Jul 28 2007

Die expandierende Erde – die gescheiterte Hypothese

In den ersten Jahrzehnten der modernen Geologie gab es eine Hypothese, die in Konkurrenz zur Plattentektonik stand: Die Hypothese der expandierenden (wachsenden) Erde. Dieses Weltbild ist heute längst überholt, trotzdem geistert es alle paar Jahre wieder durch die Medien und das Internet.

Die expandierende Erde

Die expandierende Erde

Vermutlich ist jedem, der einmal eine Weltkarte etwas eingehender studiert hat, irgendwann aufgefallen, wie aussergewöhnlich gut die Küstenlinien von Afrika und Südamerika zusammenpassen: wie zwei Puzzlestücke scheinen sich die beiden Kontinente ineinander zu fügen. Weiter fällt die Erde in zwei Terrains von deutlich unterschiedlicher Geologie und Höhe auseinander: Die Kontinente (die kontinentale Kruste) und die Ozeanböden (die ozeanische Kruste). Diese beiden Beobachtungen führten letztlich zur Idee der Plattentektonik, wonach die Kontinente der Erde wie riesige Flosse auf dem Erdmantel “schwimmen” und sich, von Strömungen im Erdmantel getrieben, in Jahrmillionen gegeneinander verschieben (die Ozeanböden hingegen stellen hingegen – sehr vereinfacht dargestellt – die erstarrte, oberste Schicht des Erdmantels dar). Diese Sicht setzte sich in der Geologie allerdings erst in den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts durch.

Die Alternative

In den ersten Jahrzehnten der modernen Geologie gab es noch eine konkurrierende Erklärung für die offenbar irgendwie zusammenhängenden Küstenlinien: Nach dieser sollte die Erde sich über geologische Zeiträume (Millionen von Jahren) langsam ausdehnen. Zunächst hätte die Erde vor etwa 200 Millionen Jahren einen Durchmesser von etwa 6000 Kilometern gehabt. Die Erdoberfläche hätte zu dieser Zeit aus einem einzigen Kontinent bestanden, der die ganze Erdoberfläche umfasste (es gab keine ozeanische Kruste). Als die Expansion von rund 200 Mio Jahren (aus nicht genannten Gründen) begann, bildeten sich Risse, und zwischen den Kontinenten taten sich die Ozeane (und die ozeanische Kruste) auf. Da kleinere Planeten in der Regel auch eine kleinere Oberflächen-Gravitation haben, könnte man, so die Anhänger der Theorie, auch elegant die schiere Grösse der Dinosaurier erklären, die unter einer geringeren Schwerkraft sehr viel grösser hätten werden können.

Die Hypothese der expandierenden Erde ist durchaus eine wissenschaftliche Theorie, denn sie ist falsifizierbar (im Gegensatz etwa zum Kreationismus). Das heisst, es sind eine Reihe von Beobachtungen möglich, um sie zu überprüfen und insbesondere, um sie zu wiederlegen, zudem ist sie zumindest auf den ersten Blick naturalistisch (braucht also keine “Wunder” um zu funktionieren). Trotzdem scheitert die expandierende Erde an den Fakten (wie wir gleich sehen werden). Warum ist sie dann so bekannt? Zur Zeit, als die Hypothese in der Wissenschaft ernsthaft vorangetrieben wurde, war sehr viel weniger über unsere Erde und ihre Geologie bekannt, ähnliches gilt für das damalige Wissen über Astrophysik. Die Hypothese der expandierenden Erde ist ein Opfer des fortschreitenden Wissensgewinns durch die Wissenschaft: Irgendwann passte sie schlicht nicht mehr zu den Beobachtungen.

Doch beginnen wir von Anfang an. Das grösste Problem der expandierenden Erde ist der Mechanismus, nach dem die Erde expandieren sollte. Das Erdinnere besteht aus festem Gestein (wie seismische Untersuchungen zeigen), und eine Ausdehnung durch Phasenumwandlungen (bestimmte Minerale wandeln sich unter veränderten Temperatur- und Druckbedingungen in andere Minerale um, die eine unterschiedliche Dichte haben und damit, bei gleichbleibender Masse, ein anderes Volumen einnehmen) führt nicht zum Ziel. Doch schieben wir die Frage nach dem fehlenden Mechanismus mal zur Seite (wir nehmen an, es gibt einen – heute noch unbekannten – Mechanismus) und schauen wir mal, wie es um die innere Logik der Hypothese der expandierenden Erde steht.

Massive Probleme

Eine wichtige Frage ist die nach der Masse: Hat die Masse der Erde während der Expansion zugenommen oder nicht? Wenn sie nicht oder nur sehr gering zugenommen hat, dann entsteht ein “massives” Problem: Ein Planet von der Masse der Erde, der auf die Hälfte seines Durchmessers zusammengedrückt wird, hat eine gewaltige Oberflächengravitation von 4G (ein Mensch von 70 kg würde also plötzlich 280 kg wiegen!). Die riesigen Dinosaurier wären unter diesen Umständen also erst recht unmöglich gewesen. Also muss die Masse der Erde zugenommen haben (und nicht zu knapp: um von, sagen wir, 0.5 G in der Dinosaurierzeit (dieser Wert wird von den Anhängern der expandierenden Erde selbst vorgeschlagen) bei halbem Radius auf 1 G bei heutigem Radius zu kommen, muss die Masse um das achtfache zugenommen haben – 87.5% der Erdmasse wären also erst in der Zeit seit 200 Mio Jahren hinzugekommen). Auch hier taucht wieder das Problem eines unbekannten Mechanismus auf: woher kommt die zusätzliche Masse? Sie kann nicht “von oben” heruntergeregnet sein, denn ansonsten wäre die Milliarden Jahre alte Erdoberfläche nicht erhalten geblieben. Sie muss irgendwie im Erdinnern hinzugekommen sein. Bis heute ist kein einziger Mechanismus bekannt, mit dem man irgendwie derart gewaltige Mengen von Masse quasi “aus dem Nichts” erzeugen könnte.

Die Erde im Tiefkühler?

Die Erde im Tiefkühler?

Doch schieben wir auch diesen Einwand beiseite und nehmen an, es gäbe einen solchen Mechanismus, den wir heute noch nicht kennen. Dann hätte natürlich nicht nur die Masse der Erde zugenommen, sondern auch die von anderen Himmelskörpern im Sonnensystem. Die Leute, die der expandierenden Erde noch heute anhängen (die allerwenigsten von ihnen sind Geologen), bestreiten das auch nicht und verweisen auch gerne auf das Valles Marineris auf dem Mars (eine riesige, 3000 km lange, 100 km breite und 10 km tiefe Schlucht), oder auf die zahlreichen “Streifen” auf dem Jupitermond Europa, die eine Spreizung des Eispanzers nahelegen. Was dabei vergessen geht, ist, dass in diesem Fall auch der grösste und massivste Himmelskörper im Sonnensystem an Masse hätte zulegen müssen: die Sonne. Was hätte dies für Auswirkungen? Nehmen wir an, dass die Massenzunahme unabhängig von der Masse des Himmelskörpers ist, das heisst, ein Himmelskörper mit viel Masse legt nicht schneller oder langsamer an Masse zu als ein Himmelskörper mit wenig Masse. Das ist eine “freundliche” Annahme, denn nimmt man an, dass ein Körper umso schneller an Masse zulegt, je grösser er ist, müsste die Sonne natürlich sehr viel mehr an Masse gewonnen haben als alle anderen Objekte, womit die im Folgenden geschilderten Probleme noch grösser werden. Die umgekehrte Annahme hingegen, dass massearme Körper schneller an Masse zulegen als massereiche, hilft auch nicht weiter, weil es dann gar keine kleinen Objekte (wie kleine Monde, Asteroiden, Staub, etc.) geben dürfte. Bleiben wir also für die folgende Rechnung bei der neutralen Annahme, dass die Massenzunahme nicht von der Masse selbst abhängt.

In diesem Fall hätte die Sonne innert 200 Mio Jahren ihre Masse verachtfacht. Das heisst, sie wäre von einem roten Zwergstern mit 0.125 Sonnenmassen zu ihrer heutigen Grösse angewachsen. Da die Leuchtkraft eines Sterns mit der vierten Potenz zur Masse wächst, hat ein solcher Mini-Stern bloss 0.02% der Sonnenleuchtkraft. Die Sonne hätte aber in diesem Fall auch 8 mal weniger stark an der Erdbahn gezogen, mit der Folge, dass die Erdbahn vor 200 Millionen Jahren einen Faktor Wurzel 8 mal grösser gewesen wäre, als heute (2.8 statt 1 Astronomische Einheit). Damit wäre die Energie, die die Erde vor 200 Millionen Jahren von der Sonne erhalten hätte, nur etwa ein 40000-stel so hoch gewesen wie heute, mit der Folge, dass die Erde etwa -230 Grad kalt gewesen wäre – ziemlich hart für die armen Dinosaurier.

Im Widerspruch zu direkten Beobachtungen

Doch schieben wir auch das beiseite (vielleicht umgeht der geheimnisvolle Mechanismus die Sonne irgendwie), und beschränken uns auf Beobachtungen. Mit Hilfe von Satelliten lässt sich der Erdradius heute auf Millimeter genau bestimmen. Wie schnell müsste sich die Erde ausdehen, um in 200 Millionen Jahren um 6000 km zu wachsen? Ihr Durchmesser müsste pro Jahr – unter der Annahme eines konstanten Wachstums – um ganze 3 cm wachsen – das wäre längst aufgefallen. Ein konstantes Wachstum führt übrigens spätestens 400 Millionen Jahre in der Vergangenheit zu einem grossen Problem (die Erde ist dann nur noch ein Punkt, obwohl sie nachweislich sehr viel älter ist als 400 Millionen Jahre). Doch die Alternativen sind ebenfalls schlecht: beschleunigt sich das Wachstum, kann die Erde zwar älter sein, aber die Expansionsgeschwindigkeit heute wäre noch höher. Bremst es sich ab, kann man zwar das Problem der heute nicht mehr zu beobachtenden Expansion entschärfen, aber die Erde muss nun schon in der Zeit zwischen 400 und 200 Millionen Jahren vor heute ein Punkt gewesen sein. Natürlich könnte man jetzt eine Expansionskurve entwerfen, die erst in jüngster Zeit wieder auf Null abflacht, aber das ist wohl etwas zuviel des Guten für eine Hypothese, die auf so vielen unbelegten Annahmen (siehe oben) basiert.

Eine weitere Beobachtung, die im Widerspruch zur Hypothese der expandierenden Erde steht, ist die Mondbahn. Würde die Masse der Erde zunehmen, steigt die Kraft, mit der die Erde am Mond zieht, womit seine Bahn immer enger werden müsste (die Bahn hätte erst einen Durchmesser von über 1 Million Kilometer gehabt, gerade noch knapp im gravitativen Einflussbereich der Erde – auf dieser Bahn hätte der Mond viele Monate gebraucht, um die Erde einmal zu umkreisen, und die Gezeiten wären rund 25 mal geringer gewesen als heute – ebenfalls im Widerspruch zu Beobachtungen). Tatsächlich aber entfernt sich der Mond langsam von der Erde, rund 4 cm pro Jahr, wie Messungen der NASA (mit Hilfe von Mondreflektoren, die auf der Mondoberfläche platziert wurden) zeigen. Zudem weist vieles darauf hin, dass der Mond aus den Trümmern einer Kollison zwischen der Urerde und der marsgrossen Planeten “Theia” (in den ersten 30 Millionen Jahren des Sonnensystems) hervorgegangen ist – wie aber hätte sich der Mond über eine Million Kilometer von der Erde entfernt bilden können?

Es wurde auch schon vorgeschlagen, dass sich statt der Masse selbst der Wert der Gravitationskonstante (einer physikalischen Konstante, die bestimmt, wie die Masse sich in Anziehungskraft übersetzt) hätte ändern können: aber damit lassen sich die geschilderten Probleme mit der Sonne und der Strahlungsintensität auf der Erde auch nicht aus dem Weg räumen. Zudem zeigen Beobachtungen von weit entfernten Objekten, dass sich die Gravitationskonstante in den letzten 200 Millionen Jahren kaum verändert haben kann (dies wäre sonst nicht ohne Auswirkungen auf das Aussehen von Galaxien geblieben).

Das Wasser der Ozeane, Subduktionszonen, Indien auf rasender Fahrt und Eiskunstläuferinnen

Das Ende eines Seamounts

Das Ende eines Seamounts

Die Liste der Probleme ist aber noch lange nicht fertig. Wenn die Erde vor 200 Millionen Jahren einen einzigen Kontinenten, aber keinen Ozeanboden besass – wo war dann das Wasser der Ozeane? Verteilt man das Wasser der heutigen Erde über eine Erde mit dem halben Durchmesser, erhält man einen rund 15 Kilometer tiefen Ozean – die Welt vor 200 Millionen Jahren wäre eine Wasserwelt gewesen, ohne dass auch die höchsten Berggipfel aus dem Wasser geragt wären: es gibt auf der Welt einfach viel zu viel Wasser. Doch die Anhänger der expandierenden Erde sind auch hier um eine Antwort nicht verlegen: die Wassermenge auf der Erde muss in den 200 Millionen Jahren einfach konstant zugenommen haben – offenbar immer gerade so viel, dass während der ganzen Expansion nie zuviel Wasser da war, so dass die Kontinente überschwemmt worden wären (ansonsten wäre das Leben darauf verschwunden), und auch nie zu wenig, so dass die Ozeanbecken stets randvoll gefüllt waren… (wie uns die Gesteine zeigen) Es stellt sich natürlich auch die Frage, woher das Wasser kam: aus Vulkanen? Die Vulkane der Erde spucken heute nicht mal genug Wasser(dampf), um die Ozeanbecken der Erde in 4.5 Milliarden Jahren zu füllen. Selbst wenn man eine Phase von ausserordentlicher vulkanischer Aktivität annimmt, werden die Probleme nur grösser. Vulkane spucken ja nicht nur Wasserdampf, sondern auch und vor allem gewaltige Mengen von Asche (Wo sind die Aschenschichten?), Kohlendioxid (Treibhaushölle?), Schwefelgasen (saurer Regen?), und so weiter. Warum sehen wir davon keine Spuren? Kam das Wasser vielleicht aus dem Weltall (z.B. Kometen)? Wo sind dann die vielen Krater, die diese Kometen beim Aufprall auf die Erdoberfläche (die ja zudem noch zum überwiegenden Teil aus Kontinentalkruste bestanden haben soll, so dass die Krater gut erhalten geblieben wären) hinterlassen haben? Und wie kam es, dass dieser gewaltige Kometenhagel nun wieder auf ein ganz normales Niveau hinunter gefallen ist? Wie hat das Leben auf der Erde diesen Kometenhagel überlebt, wenn doch bereits ein einziger grosser Einschlag in Mexiko das Ende der Dinosaurierära eingeläutet haben soll?

Es gibt noch weitere Probleme: Wir wissen, dass es Stellen gibt, an denen die Erdkruste tatsächlich wächst (die Mittelozeanischen Rücken, riesige vulkanische Gebirge, die sich auf dem Meeresgrund um fast die ganze Erde ziehen) – entsprechend muss es aber auch Stellen geben, an denen die Erdkruste schrumpft, denn sonst müsste die Erde netto ja tatsächlich wachsen. Diese Zonen gibt es: man nennt sie Subduktionszonen, Zonen also, in denen ein Teil der Erdkruste in das Erdinnere abtaucht. Diese Subduktionszonen sind etwa für den pazifischen “Feuerring” (die Kette von Erdbebenzonen und Vulkangebieten, die sich rund um den Pazifik zieht, von der südamerikanischen Westküste über Alaska nach Japan, den Philippinen und Neuseeland) verantwortlich. Mit “Manteltomographie”, einer Technik, die es möglich macht, die Dichte der Gesteine im Erdinneren zu bestimmen, kann man Teile von abgerissener Krustenstücke ausmachen, die über Jahrmillionen langsam in Richtung Kern-Mantel-Grenze absinken. Vulkanische Unterwasserberge (sogenannte “Seamounts”), die auf allen ozeanischen Krusten weit verbreitet sind, werden auch in Küstennähe beobachtet: einige von ihnen haben sogar die Küsten von Kontinenten “gerammt” und sind halb die Kontinentalabhänge unmittelbar vor den Subduktionszonen eingetaucht (siehe Illustration weiter oben – die Küste und der Kontinentalabhang befinden sich im Bild oben links, die Platte mit den Unterwasserbergen bewegt sich von unten rechts darauf zu).

Ein weiteres Problem ergibt sich aus folgender Überlegung: Die Küstenlinien von Afrika und Südamerika lassen sich durch eine Expansion problemlos erklären, denn sie haben sich lediglich “radial” voneinander entfernt. Allerdings gibt es Belege dafür, dass sich gewisse Kontinente und Kontinentteile so schnell über die Erde bewegt haben, dass sich dies nicht durch eine Expansion erklären lässt. Indien zum Beispiel ist in rund 120 Millionen Jahren vom Nordrand des Südkontinents Gondwana (dies lässt sich mit Fossilienfunden belegen) nach Norden gereist, wo es vor 20 Millionen Jahren mit Asien kollidierte, wobei sich der Himalaya bildete. Dabei hat Indien den Äquator überquert – was unmöglich wäre, wenn die Kontinente lediglich durch eine wachsende Erde auseinander gerissen würden (das lässt sich auch problemlos mit einem Ballon, den man aufbläst, und auf dem die Umrisse von gedachten Kontinenten aufgezeichnet sind, demonstrieren).

Nochmals ein Problem: Man weiss heute (dank dem charakteristischen Wachstum bestimmter Korallenarten, die auch als Fossilien erhalten sind), dass vor rund 370 Millionen Jahren ein Tag auf der Erde rund 22 Stunden dauerte. Die Rotation der Erde verlangsamt sich also (wegen der Gezeitenreibung mit dem Mond). Das wäre auf den ersten Blick im Einklang mit der Erdexpansion, denn wie bei einer Eiskunstläuferin, die die Arme ausbreitet, müsste die Erde umso langsamer rotieren, je grösser sie wird (sog. Drehimpulserhaltung). Rechnet man aber genauer nach, geht das nicht auf: Der Drehimpuls berechnet sich aus der Rotationsgeschwindigkeit, der Masse und dem Radius eines Körpers – vergegenwärtigt man sich, dass im Fall der expandierenden Erde die Masse um das Achtfache zugenommen hat, der Radius um das Doppelte, dann bringt man keine Kombination hin, bei dem die Rotationsgeschwindigkeit um vergleichsweise mickrige 2 Stunden oder gut 9% zugenommen hat.

Ablehnung auf festem Grund

Die Hypothese der expandierenden Erde wurde von den Geologen mit gutem Grund verworfen: Ihre zentralen Thesen stehen im widerspruch zu Beobachtungen in der Natur. Das ist an sich nicht tragisch: es ist das Schicksal praktisch aller wissenschaftlichen Hypothesen. Wider besseren Wissens daran festzuhalten, ist jedoch sinnlos: auch noch so schön gemachte YouTube-Videos können die Fakten nicht aus dem Weg räumen.

Google-Suche nach “Expanding Earth”

Weitere Gegenargumente und historischer Abriss

326 Kommentare

  • By Unbekannter Gast, 18. Dezember 2007 @ 21:19

    Das YouTube-Video existiert nicht mehr.

  • By Bynaus, 19. Dezember 2007 @ 10:55

    Stimmt, danke für den Hinweis. Hier ist ein anderes: http://www.youtube.com/watch?v=7kL7qDeI05U

  • By paule, 3. April 2008 @ 22:56

    Die Erdmasse darf konstant geblieben sein, wenn man annimmt, daß die Erde im Inneren aus Gas besteht. Durch entsprechende thermische Energiezufuhr (radioaktiv o.ä.) bläht sich die Erde auf und kondensierbares Gas kondensiert beim Durchtritt an den Spalten. Ähnliches kann auch auf der Unterseite der Kruste passieren Die Erde auf 3cm/Jahr vermessen zu können, halte ich für ein Gerücht. Die Genauigkeit von ca. 2ppb schafft man nicht einmal in einem Feinmesslabor! Mit etwas Nachdenken lassen sich sogar Tiefbeben erklären, und natürlich auch \”normale\” Erdbeben unterschiedlicher Art.
    Am Anfang (fast) war alles Land vom Meer bedeckt, was z.B. Kalkablagerungen samt Fischen im Hochgebirge erklärt. Saurier gab es offensichtlich noch vor ein paar Jahren, da man einen T-Rex mit noch elastischem Fleisch gefunden hat. Sicherlich keine 65 Mio Jahre alt.

  • By Bynaus, 5. April 2008 @ 12:18

    Anzunehmen, dass die Erde im Inneren aus Gas besteht, ist etwa so vernünftig, wie anzunehmen, dass das innere des Schädels aus Gas besteht. Seismische Messungen, übrigens im Artikel erwähnt, zeigen da ein ganz anderes Bild…

    Naja, Kreationisten – glauben alles, wenn es nur ihr vermeintlich göttliches Weltbild stützt…

  • By paule, 12. April 2008 @ 17:34

    Seismische Messungen zeigen gar nichts. Die \”Ergebnisse\” werden nur dem angenommenen Modell entsprechend interpretiert. Der wesentliche Punkt ist das nahezu nahtlose Zusammenpassen der Kontinente bei einer kleineren Erde. Derartiges kann kein Zufall sein und ist ein sehr starkes Indiz, welches man zu berücksichtigen hat. Die einzige Möglichkeit, daß die Erde sich bei gleichbleibender Masse aufblähen konnte ist daher Gas im Inneren. Aber Pseudowissenschaftlern, welche an den Gott Einstein und ähnlichen Unsinn glauben, ist mit Logik eben nicht beizukommen.

  • By Bynaus, 12. April 2008 @ 18:58

    Seismische Messungen zeigen sehr wohl etwas. Bei einer genügenden Anzahl Messungen gibt es nur ein einziges Modell, das zuverlässig alle gemachten Beobachtungen erklärt. Jedes Erdbeben (und früher noch jeder Atomtest) irgendwo auf der Welt bestätigt dieses Modell und verfeinert dessen Auflösung. Heute ist man sogar schon soweit, dass \”Manteltomographie\” möglich wird, man kann also Wärme- und Dichteunterschiede innerhalb des Mantels mit Erdbebenwellen kartieren.

    Dass die Kontinente auf einer kleineren Erde zusammenpassen, stimmt übrigens nicht wirklich. Einfach mal selber ausprobieren statt nachplappern, z.B. mit Knetmasse und einem grösseren und einem kleineren Ball: Amerika an Eurasien und Afrika zu fügen ist kein Problem, aber hinten rum? Da muss man ordentlich stauchen, dehnen und quetschen. Zudem liegen dann Gebiete aneinander, die geologisch (Gesteine) und paläontologisch (Fossilien) nichts miteinander zu tun haben, etwa Sibiren und die amerikanische Westküste. Zudem hat man – wie übrigens schon im Artikel erwähnt – grosse Probleme, die Bewegung Indiens über die Tethys und seine spätere Kollision mit Eurasien zu erklären, wenn man keine Plattentektonik zulässt.

