Mai
08
2012
Die Schweizer Regierung hat unter dem Eindruck des Atomunfalls von Fukushima den Ausstieg aus der Atomenergie beschlossen. Wie sich nun zeigt, sollen die Atomkraftwerke durch Gaskraftwerke ersetzt werden. Ist eine “erneuerbare” Alternative möglich? Wieviel kann die Effizienzsteigerung beitragen?

AKW Gösgen (Quelle: nzz.ch)
Die Schweiz produziert ihren Strom weitgehend CO2-frei: rund 40% des Stroms kommt aus den fünf (eher klein dimensionierten) Atomkraftwerken (AKW), rund 60% wird durch die Wasserkraft gedeckt. Beide Energieformen setzen pro Kilowattstunde (kWh) CO2 im Umfang von etwa 5 bis 25 Gramm frei (bei Gas- und Kohlekraftwerken sind es bis zu 1000 g/kWh). Der pro-Kopf-Ausstoss von CO2 ist mit ca. 5.6 Tonnen pro Person und Jahr entsprechend in der Schweiz deutlich tiefer als in Deutschland (ca. 10 Tonnen pro Person und Jahr – obwohl dort etwa 20% des Stroms aus der Windkraft Erneuerbaren Energien kommen). Trotzdem ist klar, dass die Schweiz ihre Emissionen in Zukunft weiter senken muss, um das Ziel von etwa 2 Tonnen CO2 pro Kopf und Jahr (im Jahr 2050) zu erreichen.
Das grösste Potential zur Senkung der Emissionen liegt im Energieverbrauch, der heute nicht durch Strom abgedeckt wird. Der nicht-Strom-Anteil an der gesamten in der Schweiz verbrauchten Energie (der sogenannte Primärenergieverbrauch) beträgt rund 90% – hier befinden sich etwa der Energieverbrauch durch Autos und Lastwagen (aus Benzin und Diesel), Ölheizungen oder Generatoren aller Art. Die Senkung dieser Emissionen kann – das ist ziemlich naheliegend – nur durch eine “Verstromung” des Energiebedarfs erreicht werden, also die Nutzung von Strom als Energiequelle, wo immer das möglich ist. Zum Beispiel: Elektro- statt Verbrennungsmotoren, Wärmepumpen (und/oder Erdwärmesonden, wo möglich) statt Ölheizungen, usw. Eine solche Verstromung dieses Energiebedarfs wird dabei insgesamt zu einer Verringerung des Primärenergiebedarfs führen, da die Nutzung von Strom meist deutlich effizienter ist als die Nutzung der Energie, die bei der Verbrennung frei wird – es verpufft also deutlich weniger Energie in Form von “nutzloser” Wärme in die Umwelt. Read more »
Tags: AKW, Atomenergie, Atommüll, Effizienzmassnahmen, Energieeffizienz, Energiewende, Erneuerbare Energien, Kernenergie, Klimawandel, Radioaktiver Abfall, Schweiz, Zukunft
Gesellschaft, Philosophie, Moral, Hat die Menschheit eine Zukunft?, Zukunftstechnologien | Matthias Meier |
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Sep
21
2011
Wenn Menschen in meinem Umfeld zum ersten Mal bemerken, dass ich kein Fleisch esse, folgen oft eine ganze Reihe von Fragen – das ist verständlich, doch meist fällt es mir schwer, meine Haltung in dieser Frage in wenigen Worten präzise auf den Punkt zu bringen. Ein Versuch, es in vielen Worten zu tun.

Kein Grillfest, leider.
Nein, das ist es nicht: ich mag Fleisch eigentlich sehr gern (doch es hat durchaus seine Vorteile, sich als Vegetarier vornehm entschuldigen zu können, während andere gerade Stierhoden – oder so – probieren “dürfen”…). Es ist auch keineswegs “unnatürlich”. Wir Menschen sind, gewissermassen, mit dem Kochen von Fleisch grossgeworden – der hohe Energiegehalt von Fleisch hat unseren Vorfahren ermöglicht, ein grosses Gehirn zu entwickeln. Die Jagd spielte wohl eine entscheidende Rolle bei der Entwicklung des sozialen Zusammenhalts und der Kommunikation. Die Zähmung des Feuers machte das Kochen des Fleischs möglich, und steigerte damit die nutzbare Energie pro Kilogram gejagtes Fleisch deutlich. Es gibt Kultren (wie die Inuit), die sich fast ausschliesslich von Fleisch ernähren. Fleisch zu essen ist weder unnatürlich noch ungesund. Also Bahn frei, her mit dem Steak?
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Tags: Fleisch, Fleischessen, Fortschritt, Klimawandel, Tiere, Tierrechte, Vegetarismus, Zivilisation
Gesellschaft, Philosophie, Moral, Hat die Menschheit eine Zukunft? | Matthias Meier |
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Sep
05
2010
Eine realistische Möglichkeit, den Klimawandel anzupacken und eine gefährliche Erwärmung der Erde noch rechtzeitig zu verhindern läge darin, beim Kohlenstoff anzusetzen.
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Sep
02
2010
Die Menschheit des 20. und 21. Jahrhunderts wird der Erde ein Erbe hinterlassen, das mindestens einhunderttausend Jahre lang anhalten wird. Ob unsere Nachfahren dieses Erbe auch antreten wollen, ist eine andere Frage.
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Apr
10
2010
In Diskussionen zur Klimaerwärmung werden regelmässig die selben alten Argumente vorgebracht. Ich setzte mich in diesem Artikel mit den klassischen Klimawandelleugner-Argumenten auseinander.
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