Wird es jemals interstellare Raumfahrt geben?

In der Science Fiction sind sie ein fester Wert: Reisen zu den Sternen. „Warpantriebe“, „Sprungtore“, „Hyperraumantriebe“ werden dazu verwendet, die gewaltigen Distanzen zwischen den Sternen in vernünftiger Zeit zu überwinden. Neben der dafür notwendigen Energie sind die gewaltigen Entfernungen das Hauptproblem eines solchen Unternehmens.

Die Pioneer Raumsonde fliegt an Jupiter vorbei
Die Pioneer Raumsonde fliegt an Jupiter vorbei
Die Menschheit hat bereits 4 Raumsonden in die ewigen Weiten des interstellaren Raums entsandt: die Raumsonden Pioneer 10 und 11 sowie Voyager 1 und 2 befinden sich auf einer Fluchtbahn aus dem Sonnensystem – sie werden nie wieder ins Sonnensystem zurück kehren. Bei einer Geschwindigkeit von etwa 60 Kilometer pro Sekunde werden sie zehntausende von Jahren brauchen, um die Strecke zum nächsten Stern zu überbrücken. Doch die Raumsonden halten nicht Kurs auf die nächsten Sterne: ihr Kurs führt sie zu keinem bekannten Stern. Einzig die Raumsonde Pioneer 10 wird vermutlich in etwa 2 Millionen Jahren das 68 Lichtjahre entfernte System des orangen Riesensterns Aldebaran erreichen. Diese Zeiträume machen klar, das selbst bei so grossen Geschwindigkeiten (60 km pro Sekunde ist etwa acht mal schneller als ein Space Shuttle in der Erdumlaufbahn) die Flugzeiten viel zu lang sind. Zumindest, wenn die Besatzung leben ankommen will.

Zur Umgehung dieses Problem hat man zwei Lösungen ersonnen: entweder muss das Raumschiff eine sehr hohe Geschwindigkeit erreichen, oder die Reise muss von Anfang an auf eine sehr grosse Zeitspanne ausgerichtet werden. In diesem Fall würde man ein so grosses Raumschiff bauen, dass eine kleine Stadt darin Platz hätte – über viele Jahrtausende würden Generationen von Sternfahrerkindern im Raumschiff aufwachsen, ihrerseits Kinder zeugen und so den „Auftrag“ von Generation zu Generation weiter geben. Ich frage mich allerdings, ob das lange gut gehen würde: in der ersten, zweiten und dritten Generation hätte man noch kein Problem – doch was ist mit der fünfzigsten, der einundfünfzigsten Generation? Oder tausendzweihundertdreiundzwanzigsten? Kann eine derart eingeschlossene und abgekapselte Gesellschaft überhaupt stabil für einige zehntausend Jahre existieren, wenn es menschliche Kulturen nicht mal auf einige Jahrtausende bringen? Weiter stellt sich die Frage, ob diese Gesellschaft in den interstellaren Weiten genügend Energie produzieren kann, um sich selbst mit Nahrungsmitteln zu versorgen. Ohne Sonne wäre man auf nukleare Energie angewiesen: selbst wenn man einen „sauberen“ Kernfusionsreaktor zur Verfügung hätte: woher nimmt man den Brennstoff?

Da wäre die erste Möglichkeit doch viel attraktiver: mehr Geschwindigkeit! Könnte man ein Raumschiff auf gerade mal 20% der Lichtgeschwindigkeit beschleunigen (rund 60’000 Kilometer pro Sekunde – rund tausend mal schneller als die Voyager-Sonden!), könnte man die nächsten Sterne in einigen Jahrzehnten erreichen. Bei Alpha Centauri, dem nächsten Sternsystem, wären wir in rund 22 Jahren (für die Besatzung wären es „bloss“ 21 Jahre), beim Sirius in 43 (42) Jahren, bei Epsilon Eridani in rund 59 (57) Jahren. Das hört sich gar nicht so schlecht an, zumindest im Fall von Epsilon Eridani müsste aber zumindest eine weitere Generation die Mission beenden, es sei denn, die Menschen der Zukunft werden weit mehr als hundert Jahre alt. Auch hier stellt sich das Problem der Energieversorgung (zur Nahrungsmittelproduktion) unterwegs, doch es ist weniger drastisch als bei einem Generationenschiff. Doch nun kommen wir zum Problem: wie beschleunigen wir ein Raumschiff auf volle 20% der Lichtgeschwindigkeit? Wenn wir nun davon ausgehen, dass das Raumschiff eine Masse von rund zehntausend Tonnen hat – das entspricht etwa einem kleinen Kriegsschiff. Dann benötigen wir dafür rund zwanzig Trilliarden Joule: das ist etwa das fünfzigfache des heutigen weltweiten Energieverbrauchs… Und das, bei einer Annahme, dass das Raumschiff eine Antriebsmethode hat, die zu 100% effizient ist. Je nach Antriebsmethode kann hier der Energieverbrauch noch um das zehn bis hundertfache steigen. Doch das macht bei diesen Grössenordnungen ohnehin nicht mehr so viel aus.

Dabei darf man nicht vergessen, dass das interstellare Raumschiff zusätzlich nocheinmal diese gewaltige Menge Energie mitnehmen muss, um am Zielort wieder auf „normale“ Geschwindigkeiten herunter zu bremsen.

Es sei hier noch angemerkt, dass Generationenschiffe in dieser Hinsicht nicht energiesparender sind: was sie wegen ihrer geringen Geschwindigkeit an Energie sparen, brauchen sie wieder, um ihre gewaltige Masse (Milliarden von Tonnen) auf kleinste Geschwindigkeiten zu bringen.

Wir brauchen also Energie, um interstellare Reisen durchzuführen, gewaltige Mengen von Energie. Woher könnte die kommen? Selbst wenn wir jetzt einmal davon ausgehen, dass Kernfusion tatsächlich einmal realisiert werden könnte (anderenfalls können wir die interstellaren Reisen gleich vergessen): Energie im Gegenwert des 50fachen Weltenergieverbrauchs muss unglaublich teuer sein. Man bedenke, wieviel es heute kosten würde, die ganze heutige Weltenergieproduktion zu kaufen (alles Erdöl und Erdgas, alle Stromproduktion aus allen Arten von Kraftwerken). Allein alles Erdöl (bei einem Preis von derzeit 70 Dollar pro Barrel und bei 84 Millionen Barrel pro Tag) würde 200 Milliarden Dollar kosten (wenn man vernachlässigt, dass ein solcher Kauf natürlich den Preis gewaltig in die Höhe treiben würde).

Es wird klar, dass ein solches Projekt nur dann Erfolg haben kann, wenn der Energieaufwand dafür im Vergleich zum Energieverbrauch der gesamten Menschheit sehr klein ist. Die Apollo-Missionen, damals eines der kostspieligsten Projekte ihrer Zeit, verbrauchten pro Mission maximal wenige Millionstel des damaligen Weltenergieverbrauchs.

Wenn wir dieses Verhältnis als realistisch betrachten, dann würde die Menschheit bei konstant wachsendem Energieverbrauch erst in einigen Jahrtausenden eine solche Expedition finanzieren können. Und dann müssten wir uns noch fragen, mit welcher Energiequelle dieser während Jahrtausenden wachsende Energieverbrauch gedeckt werden soll…

Wie viel einfacher ist da doch die Entsendung von unbemannten Raumsonden! Diese könnten sehr klein sein (vielleicht einige 10 cm), und ihre Beschleunigung auf 20% der Lichtgeschwindigkeit benötig zwar immer noch sehr viel Energie (etwa so viel, wie die grösste jemals zur Explosion gebrachte Atombombe freisetzte) – doch diese liegt in einem prinzipiell realisierbaren Bereich. Künftige Raumsonden könnten mit künstlicher Intelligenz ausgestattet werden, und dank einer Millionschaft mitfliegender „Nanobots“ (nanoskopische Maschinen) in der Lage sein, am Zielort aus Rohstoffen wie Asteroiden weitere Hardware wie Fabriken und Sendeanlagen zu bauen. Innert wenigen Jahrzehnten könnte eine solche Sonde eine grosse Infrastruktur am Zielort aufbauen, die dann weitere Raumsonden bauen würde, die das ferne Sternsystem erkunden. Schliesslich könnte eine solche Infrastruktur auch eine weitere, gleichartige Sonde wie die erste bauen, und diese zum nächsten Stern schicken…

Das ist zwar bei weitem nicht so spektakulär wie ein bemannter interstellarer Flug – aber viel effizienter. Wenn es jemals interstellare Raumfahrt geben sollte (zum Beispiel, wenn die technische Zivilisation die kommende Energiekrise überlebt), dann werden es zuerst die intelligenten Maschinen sein, die die gewaltigen Distanzen zwischen den Sternen überwinden werden. Es werden die Maschinen sein, die die Galaxis für uns erkunden werden. Die Menschheit, oder zumindest ihre Vertreter aus Fleisch und Blut, werden für immer ans Sonnensystem gebunden bleiben, eine Art stetige Erinnerung an die Maschinen, nie zu vergessen, woher sie stammen und wer sie ursprünglich erschuff.