  • By paule, 12. April 2008 @ 19:40

    Seismische Messungen zeigen natürlich \”Etwas\”. Nur ist die Frage, wie das eben zu interpretieren ist und das ist eben das Problem. Man mißt eben keine Dichte sondern die primären Messgrößen sind Schalldaten bzw. Massenbewegungen. Es lassen sich mit Gas dieselben Ausbreitungsgeschwindigkeiten erreichen wie in einem Festkörper, natürlich bei entsprechender Temperatur. Zu Deinem Einwand, man müsse doch die Kontinente sehr stauchen etc. hier einmal eine (beliebige) Seite aus dem Netz, welche zeigt, wie sehr da \”gestaucht\” und gezogen werden muß. Immerhin ist die Grundthese bereits sehr alt und das wesentliche Element war eben die nahtlose Übereinstimmung auch auf der \”Rückseite\”:
    http://www.agrw-online.de/Erdexpansion.htm
    Meyls Neutrinopower ist natürlich Käse^7 und auch die Frage nach dem verbliebenen Wasser ist kein Problem, wenn man sich die Entstehungsgeschichte eines Planeten aus einem ursprünglichen Gasball mit einem Festkörperkeim vorstellen kann. Es passt alles.
    Daß evtl. Fossilien nicht zusammenpassen kann leicht dadurch erklärt werden, daß die Kontinente erst nach und nach vom Wasser freigegeben wurden und erst dann entsprechende Landtiere zu Fossilien werden konnten. Wobei auch die Frage im Raum steht, ob die Fossilien wirklich so alt sind wie behauptet wird. Immerhin wurde der fleischbehaftete Knochen des T-Rex radiologisch mit 68 Mio Jahren bestimmt, das Fleisch dürfte aber erst einige tausend Jahre alst sein. Also sind die Datierungsmethoden genauso sicher wie Kaffesatzlesen oder Fernmutung mit der Wünschelrute.
    Ein weiteres Argument für die expandierende Erde ist die dünne Meereskruste, welche offensichtlich unter Zugspannung steht. Sonst würde sie sich zu Gebirgen aufwölben. Das aber läßt eben kein Untertauchen unter einen Kontinent zu und auch kein Untertauchen eines Kontinents unter die dünne Kruste. Beides würde eben faltenwerfende Druckspannungen verursachen.
    Was wir aber am Meeresboden sehen, sind zahlreiche Risse, Zugspannungsrisse.

  • By Bynaus, 12. April 2008 @ 22:04

    Nein, tut mir Leid, was du hier schreibst ist kompletter Unsinn. Geh mal in die nächste Uni oder kauf dir ein gutes Buch und informier dich mal, wie seismische Messungen WIRKLICH funktionieren.

    All die Prozesse, die du hier vorschlägst, hätten Spuren hinterlassen, die man so nicht findet. Sorry, aber für eine Erdexpansion gibt es schlicht keine haltbaren Belege, ja sie wird (wie im Artikel gezeigt) allein schon durch die Beobachtungen wiederlegt.

  • By paule, 13. April 2008 @ 01:50

    Die \”Spuren\” sind sichtbar. Nur muß man eben hinsehen. Dein Allgemeinplatz zeigt, daß dir die Argumente ausgegangen sind. Seismische Messungen habe ich schon gemacht, als du noch in die Windeln geschissen hast, du Pseudowissenschaftler.
    Glaub also mal schön an den Urknall, Einstein und Quantenzauberei weiter und laß dich von Fakten nicht verwirren. Einen großen Teppich wünsche ich dir, wo du alles Unpassende hinunterkehren kannst.

  • By Bynaus, 14. April 2008 @ 12:20

    Mein \”Allgemeinplatz\” zeigt höchstens, dass ich keine Lust habe, mich hier mit dir auf ein endloses Duell einzulassen, zumal du auch die in pseudowissenschaflichen Kreisen so beliebte \”Ausweitung der Kampfzone\”-Taktik benutzt. Mal ein paar Kübel Dreck schmeissen und sehen, was hängenbleibt. Da musst du dich aber nicht wundern, wenn du auf meiner Seite nur noch Teflon siehst.

    Wenn du einen konkreten Punkt vernünftig diskutieren möchtest, bitte. Wenn du aber unbedingt unflätig werden willst, provozierst du höchstens eine Sperrung deiner Beiträge.

  • By Bynaus, 14. April 2008 @ 12:55

    Noch ein Nachtrag: Wenn du wirklich die ganze Sammlung der Argumente gegen die \”Hohle Erde\” lesen willst (mal abgesehen zu den verschiedenen Argumenten im Artikel, zu denen dir anscheinend nichts einfällt), dann empfehle ich dir, das gleichnamige deutsche Forum zu besuchen und dort nach Beiträgen von mir Ausschau zu halten. Ausserdem kannst du dich dort ungestört und unhinterfragt mit deinesgleichen austauschen.

  • By paule, 14. April 2008 @ 14:31

    \”Doch beginnen wir von Anfang an. Das grösste Problem der expandierenden Erde ist der Mechanismus, nach dem die Erde expandieren sollte\”

    Das ist eben mit einer Gasfüllung kein Problem.

    \”Eine wichtige Frage ist die nach der Masse: Hat die Masse der Erde während der Expansion zugenommen oder nicht? Wenn sie nicht oder nur sehr gering zugenommen hat, dann entsteht ein \”massives\” Problem: Ein Planet von der Masse der Erde, der auf die Hälfte seines Durchmessers zusammengedrückt wird, hat eine gewaltige Oberflächengravitation von 4G (ein Mensch von 70 kg würde also plötzlich 280 kg wiegen!). Die riesigen Dinosaurier wären unter diesen Umständen also erst recht unmöglich gewesen.\”

    Die Datierungen müssen nicht richtig sein. So sind die Meeresbodendatierungen z.B. niemals älter als 185 Mio Jahre. Das bedeutet, daß es damals noch keinen Meeresboden gegeben hat, nur die Kontinente, welche unter Wasser waren. Entsprechend muß es zu diesem Zeitpunkt mngels Land auch noch keine Dinos gegeben haben. Vorraussetzung für die Dinos ist also Land und damit eine größere, expandierte Erde.
    \” Also muss die Masse der Erde zugenommen haben \”
    Das ist eben ein Trugschluß.

    \”denn ansonsten wäre die Milliarden Jahre alte Erdoberfläche nicht erhalten geblieben. Sie muss irgendwie im Erdinnern hinzugekommen sein. Bis heute ist kein einziger Mechanismus bekannt, mit dem man irgendwie derart gewaltige Mengen von Masse quasi \”aus dem Nichts\” erzeugen könnte. \”
    Trugschluß.

    \”Dann hätte natürlich nicht nur die Masse der Erde zugenommen, sondern auch die von anderen Himmelskörpern im Sonnensystem.\”

    Trugschluß, auch all deine darauf aufgebauten \”Widerlegungen\”.

    \”Doch schieben wir auch das beiseite (vielleicht umgeht der geheimnisvolle Mechanismus die Sonne irgendwie), und beschränken uns auf Beobachtungen. Mit Hilfe von Satelliten lässt sich der Erdradius heute auf Millimeter genau bestimmen. \”

    Vollkommener Unsinn! 1mm von Erdradius = 2e(-10). So genau kann nicht einmal ein Meter im Labor bestimmt werden! Noch weniger der einer rauhen \”Kugel\” mit Atmosphärenbrechung aus einigen tausend Kilometern Entfernung. Du glaubst ganz schön viel!

    \”Wie schnell müsste sich die Erde ausdehen, um in 200 Millionen Jahren um 6000 km zu wachsen? Ihr Durchmesser müsste pro Jahr – unter der Annahme eines konstanten Wachstums – um ganze 3 cm wachsen – das wäre längst aufgefallen.\”

    Ist auch aufgefallen. Der Meeresboden spreizt sich jährlich um mehrere cm auf, grob geschätzt ca 15cm. Das macht 5cm im Durchmesser.

    \”Natürlich könnte man jetzt eine Expansionskurve entwerfen, die erst in jüngster Zeit wieder auf Null abflacht, aber das ist wohl etwas zuviel des Guten für eine Hypothese, die auf so vielen unbelegten Annahmen (siehe oben) basiert.\”

    Falsche Ausgangsbasis. Erde dehnt sich eben noch aus. Siehe Meeresboden.

    \”Eine weitere Beobachtung, die im Widerspruch zur Hypothese der expandierenden Erde steht, ist die Mondbahn. Würde die Masse der Erde zunehmen, steigt die Kraft, mit der die Erde am Mond zieht,….\”

    Ist mit ungefähr konstanter Erdmasse widerlegt.

    \” Zudem weist vieles darauf hin, dass der Mond aus den Trümmern einer Kollison zwischen der Urerde und der marsgrossen Planeten \”Theia\” (in den ersten 30 Millionen Jahren des Sonnensystems) hervorgegangen ist – wie aber hätte sich der Mond über eine Million Kilometer von der Erde entfernt bilden können?\”

    Nur die Phantasie weist auf eine Kollision hin. Genausogut kann der Mond aus einer zunächst stark elliptischen Bahn eingefangen worden sein und durch Drehimpulsaustausch auf eine nun fast kreisförmige Bahn sich hochgearbeitet haben. Das ist weitaus plausibler als ein Zusammenstoß, bei dem man kaum erklären kann, woher dann der Bahndrehimpuls des Mondes gekommen sein soll. Wir kennen übrigens in unserem System noch rund 100 andere Monde, welche mit Sicherheit nicht durch solch einen dämlichen Zusammenstoß gebildet wurden.

    \”Es wurde auch schon vorgeschlagen, dass sich statt der Masse selbst der Wert der Gravitationskonstante (einer physikalischen Konstante, die bestimmt, wie die Masse sich in Anziehungskraft übersetzt) hätte ändern können:…..\”

    Das ist natürlich genauso Quatsch wie Meyls Neutrinopower.

    \” Wenn die Erde vor 200 Millionen Jahren einen einzigen Kontinenten, aber keinen Ozeanboden besass – wo war dann das Wasser der Ozeane?\”

    Oberhalb der Erdkruste. Alles war nur rund 16km tiefes Meer. Bei der Planetenbildung, die hier zu schildern zu lange dauern würde, ist es natürlich, daß oberhalb der Kruste, welche dann die innere Strahlung abhält, sehr viel Wasserdampf anwesend war, abgeschnürt vom Inneren. Weitere Abkühlung ließ dann das Wasser ausregnen. Die nicht kondensierbaren Bestandteile bilden dann unsere Luft.

    \”Doch die Anhänger der expandierenden Erde sind auch hier um eine Antwort nicht verlegen: die Wassermenge auf der Erde muss in den 200 Millionen Jahren einfach konstant zugenommen haben – offenbar immer gerade so viel, dass während der ganzen Expansion nie zuviel Wasser da war, so dass die Kontinente überschwemmt worden wären (ansonsten wäre das Leben darauf verschwunden), und auch nie zu wenig, so dass die Ozeanbecken stets randvoll gefüllt waren… (wie uns die Gesteine zeigen) Es stellt sich natürlich auch die Frage, woher das Wasser kam:..\”

    Aus der oberen Atmosphäre, kondensiert.

    \”Es gibt noch weitere Probleme: Wir wissen, dass es Stellen gibt, an denen die Erdkruste tatsächlich wächst (die Mittelozeanischen Rücken, riesige vulkanische Gebirge, die sich auf dem Meeresgrund um fast die ganze Erde ziehen) – entsprechend muss es aber auch Stellen geben, an denen die Erdkruste schrumpft, denn sonst müsste die Erde netto ja tatsächlich wachsen.\”

    Na siehste. Klar wächst sie tatsächlich :-)

    \” Diese Zonen gibt es: man nennt sie Subduktionszonen,….\”

    Wie man die nennt ist unerheblich, da es sie nicht gibt. Auch der Mechanismus wäre vollkommen unsinnig. Wie soll eine leichte Erdkruste in dichteres Magma abtauchen, bei all dem Auftrieb?

    \”Mit \”Manteltomographie\”, einer Technik, die es möglich macht, die Dichte der Gesteine im Erdinneren zu bestimmen,..\”

    Märchen! Du weißt anscheinend nicht, was eine Dichtemessung ist. Niemals kann man aufgrund von ein paar seismischen Messungen die Dichte bestimmen. Das geht nur dann, wenn auch andere Größen exakt bekannt sind. Sind die nicht bekannt, gelingt auch nicht die \”Dichtemessung\”. So einfach ist Physik.

    \”Indien zum Beispiel ist in rund 120 Millionen Jahren vom Nordrand des Südkontinents Gondwana (dies lässt sich mit Fossilienfunden belegen)…..\”

    Altersdatierungen mit Fossilien! Die Altersdatierung wird wohl am Gestein, in dem sie liegen, gemacht und auch hier sind extreme Unsicherheiten vorhanden, wenn die vorausgesetzten Bedingungen der Meßmethode nicht zutreffen. Nach Murphy-Gesetz treffen die aber garantiert nicht zu.

    \”Die Rotation der Erde verlangsamt sich also (wegen der Gezeitenreibung mit dem Mond). Das wäre auf den ersten Blick im Einklang mit der Erdexpansion, denn wie bei einer Eiskunstläuferin, die die Arme ausbreitet, müsste die Erde umso langsamer rotieren, je grösser sie wird (sog. Drehimpulserhaltung). Rechnet man aber genauer nach, geht das nicht auf: Der Drehimpuls berechnet sich aus der Rotationsgeschwindigkeit, der Masse und dem Radius eines Körpers – vergegenwärtigt man sich, dass im Fall der expandierenden Erde die Masse um das Achtfache zugenommen hat,……\”

    Die Erdmasse hat eben nicht zugenommen. Punkt.

    \”Die Hypothese der expandierenden Erde wurde von den Geologen mit gutem Grund verworfen: Ihre zentralen Thesen stehen im widerspruch zu Beobachtungen in der Natur.\”

    Wie du siehst, habe ich all deine \”Widerlegungen\” widerlegt. Dies auch in meinen anderen Beiträgen.

    \”Das ist an sich nicht tragisch: es ist das Schicksal praktisch aller wissenschaftlichen Hypothesen. Wider besseren Wissens daran festzuhalten, ist jedoch sinnlos: ..\”

    Solche Hypothesen kann man nicht wissenschaftlich nennen. Es sind lediglich Meinungen. Die Fakten sprechen nämlich gegen die etablierten Hypothesen.

    \”auch noch so schön gemachte YouTube-Videos können die Fakten nicht aus dem Weg räumen.\”

    Genau. Die werden nämlich aufgezeigt und von dir unter den Teppich gekehrt.

    Bisher ging man von einem \”Eisenkern\” im Erdzentrum aus. Nun denkt man auch darüber nach, ob es vielleicht nicht auch metallischer Wasserstoff sein könnte. Gegensätzlicher geht es wohl nicht mehr.
    Natürlich muß in der Erde haufenweise H vorhanden sein. Genauso wie in der Sonne.
    Die Erdkruste spiegelt die Zusammensetzung des Erdinneren genausowenig wieder wie die Lufthülle die Zusammensetzung der Erdkruste.

  • By Bynaus, 14. April 2008 @ 15:33

    Metallischer Wasserstoff? Entschuldige, wenn ich lache. Metallischer Wasserstoff ist unter den Druckbedingungen, die in der Erde herrschen, nicht stabil. Nicht einmal Uranus und Neptun (und die sind immerhin 14 bzw. 17 Mal schwerer als die Erde) haben genügend Masse, um Wasserstoff stark genug zusammenzudrücken, um ihn metallisch zu machen. Niemand, zumindest nicht Wissenschaftler, denken über \”metallischen Wasserstoff\” im Kern nach. Ich weiss aber, was du eventuell meinen könntest: Es gibt zusätzlich zum Eisen ein \”leichtes Element\” im Kern, dessen Natur man sich nicht sicher ist. Es könnte Kohlenstoff, oder auch Schwefel sein, einige denken, Wasserstoff. Aber es handelt sich bei diesem \”leichten Element\” wohlgemerkt um ein Element, das nur einen sehr geringen Anteil am gesamten Kern hat: niemand zweifelt den Eisen-Nickel-Kern der Erde an.

    Die Datierungsverfahren sind zuverlässig, das hat sich immer und immer wieder gezeigt. Das wüsstest du, wenn du mehr als nur kreationistische Literatur lesen würdest, und das werde ich hier nicht weiter ausführen. Es gibt dazu genügend Informationen auf dem Netz, nicht zuletzt auf der schon paar Mal erwähnten Seite talkorigins.org.

    Es stimmt: kein Meeresboden ist älter als 185 Mio Jahre. Aber er ist dort am jünsten, wo die Spreizungszonen liegen, und dort am ältesten, wo er kurz davor steht, in einen Graben abzutauchen. Dass dort tatsächlich eine kalte Platte abtaucht, lässt sich mit seismischen Messungen zeigen. Unter vernünftigen Annahmen (wie etwa \”der oberste Mantel besteht aus Olivin, die Platte besteht aus Basal/Gabbro\”) lassen sich eben solche Manteltomographiebilder erstellen, wo man deutlich sieht, dass sich da eine kalte Platte unter die andere schiebt – und siehe da, der Verlauf der Platte passt auch exakt zu den beobachteten Tiefenbeben. Je flacher die Platte abtaucht, desto flacher der Verlauf der Tiefenbeben.

    Zudem findet sich an vielen Stellen auf der Erde aufgeschobener Meeresboden, der sehr viel älter ist als aller Meeresboden, der heute in den Ozeanen zu finden ist (sog. Ophiolithe). Diese Gesteine sind klare Zeugen davon, dass es einst frühere, heute verschwundene Ozeanische Kruste gab.

    Der Erdmantel besteht übrigens nicht aus \”flüssigem Magma\”, sondern festem, wenn auch sehr heissem Gestein. Der Schmelzpunkt ist vom Druck abhängig, und unter dem Druck im Mantel ist Gestein dieser Zusammensetzung nicht flüssig. Die Dichte des Mantels unterscheidet sich nicht gross von der Dichte der ozeanischen Kruste, die zudem auskühlt und dadurch dichter als der Mantel selbst werden kann. Erst, wenn sie kalt genug geworden ist, so dass ihre höhere Dichte durch Abkühlung ihre geringere Dichte durch chemische Unterschiede überwiegt, taucht sie ab.

    Also sind wir wieder zurück bei der enormen Oberflächengravitation vor nur gerade 180 Mio Jahren. Damit erübrigen sich all deine \”Trugschluss\”-Zitate.

    Natürlich kann man im Labor 10^-10 m genau messen. Es geht sogar noch sehr, sehr viel genauer: LIGO (amerikanisches Gravitationswellen-Interferometer) bringt es heute auf 10^-20 m, das wären also zehn Milliarden Mal genauer als das, was du als unmöglich bezeichnest, und die Sensitivität wird in den nächsten Jahren nochmals um das hundertfache gesteigert werden. Mit \”Ultra-Langer-Basislinie-Interferometrie\” kann man z.B. die Bewegung der Kontinente über die Erde exakt vermessen, oder aber auch mit Satelliten. Würde die Erde expandieren, müsste da – wie von dir erwähnt – ein Überbetrag an Expansion (gegenüber Kontraktion) übrig bleiben – das wird jedoch nicht beobachtet. Die Erde expandiert als zumindest heute nicht.

    Was die Entstehung des Mondes angeht, du solltest dir wirklich mal die geologischen Argumente ansehen, wie etwa die chemische und isotopische Zusammensetzung des Mondes, bevor du mir gross erzählst, was möglich ist und was nicht. Ja, der Mond der Erde ist anders entstanden als die Monde der Gasriesen, die gross genug sind, um eine eigene Akkretionsscheibe zu bilden. Mars hat seine zwei Minimonde eingefangen (Nähe zum Asteroidengürtel, Zusammensetzung), und der Mond der Erde ist wie die Monde im Kuipergürtel durch eine Kollision entstanden. Das kann man heute alles recht schön simuliern.

    Wasserstoff ist das leichteste aller Elemente, und es ist so leicht, dass die Erde mit ihrer Gravitation es nicht stark genug an sich binden kann. Sie ist eben kein Gasriese, sondern ein terrestrischer Planet. Je massiver und kälter der Planet, desto stärker kann leichte Elemente an sich binden. Deshalb haben Mond und Merkur praktisch keine leichten Elemente und Verbindungen, der Mars hat nur wenig davon, während Venus und Erde eine dichte Atmosphäre mit viele volatilen Stoffen aufweisen (bei der Venus wurde aller Wasserdampf durch UV-Spaltung an der Obergrenze der Atmosphäre zerstört und der Wasserstoff ins All verloren). Die Erde spiegelt damit eben nicht, wie die Sonne oder Jupiter, die ursprünliche Zusammensetzung des Sonnensystems wieder, sondern nur jenen Anteil der ursprünglichen Zusammensetzung des Sonnensystems, welchen sie durch ihre Gravitation zu halten vermag. Und das ist, wenn wir die primitiven Meteoriten als Ausgangsmaterial nehmen, eben vorwiegend Eisen/Nickel, Sauerstoff, Silizium, Magnesium und Aluminium, plus der ganze Rest (in etwa dieser Reihenfolge).

    Du als unabhängiger Denker :) könntest ja mal demonstrieren, wie die Erde denn deiner Meinung nach aus welchen Elementen aufgebaut ist (Unterscheidung in die verschiedenen Schalen wie Kern (?) Mantel (?) etc.), welche Dichte die verschiedenen Teile haben und wie sich das zusammen zu genau einer Erdmasse aufaddiert. Natürlich müsste das ganze einigermassen im hydro- bzw. lithostatischen Gleichgewicht stehen. Da bin ich mal gespannt.

  • By paule, 14. April 2008 @ 18:48

    Ich habe nicht von 10^-20m geredet sondern von einer Genauigkeit von 10^(-10). Du kennst dich anscjheinend in der Meßtechnik nicht aus. Selbst unsere Normale sind nicht genauer bekannt. Alleine aus diesem Grund ist eine Messung des Erddurchmessers mit 1e(-10) *Genauigkeit* einfach nicht möglich.

    Wie ich bereits sagte, spielt die Höhe der Oberflächengravitation überhaupt keine Rolle, wenn die Viecher im Wasser sind. Erst wenn die Erde Land bildet und damit größer geworden ist und auch die Gravi schwächer, geht das.

    \”Unter vernünftigen Annahmen….\”, die aber nach Murphy sicherlich falsch sind.

    Die geringe Tiefe der Tiefbeben an den Kontinentalrändern kann auch mit der dort geringen Krustendicke zusammenhängen. Ich gehe jetzt aber nicht auf die Ursachen der Tiefbeben ein (ist sehr einfach).

    \”..welche Dichte die verschiedenen Teile haben und wie sich das zusammen zu genau einer Erdmasse aufaddiert. Natürlich müsste das ganze einigermassen im hydro- bzw. lithostatischen Gleichgewicht stehen. Da bin ich mal gespannt.\”

    Das gelingt ganz zwanglos. Man nehme eine angenommene Erdkrustendicke (z.B. 40km) und darunter Gas eines bestimmten mittleren Molekulargewichts, etwa im Bereich 4-6. Dann braucht man nur noch bis zum Mittelpunkt rechnen, natürlich unter der Voraussetzung, daß einem die Gasgleichungen bei diesen extremen Zuständen bekannt sind. Das Kriterium, ob alles stimmen kann (die Erdmasse kommt automatisch richtig heraus) ist z.B. der sich ergebende Temperaturgradient in der Kruste. Variiert wird für ein bestimmtes MG die Gastemperatur am inneren Krustenrand, woraus sich dann auch der Temperaturgradient in der Kruste ergibt (für eine bestimmte mittlere Wärmeleitfähigkeit). Das ganze Gewicht der Kruste wird vom inneren Gasdruck getragen, das ist gar kein Problem. Bei einem Saturnmond sieht man auch, wie große Gasmassen mit sehr hoher Geschwindigkeit (600m/s) Rissen entströmen.

    Zwischen Kruste und weiter innen wird es noch einen oder auch mehrere Bereiche geben, welche flüssig sind und im Gas schwimmen. Das ist dann von der tatsächlich vorhandenen Chemie abhängig. Es sieht also von innen nach außen teilweise so aus wie auch oberhalb der Erdkruste. Gas,\”Steinmeer\”, dann wieder eine Atmosphäre und oben dann die feste Kruste, an der Gas kondensieren und auch wieder Abtropfen kann. Dann regnet es eben Steine. Diese werden in tieferen Schichten wieder verdampft oder es kann hier auch ein Steinmeer vorliegen, je nach Materialzustand. Die expandierende Erde vergrößert ihren Krümmungsradius, was zu Rissen von innen nach außen führen kann. In solch einem Fall hat man also hangendes Gestein, welches auch in größeren Stücken abbrechen kann: Erdbeben. Denkbar ist auch, daß solches Gestein einige hundert km tief durch das Gas fällt, bevor es vielleicht auf eine Zwischenschicht trifft.

