelles, interplanetares Raumschiff, das Menschen wieder an die Final Frontier führt, sie dahin bringt, wo noch nie jemand zuvor gewesen ist, braucht natürlich einen angemessenen Namen: Enterprise.\“

    \\V/ SK

  16. Also, das Raumschiff auf dem Bild sieht ja eher aus wie die \“Leonov\“ aus \“2010: Das Jahr, in dem wir Kontakt aufnehmen\“… gibt es gegenwärtig bei der NASA tatsächlich Planungen für künstliche Schwerkraft durch rotierende Raumschiffelemente?

  17. Ich hätte nichts gegen ein Raumschiff, allerdings würde mir da ein richtiges Raumschiff-Design besser gefallen, anstatt etwas das ständig so aussieht, als wäre es noch im Bau mit den ganzen Verstrebungen und Abzweigungen. Mir ist klar warum man das macht aber ich denke die Bevölkerung selber würde es gerne sehen (und ich natürlich auch^^), wenn das was da im All herumfliegt auch nach Fortschritt, nach Zukunft aussieht. Zudem wäre eine größere Besatzung vielleicht auch nicht verkehrt. 30 Mann oder mehr, alles eben etwas größer und schöner. Das dabei natürlich auf Kosten und Nutzen geguckt werden muss ist selbstverständlich. Eine künstliche Schwerkraft und hochaufgelöste, störungsfreie Kameras sind ebenfalls nicht zu beachten. Die Raumfahrt soll vor allem forschen und man will natürlich die Unternehmen puschen da etwas zutun aber die beste Möglichkeit die Steuerzahler zu überzeugen wäre aufjedenfall einfach gutes Marketing, was sich denke ich besser machen lässt wenn man tatsächlich den Eindruck von Star Trek erzeugt. Wenn man Astronauten scharf sieht, sie herumlaufen ohne sich ständig den Kopf stoßen zu müssen und man sich bei den Präsentationen, auch bei Aufnahmen aus dem Weltall, auf Tugenden der Filmindustrie besinnt und die Menschen ständig mit Neuigkeiten versorgt (und das nicht nur irgendwo auf nasa.gov sondern da wo auch weniger interessierte sind), denke ich kann das ein großer Erfolg sein.

    Klar an aller erster Stelle muss die Wirtschaftlichkeit stehen, nicht nur was die Produktion betrifft, sondern auch die Ausbeute auf lange Sicht, seien es Jahre oder Jahrzehnte oder Jahrhunderte aber das heutzutage die Raumfahrt eher belächelt wird, liegt denke ich auch daran das sie stellenweise einfach wie von gestern wirkt.

Schreibe einen Kommentar zu Bynaus Antworten abbrechen

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht.


*