Eine kleine Chance gibt es für den Menschen, eines Tages interstellare Distanzen zu überwinden: Sollten eines Tages fortschrittliche Gehirnscans die Funktionen eines menschlichen Gehirns in einem Computer simulieren können, könnte diese Simulation (ein sogenannter Upload) durchaus über ein eigenes Bewusstsein verfügen – sie wäre dann sich selbst so bewusst wie der Mensch, von dessen Gehirn sie geladen wurde. Diese Simulation könnte dann per Funk zu den nächsten Sternsystemen geschickt werden – und dort in einen neuen (vielleicht geklonten?) Körper herunter geladen werden. So wäre es möglich, dass die Menschheit, über den digitalen Umweg, doch noch die Sterne erreicht.

50 Kommentare

  1. @Bynaus:

    Habe einen Weg gefunden , wie man Subraumenergie gewinnen kann.Du würdest dich wundern, wie man riesige Mengen Energie mit einer sehr sehr einfachen Technik erzeugen kann.
    Man braucht keine Kernkraft , Antimaterie oder chemischen Treibstoffe.

    Ich kann somit unbegrenzt grosse Energiemengen gewinnen.

    Ausserdem.Rotes Licht ist schneller als blaues,wenn die Frequenzen gleich sind.Das kann man erkennen , wenn man Fotos von Sternenexplosionen ansieht.Das Licht bildet farbige Schalen um den Stern aus.Im Zentrum befindet sich das blaue langsame Licht, ganz weit aussen das rote, da bei einer Sternenexplosion das rote Licht das blaue überholt.
    Das heisst aussen rot, dann kommen grün und gelb und dann im inneren das langsame blaue Licht.

    Im übrigen ist das mit der Massenzunahme dummes Geschwatz, es ist vermutlich ein Widerstandseffekt bei hohen Geschwindigkeiten.Je schneller ein Auto fährt desto stärker ist der Gegenwind, und desto mehr muss sich das Auto anstrengen um schneller zu werden,aber die Masse des Autos ändert sich nicht.Lediglich der Impuls nimmt zu.

  2. @Marc: Hast du schon mal ausgerechnet, wieviel Photonen dieser \“Photonenantrieb\“ ausstrahlen müsste, um \“innerhalb von ein paar Jahren 50-80% der Lichtgeschwindigkeit\“ zu erreichen? Mach das mal. Es liegt weit jenseits aller Machbarkeit. Zudem bekommst du ein Problem mit der Energiedichte: Ein Raumschiff, das schneller als etwa 70% der Lichtgeschwindigkeit fliegt, hat gleich viel kinetische Energie wie Massenenergie (gemäss E=mc^2). Das heisst, kein Raumschiff kann aus einer \“internen\“ Energiequelle – selbst wenn es je zur Hälfte aus Antimaterie- und Materietreibstoff bestehen würde, der zu 100% in Schub umgewandelt wird – diese Geschwindigkeiten erreichen. Interne Energiequellen reichen typischerweise für Geschwindigkeiten von 10, vielleicht 20% der Lichtgeschwindigkeit.

    In diesem Artikel geht es um machbare, heute realisierbare Möglichkeiten. \“Hyperraumantriebe\“ sind nichts, was wir heute realisieren können, selbst wenn sie möglich wären.

    \“Bei gleicher Frequenz ist blaues Licht langsamer als rotes, das rotes Licht langwelliger ist.\“

    Das stimmt nicht. Licht aller Frequenzen ist – nach allem, was wir wissen – im Vakuum stets gleich schnell. Sonst müsste man von einer fernen Supernova erst das blaue, dann erst das rote Licht sehen – tut man aber nicht.

    Der Rest deines \“Hyperraum\“-Beitrages ist belangloses Blabla, das mit der Realität nichts zu tun hat.

  3. Für schnelles interstellares Reisen könnte man den Hyperraumantrieb verwenden.

    Bei gleicher Frequenz ist blaues Licht langsamer als rotes , das rotes Licht langwelliger ist.Damit blaues die gleiche Geschwindigkeit hat ,muss also die Frequenz höher sein.
    Also ergibt sich , das die Geschwindigkeit eine Funktion von Wellenlänge mal Frequenz ist.Das gilt auch für die Lichtgeschwindigkeit.
    Verschiedene Experimente mit Licht bzw. der Aufspaltung in seine Spektralfarben hat gezeigt, das Licht verlangsamt bzw. beschleunigt werden kann, bzw. das man dies sogar künstlich herstellen kann.Daraus folgt, das die Lichtgeschwindigkeit nicht konstant ist, und keine Naturkonstante.

    Im Prinzip ist es so, das die Lichtgeschwindigkeit keine Konstante ist, sondern variabel, das heisst sie ist mindestens eine zwei oder mehrdimensionale Kurve.

    Wenn man nun die Parameter (Wellenlänge und Frequenz) so wählt , das das Produkt grösser als c ist hat man Überlichtgeschwindigkeit.

    Wenn ein Objekt nun schneller als Licht unterwegs ist, passiert etwas unglaubliches , es tunnelt.
    Das heisst, es verschwindet an einem Punkt im 4 dimensionalen Raumzeitkontinuum und springt zu einem anderen.

    Das können wir nun für interstellare Flüge ausnutzen.
    Das geht so.

    Wir bauen unser Raumschiff mit einem Atomreator als Energiequelle.
    Und wir nehmen als Hyperraumantrieb einen speziellen Radiosender mit an Bord.Dieser ist aus Metall und hat eine Eiform.Dieser bewegt sich nun wie ein Uhrzeiger im Kreis.Das ganze sieht aus wie bei einem Karusell.
    Das interessante ist nun , das dieser eiförmige Sender nun sehr langwellige Radiowellen mit einer Wellenlänge von 100 km und einer Frequenz von über 3000 hat.
    3000 entspricht hier Lichtgeschwindigkeit.
    Liegt die Frequenz hier bei 6000 baut der Sender ein Radiofeld(elektromagnetisches Kraftfeld auf das mit 2 Facher Lichtgeschwindigkeit rotiert.
    Das ist unser Hyperraum- oder Warpfeld.
    Es verzerrt den Raum so ,das wir nun unseren Hyperraumsprung vornehmen können.
    Das Hyperraumfeld wird also durch eine Kombination von Rotation und Schwerpunktverlagerung gesteuert, die Geschwindigkeit wird durch die gewählten Antriebparamter festgelegt.

    Mit einem solchen Hyperraumantrieb braucht man bis zum Planeten Mars weniger als 8 Minuten Flugzeit.
    Andere Sonnensysteme könnte man so in wenigen Jahren oder gar Monaten erreichen.

  4. Eine interstellare Reise in andere Sonnensystem (bis ca 20 Lichtjahre) ist schon mit unserer heutigen Technik ohne Probleme möglich.

    Grundlage dafür ist der Photonenantrieb.

    Wenn man eine Glühbirne hat ,sendet diese Lichtteilchen (Photonen) in alle Richtungen aus.Dabei erfährt die Glühbirne selbst eine Rückstosskraft. Da die Glühbirne in alle Richtungen Licht ausstrahlt, heben sich die Rückstosskräfte auf und die Glühbirne ruht.
    Was ist aber wenn man einen Refektor, wie bei einem Autoscheinwerfer benutzt.Dann wird das Licht der Glühbirne nur in eine Richtung abgestraht , so das es eine einzige Rückstosskraft gibt, die die Glühbirne in die andere Richtung beschleunigt.