    Auch die Bildung der ersten Kruste aus dem ursprünglichen Gasball kann ähnlich vonstatten gegangen sein.

  • By Bynaus, 14. April 2008 @ 19:36

    Mit den angesprochenen Methoden geht es ja nicht darum, den Erddurchmesser zu bestimmen, sondern die relativen Bewegungen von Platten über die Erdoberfläche. Und da beträgt die Messgenauigkeit auf jeden Fall ein paar cm pro Jahr, was dann natürlich auch problemlos ausreicht, um die Erdexpansion zu wiederlegen.

    (Übrigens: bei dem angesprochenen LIGO-Experiment wird nichts anderes als der Abstand zwischen zwei Spiegeln bestimmt, die den Laserstrahl reflektireen. Die Spiegel sind etwa 4 km voneinander entfernt, und die Entfernung wird auf 10^-20 m genau bestimmt – das ist eine Messgenauigkeit im Bereich ~10^-23 oder 10 Billionen mal mehr als du als oberstes Maximum im Labor angegeben hattest)

    Die Krustendicke ergibt sich aus seismischen Messungen, die auch die wahre Situation an den Subduktionszonen klar zeigen.

    Ich muss los, dein Modell schau ich mir später an.

  • By Bynaus, 14. April 2008 @ 20:57

    Ach, vielleicht war das nicht gleich klar, mit \”Modell\” meinte ich ein richtiges Modell, nicht die vage Ahnung einer Idee. Zahlen wie Tiefen, Strecken, Dichten, Elementzusammensetzungen, Massen, Temperaturverläufe… so dass man das Modell an der Wirklichkeit und bereits gemachten Experimenten testen kann.

    DAS wäre ein Modell. Kannst du das bieten?

  • By paule, 15. April 2008 @ 00:09

    Am Anfang eines Modells steht erst einmal eine Idee. Voraussetzung für die Idee sind natürlich die Fakten, welche letztendlich zu erklären sind. Einige der zu erklärenden Fakten habe ich benannt, mit ein wesentlicher Punkt waren eben die zusammenpassenden Kontinentpuzzles.
    Es stellt sich dann die Frage, wie die Erde wachsen konnte, also eine gewaltige Volumenzunahme erfahren konnte, ohne daß nennenswert Masse herangekarrt werden muß. Die erste Lösungsidee war dann der Gasball.

    Nun geht es in einem zweiten Schritt erst einmal darum, nachzurechnen, ob das überhaupt möglich ist. Dafür macht man sich dann ein rechnerisches Modell und gleicht das so ab, daß die bekannten Fakten mit dem Modell in Übereinstimmung sind. Das bedeutet natürlich noch lange nicht, daß das Modell richtig ist. Es zeigt nur prinzipiell auf, daß es funktionieren kann. Natürlich fallen dabei auch unendlich viele numerische Werte bzgl. Temperatur-, Druck- und Dichteverlauf an, unter den gewählten Voraussetzungen und Annahmen.

    Ob diese Voraussetzungen richtig sind ist zunächst einmal eine ganz andere Frage. Niemand ist bisher tiefer als rund 12 km gekommen. Wir wissen also gerade einmal bis zu dieser Tiefe Chemie, Temperatur, Dichte- und Druckverlauf und das auch nur an ein paar wenigen Stellen.

    Das Modell zeigt aber auch, daß es eben möglich ist, eine Erdkruste bei gleicher Gesamtmasse und unterschiedlichen Durchmessern ins Gleichgewicht mit dem Gasdruck zu bekommen und auch den gemessenen Temperaturgradienten und auch die gemessene Schwerebeschleunigungsänderung hinzubekommen.

    Was unbekannt ist, ist natürlich der tatsächliche Chemismus, die Gaszusammensetzung und der wirkliche Schmelzpunkt am inneren Krustenrand bei den entsprechenden Drücken und Krustendicken.

    Wenn ich aber eine bestimmte Krustendicke als wahr ansetze und einen bestimmten Schmelzpunkt nehme, der natürlich wegen Unbekanntheit des Materials und Materialverhaltens in 40km Tiefe auch unsicher ist, ergibt sich für einen zu erzielenden Tempersaturgradienten ein bestimmtes mittleres Molekulargewicht des inneren Gases, wenn die Rechnung letztendlich auch die Erdmasse wiedergeben soll.

    Was unbekannt ist, ist die tatsächliche Zusammensetzung des Gases. Man kann dann höchstens sagen, \”nicht alles Gas besteht z.B. aus N, weil das mittlere MG nur bei z.B. 5 liegt\”. Das Gas kann nun aus großenteils sehr leichten Komponenten bestehen und einem unbekannten Anteil schwererer Elemente. Aber welche? Hier liegen uns eben keine Analysen aus z.B. 50 km Tiefe vor. Aber wir wissen, daß z.B. bei Vulkanausbrüchen durchaus auch einmal 30% H dabei sein können.

    Der nächste Punkt, den man zunächst auch nur qualitativ klären kann, weil eben nichts Genaues bekannt ist, sind die verschiedenen Phänomene, welche wir beobachten können. Und natürlich ein Bildungsmechanismus der Erde, welcher die Krustenbildung in einem Gasball erklären kann samt der Atmosphäre oberhalb der Kruste incl. Wasser und Luft.

    Was genau passiert, dazu müßte man wieder die genaue Zusammensetzung der Kruste vor allem in der Tiefe kennen. Das ist aber nicht bekannt sondern wird vermutet.

    Natürlich kann ich für gewählte Randbedingungen über den Erdradius Zahlenwerte angeben. Nur sagen die nichts über die Wirklichkeit aus. Man kann höchstens prüfen, ob die Rechnung unter den gegebenen Umständen und dem, was in der Rechnung überhaupt berücksichtigt ist, richtig ist.

    Ein Problem ist auch das Gasverhalten bei Extremzuständen. Wie verhält sich Gas/Materie bei 8 Mbar und z.B. 20000 K? Hier liegen eben nicht einmal experimentelle Ergebnisse vor. Wir kennen die wirklichen Gaszustandsgleichungen in diesem Bereich nicht und können daher höchstens mehr oder weniger extrapolieren. Das bedeutet aber nicht, daß deshalb die Rechnung prinzipiell falsch ist. Man kann auch eine ganz krumme Zustandsgleichung berücksichtigen, wenn sie bekannt ist.

    Daher ist außer einem grundsätzlichen Nachweis der Funktionsfähigkeit des Modells auch das qualitative Funktionieren des Modells nicht unwesentlich.

    Deine Frage nach \”Elementzusammensetzungen\” kann ich nur genauso vermutend beantworten wie du es auch nur vermutend beurteilen kannst. Klar ist nur, daß eben die in einem Gasball kondensierbaren Elemente/Zusammensetzungen die Erdkruste ergeben müssen und daß diese Elementmasse dann aus der Inneren Gasmasse verschwunden sein muß. Die Erdkrustenzusammensetzung hat also mit Sicherheit quantitativ nichts mehr mit der inneren ehemaligen Gaszusammensetzung mehr zu tun.

    Genauso wie die quantitative Zusammensetzung des Meerwassers weder mit der Kruste noch mit der Luft etwas zu tun hat.

    Die Elemente wurden also entsprechend ihrer physikalischen/chemischen Eigenschaften durch die unterschiedlichen Drücke und Temperaturen separiert. Das beobachten wir auch bei anderen Planeten, wie man z.B. an Wolken feststellen kann.

    Wolken, denkbar sind eben auch \”Gesteinswolken\”, welche auch ein flüssiges \”Steinmeer\” ergeben können, verändern die Strahlungseigenschaften und beeinflussen den Wärmehaushalt des Planeten drastisch. Oberhalb der \”Wolken\” ist es kälter, die Atmosphäre wird dort nur noch nicht kondensierbare Gase enthalten. Je nach Gasdichte kann sich das \”Steinwolkenkondensat\” in Schwebe halten und zu einem \”Steinmeer\” zusammenfließen. Nach Abkühlen der Steinwolkenoberseite/Steinmeer wird wegen der verminderten Strahlung auch weiteres oberhalb befindliches Steingas kondensieren und als Steinregen herunterfallen. Es baut sich also Schicht auf Schicht entsprechend den Temperatur/Druckbedingungen oberhalb des Steinmeeres, welches dann auch fest werden wird, auf. Wenn es noch kälter wird, fängt der Wasserregen an, welcher das Wassermeer bilden wird. Am Anfang wird der Wasserregen noch nicht bis zur Kruste kommen, weil es noch zu warm ist. Dann gibt es nur dichte Wasserwolken. Bei noch weiterer Abkühlung wird aber der Regen den Boden erreichen.

    Dabei muß man auch bedenken, daß die Kruste die Wärmeabstrahlung stark mindern wird, wegen des wachsenden Wärmewiderstandes durch die dicker werdende Kruste.

    Die Venus wird also eines Tages auch ein Meer haben, wenn sie abgekühlt ist, entsprechend ihrer Gaszusammensetzung.

    Da ganze Geschehen ist natürlich auch von der Größe eines Planeten abhängig. Nicht nur das zeitliche Geschehen. Ein großer Planet wird z.B. mehr Wasserstoff in der Atmosphäre haben als ein kleiner, dem der H einfach wegfliegt.

  • By Bynaus, 15. April 2008 @ 00:32

    Siehst du, das \”rechnerische Modell\”, von dem du im zweiten Abschnitt redest, das möchte ich gerne sehen und es mit Experimenten vergleichen. Mutmassungen und Ideen sind gut und recht, aber letztlich wertlos, so lange sie nicht an der Wirklichkeit getestet werden.

    Hast du nun sowas zu bieten oder nicht?

  • By paule, 15. April 2008 @ 00:50

    Sag die Randbedingungen, wofür du Werte haben willst.

  • By paule, 15. April 2008 @ 01:10

    Gib also die Schmelztemperatur am inneren Krustenrand an, die Krustendicke, die Wärmeleitfähigkeit der Kruste und den Temperaturgradienten in K/km.
    Dann bekommst du das passende MG des Gases und sämtliche Druck, Temperatur, Dichte, Gravibeschleunigung für von dir ausgewählte Orte.

  • By paule, 15. April 2008 @ 04:25

    Die mittlere Krustendichte darfst/mußt du natülich auch vorgeben.

    Unabhängig von unserer Streiterei: Deine Seite gefällt mir trotzdem :-)

    An anderer Stelle hatte ich bei dir gelesen, es ging um die Hohlerde im Hohlerdeanhängersinn, daß man das Trägheitsmoment von z.B. Jupiter gemessen hätte. Bei der Erde kann ich mir das noch vorstellen. Hier \”genügt\” es im Prinzip, einfach mal einen großen Staudsee schnell abzulassen und die Tageslängenänderung zu messen.

    Jupiter entzieht sich aber solch einem Experiment. Ich sehe nicht eine einzige Möglichkeit, dessen Trägheitsmoment *messen* zu können.

    Wie hat man das nun gemessen?

    Zu meinem Modell noch eine Vorabanmerkung bei \”normalen\” Randbedingungen, ohne nun genau nachgesehen zu haben: Im Zentrum ist es dann rund 20000 K warm und die Dichte liegt bei 25g/cm³, 8 Mbar.

    Ich könnte die Bedingungen natürlich auch noch auf das Trägheitsmoment abgleichen, was ich bisher sträflich vernachlässigt habe. Am Krustenrand herrscht eine Gasdichte von etwa 0,4g/cm³. Die maximale Schwerebeschleunigung liegt bei ca. 55% Radius und bei etwa 15m/s². Das nur zur Einstimmung und mit viel +-.

  • By Bynaus, 15. April 2008 @ 14:14

    Ich will keine Randbedingungen definieren, ich will einfach, dass du mir ein fertiges, brauchbares, logisches und in sich konsistentes Modell vorlegst, an dem man testen kann, ob es bei gleichen Erdbeben das gleiche Reflektionsmuster produziert. Einige Punkte hast du jetzt genannt, aber es ist noch nicht vollständig. Du hast z.B. nicht demonstriert, dass der Druck und die Dichte, die du für den Krustenrand annimmst, der Anforderung des hydrostatiscen Gleichgewichts genügen.

    Ich würde sagen, das Modell scheitert schon allein daran, Erdbebenwellen zu erklären, die nach dem herkömlichen Modell den Kern durchlaufen. Du müsstest z.B. zeigen, dass mit einem solchen Modell an der Oberfläche genau das gleiche Reflektionsmuster rauskommt, inklusive Kernschatten und PCICP-Wellen (und das wird dir eben nicht gelingen).

    Im Übrigen, mal rein überschlagsmässig: Wenn du das Erdinnere mit Wasserstoff füllst, dann macht das insgesamt rund eine Erdmasse Wasserstoff (die Kruste ist da praktisch vernachlässigbar, in erster Näherung). Das sind 6e27 g = 3e27 Mol H2. Selbst bei Standard-Temperatur / Druck würde dieses Gas also rund 25 Liter/Mol * 3e27 Mol = 75e27 Liter einnehmen, was einer Kugel mit 260000 km Radius entspricht. Der selbst-gravitierende Radius der gleichen Menge Wasserstoff (bei interstellaren Temperaturen) liegt etwa in der gleichen Grössenordnung. Das heisst, das Innere der Erde steht unter gewaltigem Druck, das Gas wurde um sein tausendfaches \”natürliches\” Volumen komprimiert… Die Erde würde unter diesem gewaltigen Druck augenblicklich explodieren, und sie hätte sich schon gar nicht erst bilden können.

    Meine Empfehlung: vergiss es einfach…

    Die Frage zu Jupiter: Die Gravitationswirkung eines Körpers auf eine vorbeifliegende Raumsonde hängt davon ab, wie sich die Masse in seinem Inneren verteilt. So konnte man etwa auch das Trägheitsmoment von allen Jupitermonden bestimmen, zusätzlich war bei diesen eine Messung über ihre Librationsbewegung möglich. Bei der Erde hat man das Trägheitsmoment, soweit ich mich erinnere, mit der Wirkung des Mondes auf die Rotationsgeschwindigkeit bestimmt.

  • By paule, 15. April 2008 @ 20:17

    Deine Vorstellungen bzgl. der Gasfüllung sind vollkommmen falsch!

    Es gelingt alleine mit der Temperatur, jedes Gas von MG 1 bis egal wie hoch im Erdinneren so unterzubringen, daß 1. die Kruste im hydrost. Gleichgewicht gehalten wird und 2. die gesamte Erdmasse erhalten wird.

    Wenn du darüber Zweifel hast kann ich dir nur empfehlen, das selbst zu rechnen. Dein Rechner macht das in 1 Sekunde oder 1 Stunde, je nachdem wie genau du das haben willst.

    Dann hast du auch die Möglichkeit, die Erdbebenwellen zu untersuchen.

    Was allerdings bei falscher MG Wahl daneben geht, ist dann der Temperaturgradient in der Erdkruste.

    Bei H ergibt sich eine Zentrumstemp von ca. 3700 K und bei N etwa 52000 K. Bei einem Gemisch mit mittlerem MG von etwa 6 wird der beobachtete Tempgradient erreicht.

    Deine \”Fragen\” habe ich außerdem mehrfach beantwortet und immer wieder redest du vom Nachweis des hydrostat. Gleichgewichts. Was kann ich dir hier mehr sagen, als daß das klappt? Du glaubst mir doch sowieso nicht.

    Um weiteren \”Fragen\” vorzubeugen: Natürlich ist die mit dem Radius variierende Gravitationsbeschleunigung berücksichtigt.

    \”Die Frage zu Jupiter: Die Gravitationswirkung eines Körpers auf eine vorbeifliegende Raumsonde hängt davon ab, wie sich die Masse in seinem Inneren verteilt.\”

    Aber nicht, wenn auf gleichen Radien überall gleiche Dichte herrscht. Daraus kann das Trägheitsmoment nicht abgeleitet werden. So ein Körper verhält sich (unabgeplattet) wie eine Punktmasse.

    \”So konnte man etwa auch das Trägheitsmoment von allen Jupitermonden bestimmen, zusätzlich war bei diesen eine Messung über ihre Librationsbewegung möglich.\”

    Du sprachst aber vom Trägheitsmoment des *Jupiters* und da wollte ich wissen, wie das *gemessen* wurde. Aus einem Vorbeiflug kann das nicht ermittelt werden und auch nicht aus dem Verhalten seiner Monde.

    \”Bei der Erde hat man das Trägheitsmoment, soweit ich mich erinnere, mit der Wirkung des Mondes auf die Rotationsgeschwindigkeit bestimmt.\”

    Man braucht 2 Größen hierfür: 1. Die jährliche Abstandsänderung des Mondes und 2. die jährliche Tageslängenänderung. Aus 1. Kann das die Erde abbremsende Drehmoment ermittelt werden und aus 2. dann das Erdträgheitsmoment.

  • By Bynaus, 16. April 2008 @ 00:16

    Was genau soll an der Überschlagsrechnung so kreuzfalsch sein?

    \”Es gelingt alleine mit der Temperatur, jedes Gas von MG 1 bis egal wie hoch im Erdinneren so unterzubringen, daß 1. die Kruste im hydrost. Gleichgewicht gehalten wird und 2. die gesamte Erdmasse erhalten wird.\”

    Tja, genau das würde ich gerne demonstriert sehen.

    Betreffend Jupiter: Es ist egal, wie die Masse verteilt ist, ob homogen oder nicht. Die Massenverteilung bestimmt den genauen Kurs der Sonde. Du brauchst mir nicht zu glauben, du kannst dich zur Abwechslung mal auf die Suche nach Arbeiten zum Thema machen. Eine, die ich auf die Schnelle gefunden habe, ist diese hier: adsabs.harvard.edu/abs/2006DPS….38.1107C

  • By Bastian, 27. April 2008 @ 01:50

    Wenn da ein Planet \”Theia\” auf die Erde eingeschlagen hat, wobei sich der Mond gebildet hat, warum ist dann die Erde noch so rund? Und, vor Allem, warum ist das Bruchstück – der Mond – so rund?

    Angeblich war doch alle Landmasse mal ein Urkontinent \”Pangäa\” – oder ist das auch schon wieder überholt? Warum war gerade eine Hälfte der Erde höher, als die andere? — War das vielleicht sogar gerade der Einschlag von Theia?

  • By Bynaus, 27. April 2008 @ 02:48

    @Bastian: aus dem gleichen Grund, wie alle grossen Körper (grosse Monde, Planeten, Sterne…) rund sind: ihre Gravitation ist über grosse Zeiträume stärker als die Kräfte zwischen den Molekülen im Material, aus dem sie bestehen. Über lange Zeiträume werden Berge und Täler eingeebnet, wenn sie nicht neugebildet werden, und zwar umso schneller, je massiver der Himmelskörper ist.

    Pangäa war nur einer von vielen Superkontinenten (= praktisch alle Landmasse in einem Kontinent). Die Erde durchläuft etwa alle 500 Mio Jahre einen \”Superkontinentzyklus\”, während dem die Plattentektonik alle Landmassen zu einem solchen Superkontinent zusammschiebt und ihn darauf wieder zerstört. Kontinente und Meere sind, auf die ganze Erde gesehen, nur minimal verschieden hoch (ca. 3 km Höhenunterschied zwischen Land und Meer vs 6371 km Erdradius = 0.5 Promille!) – es entsteht dadurch keine \”Unwucht\”… Mit der Bildung und Zerstörung von Superkontinenten hat Theia nichts zu tun.

  • By S. Eva Nessenius, 31. Mai 2008 @ 00:38

    Hiermit möchte ich Sie auf meine Veröffentlichung aufmerksam
    machen über die Entstehung der Erde. Sie enthält interessante neue Entdeckungen, die auf eine biogene Entstehung der frühen Erdsubstanzen hinweisen. Die Erkenntnisse sind im Zusammenhang mit dem Thema Planetenentstehung relevant. Sie sind aber auch bedeutsam für eine effektivere Verständigung zwischen Naturwissenschaftlern und den Anhängern verschiedener
    kreationistischer Ideen. Meiner Meinung nach ist keine abstrakte oder persönliche Schöpfungsinstanz sondern das Leben selbst der Grund für die Entstehungsprozesse. In der Astronomie wird zugegeben, dass die Akkretionstheorie der Planetenentstehung nur in Computersimulationen funktioniert, bei denen die störenden kosmischen Faktoren ausgeschaltet werden. Außerdem sind es kühle Punkte im Raum, an denen sich neue Himmelskörper bilden. Dort sind an erster Stelle Wasserstoffverbindungen und danach auch Silizium in relativ hohen Konzentrationen vorhanden.

    Eine kühle biogene Planetenentstehung aus Nebeln, in denen erste Protozyten entstanden, deren Nachkommen die frühesten mineralischen Substanzen auf biologischem Wege akkumulierten, würde erklären, warum die Hitzekatastrophen im Ordovizium und im Perm zu einer sekundären Schmelze des Erdinneren und dadurch zur Expansion des Erdballs führten (ohne Massenzunahme), weshalb erst seit der Jurazeit die pazifischen und atlantischen Ozeanböden – gleichzeitig – entstanden sind.

    Die Paläomap von Professor Christopher Scotese wurde hier unter ganz neuen Gesichtspunkten ausgewertet. Hierbei wurden die neuesten Erkenntnisse aus der Geobiologie angewandt.

    In dieser Forschungsarbeit wird die Hypothese einer biogenen Entstehung der Pangäa vertreten und begründet. Man sieht darin, dass die genetische Abstammung der heutigen Lebewesen von der Urbiosphäre des Präkambriums noch in der Kopfentwicklung des menschlichen Embryos erkennbar ist. Diese Hypothese zeigt ganz neue Aspekte der Evolution auf, die uns der Lösung des \”Rätsels vom Anfang\” näher bringen.

    Suchwort bei Google:

    \”S. Eva Nessenius\”

    \”DER PLANETENEMBRYO\”
    – Was tradierte Irrtümer über die Entstehung der Erde
    und die Evolution verschleiern –

    Das Buch ist in der Buchhandlung oder bei AMAZON erhältlich:
    ISBN 978-3-8370-2922-2. Es ist auch in englischer Sprache erschienen mit der ISBN 978-3-8370-2835-5.

    Ich würde mich freuen, wenn Sie sich das mal ansehen würden.

    Mit freundlichen Grüßen
    S. Eva Nessenius
    (Autorin)

    Heidelberg

  • By Der Sachse, 15. Juli 2008 @ 17:13

    meine fresse, bynaus!
    Du musst ja Nerven haben wie Drahtseile. diese Diskusion mit paule ging ja ewig…
    bin mal gespannt, was der sich noch einfallen lässt…
    ach übrigens: wie soll die Kruste stabil über eine Gaskugel gespannt sein? Paule, das ist statischer Nonsens, sie hat für sowas einfach zu geringe kohäsionskräfte, wie schon allein aus der untersuchung der von dir genannten 12 km eindeutig hervorgeht. Die Erdkruste würde unter ihrem eigenem Gewicht einsinken, zerreißen und die Erde würde wie ein Luftballon zusammenfallen, aus dem man die Luft entweichen lässt.
    Wie soll deine hohle expandierende Erde überhaupt entstanden sein?

