Die Suche nach ausserirdischen Artefakten auf dem Mond

Vor ein paar Tagen ging die Forderung zweier amerikanischer Astronomen durch die Medien, auf dem Mond nach ausserirdischen Artefakten zu suchen. Die Idee ist zwar nicht neu, aber gut, weshalb ich hier gleich damit beginne – gerne auch mit eurer Hilfe!

Einige interessante Objekte, die bisher gefunden wurden.

UPDATE 1 (6.1.2012): Ich habe einige der gefundenen interessanten Objekte in dem Bild links versammelt. Noch ein Hinweis für alle begeisterten Sucher: Im Quickmap-Tool gibt es unten links einen „Permalink“, so dass man interessante Objekte verlinken kann, ohne dass man jedes Mal die Koordinaten abtippen muss.

Der Mond ist ein ausgezeichnetes Ziel für SETA, die Suche nach ausserirdischen Artefakten. Ich habe das hier schon einmal erklärt, kurz zusammengefasst wäre der Mond für jedes das Sonnensystem besuchende Raumschiff (egal ob von intelligenten Wesen bemannt oder unbemannt) wohl die natürliche Ausgangsbasis für die Beobachtung der Erde. Wenn es solche Besuche gab, dürften sie viele Millionen oder gar Milliarden Jahre her sein, doch die Oberfläche des Mondes hat sich in dieser Zeit kaum verändert – allfällig zurückgelassene Hardware müsste also immer noch zu finden sein (natürlich ist solche Hardware dem permanenten Bombardement durch Mikrometeoriten ausgesetzt, so dass sie mit der Zeit langsam erodiert würde). Weiter wäre es denkbar, dass Bergbau-Aktivitäten stattgefunden haben, deren Auswirkungen noch heute sichtbar sind, selbst wenn die Geräte, mit denen einst abgebaut wurde, wieder mitgenommen wurden. Sollte die Erde jemals in ihrer Vergangenheit eine andere technische Zivilisation hervorgebracht haben (was, denke ich, zwar höchst unwahrscheinlich ist, aber vielleicht nicht vollständig ausgeschlossen werden kann), wäre auch für diese Zivilisation – wie auch für uns – der Mond das erste Ziel interplanetarer Expeditionen.

Die beiden Astronomen, die das Thema SETA auf dem Mond mit ihrer in der Fachzeitschrift „Acta Astronautica“ veröffentlichten wissenschaftlichen Arbeit wieder einmal auf den Tisch gebracht haben, schlagen vor, ein Crowd-Sourcing Projekt ähnlich „Galaxy Zoo“, „PlanetHunter“ oder „SETI@home“ zu starten, bei dem Benutzer die hochaufgelösten (0.5 Meter pro Pixel) Bilder der NASA Mondsonde LRO (Lunar Reconaissance Orbiter) nach möglichen Artefakten durchforsten und auffällige Objekte melden können, die dann weiter abgeklärt (oder vielleicht sogar nochmals fotografiert) werden. Tatsächlich kann man dieses Projekt in simpler Form schon hier und heute angehen, und ich werde im folgenden zeigen, wie. Die wichtigsten Elemente wurden allesamt in einer Diskussion im Forum von astronews.com zusammengetragen. Dieser Artikel soll einerseits die bisherigen Ergebnisse zusammenfassen, als auch über neue Entwicklungen und Entdeckungen informieren.

Die „Quick-Map“ des LRO-Bildarchivs

Hier kann auf das „Quick-Map“-Tool der LRO-Bildarchivs der NASA zugegriffen werden. Unterhalb der Karte kann jede Latitude (Lat, „geografische Breite“) und Longitude (Lon, „geografische Länge“) auf der Mondoberfläche zentriert werden. Mit dem Zoom-Regler oder der Auflösungs-Auswahl links kann bis auf die 0.5 m/Pixel Stufe herangezoomt werden. Auf diese Weise können Millionen Quadratkilometer der Mondoberfläche eingesehen werden. Allerdings ist nicht die ganze Oberfläche in derselben Auflösung vorhanden.