    Eine Raumsonde mit Photonenantrieb könnte so aussehen.
    Sie ist ein langes Rohr mit einem Autoscheinwerfer an jedem Ende.Sie sieht also aus wie eine doppelseitige Taschenlampe.
    Die Sonde hat im Inneren einen Atomreaktor/Atombatterie als Energiequelle.Die Energie wird nun in den Antrieb(Glühbirne + Reflektor) gesteckt.Dadurch beschleunigt die Sonde mit Licht.Dann im interstellaren Raum fliegt die Sonde hauptsächlich mit Newtonscher Impulserhaltung.Wenn die Sonde das andere Sonnensystem erreicht, schaltet sie die Leuchte , die wie ein Autoscheinwerfer aussieht ab, und schaltet die gegenüberliegende Leuchte ein.Diese bremst entgegen der Flugrichtung die Sonde mit Licht ab.

    Zu bemerken ist das man anstelle der Glühbirne auch Laser oder Leuchtdioden verwenden kann.Leuchtdioden haben den Vorteil das sie sehr robust und energiesparend sind.

    Der Photonenantrieb erzeugt zwar eine sehr kleine Schubkraft, die am Anfang winzig ist , aber die Geschwindigkeit wächst mit der Zeit enorm an.
    Nach ein paar Jahren Beschleunigung erreicht die Sonde dann Werte zwischen 50 % und 80 % Lichtgeschwindigkeit.

    Im Prinzip muss man nur die Photonensonde wie einen Satelliten mit einer gewöhlichen chemischen Rakete in den Weltraum befördern, und dort den Photonenantrieb aktivieren.
    Die Sonde kann theoretisch 80 % Lichtgeschwindigkeit erreichen.

  5. Kritik ist nicht gleich Kritik. Bloss weil einer die RT kritisiert, spielt er nicht gleich in derselben Liga wie die genannten Rutherford und Co. Du brauchst also keine Strohmänner abzufackeln. Es ist nicht die Kritik an der RT an sich, die jemanden zum Crackpot macht, sondern das WIE der Kritik. Und nachdem man das Geschreibsel von hunderten von Crackpots, die glauben, sie seien der neue Einstein, gelesen hat, weiss man, wie dieses aussieht. Und dieser Smulski passt da perfekt rein. Wenn er denn wirklich ein \“seriöser Wissenschaftler\“ ist, wo hat er denn publiziert? Das Web of Knowledge etwa kennt einen J. Smulski, aber schreibt über polnische Literatur im 20. Jahrhundert. Und sonst – Fehlanzeige.

    Deine Auseinandersetzung mit (Wissenschafts-)Geschichte und Philosophie war offenbar nicht eingehend genug, denn sie hätte dir gezeigt, dass sich lediglich die Interpretationen ändern können, nicht jedoch die Beobachtungsfakten. Ist ja auch klar: bloss, weil Newtons Gravitationsgesetze nicht mehr uneingeschränkte Gültigkeit haben, hören Äpfel nicht auf, vom Stamm zu fallen. Es sind diese Beobachtungen, die von der RT exakt so vorhergesagt und dann durch Experimente bestätigt wurden, welche die RT so überzeugend machen. Sicher ist sie nicht das letzte Wort, und wird eines Tages ergänzt werden. Aber es ist – durch Beobachtungen – schon heute ausgeschlossen, dass man Teilchen im Raum schneller als die Lichtgeschwindigkeit beschleuigen kann. Das hätte man mittlerweile etwa im CERN gesehen, wo Protonen bis Bruchteile an die Lichtgeschwindigkeit heranbeschleunigt werden, und dabei exakt die Masseneffekte, und den steigenden Energieaufwand zeigen, wie von der RT vorhergesagt. Auch sonst – Raumfahrzeuge benehmen sich so, wie von der RT vorhergesagt. Und selbst die hohe Masse von Atomen (bei extrem leichtgewichtigen Elementarteilchen) könnte man ohne RT nicht erklären. Dagegen hilft alles einsame Zurückziehen in die Taiga nichts. Und \“paradoxienfrei\“ ist die RT genauso, in dem Sinne dass sie frei von inneren Widersprüchen ist. Sie mag unserer Alltagsvorstellung von Raum und Zeit nicht entsprechen, aber die Natur ist nicht dazu da, des Menschen Vorurteile über sich und die Welt zu bestätigen. Sie ist einfach, und wir müssen uns der Realität fügen. Sogar J. Smulski.

    Und noch ein Kommentar zu deinem \“Fettschrift-Schrei\“: Selbst wenn die RT falsch wäre, alle oben im Artikel genannten Argumente, warum der interstellare Raumflug schwierig ist, würden bestehen bleiben. Tatsächlich kommt er ganz ohne Nennung der RT aus. Die Zeitdilatation der RT macht die Raumreisen nur bei sehr hohen Geschwindigkeiten etwas einfacher, da die Reisezeit an Bord des Raumschiffes verkürzt wird. Aber so schnell wollte ich das genannte Raumschiff gar nie machen. Insofern betrachte ich das Thema als abgehakt.

    Zu dem anderen Link, naja, ich glaube, das muss man nicht ernsthaft diskutieren. Einige offensichtliche Fehler und eine religiös-ideologisch bedingte Weigerung, tatsächliche Probleme kreativ anzupacken, wenn du mich fragst. Da ist man schon viel, viel weiter.

  6. Das ist natürlich eine Diskussion über interstellare Flüge, nicht über die RT, nichtsdestoweniger HAT DIE RT EINE ZUMINDEST MITTELBARE RELEVANZ FÜR DAS THEMA, DENN WENN SIE NICHT STIMMEN SOLLTE, WÜRDE DAS ZU EINER GANZ ANDEREN SICHT AUF DAS PROBLEM DER REISEN ZWISCHEN DEN STERNEN FÜHREN. Was z.B., wenn es keine Grenzgeschwindigkeit in der Natur gibt? Dann könnte sich ein Raumschiff im Prinzip mit jeder beliebigen Geschwindigkeit im Weltall bewegen!

    Es kann sein, daß der relativ unbekannte Josif Smulski recht hat oder aber auch, daß er sich in seiner Kritik an Einstein irrt, er ist aber ein seriöser Wissenschaftler, kein „Crackpot“. Nicht alle Einstein-Kritiker und nicht alle Wissenschaftler, die eine vom Mainstream abweichende, möglicherweise auch irrige Meinung vertreten, sind Spinner. Ist z.B. Halton Arp ein Spinner? Die RT hat seit jeher viele prominente Kritiker gehabt, darunter Physik-Nobelpreisträger wie Rutherford (der die RT – „a joke“ – „einen Scherz“ nannte), Lorentz, Lennard, Michelson, Stark, Yukawa, der Wirtschafts-Nobelpreisträger mit Beiträgen zur Physik Maurice Allais u.a. Das waren sicher keine „Crackpots“.

    Ich habe mich mehr als nur ein wenig mit der Geschichte und Philosophie der Wissenschaft beschäftigt und kann versichern, daß viele Theorien, von denen man annahm, daß sie „unzählige Male getestet und (…) bisher jeden Test bestanden“ haben, sich am Ende überraschenderweise doch als mitunter GÄNZLICH falsch herausgestellt haben. Ein klassisches und in der Literatur vielbemühtes Beispiel ist natürlich die Ablösung des geozentrischen durch das heliozentrische System. Zweifellos gibt es jedoch in der Geschichte der Wissenschaft wohletablierte Theorien, bei denen nicht zu erwarten ist, daß sie durch neues Wissen widerlegt werden. Dazu gehört z.B. das besagte heliozentrische System. Es ist nicht vorstellbar, daß man irgendwann herausfinden könnte, daß sich die Erde doch nicht um die Sonne bewegt. Die RT gehört aber – trotz gegenteiliger Meinung – (noch) nicht zu diesem gesicherten Grundbestand unseres Wissens.

    Smulski hat eine alternative „Theorie der Wechselwirkung“ (in Russisch im Internet verfügbar) auf der Grundlage der klassischen Mechanik und Elektrodynamik entwickelt, die die gleichen oder sogar genauere Ergebnisse als die RT liefert und zudem paradoxienfrei ist. In ihr hängen Raum und Zeit nicht vom Bewegungszustand ab, sondern bleiben absolut. Einige seiner Arbeit sind auch in Englisch im Internet verfügbar, z.B.

    http://www.smul1.newmail.ru/English1/FounPhisics/WORem.pdf.