  • By paule, 1. August 2008 @ 03:05

    Hallo Sachse,
    hier habe ich noch etwas darüber geschrieben. Die Kruste steht im statischen Gleichgewicht mit dem Gasdruck, wenn sich mal einen Moment nichts ändert. Es passt ziemlich alles, auch das Massenträgheitsmoment bekommt man hin. Und auch die ganze Erdentstehung. Das ist sicher noch alles spekulativ, insbesonders wäre sicher noch viel Chemismus unter Extremzuständen u.a. zu klären. Aber man bekommt mit wenigen Annahmen immer eine stabile Erde hin, welche \”passt\”. Hierbei muß man bei eionem Vergleich immer genau unterscheiden, was wirklich gemessen werden kann und wo aus Messungen mit weiteren spekulativen Annahmen Schlüsse gezogen wurden. Auch ein paar berechnete Diagramme gibts da zu sehen:
    http://www.hohle-erde.de/cgi-bin/yabb/YaBB.pl?num=1114247184;start=all

  • By Der Sachse, 27. August 2008 @ 17:37

    Damit die Erde expandieren kann, müsste die Erdkruste elastisch sein wie Gummie. Das ist sie aber nicht!

  • By paule, 28. August 2008 @ 01:18

    Richtig, Sachse, aus diesem Grund bildet sich auch neuer Meeresboden z.B. im mittelatlantischen Rücken. Die Erde reißt an der schwächsten Stelle auf und an den Rißstellen kommt dann das abgekühlte und verflüssigte Gas als Magma heraus und an den Ränden der Rißstelle in der Kruste wird das Magma gekühlt bis es fest wird. Amerika und Afrika entfernen sich daher voneinander.

  • By Bynaus, 28. August 2008 @ 14:51

    Und weil sonst die Erde tatsächlich wachsen müsste, taucht diese ozeanische Kruste an den Subduktionszonen wieder ab, wie im Artikel erklärt und belegt…

  • By paule, 28. August 2008 @ 21:26

    Auch ein zeitweiliges Untertauchen könnte denkbar sein, wenn z.B. die Erde zeitweise schrumpft. Seit etwa 30 Jahren nimmt die Tageslänge ab, die Erde dreht also schneller. Diese Tageslängenabnahme wird gemessen trotz des Einflusses der Mondabbremsung durch die Gezeiten. Was anderes kann die Ursache für die Drehbeschleunigung der Erde sein, als daß das Massenträgheitsmoment wegen Schrumpfung entsprechend abnimmt?
    Die Tageslänge hat um etwa 3 ms abgenommen. Das macht etwa 10cm im Durchmesser aus.

  • By Bynaus, 29. August 2008 @ 10:50

    Wie sich jeder, der lesen kann, selbst vergewissern kann, hat die Tageslänge in den letzten 30 Jahren nicht abgenommen, im Gegenteil: alle paar Jahre müssen Schaltsekunden eingeschaltet werden, um die Abnahme der Tageslänge zu kompensieren. Siehe z.B. de.wikipedia.org/wiki/Schaltsekunde

    Und selbst wenn es so wäre: in 30 Jahren bewegt sich die pazifische Platte gerade mal 4.5 Meter weit… bei der Subduktion geht es aber um hunderte von Kilometern subduzierter Platte.

    Wie ich im Titel schon sagte: die expandierende Erde ist schlicht und einfach eine an den Fakten gescheiterte Hypothese.

  • By paule, 31. August 2008 @ 18:31

    Wie jeder sehen kann, hat die Tageslänge in den letzten 30 Jahren abgenommen:

    de.wikipedia.org/wiki/Bild:LengthOfDay_1974_2005.png

  • By Bynaus, 31. August 2008 @ 23:04

    Stimmt. Das hatte ich falsch in Erinnerung. Ist aber bloss eine kurzfristige Schwankung (man vermutet Massenverlagerungen im Erdkern als Ursache):

    de.wikipedia.org/wiki/Erdrotation

    Zitat: \”Die Auswertung zahlreicher Beobachtungen aus den letzten 2700 Jahren zeigt, dass die Tageslänge während dieses Zeitraums im Mittel um etwa 17 μs pro Jahr zunahm\”.

  • By Geologe, 9. November 2008 @ 13:25

    Es ist halt immer wieder das gleiche, es wird eine Theorie kritisiert ohne sie wirklich zu verstehen. Anstatt sich mit Literatur von Wissenschaftlern auseinanderzusetzten, die die Theorie in der letzten Zeit weiterentwickelt haben (z.B. Carey oder Maxlow) werden die gewohnten Denkmuster weitergesponnenen. Zwei kleine Beispiele: 1: Die Erde spuckt täglich Unmenegen an neuem Wasser aus und zwar an den Riftzonen am Ozeanboden. Laut Lehrmeinung stammt es aus Ozeanplatten, die tausende von Kilometern entfernt subduziert worden sein sollen. Nur leider hat das Wasser eine ganz andere Isotopenzusammensetzung…. 2: Das Wachstum der Erde führt eben nicht automatisch zu einer Abnahme der Rotationsgeschwindigkeit, da die im Erdkern \”materialisierenden\” Teilchen durch ihre Abbremsung einen Drehimpuls verurschen, der den Erdkern beschleunigt. Daher dreht sich auch nach 4,5 Milliarden Jahren der Erdkern immer noch schneller als der Mantel (siehe neue Veröffentlichungen), was das Magnetfeld der Erde verursacht und erhält.

  • By Geologe, 9. November 2008 @ 13:53

    Hach ja, eins noch: Wachstumsprozesse sind niemals linear sondern von mehreren Faktoren abhängig und daher wenn man sie mathematisch beschreiben will, zeitweilig exponentiell. Die Erde wächst daher heute jählich ca. 15cm im Umfang, vor einer Milliarde Jahre nur im Millimeterbereich. Genaue Rekontruktionen sind unter \”James Maxlow\” zu ergoogeln. Das die Sonne nur sehr langsam wächst liegt an der Tatsachs daß in ihren Kern ein Fusionsprozeß arbeitet, der Materie in Energie umsetzt und daher dem weiter an der Oberfläche, in kühleren Regionen ablaufenden Materialisierungsproßess entgegenarbeitet. Zudem verliert sie sehr viel Masse durch den Sonnenwind.

  • By Bynaus, 10. November 2008 @ 16:59

    Etwas konkreter bitte… Erst mal, eine Quellenangabe zu der Sache mit der Isotopenzusammensetzung von Ozeanwasser. Zweitens: wie eine isotrope Strahlung, dh, eine Strahlung, die aus allen Richtungen gleichmässig auf die Erde niedergeht (wie Neutrinos), einen Drehimpuls des Erdkerns bewirken soll, ist mir schleierhaft, aber ich höre gerne zu… Ein Wachstum der Erde von 15 cm pro Jahr wäre längst entdeckt worden (beachte z.B. dass die Plattenbewegungen untereinander mittels VLBI – Very Long Baseline Interferometry – auf Bruchteile von cm/Jahr vermessen werden können, wobei natürlich bei einer expandierenden Erde ein Überschuss an Spreizung vs Kontraktion beobachtet werden müsste). Zur Sonne auch, bitte konkreter: der Massenverlust durch den Sonnenwind ist, gemessen an der Masse der Sonne, vernachlässigbar klein. Und wenn man keine Ahnung hat, wie denn dieser \”Materialisierungsprozess\” genau ablaufen soll, ist es doch sehr gewagt, davon zu sprechen, dass dieser durch Kernfusion verhindert werde…

  • By paule, 23. November 2008 @ 05:39

    Hallo Geologe!
    Freut mich, daß es noch vernünftige Geologen gibt, welche selbst abwägen können. Zum Magnetfeld der Erde habe ich etwas abweichende Gedanken. Ich bin der Meinung, daß alleine die Rotation, also nicht die differentielle, bereits ein Magnetfeld verursacht. Grob behauptet: Wenn ich einen Holzklotz rotieren lasse, verursacht der bereits ein Magnetfeld. Sicher ist das erst einmal sehr gering. Aber bei einer \”ganzen\” Erde sieht das eben anders aus. Der Grund für meine Vermutung: Alle Atome der Erde vollführen eine gleichsinnige Rotationsbewegung gegenüber ihrer ansonsten chaotischen Rotationsbewegung. Nämlich 1 Mal am Tag einmal herum. Das ergibt den gewünschten \”Strom\”. Daß derzeitig Erdrotationsachse und Magnetpolachsen nicht übereinstimmen hat nur damit zu tun, daß das Erdinnere eine andere Rotationsachse als die Kruste hat. Anscheinend gab es einmal einen gewaltigen Stoß auf die Kruste (Impakt), welcher diese gegenüber dem Inneren \”etwas\” verschoben hat. Nach meiner Hypothese ist die Erdkruste gegenüber dem Inneren ja sehr leicht \”gelagert\”, auf Gas. Maxlow u.a. habe ich noch nicht gelesen. Im Erdkern sich \”materialisierende\” Teilchen kann ich mir aus div, Gründen nicht vorstellen. Niemals könnte damit die erforderliche Massenzunahme und auch kein zusätzlicher Drehimpuls erklart werden. Bei meiner Hypothese komme ich ohne Massenänderung aus und dennoch kann die Erde expandieren oder kontrahieren, wie sie gerade lustig ist. Es ist alles nur eine Frage der inneren Energiefreisetzung. \”Ich\” benötige also keinen festen Erdkern aus bestimmten Material. Lies vielleicht hier meine Beiträge und auch die in http://www.hohle-erde.de/cgi-bin/yabb/YaBB.pl?num=1114247184;start=all

  • By Geologe, 1. Dezember 2008 @ 15:15

    Hallo Bynaus!
    Erstens: Eine isotrope Strahlung, die in einen rotierenden Körper eintritt kann einen Drehimpuls verursachen, wenn sie in Rotationrichtung um einen minimalen Bruchteil besser \”eingefangen\” wird. Da es sich um eine \”Einfangreaktion\” handelt ist anzunehmen, daß die gleichen Gesetzmäßigkeiten wie bei anderen auf atomarer Ebene ablaufenden \”Einfangreaktionen\” gelten. Beim Einfang von Neutronen wie er für die Kernspaltung notwendig ist müssen die Neutronen vorher stark abgebremst (moderiert) werden damit sie an die Urankerne angelagert werden können. Ansonsten prallen sie einfach ab bzw fliegen daran vorbei. In dem sich drehenden Erdkern nun ist der Geschwindigkeitsunterschied zwischen den Atomen des Erdkerns und der eintretenden Strahlung in Drehrichtung geringer als gegen die Drehrichtung wodurch mehr Teichen in Drehrichtung absorbiert werden können.
    Übrigens funktionieren Einfangreaktionen nur bei nicht zu hohen Temperaturen, ansonsten haben die einfangenden Atome eine zu hohe kinetische Energie und die Wechselwirkungswahrscheinlichkeit sinkt rapide. Daher können in inneren der Sonne auch keine normalen Einfangsreaktionen (wie z.B. der Beta-Einfang), sondern nur Fusionsreaktionen ablaufen. Einfangsreaktionen sind nur an der \”kühlen\” Oberfläche möglich, wodurch frischer Wasserstoff für den Sonnenofen nachgeliefert wird. Das ist auch dringend notwendig, da sich ohne Nachschub das Volumen der Sonne rapide verkleinern würde, da durch den im Kern ablaufenden Fusionsprozess die Anzahl der Atome der Sonne massiv sinkt. Aus 4 Wasserstoffatomen wird ein Heliumatom!!! und das Volumen eines Plasmas hängt vornehmlich an der Temperatur und der Anzahl der Teilchen ab. Die Frage ist also eigentlich wieso schrumpft die Sonne nicht!
    Zweitens: Ich kann nachvollziehen das es schwer zu glauben ist, dass mit den heutigen, ausgereiften Meßmethoden kein Erdwachstum gemessen wird. Als ich das erste mal von der Erdexpansion gehört habe, hab ich auch gelacht und genau dieses Argument angeführt. Erst nachdem ich die unzähligen überzeugenden geologischen, biologischen, magnetischen, geometrischen etc. Daten der Expansionsbefürworter eingesehen hatte, habe ich mich näher mit den Meßmethoden befasst. Das Ergebnis war eindeutig: Alle Meßverfahren (auch das immer zitierte VLBI) beruhen auf der Annahme eines konstanten Erdradiusses. Bei der VLBi wird der Abstand von verschiedenen Punkten der Erdoberfläche zu einem Pulsar gemessen, der Erdradius kann nur aus vielen Messungen herausberechnet werden wenn r= const!!! Dass die Erde wächst läßt sich an den Orginaldaten dennoch ablesen. Auf einer wachsenden Erde sinkt der Krümmungsradius von Kontinenten und daher der Abstandsunterschied von Punkten auf einem Kontinent zum Pulsar, was bei der VLBI die Illusion von sich zusammenziehenden Kontinenten ergibt. Ähnliches gilt für das GPS. Genau dies kommt heraus wenn man mit unbewiesenen Vorannahmen arbeitet.
    Übrigens ließe sich das Problem sehr leicht mittels einer auf der Erdoberfläche befindlichen Referenzstrecke elliminieren (z.B. mit Laserinferometrie) an der die unterschiedlichen Meßmethoden kallibriert werden könnten.

  • By Geologe, 1. Dezember 2008 @ 16:25

    Hallo Paule!
    Wenn man sich mit Nebengeleisen der Wissenschaft beschäftigt ist immer erstaunlich wie viele Menschen bemüht sind ihre eigenen Theorien zu entwickeln. Ich halte dies für ein Zeichen, dass die \”Schulweisheit\” noch viele Fragen offen läßt und bei vielen Menschen ein Gefühl vorhanden ist, das da sagt: Irgendwas fehlt hier bzw. stimmt nicht. Dieses Gefühl halte ich für berechtigt und sicherlich ist da noch viel zu erforschen, meine Erfahrungen haben mich aber gelehrt, dass es nicht Zielführend ist einfach ganz neu loszufabulieren. Um zu ganz neuen Lösungen zu kommen müssen keine Naturgesetze umgeschrieben werden, oft liegt der Unterschied in ganz kleinen Details, die Aufgrund populärer Denkmuster übersehen werden. Ein einfaches Beispiel: In dem obigen Artikel wird z.B. behauptet der Mond müsse sich einer schwerer werdenden Erde annähern, was physikalisch völliger Unsinn ist aber erst mal plausibel klingt. Es heißt ja auch im Sprachgebrauch:\”der Mond dreht sich um die Erde\”
    Jeder Oberstufenschüler lernt aber im Physikuntericht das das Mond-Erde-System sich um einen gemeinsamen Schwerpunkt dreht, da nichts im Kosmos \”festgenagelt\” ist. Nimmt die Erde nun stärker an Masse zu als der Mond verschiebt sich der gemeinsame Schwerpunkt Richtung Erde. Nun kommt der gute , alte Impulserhaltungssatz, der sagt, dass der Drehimpuls der erde um den gemeinsamen Schwerpunkt erhalten werden muß, obwohl der Abstand zum Drehpunkt sinkt. Einzige Lösung: Die Erde muß sich schneller um den Schwerpunkt drehen. Da der Mond und die Erde über die Schwerkraft gekoppelt sind, \”reißt die Erde den Mond mit\”, d.h. der Mond muß sich ebenfalls schneller um den gemeinsamen Schwerpunkt drehen. Hierdurch wird er beschleunigt und der Abstand zur Erde wächst, wodurch das ganze System wiederum abgebremst wird.
    Eine wachsende Erde bedingt also zwingend eine Vergrößerung des Mond-Erde-Abstandes!!! Das auch Experten dies übersehen, obwohl mit Schulphysik zu berechnen, liegt einfach an den gewohnten Denkmustern, niemand rechnet in der Himmelsmechanik mit veränderlichen Massen.

  • By Bynaus, 1. Dezember 2008 @ 17:06

    Hallo, \”Geologe\”!
    Nein, aus einer isotropen Strahlung kann man auch über die Einfangeffizienz keine Rotation erhalten – das verbietet ganz einfach die Drehimpluserhaltung. Denn was auch immer die Strahlung absorbiert, es absorbiert nach allen Seiten: das beschleunigende Moment wird exakt von einem bremsenden Moment – von der anderen Seite her – kompensiert.
    Dass die Sonne nicht schrumpft liegt schlicht daran, dass 1. die Temperatur an der Oberfläche des Kerns massgeblich den Durchmesser der Photosphäre bestimmt, und nicht die Anzahl Atome im Kern bzw. dessen eigene Grösse, 2. dass die Menge an fusioniertem Wasserstoff winzig klein ist gegenüber der Sonne selbst und sich eine Massenänderung damit nicht auf den Radius auswirkt, und 3. dass die Materie im Kern der Sonne nicht mit dem idealen Gasgesetz beschrieben werden kann – es handelt sich vielmehr um sogenannt entartete Materie.
    Sowohl bei VLBI als auch bei GPS würde eine konstante Expansion trotzdem auffallen. Gerade GPS ist ein gutes Beispiel: wenn die Erde pro Jahr wirklich einige cm wachsen würde, würden die Positionsdaten schon nach wenigen Jahren auffallend falsch sein, je nach Expositionsgeometrie (Position im Vergleich zu den nächsten GPS-Satelliten) – gerade WEIL der Radius als konstant angenommen wird.
    Was die Drehimpulserhaltung (in dem Kommentar an paule) angeht: auch hier irrst du dich. Der Schwerpunkt des Erde-Mond-Systems bewegt sich in diesem Fall ja gerade deshalb, weil die Masse der Erde steigt, eben UM den Drehimpuls der Erde konstant zu halten. Der Drehimpuls der Erde steigt durch die steigende Masse nämlich, und muss durch einen geringeren Abstand zum Schwerpunkt kompensatorisch verringert werden.
    Selbstverständlich führt eine Erhöhung der Erdmasse zu einem Mond, der näher an die Erde heran rückt. Die Bahnenergie des Mondes ist endlich. Steigt die Kraft, die auf ihn wirkt, muss er näher an die Erde heran rücken, so lange er keine zusätzliche Bahnenergie erhält…

  • By Unbekannter Gast, 2. Dezember 2008 @ 05:02

    \”Der Schwerpunkt des Erde-Mond-Systems bewegt sich in diesem Fall ja gerade deshalb, weil die Masse der Erde steigt, eben UM den Drehimpuls der Erde konstant zu halten. Der Drehimpuls der Erde steigt durch die steigende Masse nämlich, und muss durch einen geringeren Abstand zum Schwerpunkt kompensatorisch verringert werden.\”

    Also das ist logisch gesehen totaler Unsinn. Zuerst sagst du \”die Masse steigt um den Drehimpuls konstant zu halten\” um danach zu sagen, dass er durch die steigende Masse auch ansteigt – was denn nun. Bitte etwas präziser Beschreiben.

  • By Bynaus, 2. Dezember 2008 @ 11:34

    Nein, ich sage nicht, dass die Masse der Erde steigt um den Drehimpuls konstant zu halten. Sondern, dass sich wegen der steigenden Masse der Schwerpunkt bewegt, UM den Drehimpuls der Erde konstant zu halten. Vielleicht war das nicht deutlich genug formuliert – alles klar jetzt?

  • By Unbekannter Gast, 2. Dezember 2008 @ 15:42

    Alles klar.

    \”Selbstverständlich führt eine Erhöhung der Erdmasse zu einem Mond, der näher an die Erde heran rückt. Die Bahnenergie des Mondes ist endlich. Steigt die Kraft, die auf ihn wirkt, muss er näher an die Erde heran rücken, so lange er keine zusätzliche Bahnenergie erhält…\”

    Muss nicht, wenn man die Wagnis eingeht, auch den Mond größer werden zu lassen. Warum sollte das nur auf die Erde beschränkt sein? Es wäre sicherlich mal interessant zu sehen wie allgemein die Planetenentstehungsmodelle aussehen, ziehe man die Annahme des Planetenwachstums hinzu. Das Problem ist nur: um welchen Faktor passiert dies – sicherlich ist der alles andere als lienar, womit es fast unmöglich ist genaue Modelle zu erschaffen. Womit man wieder bei 0 ist. Ich finde beide Theorien, Erdwachstum und Plattentektonik intressant. Ich denke die Plattentektonik wird eine Folge des Wachstums sein und beide Prozesse damit gleichzeitig ablaufen (Der Himalay und die Alpen sind numal Faltengebirge).

  • By Bynaus, 2. Dezember 2008 @ 15:49

    Wenn die Masse des Mondes steigt, müssen er und die Erde noch enger zusammenrücken, als wenn nur die Masse der Erde steigt. Ist doch eigentlich logisch, nicht wahr? Gravitationskraft ist das Produkt der involvierten Massen geteilt durch das Quadrat des Abstandes. Bleibt die Bahnenergie konstant, muss bei wachsenden Massen (egal ob eine der beiden oder beide) der Abstand schrumpfen.

    Wie erwähnt: eine derzeit anhaltende Expansion der Erde würde bei GPS und VLBI sofort auffallen – als systematische Abweichung, weil die Anwendbarkeit der Methoden in der heute benutzten Form auf einem konstanten Erdradius basiert. Es gibt keine Erdexpansion, so einfach ist das.

  • By Unbekannter Gast, 2. Dezember 2008 @ 16:28

    Was sind schon 10 bis 40 Jahre in denen es die Systeme erst gibt, gesehen auf Millionen von Jahre. Das GPS scheidet zur Bestimmung aus: Es hat eine Genauigkeit von meheren Metern. Man nimmt doch auch kein Lineal um die Dicke eines Haares zu bestimmen.

    Derzeit mag es evtl. keine Expansion geben, aber es gibt keine Garantie, dass sie es nicht gab bzw. geben wird. Soll heißen: alle dargelegte Fakten sind für mich nicht ausreichend um die Idee (Spekulation, Theorie was auch immer) zu widerlegen.

  • By Unbekannter Gast, 2. Dezember 2008 @ 16:37

    Eine nennenswerte Massenzunahme, welche eine expandierende Erde oder Mond erklären könnte, halte ich nicht für möglich und das gab es höchstens ganz am \”Anfang\”, als sich die Massen zusammenknuddelten und den Raum leerfegten. Der Grund hierfür ist der Energieeintrag, welcher die Erde für jegliche Lebensbildung zu heiß gehalten hätte. Das Dilemma ist also, eine wachsende Erde erklären zu können, ohne nennenswerte Massenzunahme. Dies gelingt sehr gut ohne Annahme exotischer Physik mit dem Gasballmodell.
    Zum Mondabstand: Der ist bis auf ca 4 cm/a wachsend recht konstant. Das Vergrößern des Abstandes kann alleine mit den Gezeitenkräften erklärt werden, welche im Gegenzug die Erdrotation langsamer werden lassen. Derzeitig, seit 30 Jahren, schrumpft offensichtlich die Erde, da die Tageslänge abnimmt. Ob man die zugehörigen ca. 10cm Durchmesseränderung tatsächlich festgestellt hat, weiß ich nicht. Einen konstanten Erddurchmesser anzunehmen, ist aber auf jeden Fall falsch. Selbst das Urmeter ändert sich mit der Temperatur. 10cm Durchmesseränderung entsprächen ganz grob einer Temperaturänderung der Erde um rund 0,001 K. Auch das wäre also denkbar und widerlegt grundsätzlich die Phantasie von der Durchmesserkonstanz der Erde und der Behauptung, es gäbe keine Erdexpansion.

  • By Bynaus, 2. Dezember 2008 @ 16:57

    Mittels GPS und VLBI lassen sich die Bewegungen der Kontinente – im Bereich mm/Jahr exakt verfolgen. Deshalb würde eine Expansion sofort (innert weniger Monate, wenn wir von ~einige cm/Jahr Expansion ausgehen) auffallen (ebenso eine Schrumpfung).

    Aber gut, lassen wir uns auf die \”Gott-der-Lücken\” Argumentation ein und nehmen an, dass die Erde zur Zeit nicht expandiert – hat sie es in der Vergangenheit getan? Nein, dafür gibt es keinen einzigen Hinweis (siehe Artikel oben). Auf einer expandierenden Erde (Radius x 2) mit konstanter Masse beträgt die Oberflächengravitation 4 G, und das vor nur gerade 200 Mio Jahren… Viel Spass dann mit den Dinosauriern (dies war übrigens ursprünglich Teil des Argumentariums der Erdexpansionshypothese: die Erde müsse \”kleiner\” gewesen sein, damit die Dinosaurier überhaupt so gross werden konnten – lässt man die Massenzunahme weg, verkehrt sich das Argument ins Gegenteil: nun muss man erklären, wie so grosse Tiere bei 4 G durch die Welt stapfen konnten).