Das Tool hat einen Bug, bei dem nach Eingabe von Lat und Lon, beim direkten Springen auf die grösste Auflösung das Bild nicht in dieser Auflösung geladen wird – dies kann durch erneutes „zentrieren“ (klick auf „Recenter“) behoben werden.

Bekannte künstliche Objekte auf der Mondoberfläche

Die Blair Cuspids – bloss ein paar „Boulder“

Natürlich gibt es eine Reihe von künstlichen Objekten auf der Mondoberfläche – menschlichen Ursprungs! Dazu gehören etwa Raumsonden oder der untere Teil der LEMs, der Landegeräte der Apollo-Missionen – diese sind relativ gross und gut als künstliche Objekte erkennbar. Hier die exakten Koordinaten (Lat / Lon) der LEMs:

Apollo 11: 0.6720 / 23.4847

Apollo 12: -3.0119 / -23.4137 (man beachte, dass die Surveyor 3 Raumsonde im Krater ca. 150 m südöstlich vom Apollo 12 LEM knapp zu erkennen ist – doch als künstliches Objekt hätte man sie ohne Hilfe nicht erkannt)

Apollo 14: -3.6412 / -17.4757 (etwas schlechtere Auflösung als die anderen Landestellen, aber das LEM und die Fussspuren, sowie einige zurückgelassene Artefakte sind immer noch erkennbar)

Apollo 15: 26.1347 / 3.6314

Apollo 16: -8.9686 / 15.5028

Apollo 17: 20.1983 / 30.7683 (? schlechtere Auflösung, aber immer noch knapp erkennbar, wenn man die anderen gesehen hat und weiss, dass da was ist…)

Natürlich gibt es noch weitere Sonden, sowohl von amerikanischem als auch von russischem Ursprung. Das LRO-Team hat eine Liste aller Raumsonden (UdSSR und USA) zusammengestellt, die auf LRO-Bildern erkannt werden können. Das Erkennen dieser ist sicher auch ein gutes Training, um nach nicht-menschlichen technologischen Artefakten zu suchen.

Natürlich muss man sich bewusst sein, dass nicht jede technologische Anomalie, die nicht auf dieser Liste steht, ausserirdischen Ursprungs sein muss: schliesslich wurden etwa die Oberstufen der Saturn V Mondraketen in der Regel auf den Mond gestürzt, und die Oberstufe des LEM verblieb nach der Rückkehr der Astronauten zum Apollo-Komandomodul in einer (instabilen) Mondumlaufbahn. Hier findet sich eine Liste aller bekannten künstlichen Objekte auf dem Mond. Nicht bei allen ist der Punkt des Absturzes genau bekannt, deshalb könnte es sein, dass einige von diesen bei einer SETA-Suche wieder zum Vorschein kommen.

Früher vorgeschlagene „Anomalien“

Blair Cuspids

Die Blair Cuspids – bloss ein paar „boulder“

Die „Blair Cuspids“ wurden 1966 entdeckt, und wurden damals für mehr oder weniger pyramidenförmige oder gar turmartige Objekte („Monumente“) von der Dimension einiger Meter gehalten – ein künstlicher Ursprung wurde (ähnlich wie beim „Marsgesicht“) vorgeschlagen, was aber niemanden wirklich überzeugte. Hierfindet sich eine etwas eingehendere Analyse aus dem Jahr 2001 dazu. User „joeydee“ im obengenannten Forum hat es nun tatsächlich geschafft, die Cuspids mit Hilfe der Quick-Map zu identifizieren, nämlich bei 5.0206 / 15.5844 (ein Vergleich mit den Verteilungsmustern der Cuspids und nahen Kratern zeigt eindeutig, dass es sich um die Cuspids handeln muss). Diese Objekte sehen jetzt nicht mehr wie mögliche technologische Anomalien aus, sondern eher wie ganz normale, grosse Brocken („Boulders“ genannt), die von einem Krater im Nordosten dieser Koordinaten ausgeworfen wurden. Solche Boulders sind auf der Mondoberfläche recht häufig: wenn ihr also ein helles Objekt findet, das heraussteht, muss man zuerst einmal davon ausgehen, dass es ein Boulder ist.