    Wir sind viel zu sehr in der relativistischen Denkweise behaftet und es kostet eine große intellektuelle Anstrengung, um dazu einen wirklich kritischen Standpunkt einzunehmen. Smulski hat sich nach eigenem Bekunden als junger Mann für 3 Monate mit einem RT-Buch allein in die sibirische Taiga zurückgezogen, um darüber nachzudenken.

    Aber zurück zu den interstellaren Flügen. Hier eine skeptische Meinung dazu. Die Argumente sind ernstzunehmen, auch wenn sie von irgendwelchen kreationistischen Spinnern – und diesmal wirklich Spinnern – zu kommen scheinen. 12 Gründe, die gegen die Möglichkeit interstellarer Flüge sprechen:

    http://www.pathlights.com/ce_encyclopedia/Encyclopedia/02star10.htm

  7. Wer auch immer \“der russische Physiker Josif Smulski\“ ist, das ist Unsinn.

    \“Die Relativitätstheorie ist falsch.\“

    Die Relativitätstheorie ist nach allem, was wir wissen, soweit richtig. Sie wurde unzählige Male getestet und hat bisher jeden Test bestanden. Das muss nicht zwingend so bleiben – aber um darüber hinaus zu gehen, braucht es clevere Theoretiker und ausgeklügelte Experimente. Keine offensichtlichen Crackpots wie \“Josif Smulski\“.

    Im Übrigen ist es mit einer \“überlichtschnellen Ausströmungsgeschwindigkeit\“ nicht getan: das Problem des enormen Treibstoffbedarfs hätte man weiterhin. Interstellare Reisen wird es nur mit Antrieben geben, die einen Teil des Antriebs \“externalisieren\“, z.B. Laser-Segel und Magnetsegel-Fallschirme, oder ganz auf Antrieb setzen, die ohne Rückstoss auskommen (a la Alcubierre-Warp oder Mach-Lorentz-Antriebe).

  8. Hier eine alternative (und dabei optimistische) Meinung – der russische Physiker Josif Smulski über interstellare Flüge:

    Hauptziel der Menschheit müssen Flüge zu den Planeten anderer Sterne sein. Der Bevölkerungszuwachs auf der Erde erfordert die Schaffung einer streng reglamentierten Gesellschaft. Das würde zur Herrschaft einiger weniger mit totalitärer Sklaverei der Mehrheit führen. Die Expansion zu anderen Welten würde es erlauben, solche drastischen Einschränkungen der Gesellschaft zu vermeiden. Um die Planeten fremder Sterne zu erreichen, müssen aber eine Reihe von Problemen gelöst werden.

    … Die moderne Physik, die auf der RT aufgebaut ist, verbietet Überlichtgeschwindigkeiten. In meinen Arbeiten habe ich gezeigt, daß dieses Verbot durch nichts gerechtfertigt ist, daß es aus der Beschreibung und der Berechnung der elektromagnetischen Wechselwirkungen in der RT folgt. In Wirklichkeit ist diese Methode falsch… Falls es gelingt, ein Triebwerk zu konstruieren, dessen Antriebsmittel mit Lichtgeschwindigkeit oder Überlichtgeschwindigkeit ausströmt, wäre das Problem der Flüge zu Planeten der nächsten Sterne prinzipiell gelöst.

    … Das zweitwichtigste Problem ist die Energiequelle des Rückstoßantriebes. Die bekannten Energiequellen haben keine ausreichende Leistung. Diese Energiequelle kann auf der Grundlage realen Wissens über die Mikrowelt erarbeitet werden.

    Smulski in einem Brief an Adamo Laurenti, Engineer – Physicist,Vice-President of Santilli – Galilei Association on Scientific Truth, über interstallare Flüge:

    Ich freue mich, auf Ihre Fragen antworten zu können:

    1. Wie müssen Raum und Zeit beschaffen sein, damit interstellare Flüge möglich sind?
    2. Wie kann man sich mit Lichtgeschwindigkeit fortbewegen?
    3. Wie kann man sich vor der Strahlung schützen?
    4. Gibt es heute ausreichendes Wissen, um in vernünftigen Zeiträumen und mit vernünftigen Mitteln das Sonnensystem verlassen zu können?
    5. Was für Anforderungen müssen Ihrer Meinung nach an ein solches Projekt gestellt werden?
    6. Können Sie mir gute Artikel und Bücher zu diesem Thema, aber bitte nicht auf Russisch, empfehlen?
    7. Josif, ich habe eine Frage aus einem anderen Bereich, weil ich an der Erarbeitung von supraleitenden magnetischen Systemen für europäische Tokamaks beteiligt bin: Was ist über die Energiegewinnung durch Kernfusion zu sagen?

    Meine Antworten:
    1. Reisen im Weltall sind nur durch Rückstoß möglich.
    2. Ein Körper kann sich im Weltall mit jeder beliebigen Geschwindigkeit bewegen. Die Relativitätstheorie ist falsch. Ein Rückstoßantrieb kann einem Raumschiff Überlichtgeschwindigkeit verleihen. Falls die Geschwindigkeit des Antriebsmittels 5 km/s beträgt, sind 100 000 Jahre für die Erreichung dieser Geschwindigkeit nötig. Aber bei einer Geschwindigkeit des Antriebsmittels von 300 000 km/s würde sich das Raumschiff bereits nach einem Jahr Flugzeit mit Überlichtgeschwindigkeit bewegen.
    3. Das Problem der Strahlung und andere Probleme werden die Ingenieure und Konstrukteure lösen.
    4. Falls die Rückstoßgeschwindigkeit über der Lichtgeschwindigkeit liegt oder der Lichtgeschwindigkeit nahekommt, kann das Raumschiff eine Reise zu Alpha Centauri und zurück innerhalb von 5 Jahren ausführen. Ich denke, daß die Menschheit dieses Ziel in 100 Jahren erreichen kann.
    5. Ich werde meine 3 Hauptprobleme aus meinem Brief an Steven Krosers wiederholen:
    1. Man muß richtige Ansichten über die Außenwelt haben.
    2. Man muß die Mittel für interstellare Flüge erarbeiten.
    3. Wir müssen eine gerechte Gesellschaft auf der Ede schaffen.
    7. Ich habe nicht an diesem Problem gearbeitet. Ich bin aber der Meinung, daß das Verständnis der Mikrowelt auf der Grundlage der RT falsch it. Dieses physikalische Verständnis behindert den Fortschritt bei der Energiegewinnung aus der Kernfusion.

  9. @Harry:
    Wenn irgendwo eine Kope Deines Gehirns gebaut werden würde, würde es Dich irgendwie verändern? Dafür sehe ich keinen Grund. Letztlich wäre auch ein vollkommen identisch gebautes Gehirn durch die verschiedenen äußeren Reize bereits nach Millisekunden in einem anderen Zustand als das \“Original\“.
    Aber auch davon abgesehen finde ich keinen Grund, wieso \“ich\“ irgendetwas wahrnehmen sollte, was ein anderes Gehirn, und sei es mit meinem konstruktiv identisch, gerade wahrnimmt.

  10. Bei Von -Neumann -Sonden etc. frage ich mich was der Sinn des Ganzen sein soll. Natürlich ist es wissenschaftlich interessant, die Sterne zu erforschen, aber irgendwann werden
    physische Menschen ihre Lebensgrundlage außerhalb des Sonnnensystems suchen müssen, weil die ganze Lebensweise des Menschen auf ständige Expansion angewiesen ist.
    Entweder das, oder-die Gattung Homo ist schon vorher ausgestorben.

  11. @Paul: das mit dem \“Geist herunterladen\“ wäre nett, wenn man denn wüßte was das ist oder objektive Bewertungsmaßstäbe dafür hätte. Auch völlig identische Gehirne haben schließlich verschiedene, getrennte Bewußtseins.

    Naja, und das Universum wird wohl noch einige Milliarden Jahre lang bewohnbar sein, die Zeitdehnung für eine solche reise ist dagegen im Bereich von hunderten bis maximal tausenden Jahren, je nachdem wie schnell man nun unterwegs ist.