  • By paule, 3. Dezember 2008 @ 03:56

    Die 4g dürften keinen Dino je gestört haben. Zu dem Zeitpunkt, also die 4g herrschten, also bei R=0.5, gab es kein Land. Nur ein rund im Mittel 16km tiefes Meer. Als das erste Land bei der Expansion auftauchte, je nachdem wie es mit den Bergen aussah, gabs vielleicht nur 1,2g zu bewältigen.

    Vielleicht war es aber auch ganz anders? Es könnte auch sein, daß die Erde auch schon mal größer war als heute und dann wieder geschrumpft ist. Dann hätten die Dinos vielleicht nur mit 0,8g zu kämpfen gehabt und der beim Expandieren gebildete Meeresboden verschwand beim Schrumpfen wieder unter den Kontinenten.

  • By paule, 3. Dezember 2008 @ 04:35

    Es ist, je nach der inneren Wärmequelle, durchaus möglich, daß die Erde \”normalerweise\” expandiert. Dies würde bis zu dem Punkt gehen, wo dann die innere Wärmeleistung so groß wie die Abstrahlverluste in den Raum sind. Das wäre dann der \”natürliche Durchmesser der Erde. Je nachdem, welcher Mechanismus für die innere Wärmeerzeugung verantwortlich ist, könnte dieser vielleicht auch temperaturabhängig sein. In dem Sinn, daß bei niedriger Temperatur im Inneren auch die Wärmeleistung sinkt. Die wäre z.B. bei einem teilweisen kleinen Fusionsprozeß zu beobachten.
    Expandieren wird also immer relativ langsam gehen, mit Meeresbodenneubildung beim Aufreißen der Kruste.
    Schrumpfen kann aber kaum mit Abnahme der inneren Wärmeleistung erklärt werden bzw. wäre das auch ein sehr langsamer Prozeß. Dafür kommen andere Prozesse in Frage. So z.B. der Einschlag eines kleinen 10-50 km Asteroiden in die Meereskruste.
    Dabei strömen dann, je nachdem, vielleicht Millionen km³ Material in Form von kondensierbarem Gas in Stunden oder Tagen in die Atmosphäre. Solange, bis die dann einsetzende Erdschrumpfung das Loch wieder gedichtet hat. Dabei wird das austretende Gasgemisch beim entspannen sich kondensieren udn es kann je nach Zusammensetzung und den übrigen Randbedingungen körniges Kondensat wie Sand und Löß entstehen, welches über Millionen km² abgelagert wird. Dabei wird es durch das Schrumpfen auch zu einer recht raschen Gebirgsbildung kommen können, wenn der Meeresboden beim Schrumpfen unter die Kontinente rutscht.
    Eine Folge, wenn nun die Gravitation durch das Schrumpfen entsprechend größer geworden ist, könnte das Aussterben der schweren Dinos gewesen sein. Wenn sie nicht erschlagen oder verschüttet wurden.

    Wo ist nun das \”g\” Problem eigentlich geblieben? Ach so. Die Geologie hat festgestellt…..

  • By Bynaus, 3. Dezember 2008 @ 16:29

    @paule: Soso, und wie passt die Aussage, zur Zeit der Saurier wäre die Erde bereits wieder so stark gewachsen, dass auf der Oberfläche 1.2 oder 0.8 g geherrscht hätten, zu den absoluten Altersbestimmungen des Meeresbodens? Der würde in dem Fall nämlich eine ganz andere Geschichte erzählen. So ist der älteste Meeresboden (im Westatlantik- und Westpazifik) etwa 200 Mio Jahre alt – das heisst, zu diesem Zeitpunkt muss die Expansion begonnen haben – Subduktion gibt es im Westatlantik keine, reicht also nicht als \”Ausrede\”…
    Zu deinen restlichen Fantasterien äussere ich mich mal nicht.

  • By Bynaus, 3. Dezember 2008 @ 18:35

    PS: Hier der Link zu einer Karte des Alters des Ozeanbodens:
    geology.about.com/library/bl/maps/blseafloorage.htm

  • By Unbekannter Gast, 4. Dezember 2008 @ 02:02

    \”So ist der älteste Meeresboden (im Westatlantik- und Westpazifik) etwa 200 Mio Jahre alt\”

    @Binaus Wie würdest du die Tatsache erklären?

    Es gibt auch Nachweise, dass der Sauerstoffgehalt in der Luft zur Dinosaurierzeit höher war als heute (kann demnach auch die Größe erklären).

  • By Bynaus, 4. Dezember 2008 @ 09:09

    Der Meeresboden bildet sich an den Riftstellen jeweils neu. Im Atlantik begann die Spreizung (Trennung von Laurasia/Afrika und Amerika) vor etwa dieser Zeit (im Süden noch etwas früher als im Norden). Im Pazifik dauert eine Überquerung des Pazifiks (Rift und Entstehung im Osten, Subduktion im Westen) für die Platte auch etwa 200 Mio Jahre.

    Der Sauerstoffgehalt war zur Saurierzeit (Mesozoikum) etwa gleich hoch wie heute. Nur im Paläozoikum, lange vor den Sauriern (z.B. Ende Karbon) war er deutlich höher, so dass diese Rieseninsekten existieren konnten.

    http://www.pnas.org/content/96/20/10955.full

    Ein höherer Sauerstoffgehalt führt nicht zwingend zu Riesenwuchs: das ist vor allem bei Insekten so, die über Diffusion (und ohne Lungensystem) atmen.

  • By paule, 12. Dezember 2008 @ 20:22

    Wenn der älteste sichtbare Meeresboden 200 Ma alt sen soll, sehe ich gar kein Problem mit \”meinem\” Szenario. Die Erde war also schon (wieder) mal auf das 1,5… fache expandiert. Schwerkraft war lächerlich gering, rießengroße Landflächen. Die Kontinente (ungefähr wie heute) stellen die erste Kruste vor dem erstmaligen Expandieren und damit Aufreißen der Erdkruste samt Meeresbodenneubildung dar.

    In diesem Zeitraum kann es durchaus mehrere Expansionen wie auch Schrumpfungen gegeben haben. Bei jeder Schrumpfung wird der \”alte\” Meeresbodenrand unter einen Kontionent geschoben. Je nach Größe der Schrumpfung fehlen dann einige Mio Jahre ältester Meeresboden.

    Wenn nun die letzte Expansion bis 1.2 fachem heutigen Erddurchmesser gegangen ist (genauer Wert spielt nun keine Rolle), wird also bei großer Schrumpfung das ältere Randmaterial zwangsläufig verschwinden und wir sehen heute als Ergebnis nur die 200 Mio Jahre. Die letzte Expansion kann also durchaus vor vielleicht 400 Mio a angefangen haben und \”vorgestern\” fand dann die gewaltige Schrumpfung statt, bis zur 200 Ma Mehresbodenlinie. Und bei dieser Schrumpfungskatastrophe, welche innerhalb allerkürzester Zeit stattgefunden haben kann, konnten die Dinos wegen der dann starken Gravi sich nicht mehr aus ihrem Bett erheben und mußten kläglich verhungern.

    Kleinere Tiere hatten da weniger Probleme, wie z.B. eine Maus, welche sowieso spielend fast einen Meter hochspringen konnte. Danach eben nur noch 50cm.

    Gleiches bei den Vögeln, die vorher eben leicht fliegen konnten udn große Spannweiten und Masse hatten. Danach kamen sie nicht mehr hoch und laufen dann heute mit verkümmerten sowieso unbrauchbaren Restflügelstummel als dummer Vogel Strauß herum.

    Welches Alter der älteste Meeresboden zeigt ist also genauso wenig aussagekräftig wie wenn du das Alter 20 km neben dem Entstehungsort des Meeresbodens messen würdest.

    Gäbe es morgen noch einmal solch eine gewaltige Schrumpfung, würdest du Schließen müssen, der älteste Meeresboden ist gerade einmal 10000 Jahre alt.

    Und die Erde wäre wieder ordentlich überflutet.

    Obwohl. Es gibt eine Grenzgröße, wie klein die Erde werden kann. Muß ich einmal nachgucken. Diese Grenzgröße wäre dann erreicht, wenn die Gasdichte direkt unter der Kruste ungefähr so groß ist wie die Dichte der Kruste. Dann könnte bei einem Loch in der Kruste nichts mehr aus dem Inneren ausströmen.

  • By Unbekannter Gast, 16. Dezember 2008 @ 02:40

    Hier gibt es ein Video dazu: http://www.videogold.de/das-wunder-der-wachsende-erde/

  • By Bynaus, 16. Dezember 2008 @ 11:56

    @paule: Du vergisst, dass in den letzten 200 Mio Jahren an den mittelozeanischen Rücken konstant neue Kruste produziert wurde. Oder, dass im Westatlantik, neben eben diesem 200 Mio Jahre alten Boden, gar keine Subduktionszone existiert, sondern die Kruste bündig in den Nordamerikanischen Kontinent übergeht.

    Wenn jetzt plötzlich die Erde nach belieben wachsen und schrumpfen kann (unabhängig von der Produktion von Kruste), dann hast du damit auch noch die letzte \”faktische\” Verankerung mit der Realität verloren… Wieder einmal stellt sich die Frage: wo sind die aussergewöhnlich guten Belege für diese aussergewöhnlich abenteuerlichen \”Szenarien\”?

  • By paule, 17. Dezember 2008 @ 18:47

    Ich habe nichts vergessen. Die Krustenbildung im mittelozeanischen Rücken findet natürlich statt. Direkt am Rücken ist sie auch neu. Wie lange das aber schon so geht, kann man eben nicht an den 200 Mio Jahre alten Böden am Kontinentalrand ablesen, wenn das noch viel ältere Material darunter bereits verschwunden ist (durch die Schrumpfung).

    Wenn du sagst, da gäbe es eine Gegend, wo keine Subduktionszone existiert, kann das auch damit zusammenhängen, daß diese kontinentale Gegend sich eben erst vor 200 Mio Jahren überhaupt das erste Mal getrennt hat.

    Belege braucht man eigentlich gar keine, weil die Hypothese nirgendwo mit den Beobachtungen im Widerspruch steht. Dafür zusätzlich aber viel erklären kann.

    \”Wenn jetzt plötzlich die Erde nach belieben wachsen und schrumpfen kann (unabhängig von der Produktion von Kruste),…\”
    Das behaupte ich nicht. Selbstverständlich wird sogar im Normalfall neue Meereskruste gebildet. Weil eben die innere Wärmeentwicklung größer ist als die Wärmeverluste durch die Kruste. Das Gas dehnt sich aus bzw. der Druck steigt an und der Überschuß geht in die Neukrustenbildung, was normalerweise die Erde wachsen läßt.

    Hier gibt es natürlich ein Regulans. Auch wenn die Erde zeitweise schrumpft, ist der Spalt deshalb noch nicht dicht. Er wird nur kleiner und die Krustenbildung verlangsamt sich.

    Erst wenn der Schrumpfvorgang schnell genug ist, also die innere Wärmeproduktion geringer wird, hört die Krustenbildung auf, der Spalt ist dann dicht.

    Die innere Wärmeproduktion ist sicherlich nicht konstant, da durch die innere Konvektion und die Vorgänge beim inneren Abschmelzen/Abbrechen der Kruste am System immer rumgefummelt wird. Auch die Vorgänge im Sonneninneren sind nicht konstant.

    Und wie bereits gesagt, werden die Tageslängen derzeitig kürzer obwohl durch den Mond abgebremst wird. Das bedeutet dann, daß die Erde derzeitig etwas schrumpft.

    Wir haben es also mit zwei möglichen Einflußgrößen zu tun: Innere Vorgänge und äußere kosmische Gewalteinwirkungen.

    Beide haben unterschiedliche Auswirkungen. Sanft und langsam bis unglaublich schnell und katastrophal.

  • By Chris, 26. Dezember 2008 @ 15:33

    Mich wundert immer die Aggressivität, die bei solchen Diskussionen aufkommt. Das ist eigentlich eine Eigenschaft von Dogmatikern bei Diskussionen … aber eines wollen wir mal festhalten: Die Theorie der expandierenden Erde ist nicht unattraktiv. Ich wehre mich ausdrücklich dagegen, die Mathematik, die Physik und vermeintliche »Naturkonstanten« induktiv zu verwenden – schließlich wurden sie deduktiv ermittelt. Es gab Zeiten, da haben Wissenschaftler berechnet und bewiesen, dass Menschen in Eisenbahnen ersticken müssten! Also Vorsicht. Vielleicht lachen die Menschen in 100 Jahren über unser vermeintliches Wissen … und ich behaupte sogar: Mit Sicherheit werden sie lachen!

  • By Bynaus, 27. Dezember 2008 @ 12:48

    Wichtig ist, dass man fakten- und experimentbasiert argumentiert. Praktisch alle \”Irrtümer\” der Wissenschaft entstanden nicht aus einer Fehlinterpretation eines bestimmten Datensatzes, sondern weil eine Interpretation auf einen Bereich ausgedehnt wurde, in dem es (noch) keine Daten gab. Experimente und Beobachtungen führen dann zu einer erweiterten Datenbasis, von der aus die bisherige Interpretation (von Wissenschaftlern) in einem neuen Licht gesehen wird. Für die Expandierende Erde gibt es jedoch keinerlei erweiterte Faktenbasis: wie man in den Kommentaren von paule schön sehen kann, läuft das ganze auf eine Immunisierungsstrategie hinaus: was nicht passt, wird – ohne, dass es dafür irgend eine Beobachtungsgrundlage gäbe – passend umformuliert bzw. umfantasiert. Wo ein unbekannter Prozess zwingend vonnöten ist, wird er stillschweigend vorausgesetzt – wiederum ohne jegliche Verankerung in der Realität. Das ist keine Wissenschaft, sondern Wunschdenken. Zu einer Zeit, in der die Geologie noch in den Kinderschuhen steckte und noch kaum Daten zur Erdgeschichte vorlagen, war die expandierende Erde durchaus eine attraktive Alternative – doch sie ist an der Erweiterung der Faktenbasis gescheitert, wie auch im Artikel oben demonstriert.

    Dass \”Wissenschaftler\” bewiesen hätten, dass Menschen in Eisenbahnen ersticken müssten, ist übrigens ein Märchen. Möglich, dass es einige gab, die solches behaupteten oder entsprechende Befürchtungen äusserten, aber es war mit Sicherheit nicht \”Mainstream\” (dafür fehlt schlicht die theoretische Grundlage, auf der entsprechend hätte argumentiert werden können) – womöglich waren das bloss die damaligen Crackpots. In 100 Jahren heisst es dann vielleicht, die \”Wissenschaftler\” unserer Zeit hätten damals \”bewiesen\”, dass der CERN Schwarze Löcher produzieren würde, die die Erde verschlingen, doch das sei ja bekanntlich nicht passiert…

  • By paule, 29. Dezember 2008 @ 14:26

    @Bynaus
    Du sagst doch die Unwahrheit! Was war denn der Grund, weshalb man die expandierende Erde 1. vor noch rund 100 Jahren favorisierte udn was war 2. der Grund, weshalb man das Modell fallen ließ?

    Der 2. Grund war eben der, daß man sich die vermeintlich notwendige Massenzunahme nicht erklären konnte. Auch heute scheitert das Modell noch an denselben Schwierigkeiten. Daher werde die absurdesten Theorien (z.B. von Meyl) erfunden, um die Massenzunahme erklären zu können.

    Ich habe nun hier gezeigt (auch mit Link), daß eine Massenzunahme gar nicht notwendig und der Ausdehnungsmechanismus sehr einfach ist. Außerdem konnte gezeigt werden, daß das Ganze stabil ist und die \”üblichen\” Werte erreicht werden (z.B. auch Trägheitsmoment, Masse, Tempgradient).
    Desweiteren war es spielend leich möglich, die Meeresbodenbildung, zeitweises Unterschiebung desselben unter die Kontinente, Wüstenbildung usw. ohne Klimmzüge erklären zu können.
    Du dagegen bist nicht in der Lage, mit deinem Dogma z.B. die gemessene Tageslängenverkürzung erklären zu können. Notwendige Massenumlagerungen in solchem Masse innerhalb von 30 Jahren wären mit deinem Modell überhaupt nicht denkbar!
    Mein Modell kommt mit allen Erscheinungen zurecht. Dein Modell dagegen erklärt gar nichts.

  • By Bynaus, 30. Dezember 2008 @ 23:19

    Nein, ich sage nicht die \”Unwahrheit\”. Die expandierende Erde wurde nie \”favorisiert\”, es war einfach eine Option unter vielen, die aufkam, weil ganz einfach die Kontinente mit ein bisschen drücken und würgen auch auf eine kleinere Kugel passen. Auf den ersten Blick ist es eine nette Idee, aber auf den zweiten und jeden weiteren Blick gibt es jede Menge Schwierigkeiten.

    Du hast hier gar nichts \”gezeigt\”. Du hast vielleicht dein fantasievolles Szenario beschrieben, aber nichts weiter. Auf die kritischen Punkte, auf die ich dich hingewiesen habe, bist du gar nicht eingegangen.

    Die Schwankungen der Tageslängen sind auf komplexe Interaktionen des Erde-Mond-Systems zurückzuführen, Resonanzen, Meeresströmungen etc. – lässt sich alles in einschlägigen Fachzeitschriften nachschlagen.

  • By paule, 31. Dezember 2008 @ 06:51

    Deine ganzen Gegenargumente in obigem Artikel habe ich dir weggepustet! Selbst die Dinos mit der Schwerkraft. Alles!
    Wenn du sagst, ich sei auf kritische Punkte, welche du mir sagtest, nicht eingegangen, lügst du! Jeder kann das hier nachlesen!

  • By Bynaus, 8. Januar 2009 @ 13:06

    Nein, du hast dein Fantasie-Szenario in den Raum gestellt, das so entworfen ist, dass es allen diskutierten Argumenten ausweicht, das ist alles. Syptomatisch dieser Satz von dir:

    \”Belege braucht man eigentlich gar keine, weil die Hypothese nirgendwo mit den Beobachtungen im Widerspruch steht.\”

    Das ist keine Wissenschaft, mein eifriger Freund, sondern Märchenstunde. Daran ist niemand interessiert. Interessant wären einzig Fakten und Beobachtungen, die direkt FÜR dein Szenario sprechen.

  • By paule, 9. Januar 2009 @ 01:09

    Ich hatte das nur etwas unglücklich formuliert. Gemeint war, daß alle Belege bereits vorhanden sind und man daher keine neuen braucht bzw. nicht ohne weiteres rankommt. Ein Durchbohren der Erdkruste ist wohl kaum zu erwarten.
    Meine Thjese steht mit keinen echten (uninterpretierten) Beobachtungen im Widerspruch. Sie erklärt Erdbeben, Tiefbeben, Subduktion, Aufreißen des Bodens, Wüstensand, Gebirgsbildung udn Erdentstehung. Und eben den Großkontinent, welcher erdumspannend war und das Aufblähen und auch Zusammenschrumpfen. Ebenfalls sind schwere Dinos und erste Lebensbildung im Meer, die Bedeckung der Gebirge mit Meer udn entsprechenden Fossilien, schnellste Änderungen der Erdgeometrie usw. kein Problem.
    Selbst das Erdmagnetfeld und schnelle Positionsänderungen der Kontinente nach einem kleinen Crash sind kein Problem.
    Deine angebliche Wissenschaft ist dagegen ein reines Märchen mit 1000000 Ausnahmeerklärungen.
    Du weißt ja nicht einmal woher das kontinentüberspülende Wasser oder der Sand kommen kann.
    Du hast ja bereits bezweifelt, daß so ein Gasball mit Kruste überhaupt möglich ist. Ich habe sogar gezeigt, daß das richtige Trägheitsmoment herauskommt.

    Deine allgemeinen \”Erklärungen\” zur Tageslängenabnahme waren wohl mehr nur unsubstanziiertes Geschwätz eines total Überforderten. Der Mond kann niemals die Erde schneller drehen lassen. Er kann bestenfalls das Langsamerwerden verkleinern aber die Erde nicht schneller werden lassen. Die Erde rotiert nämlich schneller als der Mondumlauf udn wird daher *nur* abgebremst.
    Alleine an dieser Tatsache, der Tageslängenabnahme, scheitert deine Theorie. Und am Sand und an….allem.
    Nur wenn du alles ausblendest, was störend ist, \”passt\” deine Theorie. Ich habe nichts ausgeblendet. Mit einem einzigen Punkt bin ich (vielleicht) noch nicht klargekommen (Schall). Aber auch hierfür gibt es eine einfache, völlig natürliche Erklärung. Das allerdings überschreitet deinen Denkhorizont so weit, daß ich das lieber gar nicht erwähne :)

  • By Bynaus, 9. Januar 2009 @ 12:53

    Nun, du kritisierst, was du nicht verstehst, und wertest dein eigenes Fantasieszenario höher als alles, was andere intelligente Menschen in jahrzehntelanger Arbeit dazu beigetragen haben – bist eben ein typischer \”Kleiner Einstein\” wie im einschägigen Artikel beschrieben. Ich würde dir raten, dich erst einmal wirklich eingehend mit den Fakten und \”Mainstream\”-Theorien vertraut zu machen – da bist du noch nicht einmal auf dem Niveau des interessierten Laien angekommen. Kauf dir also ein gutes Geologiebuch!

    Aber konkretisieren wir doch mal dein Szenario: Welchen Radius hatte die Erde, im Verlauf des Phanerozoikums denn genau? Es reicht, wenn du die Extreme nennst. Dann schauen wir mal weiter…

  • By paule, 9. Januar 2009 @ 18:20

    Weshalb sollte ich mir ein \”gutes\” Geologiebuch kaufen, wenn darin nur Mainstreamunsinn drinsteht?

    Aus der Größe der Kontinentalflächen ergibt sich ein Radius der festen Kruste von etwa 0,55 des heutigen. Immerhin wurde ja schon propagiert, offiziell, daß die gesamte Landmasse einmal als Riesenkontinent zusammenhing.

    Dies allerdings auf der \”großen\” Erde.

    Nun zeigt sich aber, daß auch die Ränder dieses Superkontinents sich zusammenfügen, wenn die Erde eben einmal 0,55 R gehabt hätte. Derartiges kann niemals Zufall sein.

    Einzig und alleine wurde diese Möglichkeit verworfen, weil man sich keinen Mechanismus vorstellen konnte, wie die Erde gewachsen sein soll. Immerhin hätte sie nach üblichen Vorstellungen das 8-fache an Masse zugewinnen müssen und dies war zu Recht eine vollkommen undenkbare Vorstellung.

    Insbesonders auch alleine aus dem einfachen Grund, weil dann die Kontinente wohl nicht mehr als solche erkennbar gewesen wären, wenn etwa durch Meteoritenbeschuß diese Massenbildung stattgefunden hätte.

    Was bleibt also übrig? Eine nennenswerte Massezunahme scheidet also aus und Massebildungsprozesse, wie sie Meyl und andere sich vorstellt, können ebenfalls nicht stattgefunden haben. Die Erde wäre in diesem Fall heute noch eine Sonne. So hoch wäre der Energieeintrag gewesen (Masse käme immerhin mit c an).

    Einzig die Annahme, daß das Innere noch gasförmig ist und dort gewaltige Energieumsätze stattfinden (vielleicht im Bereich um 1e-(5+-2) W/m³), welche den inneren Druck erhöhen usw., könnte alle Phänomene erklären.

    Du mit deiner angelernten laienhaften Unwissenschaft kannst nicht einmal den Wüstensand erklären.

    Und bitte, vergleiche mich nicht immer mit dem Idioten Einstein. Sein Schwachsinn wurde in einem neuen Experiment bereits widerlegt.