Weitere interessante Ziele

Pit Craters

Pit Crater im Mare Tranquilitatis

Nun könnte man sich natürlich fragen, welche Ziele auf dem Mond für ausserirdische Besucher bzw. Raumsonden interessant sein könnten. Um die stetige Beobachtung der Erde zu gewährleisten, bietet sich die erdzugewandte Seite des Mondes natürlich an. Die Frage ist, welche Absicht die Besucher (so es sie denn überhaupt jemals gab, aber davon wollen wir bei unserer Suche ja ausgehen) hatten. Reine Beobachtung kann überall auf der erdzugewandten Seite stattfinden (am besten jedoch in dem Bereich, in dem die Erde niemals aufgrund der Libration untergeht – die Pole z.B. würden damit wegfallen). Wenn es darum geht, allfälligen zukünftigen Zivilisationen der Erde, oder anderen Besuchern des Systems eine Botschaft zu hinterlassen, wären auffällige Krater wie Tycho oder Kopernikus naheliegend. Falls die Besucher sich für einen längeren Aufenthalt einrichteten, wären die Lavahöhlen bzw. die Umgebung von Pit Craters sehr interessant. Diese sind vermutlich „Oberlichter“ von gigantischen unterirdischen Lavahöhlen, die Besuchern Schutz vor der kosmischen Strahlung bieten. Wenn diese Höhlen je genutzt wurden, könnten Artefakte in der Umgebung der Eingänge dazu die Äonen überdauert haben. Hier sind die Koordinaten von drei Pit Craters (mittlerweile wurden, u.a. vom japanischen Kaguya-Team, rund ein Dutzend weitere identifiziert):

Mare Ingenii: -35.9524 / 166.0635

Marius Hills: 14.0949 / -56.7755

Mare Tranquilitatis: 8.3380 / 33.2194

Natürlich ist das Suchen nach weiteren Pit Craters auch so (ohne SETA) spannend, gerade weil sie für die Zukunft der bemannten Erforschung und Erschliessung des Mondes eine wichtige Rolle spielen könnten.

Vallis Schröteri

Das Schröter-Tal ist vermutlich vulkanischen Ursprungs. Es entspringt nahe einem Krater (Lat / Lon: 24.6 / 49.3, Auflösung auf 125 – 250 m/Pixel setzen, um das ganze Tal zu sehen!) in der Nähe des grossen Mond-Kraters Aristarchus, und schlängelt sich dann erst nach Norden, dann nach Westen und Süden. Vallis Schröteri ist auch ein Ort, an dem viele „transient lunar phenomena“ (TLPs) beobachtet wurden. Eine mögliche Erklärung für TLPs ist der kurzzeitige Austoss von Gasen vulkanischen Ursprungs. Da diese Region einst vulkanisch aktiv war und vielleicht immer noch ist, scheint es naheliegend, hier Prozesse zu vermuten, bei denen Rohstoffe konzentriert werden (wobei das Fehlen von Wasser jedoch durchaus ein wichtiges Problem darstellt). Das Schrötertal wäre also für jedwelche Besucher, die auf der Suche nach nutzbaren Rohstoffen auf dem Mond sind, ein bevorzugtes Ziel.

Ich bin gerne bereit, diese Listen interessanter Ziele und Anomalien durch Vorschläge seitens der Leser zu erweitern.

Vorgehen bei der Suche

Wie könnte man nun vorgehen bei der Suche nach allfälligen Artefakten? Zuerst gilt es, das Auge zu schulen: Versucht als ersten Schritt die irdischen Raumfahrzeuge zu finden und zu erkennen. Danach würde ich vorschlagen, einen beliebigen Punkt auf der Mondoberfläche zu suchen. Dafür lasst ihr euch von einem Zufallsgenerator Zahlen zwischen -50.0 und 50.0, sowie -180.0 und 180.0 für Lat und Lon ausspucken, und schaut dort nach – falls dort die Auflösung zu tief ist, sucht das nächstgelegene Feld mit hoher Auflösung. Alternativ könnt ihr schon mal in der Nähe der oben erwähnten interessanten Gebiete starten. Wenn ihr bei eurer Suche etwas entdeckt, stellt es hier als Kommentar ein, so dass andere es überprüfen und diskutieren können.