    Problematisch am weiteren Fortschritt sind einfach die riesigen Energiemengen die man braucht um ins Weltall zu kommen.

    Gruß Alex

  12. Menschen sind dann sehr erfinderisch, wenn es darum geht, Waffen zu bauen.
    Sehr viele Erfindungen wurden doch ursprünglich für das Militär entwickelt.
    Beispiel: Radar, Infrarot Sensoren, Vocoder, Kernspaltung usw.

    Die menschliche Raumfahrt ist bereits 60 Jahre alt und hat sich seit dem noch wenig weiterentwickelt.
    Ich glaube, wenn es eine ausserirdische Bedrohung gebe und es darum ginge Stellare Kriegsschiffe zu bauen, hätten wir viel größere Fortschritte gemacht. 😀

  13. Robidobi hat am 20.06.2007 13:05:42 geschrieben…

    Ich denke, selbst für unbemannte Sonden ist eine interstellare Reise viel zu anspruchsvoll. Außerdem bleibt die Frage: Warum sind keine Sonden anderer Intelligenzen bei uns zu Besuch? Wäre doch naheliegend, das fremde Intelligenz (auch künstliche) Kontakt zu uns sucht.

    @ Robidobi:
    Vor etwa 3 Jahren wurde in Brasilien ein Indianerstamm entdeckt, der von der restlichen Menschheit bisher isoliert geblieben ist.
    Diese Ureinwohner haben den Hubschrauber für ein Flugungeheuer gehalten und ihn mit Pfeilen beschossen.

    Bei den weiten Entfernungen des Weltalls ist es ja noch unwahrscheinlicher, dass uns jemand entdeckt oder wie jemanden entdecken. Selbst wenn wir nach ihnen suchen.

  14. Hallo alle zusammen.
    Bei diesem Artikel wurde doch etwas sehr wichtiges nicht angesprochen.
    Das Zwillingsparadoxon: In einem Raumschiff, welches sich mit sehr hoher Geschwindigkeit bewegt, vergeht die Zeit langsamer als zB auf stehenden Objekten.
    Das heißt, sollte ein Schiff in einigen Jahrzehnten in einem anderen Sternensystem ankommen, ist vielleicht schon so viel Zeit vergangen, dass es den Weltall garnicht mehr gibt.

    Mir erscheint nur das Szenario realistisch, wenn man den menschlichen Geist auf ein künstliches Gehirn runterläd und wir alle in einer \“Matrix\“ leben. Zusammengestaucht auf einer kleinen Sonde, die durch das All treibt und sich ständig weiterentwickelt mit ihren vielen Seelen an Bord.

    Oder die Menschheit entwickelt tatsächlich Raumschiffe, welche den Raum verkürzen können (wie aus SciFi Filmen). Dazu bräuchten wir aber das komplette Wissen über Physik. Wenn wir eines Tages die Natur der Zeit, Raum verstanden haben, können wir vielleicht Technik so anwenden, um die Milchstraße zu bevölkern.

    Bei dem technischen Fortschritt, den wir haben könnten Futurologen doch in etwa eine Prognose erstellen, in wie vielen Jahrhunderten wir die komplette Physik verstanden haben und die Technologie an ihrem höchsten Stand erreicht ist.

  15. Gehen wir mal vom Fall aus:
    Eine interstellare Raumfahrt ist für biologische Menschen unmöglich. Dann würden sie mit der Zeit alle Ressourcen des Sonnensystems verbrauchen oder bis zur Unbrauchbarkeit verschmutzen.
    Trotzdem-bis jetzt hat sich unter dem Druck der Verhältnisse
    noch immer eine Möglichkeit ergeben, ähnliche Begebenheiten zu überwinden ( Meere, Wüsten).
    So lange irgendwo im Sonnensystem eine kleine Gruppe Menschen überlebt, wird sich die Natur wieder erholen, weil das Leben, das die Menschen auf die Planeten gebracht haben, eine Eigendynamik entwickelt. Nicht das erste interplanetare Imperium wird Expeditionen zu den Sternen schicken, aber vielleicht die vierte oder fünfte.
    Aber bis dahin wird es vielleicht nützlich sein, Vorkehrungen für einen Populationscrash zu schafffen, damit es wenigstens einige Überlebende für eine neue Gründerpopulation gibt: zB weit verstreute Kolonien von \“Mönchen\“, die weitab von Tagespolitik und weltlichen Konflikten auf fernen Eiskörpern leben,und akribisch Informationen sammeln und zukunftssicher machen.

  16. Wenn keine Theorie aus der Physik, die Bynaus hier auf der Seite schon des öfteren beschrieben hat,(Wurmlöcher, Reisen durch einen höher dimensionalen Raum, etc..) sich technisch umsetzen lassen, dann sitzen wir hier auf jeden fall fest.
    Die logische alternative außer es ist eine Verzweiflungstat ist, wie Bynaus schreibt, Maschinen zu entsenden.
    Wobei ich bezweifle dass es lange gut geht. Wenn es in naher Zukunft , ich sage mal in den nächsten 100 Jahren gelingen sollte eine Maschine zu entsenden die für den Menschen eine art Vorposten aufbaut (d.h. nicht einmal ein Habitat damit Menschen nachfolgen können sondern eher eine Observations-/Spähereinheit) , was absolut angezweifelt werden darf. Wird Diese nicht sehr lange für den Menschen arbeiten. Ich halte es für wahrscheinlicher dass die zu dem Zeitpunkt bereits vom Menschen unabhängigen Maschinen die Kontrolle übernehmen und diese Einheit für eigene Zwecke nutzen, welche diese auch sein mögen.

    Das für den Menschen optimistischste Szenario, meiner Ansicht nach, ist dass die Maschinen sich hoffentlich weiser als wir Menschen erweisen und mit uns eine Übereinkunft treffen.
    Sie lassen uns am Leben und bringen uns bei, bis dahin unerreichbar scheinend effizient mit unseren Ressourcen zu haushalten. Wodurch uns das Sonnensystem bis zum Ende unserer Spezies als Wohnraum und Rohstofflager reichen sollte. Dies werden maximal ein paar Millionen Jahre sein, mit einer gewissen Wahrscheinlichkeit auch deutlich weniger.
    Und wir hören auf Maschinen zu entwickeln die sich möglicherweise selbständig machen könnten. Diese könnten sich evtl. als weniger friedlich erweisen. Uns wäre das natürlich egal den sollte es dazu kommen gibt es uns nicht mehr lange. Für die Maschinen Zivilisation ist es jedoch eine Bedrohung, da die Nachfolger sich ähnlich schnell entwickeln sollten wie sie.

    Sollten die Menschen es Technologisch soweit bringen, durch die Hilfe der Maschinen (im Falle einer gegenseitigen Akzeptanz und friedlicher Koexistenz) oder aus eigener Kraft in vernünftigen Maßstäben (zeitlich, energetisch, kosteneffizient) andere Sternensysteme zu erreichen, werden die Menschen nur auf bewohnte Systeme treffen. Die Maschinen werden bis dahin in sämtlichen für uns erreichbaren Systemen niedergelassen haben.

    Die Vorraussetzungen sind:
    -die Maschinen entwickeln einen dem Menschen ähnlichen „-Überlebenstrieb-“ (Vermehrung im biologisch/technischem Sinne, Erweiterung des eigenen Wissens und Kultur und alles was sonnst noch dazu gehört)

    Deswegen mein Rat an die brillanten Programmierer:
    Erzieht eure Roboterkinder gut und weise, wir und unsere Nachfahren werden weit mehr als heute von ihnen abhängig sein.

  17. Wie gesagt, ich rede von einer Zukunft, in der die Körper des Sonnensystems alle schon bewohnt sind.
    Für eine solche Zivilisation ist ein solches Projekt möglicherweise auch unter katastrophalen Bedingungen durchführbar
    Wenn ein interstellarer Reisender das Sonnensystem verlässt,
    muss er seine gesamte bisherige Existenz aufgeben, ohne Aussicht auf Rückkehr, und er wird den größten Teil seines Lebens auf der Reise verbringen müssen, so etwas tut man nicht ohne besessen oder verzweifelt zu sein.
    Ressourcen wird es noch geben- aber wenn es absehbar ist, dass sie zu Ende gehen werden, wird man nach Möglichkeiten suchen, sie dazu zu verwenden, der kommenden Krise zu begegnen. Und wenn die Ressourcen des Sonnensystems alle schon eingesetzt wurden, dann bleiben nur noch die Sterne.