  • By Bynaus, 9. Januar 2009 @ 18:31

    Du weichst aus. Ich möchte gerne von dir hören, zu welchen Zeiten des Phanerozoikums die Erde wie gross war. Sowas wie 500 Ma = 0.5 R, 250 Ma = 1.5 R, etc. Also bitte…

  • By paule, 9. Januar 2009 @ 20:23

    Ich weiche nicht aus. Um das Ganze zeitlich beschreiben zu können, fehlen einfach noch zu viele Informationen. Aber es sollte dir bereits zu Denken geben, daß bei einem Temperaturgradienten von ca. 30 K/km in der Kruste in 300 km Tiefe bei Annahme \”fest\” schon rund 10000 K herrschen müssten.

    Auch kann der Wärmefluß durch die Kruste von ca. 0,06 W/m² nicht ausreichend sein, um den Erdball aufblähen zu können, wenn diese 30000 GW die gesamte im Inneren produzierte Wärme darstellen sollte.

    Diese 0,06W/m² müssen auch nicht dem tatsächlich vorhandenen Wärmefluß entsprechen, wenn es \”vor ein paar Jahren\” eine gigantische Umwälzung gegeben hat. Das System muß dynamisch gesehen werden und zu einer genaueren Beurteilung reichen die vorhandenen Infos einfach noch nicht aus.

    In diesem Zusammenhang möchte ich nur einmal an Alfred Wegener erinnern, dessen Theorie damals verspottet wurde. Heute ist sie im Wesentlichen anerkannt. Auch Andere werden immer noch verspottet, weil sie der Mainstreammeinung widersprechen.

    Nur ist es eben so, daß der Mainstream nicht in der Lage ist, eigene Gedanken entwickeln zu können. Sonst wäre er nicht \”Mainstream\”. Also ist dessen \”Meinung\” überhaupt nicht interessant oder gar maßgebend. Abschreiber!

    Tollmann wurde und wird genauso verlacht. Von den Mainstreamidioten!

  • By Bynaus, 10. Januar 2009 @ 12:37

    Dass der Temperaturgradient tiefer in der Kruste stark abnimmt, weiss jeder Erstsemestrige Geologiestudent… Mit seismischen Messungen lässt sie auch sehr schön der Verlauf tes Temperaturgradienten bis in den Erdkern bestimmen (wenn auch, wie immer, mit gewissen Unsicherheiten). Das wüsstest du auch, wenn du dich mal mit der Materie befassen würdest, statt immer nur über Dinge zu reden, die du offensichtlich nicht verstehst.

    Schön, dass du wenigstens einsiehst, dass es keine Daten gibt, die dein Szenario stützen, bzw, dass der beobachtete Wärmefluss nicht ausreicht dafür. Nun, dann brauchst du eben einen anderen direkten Hinweis für deine pulsierdene Erde… Welchen also? Welche konkrete Beobachtung spricht DIREKT dafür? Der konstante Erddurchmesser, wie er von Satelliten und GPS immer wieder bestätigt wird, kann es ja nicht sein…

    Jeder Crackpot sieht sich natürlich selbstverständlich (wie könnte es auch anders sein?) in der Tradition von Leuten, die eine Idee hatten, die sich gegen den damaligen Mainstream durchgesetzt haben. Von all den erfolglosen Ideen, die von Leuten kamen, die mindestens genauso hart dafür gekämpft haben, sich aber nicht durchsezten konnten, weil sie schlicht und einfach FALSCH waren, redet natürlich nie jemand, obwohl diese im Rückblick betrachtet in der überwiegenden Mehrheit sind… Was zudem oft auch vergessen geht, ist, dass diese Leute allesamt Wissenschaftler waren und ihre Schlussfolgerungen mit FAKTEN unterlegen konnten.

  • By paule, 10. Januar 2009 @ 15:17

    Du bist ein Verdreher! Ich habe nicht gesagt, daß es keine Daten gibt, welche meine These stützen! Selbstversttändlich gibt es die! Ich habe sie auch benannt. Nur blendest du die Fakten nach Belieben aus. Bei der kontinentalen Tiefbohrung in Windisch Eschenbach waren dann offensichtlich Studienanfänger am Werk, weil sie wegen der über 300°C in 9000m Tiefe überrascht wurden. Und dies, obwohl sie vorher seismische Messungen gemacht haben, welche nach deiner unwesentlichen Meinung doch Auskunft über die Temperatur geben sollten.
    Eine seismische Messung gibt Auskunft über das Verhältnis Elastizität/Dichte und über nichts anderes. Eine Temperatur kommt da nicht vor. Selbst bei Gasen kann nichts über die Temperatur ausgesagt werden, da hier das Produkt kRT gemessen wird und weder k noch R ohne Kenntnis des Gases bekannt sind. Daher kann auch hier kein Rückschluß auf die Temperatur gezogen werden.
    GPS liefert erst seit wenigen Jahren genauerere Daten. Mit Sicherheit kann keine Änderung des mittleren Erddurchmessers von 3mm/a festgestellt werden, auch heute nicht. Solche Genauigkeiten sind absurd, Bub.
    Alleine der Mond verursacht einen Gezeitenhub der Kontinente von rund 0,75m. Einen solchen Wackelpudding auf dann auf 3mm genau vermessen zu wollen ist Größenwahnsinn von Crackpots!
    Du hast von Messtechnik offenkundig überhaupt keinerlei Ahnung und hast noch niemals dich an einer Präzisionsmessung versucht. Du hast offensichtlich keinen blassen Dunst davon, welche variable unerfassbare Störgrößen in eine Messung alle eingehen. Bei einer erforderlichen Messgenauigkeit von 1e-10 kommt es bereits darauf an, was der Crackpot sich bei der Messung gedacht hat!
    Versuche dich einmal an einer einfachen Längenmessung im Labor. Versuche einmal, den Durchmesser einer Apfelsine oder eines Endmaßes selbst zu messen, auf nur 1e-6. Und dann versuche das mal aus verschiedenen Entfernungen zu messen und vergleiche dann!

  • By paule, 10. Januar 2009 @ 17:29

    Ich denke, daß ich ein Indiz für mein Modell gefunden habe:

    \”Das in den letzten 46 Jahren stärkste Erd- bzw. Seebeben, welches sich am 26. Dezember 2004 in der Subduktionszone der indisch-australischen Erdplatte nahe der indonesischen Hauptinsel Sumatra ereignete, und das die Ursache der Tsunamis-Katastrophe war, führte zu einer Verschiebung der Figurenachse um 2,32 mas in Richtung 127° Ost und zu einer um 6,8 μs reduzierten Rotationsgeschwindigkeit.\”

    Ich babe nun nicht genau mit dem Breitengrad gerechnet, etwa 10° Nord.

    Nach meiner These resultieren Erdbeben aus einem Abbrechen von Putz an der Zimmerdecke. Die Zimmerdecke ist dabei natürlich die feste Erdkruste, von der dann ab und zu Bröckelchen wie der Zimmerputz an der Decke abbrechen und in das Gas fallen. Diese Belastungsänderung der Erdkruste macht sich dann als Erschütterung, dem Erdbeben bemerkbar.

    Nun hat sich nach obiger Aussage durch den Tsunami die Tageslänge um 6,8 Mikrosekunden geändert.

    In meinem \”Standardmodell\” herrscht unter der Kruste eine Gasdichte von ca. 1450 kg/m³. Wenn das abbbrechende Gestein eine höhere Dichte hat, gibt das ein Erdbeben.

    Ich habe nun einmal mit einer Gesteinsdichte von 2700 kg/m³ gerechnet.

    Wenn das schwere Gestein dann in die Tiefe fällt, ändert sich das Tragheitsmoment der Erde, es wird geringer, sie wird daher wegen der Drehimpulserhaltung beschleunigt. Das ist ähnlich wie beim Piruettendreher. Bei der Erde liefert die Schwerkraft die nötige Energie.

    Nach anderen Angaben soll dieses Seebeben in 28km Tiefe erfolgt sein. Das entspräche dann der dortigen Krustendicke.

    Wenn ich nun diese Situation durchrechne kommt folgendes heraus und erklärt leicht diese 6,8 Mikrosekunden Tageslängenverkürzung.

    EIn abgebrochenes Gesteinsvolumen von 1440 Kubikkilometer bewirkt diese 6,8e-6s Tageslängenverkürzung und kommt in ca. 288 km Tiefe zur Ruhe, weil dort eine Dichte von ebenfalls 2700 kg/m³ im Gas herrscht.

  • By Bynaus, 11. Januar 2009 @ 15:24

    Warte Mal – verstehe ich dich richtig, dass du riesige unterirdische Gaskammern vorschlägst (sie also hohl ist – siehe auch entsprechenden Artikel)? Das wird durch die Seismik ohnehin ausgeschlossen. Zudem fragt sich dann, wo sich all die Masse der Erde versteckt…

  • By paule, 11. Januar 2009 @ 20:58

    Sollen wir noch einmal von vorne anfangen? Dann lies hier weiter:
    paule hat am 01.08.2008 01:05:23 geschrieben:
    oder gehe gleich noch einen Schritt zurück:
    paule hat am 03.04.2008 20:56:17 geschrieben.

    Vorab ein Hinweis: Die gesamte Masse der Erde steckt unter der Oberfläche, wenn man von der Luftmasse einmal absieht.

    Du kannst doch sicherlich auch spielend leicht erklären, wie es zu einer Tageslängenverkürzung von 6,8 Mikrosekunden nach diesem Erdbeben kommen kann?

  • By paule, 28. Juni 2009 @ 07:19

    Nur eine kurze Korrektur. Das tatsächlich abgebrochene Gesteinsvolumen ist nicht 1440 km³. Ich hatte bei der Überschlagsrechnung einen Faktor 2 vergessen. Außerdem habe ich diesen Überschlag nun genau rechnen lassen. Das tatsächlich abgebrochene Gesteinsvolumen beträgt sogar über 3900 km³ und kommt in 255 km unter der Erdkruste zur Ruhe! Jedenfalls wenn sich die Gesteinsdichte wegen des Drucks nicht ändern würde.
    Keine andere an der Erdoberfläche kaum sichbare Ursache kann diese 6,8 Mikrosekunden Tageslängenänderung in so kurzer Zeit erklären.
    Interessant ist auch, daß es zunächst zu Hebungen kam. Bereich etwa 10-20m. Auch an anderen Bebenorten kommt es erst (nach dem, was ich bisher gelesen habe) zu Hebungen des Geländes. Auch das würde man mit meinen Modell Erwarten, wenn der Putz von der Decke abbricht.

    Es kann aber auch zu anderen Erscheinungen kommen. Die Unterseite der Kruste muß mit der dort herrschenden Gastemperatur \”harmonieren\”. Taucht die Kruste zu tief ins Gas, ist das Gas wärmer und die Unterseite der Kruste wird abschmelzen. Folge wird sein, daß das Gewicht der Kruste geringer wird. Und das bedingt eine resultierende Gleichgewichtskraftänderung zw. Gasdruck und Gewicht der Kruste Richtung \”Oben\”. Wenn die umgebende Kruste durch Scherkräfte diese resultierende Kraft nicht halten kann, erfolgt eine vertikale Verschiebung nach oben.

    Genau das Gegenteil kann auch passieren. Wenn die Unterseite in einem Gasgebiet liegt, welches zu kalt ist, kondensiert an die Kruste Gasmasse. Die Kruste wird dicker und schwerer. Wenn die Umgebung das nicht halten kann, kommt es zu einer vertikalen Verschiebung nach unten.

    Genau das muß beim Atlantisereignis passiert sein. Eine Landfläche von rund 100000 km² versank deshalb in 1 Tag und 1 Nacht in die Tiefe.

    Begünstigt wird das natürlich auch durch eine expandierende Erde, welche die Kruste unter Zugspannung setzt und damit den Abriß vom umgebenden Land begünstigt. Solch ein Vorgang geht auch relativ langsam und nicht direkt im freien Fall. Schließlich wirken nur Differenzkräfte entsprechend einem Überschuß von vielleicht 1 km Krustenmaterial gegen 40km Krtustenmaterialdicke abzüglich der Resthaltereibungskräfte der Umgebung. Ohne diese Resthaltehaltekräfte wäre dann die maximale Absinkbeschleunigung 1/40 g und die mittlere Absinkbeschleunigung 1/80 g.

  • By Bynaus, 29. Juni 2009 @ 13:32

    Seismik…

  • By Paule, 30. Juni 2009 @ 02:07

    \”Seismik\”? Etwas einsilbiger Kommentar. Wie erklärt die Seismik die 6,8 Mikrosekunden Tageslängenverkürzung beim Tsunamibeben von Dez. 2004?

  • By Bynaus, 3. Juli 2009 @ 12:20

    Richtig, einsilbig – warum? Weil über Details monologisierst, während du den Hauptkritikpunkt immer noch ignorierst. Darum: \”Seismik\”.

  • By Paule, 3. Juli 2009 @ 14:23

    6,8mys sind ein sehr hartes Faktum! Seismik ist dagegen ein interpretiertes Faktum! Nun mußt \”du\” eigentlich die 6,8mys mit dem durch die Seismik gewonnen Modell in Einklang bringen können. Ich habe gerade die Prognosen der Tageslängenänderungen nicht im Kopf bzw. den Link nicht zu Hand, aus dem diese sehr rasche Änderung sichtbar geworden ist. Ich werde das noch suchen. Egal, es muß eine Trägheitsmomentänderung von ca. 6,3e27 kgm² erklärt werden können in weniger als einem Tag.

    Wenn man 184 000 km^2 Oberfläche (Gestein,2700 kg/m³) um 1000 m absenkt und das abgesenkte Volumen durch Luft (1kg/m³) ergänzt, hat man das Trägheitsmoment um 6,3e27 kgm² geändert. An der Oberfläche wäre das aber sicher auffällig. Andererseits gäbe es natürlich auch eine \”globale\” Lösung, welche weniger spektakuläre wäre. Dafür hätte die ganze Erde ihren Durchmesser um 0,5mm ändern müssen. Das entspräche einer Volumenänderung der gesamten Erde um 128 km^3, etwa durch \”Umkristallisation\”.

    Man bedenke hierbei, daß das Tsunamibeben etwa 20 Minuten gedauert hat und die Auswirkungen \”lokal\” zu spüren waren. Diese Umkristallisationsvolumenänderung von Nettovolumenschwund 128 km³ müßte daher bei z.B. 5% Dichteänderung des betroffenen inneren Gebietes dann schon ein Volumen von 2600 km^3 betragen.

    So könnte man das vielleicht auch erklären können.

    Allerdings steht dem eine weitere Beobachtung entgegen. Die Kruste hob sich als erste Auswirkung des Geschehens erst einmal um rund 10-20 m in die *Höhe*. Das wäre mit einem inneren Volumenschrumpf kaum erklärbar. Hier würde man das Gegenteil beobachten.

    Wenn dagegen der \”Putz von der Decke\” abbricht und die Decke von dessen Gewicht entlastet wird, wird sie nach oben schnellen, wie beobachtet.

    Noch eine Beobachtung. Das Erdbeben war recht \”langgestreckt\”, etwa 1000 km lang. Das \”Umkristallisationsvolumen\” von rund 2600 km³ müßte demnach einem \”Schlauch\” von rund 1000 km Länge und 2km Durchmesser entsprechen. Vorstellbar?

  • By Paule, 3. Juli 2009 @ 18:40

    Hier habe ich noch etwas Interessantes gefunden, das meinen Vorstellungen entgegenkommt:

    \”Die neuesten Ergebnisse der Tsunamiforschung haben den bisherigen Annahmehorizont wesentlich erweitert. Die Forschung hat eine weitaus größere Erdverwerfung in der Subduction Zone vor Sumatra nach dem Erdbeben am 26.12.2004 festgestellt als bisher vermutet und angenommen wurde. Die dortige Plattentektonik hat auf einer Distanz von ca. 1.000 Km eine senkrecht wirkende Bodenhebung bis etwa 14 Meter Höhe erzeugt, in 4.000 Meter Wassertiefe. Wo vorher flacher Boden war ist nun eine senkrecht aufragende Stufe. Man vermutet dazu Hangrutschungen, obwohl dazu noch weitere Forschungen nötig wären. Immerhin fand man offenbar abgerutschte ältere Felsen von bis 1.500 Meter Länge und erheblicher Dicke nach Sonarmessungen und Einsatz von Tieftauchrobotern. Erstmals konnte man damit die Epizentrumzone am Meeresboden untersuchen, das Ergebnis ist besorgniserregend. Die Tsunami des Erdbebens lief dreimal um die Erde wie man heute weiß, die Erdachse erhielt einen geringen Schlag und die Erdumdrehung beschleunigte sich im Bereich von Sekundenbruchteilen. Die Inselgruppe der Sumatra vorgelagerten Mentawai-Inseln hob sich um ca. 1,4 Meter, Riffe und Lagunen liegen heute trocken.\”
    http://www.s152406166.online.de/007anlass-wellen.html

  • By Paule, 9. Oktober 2009 @ 19:42

    Man beachte auch einmal die Dauer von Erdbeben. Allgemein wird behauptet, daß Edbeben aufgrund von zu hohen Spannungen ausgelöst werden und dadurch die Landschaft/Kruste zerreißt.

    Nun weiß aber jeder, daß wenn ein Material bis zum Zerreißen belastet wird, ist das ein sehr kurzer Vorgang und danach ist das Material entspannt. Eine Schraube bricht daher nicht an zwei Unterschiedlichen Stellen gleichzeitig.

    Nur bei Erdbeben soll diese physikalische Unmöglichkeit funktionieren.

    Das \”Reißen\” kann dabei sogar stundenlang anhalten und dann gibt es sogar Nachrisse, Nachbeben genannt, nachdem und obwohl sich die größte Spannung bereits im Hauptbeben abgebaut hat.

    Auch Rutschungen können keine weiteren Beben auslösen, weil sich hierdurch die Spannungen bereits abgebaut hätten. Das kann man auf jedem Wohnzimmertisch überprüfen.

    Das ist alles an Absurdität kaum mehr zu überbieten.

    Bei dem von mir vorgestelltem Modell, in welchem die Ursache von Erdbeben durch \”Abbröckeln\” der Erdkruste mit Fall des \”Deckenputzes\” in das Gasinnere begründet wird, sieht das dagegen völlig anders aus. Ein Erdbeben könnte dabei stundenlang dauern. Natürlich nicht an einer einzigen Stelle, aber das ganze Beben kann so lange dauern. Hierbei werden außerdem die Ränder des Erdbebengebiets, wo der Putz bereits herunterkam, weiter neu belastet! Dies kann zu weiteren Rissen führen, wo Gas eindringen kann und dann kann es nach einiger Zeit zu weiteren Nachbeben kommen, wenn auch dieser Putz dann abbricht.

    Es gibt aber noch eine andere Möglichkeit der Erdbebenentstehung im Bereich der Kruste. Das sind sogenannte Verwerfungen. Dessen Ursache ist dann nicht ein Abbrechen des Putzes sondern ein mehr oder weniger senkrechter Riß durch die ganze Kruste, der den Umfang eines ganzen Gebietes umfassen kann oder einen großen Teil davon.

    Diese Verwerfung kann auch als weitere Folge eines \”Putzbebens\” auftreten oder auch ohne Putzbeben alleine.

    Ursache einer derartigen Verwerfung, welche auch ein Gebiet mit 100 km Durchmesser und mehr betreffen kann, ist ein Ungleichgewicht zwischen den stützenden Gasdruckkräften unter der Kruste mit dem Gewicht der Kruste.

    Das Ungleichgewicht kann sowohl positiv sein, das ganze abreißende Gebiet geht dann zum Ausgleich nach oben oder es kann negativ sein, was bewirkt, daß das abreißende Gebiet sich senkt (das kann das Atlantisereignis gewesen sein).

    Gleichzeitig passiert bei einem solchen Ereignis noch etwas: Die Unterkante der Kruste taucht in Gasgebiete mit einer anderen Temperatur ein. Beim Absenken bedeutet das, daß es zu Abschmelzungen kommen wird, die Kruste wird also wieder leichter. Wenn die Kruste sich hebt, kommt die Kruste in ein Gebiet niedrigerer Gastemperatur und es wird zu einem Krustenaufbau durch Gaskondensation kommen. Dabei wird die Kruste wieder schwerer.

    Über die Zeit wird es daher zu vielen Änderungen (Bebenereignissen) kommen müssen, bis alles im Gleichgewicht ist und sich alles \”ausgerutscht\” hat.

    Wenn die Erde sich allgemein etwas ausdehnt, stehen die Gebiete unter zusätzlicher Spannung, welche die Verwerfungsrutschungen auslösen können.

    Auch der Mond und die Sonne haben einen Einfluß auf Erdbeben. Hierbei bewirken die Gezeitenkräfte ein dauerndes Durchwalken, Hin- und Herbiegen, der Erdkruste mit der Folge, daß sich \”sanfte\” Risse bilden können, in welche das Gas eindringen kann und weiter bis zu einer erdbebenauslösenden Schwächung wirken kann.

  • By Blub, 5. März 2010 @ 18:45

    Hi ist jemanden aufgefallen, dass Erdbebenzentren sich kurz drauf da entwickeln wo zuvor ne Sonnenfinsternis war, oder besser im Schneidpunkt davon?

    Was mir Kopfzerbrechen macht ist ob es sowas wie reverse Fliehkraft gibt und ob es die Erklärung für Gravitation ist, mein Gyrotwister bekommt dem Anschein nach auch so was wie einen Gewischts zugewinn wenn ich ihn anschmeise, das erfühle ich mit meiner eigenen Hand.

    Ja ja ich weis bin ein alter Zuviel denker

  • By Anne Richter, 23. Juli 2010 @ 20:00

    Zum Fakt Massezuwachs Erde:
    Punkt 1: Diverse Experimente lassen vermuten, dass die Erde stellare Neutrinos in erdeigene umwandelt.
    Punkt 2: Entgegen früherer Annahmen wurde inzwischen bewiesen, dass Neutrinos durchaus eine Masse besitzen (wenn auch eine sehr geringe)
    Punkt 3: Woher kommen die Neutrinos? Seht Euch mal die Formel für die Kernfussion an – Sonne!!!

    D.h. Die Planeten können auch wachsen, ohne das die Sonne wächst.

    Ich würde mir wünschen, dass man Argumente und Gegenargunmente in der Wissenschaft entlich einmal sachlich behandelt werden und aufhört sich Erklärungen aus den Fingern zu saugen. (Damit meine ich beide Seiten – Thesenbefürworter und Gegner)

  • By Alex, 26. Juli 2010 @ 12:09

    Annie, hast Du auch mal nachgerechnet wieviel MAsse durch die Neutrinos in der Erde überhaupt \”hängenbleiben\” kann?
    Vielleicht ist Dir ja aufgefallen daß die Dinger fast keine Wechselwirkung mit normaler Materie (und damit auch der Erde) zeigen. Japp, die Dinger fliegen einfach durch die Erde durch.

    Weiterhin widerspricht es allen anderen Beobachtungen, die im Text auch genannt werden.

    Gruß Alex

  • By Anne Richter, 26. Juli 2010 @ 21:48

    Alex, bitte nachlesen – Neutrinooszillation & Solares Neutrinodefizit, d.h. sie fliegen eben nicht einfach nur durch.

    Und Beobachtungen im Text:
    \”Ihr Durchmesser müsste pro Jahr – unter der Annahme eines konstanten Wachstums – um ganze 3 cm wachsen – das wäre längst aufgefallen.\” – Eher warscheinlich ist ein Durchmesserzuwachs von 2,5 mm pro Jahr. Dann ergeben Berechnungen auch Sinn und die Erde muss nicht als Punkt beginnen ;)

    \”Die Hypothese der expandierenden Erde wurde von den Geologen mit gutem Grund verworfen: Ihre zentralen Thesen stehen im widerspruch zu Beobachtungen in der Natur.\” – Seit wann haben Geologen Kenntnisse in Teilchenphysik???

    u.s.w.

    Wie schon gesagt, man kann alles \”Beweisen\” wenn man nur will – mit Fakten hat das jedoch nichts zu tun.