Mir ist schon klar: die Chancen auf einen SETA-Erfolg sind wohl nicht besonders gross. Trotzdem macht es (zumindest mir!) Spass, die Mondoberfläche vom eigenen Bildschirm aus zu erkunden, all diese weiten, leeren, toten Landschaften zu durchforsten und hie und da auf interessante Dinge zu stossen. Nun wünsche ich euch viel Spass und bin gespannt auf eure Funde!

54 Kommentare

  1. @ Matthias Meier

    Wirklich sehr erstaunlich! Da müßte mal jemand vorbeischauen! Brocken mit 50 m geraden Kanten, sind schon ungewöhnlich!

  2. Man muss auf jeden Fall suchen, auch wenn ich glaube dass man nichts findet.

    Ich hab mich aber schonmal gefragt was passieren würde wenn man etwas findet. Und so ein Mondartefakt wäre da etwas ganz erstaunliches.

    Angenommen man findet einen Gegenstand der eindeutig nicht natürlich und genauso eindeutig nicht von uns ist. Einen der auch nicht so genau datierbar ist, außer, dass er sehr alt ist, und aus dem auch technologisch nichts zu lernen ist.
    Ein Ding also, das nicht mehr Information enthält als „Da sind oder waren noch andere“, und, wahrscheinlich dramatischer, „Sie waren schon einmal hier“
    Würde uns das einen oder spalten ? Würden wir uns freuen oder in Angst erstarren ? Was würden unsere Staats- und Glaubensführer dazu sagen ? Wer könnte daraus Profit schlagen ? Die Rüstungsindustrie ?
    Was würde geschehen ?
    Ich befürchte nichts Gutes !

    Vermutlich finden wir ohnehin nichts, und vermutlich ist es auch besser so.

    • Nun, wenn es wirklich so ist, wie du eingangs beschreibst, dann dürfte doch klar sein, dass dieser Fund direkt und umittelbar keine Konsequenzen hat. Es wäre nur eine Bestätigung: da gab es mal jemand anders. Die Menschheit würde mit dem Kaleidoskop reagieren, das man auch sonst schon kennt: die Vernünftigen würden versuchen, daraus die Häufigkeit von Zivilisationen abzuschätzen. Die Religiösen sähen es als Fake, absichtliche Täuschung oder als Zeichen von Gott an. Die Verschwörungstheoretiker sähen es als Beweis für all ihre Theorien an, oder auch das Gegenteil (wie immer 🙂 ). Einige würden Suizid begehen, andere hätten ein Erweckungserlebnis, das ihr Leben verändert. Geostrategen würden die Möglichkeit eines ausserirdischen Besuchs ernsthaft in ihre Pläne mit einbeziehen. Wissenschaftler würden es erforschen wollen. Das Artefakt würde in symbolischer Form überall auftauchen, von unzähligen Büchern über Filme bis hin zu esoterischen Kongressen. Erich von Däniken würde es als endgültigen Beweis für seine Thesen feiern und gleich noch ein paar wilde Spekulationen dazu nachschieben. Schliesslich würde es Teil der Alltagskultur werden – unverstanden, aber irgendwie bekannt. Und das Leben geht weiter.

  3. Nein, nein! Man erkennt, dass sich durch die Erdrotation der Mond Fortbewegt, die Objekte aber stil stehen, und dadurch der Effekt entsteht, als würden sich die Objekte vom Mond weg oder auf dem Mond zu bewegen. Ausserdem passt das bei beiden Videos…

    • Hintergrundsterne wohl eher nicht, da man einige der Objekte schon sieht, bevor sie den Mond „verlassen“, dh, wenn sie sich noch vor der Scheibe befinden. Sie bewegen sich dabei auch stets auf geraden Bahnen, deshalb würde ich vermuten, dass es sie sich in der Erdatmosphäre befinden (Vögel?), oder dass es sich um irdische Satelliten handelt.

  4. Die letzte Struktur ist ja mal echt interessant, Uno! Auch so völlig deplaziert an der Stelle. Da sollte mal jemand nachschauen gehen. 😉

  5. Auffallende Anordnung von gleichen Kratern auf 11.0515 / 6.3860 (alle in einer Reihe)? Achtung Vergrößerung auf 125m/pix einstellen!