  18. Die Flüchtlingsmotivation greift glaube ich nicht:

    Es wird immer Länder geben, die freiheitlicher sind als andere oder sich gegen Flüchtlingsströme nicht wehren können. Und Wirtschafts- oder Hungerflüchtlinge werden sich wohl kaum ein Ticket für eine interstellare Reise leisten können, ebensowenig werden die armen Staaten ein solches Raumschiff bauen können – erst recht nicht für eine nennenswerte Zahl Menschen, und da brauchen wir bei tausenden erst gar nicht anfangen, da müßten mindestens Millionen hochgeschossen werden um ein Flüchtlingsproblem zu lösen.

    Und ist der Zustand des Planeten und der Menschheit an sich so katastrophal daß ein Grund für alle bestünde, sich in die Ungewissheit des Weltalls zu erheben, dann wird just dieser Zustand wohl schon Ursache dafür sein, daß die Menschheit so ein Ding erst gar nicht mehr bauen wird können – selbst in unserer Wohlstandszeit würde es die Ressourcen der gesamten Weltproduktion brauchen und wäre damit ziemlich unmöglich. wie soll das dann in der Zeit der totalen Umweltzerstörung und des Endes fossiler Rohstoffe aussehen?

  19. Klar, das sehe ich genauso. Allerdings gibt es Situationen, in denen Menschen keine Wahl haben. Zu dieser Methode würden Menschen greifen, wenn ihre Kinder im Sonnensystem keine Überlebenschance hätten- sehr wahrscheinlich weil sie von anderen Menschen verfolgt würden, aus politischen, ethnischen,
    religiösen Gründen oder als Genveränderte, vielleicht Unsterbliche die von den \“normalen\“ Menschen gehasst werden.

  20. Nukleare Pulsantriebe sind tatsächlich der einzig zurzeit realistisch denkbare Ausweg aus dem oben formulierten Dilemma. Sie könnten Schiffe auf vielleicht ein, zwei Zehntel der Lichtgeschwindigkeit beschleunigen, wenn man nur genügend Bomben zur Hand nimmt. Damit ist eine Reise zu Alpha Centauri sogar innerhalb eines Menschenlebens machbar.

    Generationenschiffe finde ich ethisch bedenklich: man verurteilt die nachkommenden Generationen zu einem eingeschlossenen Leben zwischen den Sternen. Die Menschen der ersten Generation hatten ja noch die freie Entscheidung, ob sie dabei sein wollten oder nicht – die späteren Generationen haben diese Entscheidung nicht, ihr einziger \“Lebenszweck\“ ist es, das Schiff aufrecht zu erhalten und sich gefälligst fortzupflanzen, damit die Mission, die von irgendwem, irgendwann tief in der Vergangenheit gefällt wurde, zu Ende geführt werden kann. Man könnte das auch als eine Art von grausamer Sklaverei betrachten, der Menschen zu einem Dasein als blosse Reproduktionsautomaten verdammt (bald gibts auf dieser Seite mehr dazu…). Ein langsames interstellares Raumschiff wäre meiner Meinung nach nur dann eine Option, wenn die Besatzung lange genug lebt, um die Mission bei guter Gesundheit zu überstehen. Das mögen in Zukunft durchaus ein paar Jahrhunderte sein.

  21. Klar, die Fluchtgeschwindigkeiten sind eine Nebensächlichkeit, über die ich auch weiter nichts sagen möchte. Ich habe nur an eine weitere Variante des Generationenraumschiffs( das ich grundsätzlich für möglich halte) gedacht, weil ich interstellares Reisen innerhalb eines Menschenlebens gleich gestrichen habe.
    Die Frage: Wird es jemals interstellare Raumfahrt geben?
    ist ja nicht an eine Bedingung der Reisezeiten geknüpft, so lange nur ein Mensch lebend ankommt.

    Ich glaube, dass mit heute denkbaren Verfahren wie dem nuklearen Pulsantrieb in einigen Kilojahren Alpha Centauri
    zu erreichen wäre. Fragt sich nur wer die Mittel und ein Interesse daran hätte.

  22. Darum geht es mir gar nicht. Kuipergürtel-Objekte müssen auf sehr viel geringere Geschwindigkeiten beschleunigt werden, um das Sonnensystem zu verlassen, als, sagen wir, ein Asteroid aus dem Asteroidengürtel zwischen Mars und Jupiter. Bei Oort-Wolken-Objekten ist es noch einfacher.

    Sicher, vielleicht wird mal eines Tages jemand Objekte der Oortwolke \“besiedeln\“ und auf die Reise zum nächsten Stern schicken. Wie ich in dem Artikel aber gezeigt habe, kommen bei heutigen Antriebsmethoden, energetisch möglichen Geschwindigkeiten die resultierenden Reisezeiten nicht in Bereiche, die sich mit einem Menschenleben decken. Wir müssen also viel schneller als wir können, oder aber viel länger als wir wollen, unterwegs sein, um ein anderes Sternsystem zu erreichen. DAS ist der Hintergrund, der Gedanke, der hinter dem oben stehenden Artikel steht.

  23. Gut, also wenn du eine genaue Geschwindigkeit für mein
    Kuiperobjekt-Projekt haben willst, sage ich es gleich:
    Dazu bin ich nicht in der Lage. Meine mathematischen Kenntnisse enden beim Ableiten mit der Produktregel.
    Sicher ist nur, die Energiemengen sind nach heutigen Maßstäben unvorstellbar.

  24. Es gibt keine absolute Geschwindigkeit, die zum Verlassen des Gravitationsfelds der Sonne notwendig ist. Es gibt für jeden Abstand zur Sonne eine andere Fluchtgeschwindigkeit: beim Merkur musst du mit wesentlich höherer Geschwindigkeit nach aussen fliegen, um nicht zurückzukehren, als, sagen wir, beim Neptun.

  25. Die 16,7 km/s bezeichnen nicht die Geschwindigkeitsänderung,
    sondern die absolute Geschwindigkeit, die zum Verlassen des Gravitationsfelds der Sonne notwendig ist. Natürlich geht hier die Orbitalgeschwindigkeit mit ein.

    Wenn das Sonnensystem kolonisiert sein wird, sollte es denkbar sein, eine autarke, stabile Welt auf eine interstellare Trajektorie zu schicken- mit lebenden Bewohnern.

  26. Die 16.7 km/s musst du präzisieren… Das ist in etwa die Geschwindigkeitsänderung, die die Raumsonde New Horizons erfahren hat – auf einem ganz bestimmten Kurs. Ein Start aus einer Sonnenumlaufbahn kann – je nach Sonnenabstand – ganz andere Geschwindigkeitsänderungen (grösser oder kleiner) erfordern.

    Du kannst einen Himmelskörper wie Pluto nicht einfach durch \“Stromkabel an das Magnetfeld der Sonne koppeln\“… Da kommst du nirgends hin, das Magnetfeld der Sonne ist dafür viel zu schwach.

  27. Ich dachte an eine Flucht aus politischen oder religiösen Motiven,oder eine lokale Katastrophe wie die Emmigration in Irland nach Amerika während der Great Famine,während die wirtschaftliche Situation im Sonnensystem noch gut ist. Als Ziele kämen nur die allernächsten Sterne in Frage.

    Um das Sonnensystem zu verlassen muss der Eiskörper mindestens 16,7km/s schnell sein, und die Zeit, die er seine Bewohner ernähren muss, darf als gegen unendlich gehend betrachtet werden; also muss man riesige Mengen Wasser und Kohlenstoff mitnehmen.
    Vielleicht kann man aber auch mit unbemannten Raumschiffen
    die Ressourcen aus der Oort-Wolke auffüllen.
    Die Zahl der Kolonisten müsste deutlich kleiner sein als die biologische Kapazität des Eismondes, vielleicht nur 10 bis 20, den Genpool kann man mit synthetischer DNA auffüllen, wenn man Information dafür mitnimmt. Die Energie für den Initialstart könnte dadurch erzeugt werden, in dem man einen größeren Himmelskörper von Art des Pluto mit Stromkabeln überzieht und mit dem Magnetfeld der Sonne koppelt, bis er in seine Roche-Grenze gezogen wird und zerbricht, als Generationenraumschiffe nutzt man dann die Bruchstücke, auf die ein Teil des Spins der Sonne übertragen würde.