    Momentan sind eben beide Theorien möglich, jedoch nicht unwiederlegbar zu beweisen. Einer meiner Professoren sagte einmal: \”Mut zur Lücke – es ist keine Schande, wenn man zugibt, dass man etwas noch nicht erklären kann.\” Sollten sich viele Wissenschaflter zu Herzen nehmen.

  • By Anne Richter, 26. Juli 2010 @ 21:50

    fast vergessen – im übrigen laufen zur Zeit diverse Experiment, die die Masse von Neutrinos bestimmen sollen.

    Liebe Grüße Anne

  • By Bynaus, 26. Juli 2010 @ 22:35

    Alex\’ zentraler Punkt war, dass die Masse der Neutrinos sehr gering ist. Selbst wenn ALLE absorbiert würden (was sie nicht werden – es gibt praktisch keinen Unterschied in den Zählraten von Neutrinodetektoren für solare Neutrinos zwischen Tag und Nacht), würde die Masse der Erde nicht merklich zunehmen (selbst wenn man mit der maximal zulässigen Neutrino-Masse arbeitet).

    Und nein, man kann nicht \”alles beweisen, wenn man will\” – aber man kann sich allerlei Unsinn einreden, wenn man die Augen nur fest genug vor den Fakten verschliesst.

    Die 3 cm kommen daher, dass die Erde – gemäss der Hypothese der expandierenden Erde – in 200 Mio Jahren um 6000 km Radius wachsen muss, damit es aufgeht mit dem Auseinanderbrechen von Pangäa. Dass das die Erde 200 Mio Jahre früher (also vor 400 Mio Jahren) zu einem Punkt zusammenschnurren lässt, vergessen wir jetzt mal. Wenn du nun 2.5 mm pro Jahr ansetzt, wächst die Erde eben nicht schnell genug, um das Auseinanderbrechen von Pangäa auf das Wachstum der Erde zurück zu führen (was ja die ursprüngliche Motivation für die Hypothese der expandierenden Erde war).

  • By Anne Richter, 29. Juli 2010 @ 13:40

    \”Als die Expansion von rund 200 Mio Jahren (aus nicht genannten Gründen) begann, bildeten sich Risse, und zwischen den Kontinenten taten sich die Ozeane (und die ozeanische Kruste) auf.\”

    Wie bei allen Theorien gibt es auch in der Erdexpansionstheorie verschiedene Ansätze. Große Unterschiede gibt es in der Wachstumsgeschwindigkeit. Leider wird hier im Text nur auf einen Ansatz eingegangen.

    Ansatz auf den eingegangen wird:
    Erdedurchmesser wuchs in den letzten 200 Mill. Jahren um ca.
    6000 km. Hier wird das \”Alter\” der Ozeanischen Kruste als Grundlage genutzt. Da dieser Ansatz a) rein rechnerisch nicht stimmen kann und b) das Alter der ozeanischen Kruste bisher eher theoretischer Natur ist; kann man ihn wohl getrost als wiederlegt betrachten. Hier gebe ich dem Autor recht.

    Ansatz der nicht betrachtet wurde:
    Hier wird vom Alter der Kontinentalen Kruste ausgegangen. Somit werden plötzlich aus 200 Mill. bis zu 4 Milliarden Jahre. – Und somit aus Zentimetern Millimeter.

    Die im Text aufgezeigten \”Beobachtungen\” wurden gezielt so ausgewählt, dass sie einer Erdexpansion wiedersprechen.
    Z.B. Im Text wird die Subduktion als bewiesene Tatsache hingestell. Tatsächlich ist sie jedoch ein theoretischer Ansatz der den Platzmagel auf der Erde erklärt wird. Wird im übrigen auch im Studium so gelehrt. Es wird also vermutet, dass es Subduktionszonen gibt, konnte jedoch bisher noch nicht bewiesen werden.

    Wie gesagt, bisher sind theoretisch beide Ansätze (Plattentektonik und Erdexpansion) möglich. Beide Ansätze enthalten Belegbare/Beobachtbare/Berechenbare Tatsachen, jedoch auch einen hohen Anteil an Theorien.

    Man kann sich natürlich für einen Ansatz entscheiden und jede nicht belegbare Theorie soweit verdrehen, dass sie in den gewählten Ansatz passt. Der Artikel ist ein gutes Beispiel dafür. Doch ich glaube nicht das man so die Wahrheit herausfinden kann.

  • By Bynaus, 30. Juli 2010 @ 19:16

    Die Subduktion ist keinesfalls \”rein theoretisch\”. Die sogenannte Manteltomographie erlaubt das Kartieren des Erdinneren mit Erdbebenwellen – die Ausbreitung von Erdbebenwellen hängt von der Dichte und Temperatur des Materials ab, das sie durchlaufen. Betrachtet man eine grosse Anzahl Erdbeben, produzieren Regionen höherer oder geringerer Dichte / Temperatur in der Erde klare Signale, ähnlich wie bei der Echolot-Ortung, die dann zu einem 3D-Bild des Erdinneren zusammengesetzt werden können. Damit kann man problemlos und sehr deutlich zeigen, dass an den Subduktionszonen die ozeanische Kruste abtaucht – Erdbebenherde befinden sich dann an den Reibungsflächen dieser abtauchenden Plattenstücke mit dem umgebenden Mantel und überliegenden Platte, was diese Interpretation der Daten weiter stützt. Und nicht zuletzt kann man auch mit Satellitendaten zweifelsfrei zeigen, dass sich die Platten an konvergenten Plattengrenzen tatsächlich aufeinander zubewegen.

    Das Alter der ozeanischen Kruste ist keinesfalls \”eher theoretisch\”. Radiometrische Datierung ist generell sehr zuverlässig. Dazu kommen andere Beobachtungen, wie etwa die Magnetfeldmusterung des Meeresbodens, die exakt zu den Magnetfeldumpolungen passen, die in Oberflächengesteinen aus den letzten 200 Mio Jahren dokumentiert sind.

    Die Erde kann sich auch nicht in 4 Mrd Jahren ausgedehnt haben (btw: warum hat sich dann der Mond, oder die anderen Planeten, nicht ebenso ausgedehnt? Warum hat sich Merkur sogar etwas zusammengezogen (durch Abkühlung)?) – wir wissen heute (dh, das wusste man zur Zeit, in der die expandierende Erde vorgeschlagen wurde, noch nicht), dass es viele Phasen der Ozean-Öffnung und -Schliessung gegeben hat. In den Alpen und anderen Gebirgen, die sich an den Positionen früherer konvergenter Plattengrenzen befinden, begegnet man Stücken alter ozeanischer Kruste, die von der abtauchenden ozeanischen Kruste \”abgeschält\” wurde (sogenannte Ophiolith-Komplexe). Die Kontinentalränder sind voll von kleinen \”Mikrokontinenten\”, die im Verlauf der Jahrmilliarden Stück für Stück an den Kontinentalrand angefügt wurden, jedes Mal durch die Subduktion eines Ozeans (ganz ähnlich werden Japan oder die Philippinen dereinst an den Ostasiatischen Kontinentalrand angefügt werden).

    Die Aussage, die Beobachtungen seien so ausgewählt worden, dass sie die expandierende Erde wiederlegen, ist richtig (das ist ja das Ziel des Artikels: zeigen, was alles gegen die Erdexpansion spricht) – aber die hinter dieser Aussage stehende Haltung ist fehlgeleitet. Das Problem ist, dass es eben gar nichts gibt, was FÜR eine Erdexpansion spricht. Also eine Beobachtung, die man bei einer expandierenden Erde erwaten würde, bei einer statischen mit Plattentektonik aber nicht. Wo immer man nach Beobachtungen sucht, die einem helfen könnten, zwischen beiden Modellen zu unterscheiden, \”gewinnt\” die Plattentektonik.

    All das war damals, als die Idee der expandierenden Erde aufkam, nicht bekannt. Was damals eine völlig vernünftige Hypothese war, ist heute längst durch unzählige Beobachtungen widerlegt. Das ist keine tragische Sache – so läuft das nun mal in der Wissenschaft, nicht alle ursprünglich guten Ideen können richtig sein. Einen offenen Geist zu haben heisst nicht, jeden Unsinn für möglich zu halten, sondern sein Weltbild auf Fakten und Beobachtungen aufzubauen, ungeachtet davon, welches Modell sich am Ende als richtig erweist.

  • By Anne (schonwieder), 4. August 2010 @ 21:49

    @ Bynaus – ersteinmal vielen Dank für die Hinweise. Ich wusste nicht, dass es hier um ein Wettrennen geht (von wegen Sieger?!?)

    (nach eingehender Internetrecherche – für die Fachbibliothek hatte ich leider noch keine Zeit)
    Hier mein Fazit zum Thema Beweise:

    Zu Manteltomographie – Zitat aus geokommision \”Seismische Tomographie erlaubt es, dreidimensionale Strukturen im Erdmantel abzubilden. Hierzu werden die Laufzeiten von seismischen Wellen verglichen, die den Erdmantel in verschiedenen Richtungen durchlaufen haben. Aus diesen Daten kann man Modelle der seismischen Geschwindigkeiten im Erdmantel konstruieren. Strukturen mit hohen seismischen Geschwindigkeiten deuten auf kaltes Material hin, während niedrige seismische Geschwindigkeiten auf heißes, möglicherweise aufsteigendes und vielleicht sogar teilweise geschmolzenes Material hindeuten. …
    Eine der großen Herausforderungen in den kommenden Jahrzehnten wird es daher sein, seismische Daten in Daten über die lokale Zusammensetzung und Temperatur im Erdmantel zu „übersetzen“.\”

    Man beachte die Begriffe \”hindeuten\”, \”möglicherweise\” und \”übersetzen\”. Spannend find ich auch den Teil mit \”großen Herausforderungen in den kommenden Jahrzehnten\”.
    Der Artikel wurde im März 2010 veröffentlicht.

    Zu Ophiolith-Komplexe – Zitat aus Mineralienatlas
    \”Bezeichnung basischer bis ultrabasischer Gesteine, welche die ozeanische Kruste repräsentieren (Annahme).\”

    Man beachte das \”Annahme\” in Klammern! – Steht wirklich so drin ;o)

    Zu Alter des Ozeanbodens:
    Bathymetrie – Vermessung der topographischen Gestalt der Meeresböden.
    Zwischen dem Alter des Ozeanbodens und der Wassertiefe besteht ein empirischer Zusammenhang. Dieser generelle Zusammenhang beruht darauf, dass Ozeanboden an mittelozeanischen Rücken neu gebildet wird
    und mit der Zeit durch Dichtezunahme der abkühlenden ozeanischen Kruste an bestimmten Grenzen der tektonischen Platten immer weiter unter benachbarte Platten abtaucht (Subduktion) und damit von den mittelozeanischen Rücken weggezogen wird.

    Die Berechnung beruht auf einer Statistischen Interpretation. Ich glaub es war Churchill, der sagte \”Trau keiner Statistik, die du nicht selbst gefälscht hast.\”
    (Bitte nicht falsch verstehen.)

    Ich behaupte keineswegs, dass die Plattentektonik falsch ist – Sie ist einfach nur noch nicht bewiesen.

    Im übrigen bin ich froh über die Tatsache, dass in Richtung Plattentektonik noch jede Menge Forschungsbedarf besteht, ansonsten wäre ich arbeitslos ;o)

    Insofern zum Schluss:
    \”Einen offenen Geist zu haben heisst nicht, jeden Unsinn für möglich zu halten, sondern sein Weltbild auf Fakten und Beobachtungen aufzubauen, ungeachtet davon, welches Modell sich am Ende als richtig erweist.\”
    In diesem Satz Stimme ich Dir zu. Doch das Ende liegt in Punkto Erdexpansion vs. Plattentektonik noch in der Zukunft.

    Gruß
    Anne

    P.S. Das mit Merkur werde ich noch recherchieren. (Zu wenig Infos – leider nur ein Artikel gefunden.)

  • By Bynaus, 7. August 2010 @ 01:27

    Wissenschaft ist ein Wettbewerb der Ideen – wie lassen sich die Beobachtungen und Experimente am besten in ein stimmiges Gesamtbild passen? Insofern kann es durchaus \”Sieger\” und \”Verlierer\” geben. Aber kein echter Wissenschaftler weint einer widerlegten Idee eine Träne nach.

    Was du aus deiner Internetrecherche zitierst, stimmt so. Es stimmt aber auch, dass die Daten, die man bisher hat, ein eindeutiges Bild zeigen: an allen Subduktionszonen befinden sich grosse, kalte Plattenteile, die von der heutigen Kruste aus in den Erdmantel abtauchen. Das ist das grobe Bild, das sich schon aus einfachen Beobachtungen ergibt – die \”Herausforderung\” bezieht sich eher auf die Details. Auch was die Ophiolith-Komplexe angeht: Das war bloss ein kleines Beispiel, und ist natürlich der einzige Hinweis auf frühere Ozeane und Grosskontinente. Wenn du das erschöpfend belegt haben willst, dann musst du dich schon selbst engagieren und interessieren – ich kann dir hier im Kommentarstrang keinen Ersatz für ein Geologie-Studium bieten. Wie auch bei dem Alter des Ozeanbodens: es gibt, wie erwähnt, noch andere Dinge, die klar dafür sprechen, dass die Ozeanböden eben so alt sind, wie man annimmt (ich erwähnte das magnetische Streifenmuster).

    In allen drei Fällen gilt: Die Beobachtungen passen gut zu diesen Interpretationen – aber ein Ophiolithkomplex (und viele andere Dinge, die in diesem Artikel zur sprache kamen) spricht eben auch gegen eine expandierende Erde. Und noch immer konntest du mir nichts vorlegen, was FÜR eine expandierende Erde spricht.

    \”Noch nicht bewiesen\” – Es geht in der Wissenschaft nicht/nie darum, etwas zu \”beweisen\”. Man kann lediglich Beobachtungen machen, die nicht zu einer bestimmten Hypothese passen, oder solche, die sie stützen – das ist alles. Die Plattentektonik wird von allen Beobachtungen gestützt, aber genau diese Beobachtungen sprechen auch alle gegen die expandierende Erde (siehe Artikel, siehe die weiteren Beispiele, die ich im Kommentarstrang gebracht habe).

    Die expandierende Erde ist eben das, was ich sie bereits schon im Titel genannt habe: eine gescheiterte Hypothese. Aber es mag durchaus sein, dass es noch einige Jahrzehnte oder Jahrhunderte dauern wird, bis der hinterste und letzte Laie zu seiner eigenen Zufriedenheit die Schritte nachvollzogen hat, die die Geologen und Geophysiker schon vor 50 Jahren gemacht haben.

  • By Henrik Saas, 25. August 2010 @ 09:22

    Hier wird noch auf ein paar Punkte eingegangen, die im Artikel nicht beschrieben sind, wie z.B. die Pangäa-Theorie und das Alter des Meeresbodens. Video auch auf deutsch.
    http://www.esoturio.com/de/weltstruktur/erdexpansion.php

  • By Bynaus, 30. August 2010 @ 13:00

    Die verlinkte Seite strotzt nur so von Fehlern…

    Etwa:
    – Die Kontinente sind keineswegs durchgehend 2 Mrd Jahre und älter.
    – Die \”Gravitation\” einer Pangäa ist vernachlässigbar klein, und würde mit Sicherheit nicht ausreichen, um das Wasser auf der einen Seite der Erde zu konzentrieren.
    – Die Kontinente \”schwimmen\” natürlich nicht im Wasser, sondern auf der Asthenosphäre, einer Zone im Erdinnern. Indien ist gerade ein gutes Beispiel GEGEN die expandierende Erde, da es sich nicht radial vom einem Zentrum weg, sondern von einem Punkt auf der Erdoberfläche zu einem anderen bewegt – so wie man es von einem \”Kontinentbruchstück\” auf einer expandierenden Erde eben gerade NICHT erwarten würde.
    – etc.

  • By fatzvogel, 5. September 2010 @ 11:20

    Was nicht sein kann, darf nicht sein. Wie immer. Nun, ich werde versuchen, das Problem so einfach wie möglich darzulegen, daß es auch alle verstehen. Das LOGISCHSTE ist eine expandierende Erde. Warum? Schon einmal etwas von Fliehkraft gehört? Wir drehen uns mit ca. 1.600km/h und dadurch ergibt sich zwangsläufig ein Ausdehnungseffekt. Hier paßt doch wirklich alles. Der steinerne Mantel der Erde wird von Lavaflüssen durchbrochen, die durch Dehnungsrisse nach Außen gedrückt werden (zwangsläufig-Fliehkraft). Man muß ganz einfach auch einmal von der völlig seltsamen Gravitation abkommen, die erstens einmal durch NICHTS bewiesen ist – kilometerlange Formeln und ein Ende ohne Ende – und Zweitens genau so unlogisch ist, wie eine Plattentektonik. Wir werden von \’ETWAS\’ zu Boden gedrückt (dunkle Materie?), oder sind wir vielleicht MAGNETISCH, oder die Atmosphäre? Die Erde verfügt natürlich über ein Magnetfeld, das allerdings ganz anders funktionieren MUSS, als bisher angenommen. Auch ohne Formeln und wissenschaftliche \’Unterstützung\’ wird völlig klar,daß hier etwas faul ist im Staate Dänemark. Man nimmt heute noch an, daß ein Newton Recht hatte. Man glaubt auch heute noch an eine Relativitätstheorie,die Einstein selbst nicht für ganz voll genommen hat und die ja in der Tat völliger Unsinn ist. So: vielleicht ein wenig von den \’Beweisen\’ wegschauen und beginnen Eins und Eins zusammen zu zählen, denn es ist nicht alles Gold,was glänzt.

  • By Bynaus, 5. September 2010 @ 12:31

    Jaja, die alte Leier. Ich bin es müde geworden, darauf zu antworten und immer wieder die gleiche doofe Diskussion zu führen. Siehe Artikel, siehe Kommentare und Antworten, und wenn das nicht reicht, dann tut es mir leid. Viel Spass mit diesem verqueren Weltbild. :)

  • By Flowing, 13. September 2010 @ 07:54

    @Bynaus

    Ich habe mir eben die gesamte Diskussion durchgelesen. Mir ist dabei aufgefallen, das du so gut wie mit keinem Wort auf die Theorie von Paule eingegangen bist und dich immer wieder auf deinen, doch recht simplen Text, oben bezogen hast, der recht oberflächlich geschrieben wurde. Ich bin zwar nicht unbedingt ein Anhänger der hohlen Erde, allerdings klingt das, was Paule geäußert hat, auch ziemlich logisch. Schon seltsam, wenn man sich immer wieder mit den gleichen Gegenfragen aus der Affäre ziehen will, die längst beantwortet wurden. Bei dir trifft das Zitat \”Wissen ist der größte Reichtum und Ignoranz zeugt von Armut\” – Ali ibn Abi-Talib ganz besonders zu, zumal dein Wissen eigentlich nichts wissenswertes liefert.

  • By Bynaus, 13. September 2010 @ 12:06

    Das Problem mit Paule (oder seinem Modell?) ist eben, dass er sich nicht um Beobachtungsfakten schert. Wir beobachten schlicht keine Erdexpansion, das ist das eine. Aber selbst, wenn wir das ignorieren: seine unterirdischen Gasblasen würden sich durch die Seismik verraten (Dichteunterschiede, welche sich auf die Laufzeiten von Erdbebenwellen auswirken), das habe ich ihm schon ganz am Anfang klarzumachen versucht – er ignoriert das konsequent. Von \”längst beantworteten Fragen\” kann also keine Rede sein.

  • By paule, 24. September 2010 @ 08:32

    Darf ich noch einmal schockieren? Ich machs einfach mal. Die Erde ist im Zentrum recht warm. Wahrscheinlich um die 1 Mio K. Ansonsten kann der Urangehalt, Wasserstoffghehalt und Sauerstoffgehalt in der Kruste nicht erklärt werden.

    Zu deiner alten Frage:

    \”Du weichst aus. Ich möchte gerne von dir hören, zu welchen Zeiten des Phanerozoikums die Erde wie gross war. Sowas wie 500 Ma = 0.5 R, 250 Ma = 1.5 R, etc. Also bitte…\”

    Vor 500 Ma war R ungefähr 0,4 Lj groß. Und vor ca. 5 Ma wahrscheinlich 0,01 R (vielleicht auch nur 10 km, wer weiß das schon?).

    War das Phanerozoikum da auch mit dabei?

    Falls du noch einen Wert haben willst: Vor ca. 12000 Jahren: 1,33 R

    Alle Werte für 1 Erdmasse.

  • By Alex, 24. September 2010 @ 10:14

    Autsch, Paule, das tut ja schon weh.
    Die Temperatur im Erdkern beträgt weniger als 7000 K. Eine Million K, das wäre schon das Niveau eines Roten Zwergs. Rechne uns doch mal vor wie festes Material das bis zur Oberfläche hin isolieren soll – oder auch nur wo derart gewaltige Energie in einem terrestrischen Planeten denn herkommen soll.
    Deine Behauptung \”Ansonsten kann…nicht erklärt werden\” ist denn auch einfach nur so ein Müll, den Du wohl nicht mal argumentativ – geschweige denn durch Simulationen oder Rechnungen – ausführen kannst. Im Gegenteil, wäre die Erde derart viel heißer (wie Du ja schreibst), dann wären solch schwere Elemente wie Uran längst aus der Erdkruste verschwunden und ins Innere gesunken und der Wasserstoff hätte sich sonstwohin verflüchtigt.

    Und anscheinend beherrschst Du nichtmal die gängigen Einheiten – oder Du faselst eh nur noch kompletten Blödsinn ohne auf irgendeinen Sinn zu achten: soso, die Erde soll also 0,4 LICHTJAHRE groß gewesen sein?! Also größer als unser Sonnensystem. Interessant. Bin mal gespannt mit was Du als nächstes kommst.

    Ich tippe mal auf \”Planeten sind nur die Riesenknoddel von den galaktischen Hyperhasen.\”
    Das wirst Du dann raffiniert belegen…etwa \”Die runde Form und der Kohlenstoffgehalt in der Kruste ist gar nicht denkbar ohne daß die Planeten durch einen intergalaktischen After geformt wurden.\”

    Gruß Alex

  • By Bynaus, 24. September 2010 @ 12:31

    0.4 Lichtjahre Radius für die Erde? Ein bisschen Gaga ertrage ich ja, aber irgendwo hörts auf.

  • By paule, 24. September 2010 @ 22:06

    @Bynaus

    Na ja, wenn du eben nach dem Radius der Erdmasse vor 500 Ma fragst, kommt eben so ein Wert heraus. Weil damals die \”Erde\” nur eine etwas größere Wasserstoffwolke war und weit und breit nix zu sehen war. Nicht einmal Staub.

    @Alex
    Zwar weiß ich noch nicht alles \”genau\” und arbeite momentan nur mit Teilmodellen. Weil bereits kleinste Handrechnungen gezeigt haben,daß sich eine genauere Modellerstellung (\”Simulation\”) lohnt.

    Der \”7000 K\”-Schwachsinn ist mir natürlich bekannt. Eine kleine Bierdeckelkopfrechnungrechnung zeigt aber bereits, daß sogar 100000 K unhaltbar sind. Und weil die bereits unhaltbar sind, muß die Temperatur gleich noch weiter nach oben gehen, weil eben bereits 100 kK unbeobachtete Ergebnisse liefern. Die Erde würde augenblicklich explodieren. Und das wollen wir doch wirklich nicht.

    Bei 1 Mio K kommen wir dann in einen \”glaubhaften\” Bereich hinein und bei 2 Mio K wird es noch glaubhafter.