  6. @ Kosmo
    Wirklich interessant, man kann auch erkennen wie – vom Süden – kleinere Boulder nach oben (ins Kraterinnere) eine Spur gezogen haben.

  7. @ Danny Salomon
    Ja du hast recht! Wahrscheinlich hat aber Matthias recht, und es sind nur Boulders…

    @ Matthias
    Kann man mit den Karten vom Nord oder Südpol die Positionen irgendwie mit der Normalansicht in Verbindung bringen, so dass evtl. ein Blick auf die Fundstelle aus einer anderen Perspektive erfolgt?

  8. Ich habe mir diese Stelle ebenfalls angesehen und eine interessante Täuschung gefunden. Obwohl ich doch weiß, daß es sich um eine Draufsicht handelt, sehe ich die Boulder bei -44.9990 / -82.0118 immer als eine Art „Schneemann“. Der kleine Schatten rechts vom größten Boulder trägt noch zu dieser Pseudo-Dreidimensionalität bei. Dabei fiel mir ein interessanter Artikel wieder ein: http://de.wikipedia.org/wiki/Pareidolie. Man braucht nur lange genug auf solche Bilder zu sehen und beginnt prompt, Muster und Objekte zu entdecken, die tatsächlich so nicht vorhanden sind – jedenfalls geht es mir so.

  9. Die Zahlen in dunkler Schrift geben die Position des Mauszeigers an. Aber ich glaube, ich weiss jetzt, was du meinst: -44.9988 / -82.0129. Bedenke, dass das einfach eine „draufsicht“ ist, dh, es ist nicht ohne weiteres möglich, die Höhe von Objekten abzuschätzen. Ich denke, das sind ein paar ungewöhnlich geformte Boulder, die in dieser Gegend häufig vorzukommen scheinen.

  10. Habe mir den Screenhsot nochmals angesehen. Rechts stehen dann noch in dunkler Schrift zwei andere Werte. Scheinen die tatsächliche Position anzuzeigen. LAT -45,0032, LON -82,0121. Habe es jetzt damit probiert. Ich musste allerdings danach etwas nach links scrollen.

  11. @günther: An der Stelle kann ich gar nichts erkennen, weil die Auflösung viel zu schlecht ist (erst ab ca. 32 m/ Pixel wird das bild langsam schärfer). Bist du sicher, dass du die richtigen Koordinaten hast?

  12. LAT -45,5470,LON -82,3561 im „linken oberen Viertel“ des Bildes scheinen zwei schlanke, etwa 5m hohe Objekte zu stehen und wenn man eine gedachte Linie der beiden Objekte nach unten verlängert scheint da noch ein drittes, plumperes Objekt zu sein, welches an der Vorderseite mit einer dünnen Stange abgestützt wird. Aber das kann bei der Auflösung auch eine Täuschung sein. Ohne diese scheinbare Stange sieht es nur wie ein Gesteinsbrocken aus.

  13. @ Uno

    … wobei das Objekt bei 10.0184 / 11.3105 fast noch interessanter aussieht. Erklärung wäre hier vielleicht zunächst eine herunter gerechnete Auflösung mit entsprechenden Pixelfehlern, wodurch die Kantenglättung der Objekte hervorgerufen wird.

  14. Macht es überhaupt Sinn, solche Objekte wie z.B. bei 5.0857 / 15.1542 zu posten? Aufgrund der schlechten Auflösung in diesem Bereich sind hier ja zahlreiche Interpretationen möglich. Ich gehe mal stark von einem Krater aus, der einfach entsprechend das Licht gen Sonde reflektiert.

  15. Hm für mich sieht das eher aus wie ein Loch. Aber ok, da kann ich mich auch irren, dafür müsste wohl eine deutlichere Abbruchkante wie bei deinen verlinkten Pit Crater zu sehen sein.

    P.S.: Für alle verliebten hier das leuchtenden Herz des Mondes (21.1703/63.5390)

  16. Ups, 24.4222, da hatte ich mich wohl vertippt oder verguckt. Ja, das meine ich.
    Zum anderen Krater: Ja, der ist wohl jung (und deshalb auch hell), aber die Form und das viele Geröll könnte auch etwas mit der Zusammensetzung und Geschwindigkeit des Impaktors zu tun haben.
    Was meinst du mit „Pit Crater“? Den kleinen Krater darin?