  28. @Heraklit:
    Wohin sollte man denn fliehen? Und wer und vor allem: wieviele?
    Wenn die Zustände auf der Erde irgendwann so desaströs sein sollten, daß man wirklich erwägen würde, ein Generationenraumschiff zu bauen, dann wird man dazu auch nicht mehr in der Lage sein.
    Nichtmal heute wo wir (noch) energiereiche Rohstoffe ohne Ende haben wäre so ein Projekt durchführbar. Wieso sollte es eine Gesellschaft im Niedergang mit einer ausgebeuteten Erde bewerkstelligen können?

  29. Wenn man eine interstellare Reise plant, braucht man gewaltige Mengen Ressourcen.Warum also nicht gleich ein Kuiper-Objekt kolonisieren, das durch einen gravitionalen Effekt die Fluchtgeschwindigkeit der Sonne erreicht hat?
    Zusätzliche Antriebe sind natürlich denkbar, etwa Photonen-
    oder Ionentriebwerke. Die vorhandenen Wasser- und Methanreserven könnte man zum Aufbau einer echten Ökologie benutzen, die ihre Bewohner für mehr als das bisherige Alter der Menschheit am Leben erhalten müsste(eine Million Jahre und mehr)und mit den leichten Atomkernen könnte man einen Fusionsreaktor betreiben.
    Ich glaube zu dieser Möglichkeit oder einem anderen Generationenraumschiff werden Menschen greifen, die keine Wahl haben, Flüchtlinge vor Verfolgung,Krieg und Hunger
    Die interstellare Expansion wird also durch den Kollaps des Sonnensystems ausgelöst werden

  30. Wenn wir erst Mikrosonden rausschicken, die auf den Planeten eine Infrastruktur aufbauen, in der Menschen leben können, gäbe es eine weitere Möglichkeit: Sollten wir es schaffen, die Abschirmung gegen kosmische Strahlung deutlich zu verkleinern, und Menschen in einen Tiefschlaf zu versetzen (kein Essen, kaum Wasser), dann wären Raumschiffe denkbar, die nur wenig mehr wiegen als ihre Transportmasse (wenn sie von einer externen Quelle beschleunigt werden).

    Natürlich wären sie trotzdem nach heutigen Maßstäben noch absurd teuer, aber auch ein Rechenzentrum mit angebundenem Atomkraftwerk war vor ein paar Jahrzehnten noch ein hirngespinst.

    Die Frage ist allerdings: Warum würden wir so ein Projekt finanzieren?

    Im kleinen Maßstab für Forschung. Aber im großen Maßstab, in dem dann hunderte oder tausende Menschen transportiert werden?

    Da klingen die von DeHerg genannten Eizellen realistischer – wenn wir eine fremde Welt mit menschlichen Arbeitskräften brauchen (oder die Menschheit irgendwann doch so idealistisch sein sollte, dass sie einfach nur eine zweite Keimzelle der Spezies haben will, die überlebt, wenn wir uns zerstören – aber wessen Erbanlagen nehmen wir dann?).

  31. Was ich mit diesem Artikel sagen will: Interstellare Raumfahrt ist mit der Technologie, die uns zur Verfügung steht, nicht realistisch machbar. Man unterschätzt die involvierten Distanzen, Zeiten une Energiemengen \“intuitiv\“ um viele Grössenordnungen. Natürlich kann man darüber spekulieren, was wäre, wenn wir dies oder jenes könnten (das mache ich ja auch des öfteren) – es gibt aber einfach keine Garantie dafür, dass wir das jemals wirklich können werden. So mag es lustig sein, sich auszudenken, wie eine Welt aussehen würde, in der es fliegende Teppiche und Besen gibt – aber wenn es keine ernstzunehmende Chance gibt, dass diese \“erfunden\“ werden, bleibt es eine belanglose Spekulation.

    Die angesprochene \“permanente\“ Beschleunigung mit 1 Ge ist letztlich NUR mit irgend einer Form eines völlig hypothetischen reaktionslosen Antriebes (wie etwa dem Mach-Lorentz-Antrieb, oder vielleicht auch einem \“indirekt\“ reaktionslosen Antrieb wie der Versorgung des Raumschiffes durch ein Wurmloch) realisierbar – selbst mit einer Antimaterierakete kann man nämlich ein Raumschiff kaum schneller als auf ca 0.5-0.7 c beschleunigen, bevor ihm der Treibstoff ausgeht (dies hat mit fundamentalen Grössen wie der Energiedichte von Materie oder der begrenzten Lichtgeschwindigkeit zu tun).

  32. Ich wäre mit dem Wort Unmöglich sehr vorsichtig. Wer kann denn schon behaupten, das uns die komplette Zerstahlung von Materie in Energie niemals gelingt? Niemand. Würde uns das Verfahren schon zur Verfügung stehen, könnte man den Rückstoß des Lichtes als Antrieb nehmen. Das Triebwerk wäre ein Photonentriebwerk, das Geschwindigkeiten nahe des Lichtes erlaubt. Vorausgesetzt man beschleunigt ein Raumfahrzeug mit einer Beschleunigung von 9,81 Meter pro Sekunde, käme man nach etwa einem Jahr Bordzeit in die Nähe der Lichtgeschwindigkeit. Einen weiteren positive Wirkung wäre, das an Bord des Raumschiffes während der Beschleunigungs – und Bremsphase die Astronauten ihr normales Erdgewicht erhalten. Somit ist das Problem der langanhaltenden Gewichtslosigkeit auch gelöst. Ferner würde bei Fluggeschwindigkeiten nahe der Lichtgeschwindigkeit die Bordzeit der Photonenrakete gegenüber der Erdzeit dastisch gedehnt mit der Folge, das die Flugzeiten und die Flugstrecken den Astronauten viel kürzer erscheinen. Beispiel für den Flug zum Doppelstern Sheliak in der Leier müsste man gerade mal 7 Jahe Beschleunigungs und nochmals 7 Jahre Bremszeit, zusammen also insgesamt 14 Jahre Bordzeit veranschlagen. Die Entfernung die dabei aber überbrückt werden könnte, wären 540 Lichtjahre. Dieselbe Zeit bräuchte man für den Rückflug zur Erde. Zusammen also 28 Jahre und nicht Jahrhunderttausende oder Jahrmillionen. Das läßt sich aus der speziellen Relativitättheorie ableiten, die auch wissenschaftlich bestätigt wurde. Auf der Erde wären aber etwa 1100 Jahre vergangen. Vielleicht wäre dann bei der Rückkehr der Astronauten auf der Erde inzwischen die Entwicklung der Raumfahrttechnik bereits viel viel weiter. Soweit sogar, das das verwendete Raumfahrzeug, schon ein Museumsstück für die Menschen des 33 Jahrhunderts wäre. Vorausgesetzt die Astronauten wären im 22 Jahrhundert zu ihren Sternenflug zum Doppelstern Sheliak gestartet.

  33. Vor tausend Jahren hiess es: man wird nie mit Jemand, der sich an einem anderen Ort aufhält, zur gleichen Zeit sprechen können, dann kam das Telefon. Vor vierhundert Jahren schien es den Menschen unmöglich, jemals den Mond betreten zu können. Vor hundertfünfzig Jahren hiess es: man würde nie die Geschwindigkeit von 100 Km pro Stunde ereichen können, dann kam das Automobil. Vor hundert Jahren hiess es: Schallgeschwindigkeit zu erreichen sei ein Ding der Unmöglichkeit, dann kam der Düsenjet. So ist es auch mit der Raumfahrt. Ich kann ihnen versichern, dass unsere Nachkommen Technologien entwickeln werden, mit denen sie grosse Distanzen überbrücken können. Wie diese Technologien funktionieren oder wie sie aussehen, das bleibt jedoch offen. Feststeht: der Mensch war schon immer äussert erfinderisch, vor allem, wenn seine Gier nach etwas geweckt worden war.

  34. Ich lese hier was von Energiekrise sowie Erdöl und Atomenergie als Treibstoff für Raumschiffe… Warum denn nich auch noch ne Dampfmaschine? Schließlich scheint das ja hier ne Aufzählung antiquierter Treibstoffe zu sein. Schon mal was von IMPLOSION gehört??? Schließlich gibt es bereits seit den 1930/1940er Jahre funktionierende Implosionstriebwerke nach Viktor Schauberger. Und auch Wilhelm Reich war auf diesem Gebiet nich grad untätig…

  35. Schonmal daran gedacht das man Besatzungen in einen Tiefschlaf versetzen könnte oder sogar eingefroren werden könnten? Das würde kaum Energie verbrauchen und einfrieren würde, da es im All eh kalt genug ist, fast nichts an Energie verbrauchen!

    Es ist auch warscheinlich das Außerirdische vor milliarden Jahren (eventuell mit Absicht) kontaminierte Sonden hierher geschickt haben woraus wir jetzt entstanden sind.

    Also warum nicht einfach Bakterien schicken als ein Generationsraumschiff weil die Besatzung eh nicht lebend dort ankommt? Dann dauert es eben nicht Jahrzehnte oder Jahrtausende, sondern Jahrmilliarden in Form einer neuen Zivilisation wie wir es darstellen könnten um eine neue Kolonie zu gründen.

    Da erkenne ich auch einen Sinn weshalb es intelligentes Leben erst jetzt erscheint; Die Dinosaurier und alles biologische mussten über Jahrmillionen Erdöl bilden weil das für eine aufsteigende Zivilisation notwendig ist!

  36. Ich glaube nicht das es in den \“schon\“ nächsten paar Jahrhunderten bemannten interstellaren Raumflug geben wird aber ihn komplett ins Reich der Fiktion zu verbannen ist ebenfalls sehr naiv…

  37. Wenn man auf dem Mars eine Infrastruktur hat, und dauerhafte Kollonien, könnte man von dort zum Jupitermond starten, dort etwas aufbauen (oder auch nicht) und weiter hinaus fliegen.

  38. Find ich cool wie ihr euch über die zukunft und so gedanken macht aber ist eigentlich auch egal denn sollte es soweit sein lebt ihr eh nicht mehr. 🙂

  39. Überraschungen kann man nie ausschliessen, aber bis heute ist einfach kein solcher \“magischer\“ Antrieb absehbar. Selbst die effizientesten \“Warpantriebe\“, die heute denkbar sind, brauchen für ihre Raumkrümmung das Energieäquivalent von 3 Sonnenmassen Antimaterie (die Sonne würde ein solches Raumschiff umkreisen!).
    Das heisst, vorerst sollten wir uns auf das absehbare konzentrieren: und innerhalb dessen ist die interstellare Raumfahrt (insbesondere, wenn sie auch noch bemannt erfolgen soll) eben sehr, sehr schwierig.

  40. wer sagt eigentlich, dass ein Raumschiff schnell sein muss, um große Distanzen schnell zurückzulegen?
    hört sich jetzt sehr nach sf an, aber eine raumkrümmung täte es auch.
    sicherlich, es gibt noch viele technische Hürden zu überwinden, aber hier wird ja sowieso nicht über die Erfolge in den nächsten paar Jahrzehnten gesprochen, oder?

  41. Eine Physik des Mandala, wenn sie denn konsistent formulierbar ist, muss fuer den \’Normalraum\‘ qualitativ dasselbe voraussagen wie die Spezielle Relativitaetstheorie. Eine anderwaitige Vorhersage waere in der Tat unverstaendlich. Auf der o.a. Webseite ist gezeigt, wie die moegliche Verlaufsform einer korrigierten relativistischen Funktion aussieht resp. aussehen koennte.
    Das Tor zu den Sternen befindet sich exakt (!) an dem bezeichneten Geschwindigkeitspunkt von 0.707 – und nirgendwo anders. Es hat also nichts mit einem speziellen Verhalten oberhalb von 0,707 c zu tun. Entscheidend ist vielmehr die Frage, ob man dieses Tor (und dies ist meines Erachtens das einzige Tor) oeffnen kann oder nicht. Es ist durchaus vorstellbar, dass die hier wirksamen physikalischen Bedingungen diese Moeglichkeit vereiteln.
    Was diese Moeglichkeit fuer mich interessant erscheinen laesst, ist gerade die zugrundeliegende Struktur – und die zeichnet sich durch eine bemerkenswerte Symmetrie und Schoenheit aus. Es waere also unsinnig diese Idee nur deswegen zurueckzuweisen, weil sie noch spekulativ. Wuerde man diesen strengen Maßstab an die zeitgenoessische theoretische Physik anlegen, waere die Haelfte der Physiker arbeitslos.

  42. Neue \“Theorien\“ müssen durch Experimente belegt werden. Die Experimente haben bisher Einstein immer bestätigt. Hinweise auf ein spezielles Verhalten oberhalb 0.7c gibt es keine: man bedenke, dass in Teilchenbeschleunigern Materie regelmässig auf solche Geschwindigkeiten (und schneller) beschleunigt wird, ohne dass sich spezielle Effekte a la \“Sternentor\“ gezeigt hätten. Insofern bin ich – wie immer – skeptisch.

  43. Das entscheidende Hindernis auf dem Weg zu den Sternen ist natuerlich die Annahme, dass die Lichtgeschwindigkeit in ihrer Eigenschaft als Naturkonstante als eine ultimative Geschwindigkeitsbarriere begriffen wird.Doch niemand weiss, warum c eine Naturkonstante ist.
    Selbst Einstein sah in ihr eine nur scheinbare Konstante. Er war, wie er in Briefen an seine ehemalige Studentin Ilse Rosenthal-Schneider wissen ließ, der Ueberzeugung, dass es sich bei der wahren Konstante am Ende um eine reine Zahl, wie z.B. pi, handeln wuerde. Doch bis heute gibt es keine Theorie, die dieser, wie Einstein selbst einraeumte, radikalen Forderung genuegt.
    Bei dem Versuch, die spezielle Relativitaetstheorie so zu komplettieren, dass sie gewissen Grenzbedingungen genuegt, ist ueberraschend eine archetypische Struktur sichtbar geworden – ein MANDALA. Diese Struktur ist so parametrisiert, dass sie die geometrische Grundlage von Einsteins letzter Vision sein koennte. Das Ungewoehnliche an dieser Struktur ist, dass sie bei dem Geschwindigkeitswert von 1/SQR 2 (ca. 70 Prozent von c) ein Tor zu den Sternen aufweist. Dieses Tor fuehrt in einen Bereich, der saemtliche Ueberlichtgeschwindigkeiten umfasst – mit Ausnahme des Wertes UNENDLICH. Dieses Tor bezeichne ich als GÖDEL-PUNKT.
    In dem Buch „Die Physik des Mandala“ stelle ich diese (noch ziemlich unfertige) Theorie vor.
    Auf der verlagseigenen Webseite besteht die Moeglichkeit, Einfuehrung und Inhaltsverzeichnis kostenlos herunterzuladen.

  44. Wenn das mit dem Upload nicht funktioniert könnte man ja trotzdem Eizellen, Sperma und Brutanlagen mitnehmen und die Kinder von den KI´s Unterrichten/Erziehen lassen(obwohl die Psychologischen Folgen der Ersten Generation je nach Leistungsfähigkeit der KI heikel werden könnten).

  45. Tja, wer weiss? Im Artikel \“Der Ring der Stimmen\“ habe ich versucht, darzulegen, dass die Zone jenseits von 550 AU Entfernung zur Sonne ein idealer Platz wäre für solche Sonden, die Kontakt mit der Heimatwelt halten wollen…

  46. Ich denke, selbst für unbemannte Sonden ist eine interstellare Reise viel zu anspruchsvoll. Außerdem bleibt die Frage: Warum sind keine Sonden anderer Intelligenzen bei uns zu Besuch? Wäre doch naheliegend, das fremde Intelligenz (auch künstliche) Kontakt zu uns sucht.

  47. wir sollten nicht immer von unserem begrenzten Wissen heutzutage auf Großprojekte der Zukunft schließen.
    vor hundert Jahren, als man eine vorstellung davon bekam, wieviel energie ein bemannter Flug zum Mond erfordert, mußte man genau so pessimistisch werden, wie bei der Planung eines interstellaren Fluges mit heutiger Technik.
    Ich bin zuversichtlich, daß unseren Nachfahren in den nächsten 1000 Jahren noch etwas dazu einfällt…..

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