  17. Deine Assoziationsgabe in alle Ehren, aber ein Art Flügel finde ich da nicht 😉 ich seh nur auf 24.4222 78.5102, also etwa 80m nördlich von deiner Stelle, eine grelles Leuchten, meinst du das?

    noch was (jedenfalls für mich als Laie) interessantes bei
    16.1649 / 66.0338:
    Ist das ein durch ein Kratereinschlag freigelegter/enstandener Pit Crater? Und ist der Kraterienschlag noch sehr jung oder warum liegt da so viel Geröll rum? (Übrigens ein Bild mit hervorragender Auflösung, echt toll die Mondoberfläche so detailliert anschauen zu können 🙂 )

  18. @Veritas: Beim Krater hat das sicher mit der Beleuchtung zu tun: Wenn die Wand des Kraters das einfallende Sonnenlicht gerade richtig zur Sonde hin reflektiert, dann kann es schon sein, dass sie deutlich heller erscheint. Solche Krater gibts hin und wieder, z.B. ein paar 100 m west-süd-westlich. Das „Peace Zeichen“ könnte wohl auch auf Kompressionsfehler (???) zurückzuführen sein, und für den hellen Strich ist die Auflösung zu schwach.

    Etwas östlich von deiner Position gibt es auch ein seltsames Ding: 24.4192 / 78.5106. Eine Art „Flügel“ von der Form her, oben reflektierend, unten grau (ob die zwei Teile wirklich zusammengehören?).

  19. LAT 24.4361 LON 78.4459
    ca. 600m südwestlich der Position von André:
    ich frag mich warum die linke Seite des Kraters soviel heller beleuchtet ist als die der anderen Krater der Umgebung!? Dann 40m Nordöstlich ein rundes Etwas mit Gräben(?) versehen (erinnert an ein Peace Zeichen). Und etwa 120m nord-nord-westlich vom hellen Krater ein kleiner heller Strich. Was könnte das sein oder is die Auflösung dafür zu schwach?

  20. @André: An den Staubfussel glaube ich nicht, der müsste dann ja überall drauf sein. Ich denke, das ist ein kleiner Krater. Das Objekt selbst ist recht ungewöhnlich, der Schatten auf der linken Seite sehr gerade. Anderseits sinds halt wirklich nur ein paar Pixel…

  21. Auch mitmachen will! 🙂

    Meine dürftige Ausbeute bisher: LAT 24.4513 LON 78.4582
    – ein helles Objekt, ca. 5-7m groß, wahrscheinlich ein einsamer Boulder
    – etwa 20m links davon eine fast kreisrunde Stelle mit ca. 30-35m Durchmesser, ist so regelmäßig, dass es eher wie ein optischer Fehler aussieht, vielleicht ein Staubkorn auf der Optik der Kamera.

    Gruß, André

  22. @kaba: Für mich sieht das nach einem Krater aus (v.a. wenn man rauszoomt). Aber es ist schwierig zu sagen, weil das Bild überexponiert ist.

    @Uno: Sieht interessant aus, das kantige Ding. Allerdings gibts da so viele Boulders, da scheint es naheliegend, hier einfach ein spezielles Exemplar davon zu vermuten.

    Ich will natürlich niemanden entmutigen, sondern nur die in solchen Fällen immer dringend nötige kritische Stimme der Vernunft geben… 🙂

  23. Drei interessante, hell reflektierende Objekte finden sich bei 26.1906 / 0.4577, 26.1782 / 0.4353 und 26.2456 / 0.5459. Die Objekte sind deutlich heller als die Umgebung (z.B. die beleuchtete Seite der Kraterwände), was auf metallische Reflektion hindeuten könnte.

    Diese Koordinaten sind alle nur etwa 10 km vom Aufschlagpunkt (26.36 / 0.25) des Apollo-15 Aufstiegsmoduls entfernt. Allerdings scheinen die Objekte dafür zu gross und zu weit verstreut zu sein.

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