    Die Erde ist von der Wärmeproduktion her gesehen selbststabilisierend und kann aber auch Durchmesserschwingungen aufweisen. 2 ms Tageslängeverkürzung innerhalb von 30 Jahren deuten auf eine Schrumpfung von 74 mm und mehr hin, wenn man den Mondeinfluß auch noch berücksichtigt. Die innere Leistung liegt im Bereich von 1E18 W, kann aber auch um einen Faktor X (~1000) höher gehen, bei \”besonderen\” Umständen. Also nix mit einem lächerlichen Kerzenflammen Georeaktor mit 3-5 TW, wie die neueste \”Wissenschaft\” uns weismachen will. Eher 3-5 Mio TW.

    Man muß sich eben einfach einmal Gedanken darüber machen, was 3 ppm U + etwas Th in der Erdkruste eigentlich bedeuten.
    Vor allem dann, wenn die Erde angeblich 5 Mrd. Jahre alt ist. Diese Gedanken passen leicht auf den Bierdeckel.

    Weitere Gedanken lassen sofort den nächsten Schwachsinn der kosmologischen Geologie erahnen. Alles, was uns beigebracht wurde, strotzt nur so von Absurditäten!

    \”galaktischen Hyperhasen\” ? So etwas kommt bei mir bestimmt nicht vor. Nur der olle Newton.

    Aber das schreibe ich lieber zwischen zwei Buchdeckel.

  • By paule, 24. September 2010 @ 22:35

    Nur noch ein Wort zur Expansionsgeschwindigkeit der Erde im frühen Stadium, als die Kruste anfing zu reißen. Leider liegen mir hierfür keine genauen Daten vor. Wenn ich allerdings eine Variation der Dicke der ozeanischen Kruste von 5-7 km annehme samt halbwegs plausible thermodynamische Daten der Kruste, ergeben sich etwa 15m/a Durchmesservergrößerung. Das erste kontinentale Land müsste dann erstmalig vor rund 400 ka aus dem Meer aufgetaucht sein. Dann konnte die angebliche \”Evolution\” mit Gemüsegarten und fliegenden Affen durchstarten.

    Das ist die zeitliche *Größenordnung*.

  • By Bynaus, 25. September 2010 @ 23:14

    Jajaja. Das hat jetzt dann bald dadaistische Züge… Mal schauen, wie lange ich diesen Unsinn noch toleriere.

  • By heraklit, 26. September 2010 @ 17:06

    Noch vor wenigen Jahren war das Verhalten und die Struktur von Materialien unter hohen Drücken im Erdinneren kaum vorherzusagen, mir ist da aber vor zwei Jahren ein Artikel von Colin W. Glass über ein Programm namens \”Uspex\” über den Weg gelaufen, das die aufwändigen Simulationen ermöglicht, indem es Prinzipien der Evolution nachahmt. Vieleicht wird es alle außer den fanatischten Anhängern von superkomprimierten Gasen oder ähnlich absurden Ideen überzeugen, die sich darauf berufen, dass sich Drücke von hunderttausenden Bar (angeblich?) nicht simulieren lassen.
    Übrigens war er damals Doktorand an der ETH Zürich, vielleicht bist du ihm sogar schon begegnet, Bynaus?

  • By Alex, 27. September 2010 @ 14:09

    Soso, Paule: mittels einer \”Bierdeckelrechnung\”;

    Dann zeig uns doch mal so eine Rechnung, in der Kommentarbox ist schließlich mehr Platz als auf einem Bierdeckel.

    Eigentlich eine Schande daß ich so einen Gehirndurchfall noch kommentiere.

  • By paule, 27. September 2010 @ 19:40

    @Alex

    Mal sehen, welchen Gehirndurchfall du demnächst noch abläßt!

    Bierdeckel:

    Lu=6e23 /mol
    Ezu=(239-207)/4*5MeV (ungefähr). 1 MeV = 1,6e-13 J
    Ezth=(232-207)/4*5MeV
    HWZth=14e9a
    HWZu=4.5e9a
    vH=0,06W/m² Hüllenverlust
    c=mittl. spez. Wärme J/kgK
    AGU=0,239 kg /mol
    AGTh=0,232 kg/mol
    Ku=3,2 ppmGew. Uran in Erdhülle (natürlich auch im Erdinneren)
    Kth=11 ppmGew Thorium in Erdhülle (..)
    mErde=6e24 kg
    Zt=selbst gewählt. z.B. 4,56e9 Jahre
    T=Temperatur

    Passt auf nen Bierdeckel oder auch in nen Kopf:

    T=Lu*((Ezu/AGU*Ku*(EXP(Zt/(Hwzu/LN(2)))-1)+Ezth/AGTh*Kth*(EXP(Zt/(Hwzth/LN(2)))-1))-Zt*vH/mErde)/c

    Auf Deutsch:
    Temperatur = ((Zerfallsenergie von Uran und Thorium innerhalb der betrachteten Zeit) – Hüllenverlust ) / mittl. spez. Wärme

    Wenn du nicht zu dumm gerechnet hast, wird wird eine höhere Temperatur als 7000 K herauskommen! Die 7000 K werden nur von Geoastrologen ausgependelt. Damit es bei diesen Geoastrologen funktioniert, müssen sie nämlich annehmen, daß im Erdinneren eine erheblich geringere U+Th Konzentration vorhanden ist. Aber das Gegenteil ist der Fall! Die \”Nullannahme\” im Erdinneren ist nämlich durch keinen Mechanismus rechtfertigbar. Da müßen die Geoastrologen schon annehmen, daß es nur zu allerletzt noch ein paar Steine mit U+Th vom Himmel auf die Erde herabgeregnet hat.

    Obige Formel beinhalten natürlich noch nicht die aus dem Ergebnis resultierende Konsequenz, nämlich gewaltige Anreicherung der schwersten Elemente im Erdzentrum!
    Natürlich habe ich das schon vollständig durchgerechnet, ausgehend von der Häufigkeit der Elemente in der Erdhülle. Daher weiß ich, wie es \”da unten\” aussieht. Auch ohne geoastrologisches Universalpendel!

    Wetten, daß du dich das Bierdeckelergebnis nicht posten traust?

  • By paule, 27. September 2010 @ 19:46

    In der Formel sind ein paar Klammern bei der Übertragung verschluckt worden, wie ich gerade mit Erschrecken feststelle!

    Ich probiere es nochmal:

    *[ EXP [Zt/ [Hwzu/LN(2) ] ]-1 ]+

  • By Alex, 29. September 2010 @ 15:47

    Lol, sehe ich das richtig daß Du die Wärmeenergie berechnen willst die der Zerfall des gesamten Urans und Thoriums in der Erde produzieren würde?
    Du mußt die produzierte Wärmeenergie über die Zeit integrieren und die Wärme, die davon über die Zeit wiederum abgegeben wird natürlich noch abziehen.

    Mit der Rechnung wie da unten würde jeder Benzinmotor und jeder Mensch auf unglaubliche Temperaturen kommen – Wärme wird natürlich abgestrahlt und es stellt sich ein Temperaturgleichgewicht ein zwischen Abstrahlmenge und Wärmeproduktion, da erstere von letzterer abhängt.

    Ein ganz dummer Fehler also. Und dafür hast Du ganz schön dicke Backen gemacht.

  • By paule, 29. September 2010 @ 22:27

    @Alex

    Nein, das siehst du eben nicht richtig. Ich habe mit der Bierdeckelformel nur berechnet, wieviel Wärme überhaupt freigesetzt wurde, bis die radioaktiven Elemente auf die heutige Konzentration zerfallen sind.

    Die in den Raum abgestrahlte Verlustwärme ist dabei bereits berücksichtigt (das sind die 0,06 W/m² Hüllenverluste)!

    Nun, welche Temperatur traust du dich nun nicht angeben? Erscheint sie dir wohl \”etwas\” zu hoch? Schaffst du es nicht, auf lächerliche 7000 K herunterzukommen?

    Die Formel wurde nur leider sehr verstümmelt übermittelt. Ich nenne einfach einmal die sich ergebenden Werte.
    Je kg Erdmasse mit den angegebenen Anteilen Uran und Thorium in der Erdkruste ergeben sich nach 4,56 Mrd. Jahren:

    Zerfallswärme Uran je kg Erdmasse: 52,4 MJ
    Zerfallswärme Thorium je kg Erdmasse: 36,0 MJ
    Verlustwärme durch die Hülle je kg Erdmasse: 0,73 MJ
    Nettowärme ke kg Erdmasse: 87,6 MJ / kg

    Ein Kilogramm Erdmasse muß sich daher entsprechend diesen 88 MJ erwärmt haben. Wie hoch muß dann die Temperaturerhöhung sein?
    Nach Adam Riese wären dies 88000000 J/kg / cp

    Wie groß schätzt du nun cp ein, lieber Alex?

    Für Luft habe ich einen Wert gefunden. Bei 12000 K und 1 bar, die Luft ist dabei bereits ionisiert, steht als Enthalpie da: 61,8 MJ/kg. Bei 10 bar steht da: 52,0 MJ/kg. Bei noch höheren Drücken wird die Enthalpie noch weiter heruntergehen. Bei diesen 12000 K gibt es bereits keine \”Luft\”-Moleküle mehr. Nur die weitgehend ionisierten Atome. Also O, N , O+, N+ und haufenweise freie Elektronen.

    Vielleicht noch die Werte für 7000 K, 1 bar: 26,1 MJ/kg. Bei 7000 K, 10 bar: 17,5 MJ/kg

    Wie machen sich dann 88 MJ / kg anderer Masse (höheres Atomgewicht) als Luft temperaturmäßig bemerkbar, vielleicht bei noch etwas höheren Drücken als nur 10 bar, lieber Alex?

    Bei 12000 K oder höher existiert kein Feststoff oder Flüssigkeit mehr. Da gibt es nur noch Gas bzw. Plasma, lieber Alex! Die kritische Temperatur von Eisen liegt z.B. unterhalb von 6000 K. Drüber gibt es nur noch Eisengas.

    Und du, Bynaus, wirst nun sicher als Fachgelehrter zeigen können, wo die \”dadaistische Züge\” genau begraben liegen.

  • By heraklit, 30. September 2010 @ 00:00

    Wenn Uran und Thorium tatsächlich im Erdinneren häufiger sind als in der Lithossphäre (oder auch nur nicht bedeutend weniger), wo bleibt der Massendefekt, den ihr Zerfall auslöst?
    Spätestens über einen Zeitraum von Jahrzehnten müsste man ihn messen, oder?

  • By paule, 30. September 2010 @ 01:23

    @heraklit
    Selbst nach Einstein gibt es keinen Massendefekt. Die Gesamtmasse teilt sich nur in verschiedene Teilmassen auf. Eine davon ist z.B. ein Photon. Wenn ein Körper Energie abstrahl und ein anderer Körper nimmt diese Energie auf, verliert der eine Körper eine entsprechende Photonenmasse und der andere nimmt sie auf. In der Summe hat sich die Gesamtmasse nicht geändert.

    Beim rad. Zerfall wird natürlich Helium freigesetzt. Daher enthält Erdgas bis zu 10% Helium!

    Ein weiteres Problem kommt noch hinzu: Die Entmischung in der Gasatmosphäre. Die schwereren Atome werden sich Richtung Erdzentrum anhäufen. Dort werden daher Uran und Thorium gegenüber der Erdkruste noch erheblich stärker konzentriert sein. Uran und Thorium werden daher im Erddurchschnitt gerechnet etwa 30 mal konzentrierter sein, als in der Kruste zu vermuten wäre. Um diesen Faktor muß dann auch die Zerfallswärme nachgebessert werden und auch die innere Temperatur muß noch weit höher als \”gedacht\” ausfallen.

    Es kommt aber noch schlimmer. Die Halbwertszeit ist temperaturabhängig, insbesonders macht sich der Ionisierungsgrad stark bemerkbar. Ist auch klar. Im Extremfall kann sich die Halbwertszeit um mehr als 9 Zehnerpotenzen verkürzen. So werden aus Mrd. Jahren Halbwertszeit gerne auch einmal 2 Minuten. Die Kerne werden umso instabiler, je höher ihr Ionisierungsgrad wird.

    Das bedeutet, daß sogar obige 4,56 Mrd. Jahre höchstens dann stimmen können, wenn bereits alles Uran und Thorium im Inneren zerfallen ist. Dann ist es aber Innen noch heißer als das, was ansonsten abgeschätzt werden könnte.

    Auch der andere Fall, kürzeres Erdalter, schneidet nicht gut ab. Alleine aus dem behaupteten Entstehungsprozess muß man mit einer Anfangsinnentemperatur rechnen, welche schon einmal über einige kK hinausgeht. Um dann die Gasphase zu erreichen, genügt bereits eine nur geringe Temperaturerhöhung infolge des radioaktiven Zerfalls. Sobald man aber diese Gasphase erreicht, tritt eine gewaltige Entmischung auf, welche umso höher ist, je niedriger die Gastemperatur ist. In einem solchen Fall spiegelt die heutige Erdkruste mit 3,2ppm Uran nicht den Erdkern wieder, der dann bei vielleicht gar 10% Urananteil liegt. Man könnte nur noch sagen, die Erdkerntemperatur muß höher als 250000 K liegen, weil ansonsten die Erde schon lange explodiert wäre und das muß ausgeschlossen werden, da wir nachgewiesenermaßen noch leben.

    So errechnet sich z.B. für ein \”biblisches\” Alter von 20000 Jahren ein Urananteil der *Gesamterde* von ca. 42% bei einer Kerntemperatur von nur 275000 K. Alleine deshalb muß also die Erde schon etwas älter sein.

    All dies folgt aus den \”3,2 ppm Uran\” in der heutigen Erdkruste und der temperaturabhängigen Entmischung! Je älter die Erde ist, desto höher müssen auch die Kerntemperaturen sein und desto geringer ist dann der Urangehalt (+ Thorium).

    Die einzige Erklärungsmöglichkeit, um den Gehalt in der Erdkruste so zu belassen, wie eben ist und im Erdinneren keinen Zerfall je gehabt zu haben, also die \”7000 K\” Kerntemperatur, ist eben die recht unplausible Annahme, daß am Ende der Massenanhäufung noch ein paar uranhaltige Brocken heruntergeregnet sind. Nur dann könnte der alleinige Gehalt an U+Th in der Erdkruste plausibel sein. Aber bevor ich eine solche Märchengeschichte glaube, nehme ich lieber eine \”warme\” Erde mit 1 Mio Kerntemperatur an. Oder eben so warm, wie es die Ionisierungsenergie zuläßt.

    Die Seismik: Auch hier gibt es eine Erklärung für die Schallwellengeschwindigkeiten und auch die Geschwindigkeitssprünge. Einerseits ändert sich die Gaszusammensetzung von außen nach Innen. Und auch der Ionisierungsgrad des Gases kann sich innerhalb dieses Weges relativ sprungartig ändern!

    Egal wie, das Zusammenpassen der kontinentalen Kruste auf Hilbergs Globen beweist alleine schon, daß das Erdinnere gasförmig sein muß. Nun mit der Radiaktivität haben wir auch eine passende Energiequelle gefunden. Rein zufällig ergibt sich aus dem Zerfall sogar, daß die Erde hierdurch einmal ca. 1,33 mal größer als heute gewesen sein muß. Genau so groß, wie dies auch die 2000 m unter dem heutigen Meeresspiegel verlaufende Kongorinne anzeigt.

  • By heraklit, 30. September 2010 @ 01:58

    1.) eine oder 2 millionen Kelvin ist zu kalt um einen relativistischen Massenzuwachs bei den Teilchen zu bewirken.
    2.) 10% Uran im Erdkern? Ich glaube, soviel findet man in ganzen Protosternsystemen nicht, die dem entstehenden Sonnensystem entsprechen.
    3.) Uran und Thorium sind sehr große Ionen und kommen mit hohen Oxidationszahlen vor, weshalb sie schwer in die Kristallstrukturen von Mantel und Kern passen,deren Existenz du natürlich abstreitest.
    Ich kann hier nur wiedergeben was ich von anderen gelesen habe, aber bevor ich Märchengeschichten von Gaskammern unter den Kontinenten glaube, bin ich bereit zuzugeben, dass andere möglicherweise mehr wissen als ich.

  • By heraklit, 30. September 2010 @ 02:21

    Gut, die Masse der Erde bleibt wie beobachtet, wenn die Zerfallswärme im Kern bleibt. 1.) ziehe ich zurück.
    Aber ein Kern aus ultraheißem Plasma würde Strahlung mit Maximum im kurzwelligen Gammabereich aussenden.
    Selbst in der sonne dringt diese Energie im Verlauf nur Zehntausender Jahre an die Oberfläche. Die von dir selbst erwähnten 0.06W/m^2 \”Hüllenverluste\” wären unhaltbar wenig.

  • By paule, 30. September 2010 @ 03:02

    Bereits alleine durch die (einfache) Zerfallsrechnung ergibt sich bereits, daß es im Inneren keinerlei \”Kristalle\” oder chemische Verbindungen mehr geben kann. Die Temperaturen sind einfach zu hoch, alles ist gasförmig oder im Plasmazustand.

    Daher kann es auch keinen üblichen Erdkern oder Mantel geben. Natürlich sind 10% Uran \”etwas\” viel. Noch dazu, wenn man das doppelte an Thorium sich dazudenkt.

    Wenn ich hier solche Aussagen mache, entspringen diese einer (noch groben) Simulation, in der sämtliche relevanten Krustenelemente und deren bekannte Häufigkeiten mit eingehen. Ich sehe also, wie sich die atomare Zusammensetzung über den Erdradius verändert. Die Erdkrustenzusammensetzung ist also der eine fixe Ausgangspunkt. Und die freie Variable ist das Erdalter. Das gebe ich einfach vor und sehe dann, was temperaturmäßig und zusammensetzungsmäßig über den Erdradius alles passiert.

    Berücksichtigt ist die sich mit dem Radius verändernde Schwerkraft und die Dichteänderungen. Für jedes Element wird eine zustandsabhängige Skalenhöhe ermittelt, wodurch sich dann die Entmischung bzw. die Aufkonzentration der schweren Elemente im Zentrum ergibt.

    Konvektion berücksichte ich keine. Diese würde wahrscheinlich wegen der Aufkonzentrierung der schweren Elemente Richtung Zentrum auch gar nicht richtig funktionieren. Zumindest bei kurzem Erdalter nicht, da sich hierbei sehr starke Konzentrationsänderungen ergeben, il das Gas \”kalt\” ist und daher die einzelnen Skalenhöhen ebenfalls.

    Aus den lokalen Konzentrationen der radioaktiven Elemente und deren Zerfall ergibt sich dann die entsprechende lokale Temperaturänderung.

    Anhand der Zerfallswärmeleistung sehe ich dann auch die Ausdehnungsgeschwindigkeit, welche man heute beobachten müßte. Die GPS Daten von rund 900 Stationen habe ich auch und kann vergleichen. Allerdings muß ich hierfür erst noch etwas basteln, da es nichts nutzt zu Mitteln, wenn 200 Stationen sich auf ein Gebiet von nur 300 km in den USA verteilen. Ich muß also die Stationen noch flächenmäßig wichten.

    Dann kommt noch ein anderer Gesichtspunkt mit hinzu. Vor rund 10000 Jahren fand eine \”Störung\” statt, welche einiges durcheinandergebracht haben könnte und die Nachwirkungen könnte sich auch heute noch zeigen. Daher muß das, was wir heute sehen, nicht unbedingt die ungestörte Ausdehnung wiederspiegeln. Eine solche Störung, welche die Schrumpfung der Erde um rund 4000 km verursacht hat (Sintflut) udn dabei den Meeresspiegel um 2000 m hat ansteigen lassen (wegen dann kleinerer Erde), ist nicht in ein paar Jahren abgeklungen.

    Anhand der vorläufig grob ausgewählten GPS-Daten \”glaube\” ich 3,2cm Ausdehnung je Jahr zu sehen. Dies würde dann einem ungestörten Modellalter von ca. 130 Mio Jahren entsprechen und auf die ganze Erde bezogen rund 400 fache rad. Elementkonzentration wie in der Kruste entsprechen. Im Kern etwa die 800-fache Konzentration und die Gesamte Zerfallswärmeleistung wäre dann 1,3e18 W. Kerntemp. 2 Mio K (ohne Ionisation).

    Das mittlere Atomgewicht der Elemente der Erde liegt dann bei 33 gegenüber einem in der Kruste von 24.

    Die sich ergebende feste ozeanische Krustendicke (Lithosphäre) liegt bei rund 50 km.

    Nehme ich dagegen nur 13 Mio Jahre an, liegt das mittlere Atomgewicht bei 50 und die mittlere rad. Elementkonzentration bei 2000 über der Kruste. Dafür isses im Kern nur 1,5 Mio K warm und die Kruste nur 15 km dick. Aber die Erde würde sich mit 0,32 m/a ausdehnen, was aber den GPS Daten widerspricht, zumindest wenn man eine ungestörte Erde annimmt.

    Es kommen auch noch andere Aspekte mit bei der Beurteilung mit hinzu. So muß z.B. auch der Temperaturgradient in der Kruste stimmen. Aber auch der kann durch das Sintflutereignis gestört sein.

  • By paule, 30. September 2010 @ 03:25

    \”Aber ein Kern aus ultraheißem Plasma würde Strahlung mit Maximum im kurzwelligen Gammabereich aussenden.
    Selbst in der sonne dringt diese Energie im Verlauf nur Zehntausender Jahre an die Oberfläche. Die von dir selbst erwähnten 0.06W/m^2 \”Hüllenverluste\” wären unhaltbar wenig.\”

    Je nach angenommener Krustenschmelztemperatur und Wärmeleitfähigkeit der Kruste ergibt sich damit bereits die Krustendicke.

    Wenn ich z.B. eine Schmelztemperatur von 1500°C und eine Wärmeleitfähigkeit von 3 W/mK unterstelle, kann die feste Kruste bei 0,06 W/m² nicht dicker als 3W/mK *1500K /.06W/m² = 75000 m sein.

    Zur Strahlung: Natürlich kommt davon etwas an. Aber dazwischen liegt eben viel Plasma, welches eben kaum etwas durchläßt. Bei der Sonne sehen wir auch nicht die 15 Mio K vom Zentrum. Untermittelbar unter der Kruste herrscht eben im Gas gerade die Krustentemperatur. Die Kruste wächst genau so weit in das Gas hinein, bis eben dieser Zustand erreicht ist.

  • By Bynaus, 30. September 2010 @ 13:08

    Erstens: Alle nennenswerten, langlebigen radioaktiven Elemente, nämlich Kalium-40, Uran und Thorium sind in der Kruste konzentriert (hat mit den chemischen Eigenschaften dieser Elemente zu tun, google doch mal nach \”inkompatible Elemente\”). Das sieht man z.B. daran, dass Uran in primitiven Meteoriten (aus denen sich die Planeten gebildet haben) oder in der Photosphäre der Sonne sehr viel geringere Konzentrationen aufweist als in der Erdkruste.

    Zweitens: Der \”Hüllenverlust\” war in der Vergangenheit selbstverständlich grösser, als die Temperatur der Erde noch grösser war, bzw., noch mehr Kalium-40, Uran und Thorium da waren und zerfielen. Die 0.06 W/m^2 sind keine limitierende Grenze, sondern ein freier Parameter. Um ihn (oder die Temperatur im Erdinneren) zu einem bestimmten Zeitpunkt zu berechnen, muss man – wie Alex geschrieben hat – die Wärmefreisetzung an jedem Punkt in der Erdgeschichte betrachten.

    Drittens: Die Temperatur im Erdinneren kann bestimmte Werte nicht überschreiten, anderseits würde das Material dort drin schmelzen, was sich sofort in der Fortpflanzungsgeschwindigkeit von Erdbebenwellen zeigen würde. Gewisse Wellen (die S-Wellen) pflanzen sich nicht in Flüssigkeiten fort – deshalb durchqueren sie auch nicht den äusseren Erdkern. Das Bild, das wir von Erdbebenwellen aus dem Erdinneren rekonstruieren können, bringt man mit \”Plasma\” oder auch nur Gas schlicht und einfach nicht hin.

  • By paule, 30. September 2010 @ 18:34

    @Bynaus
    \”Erstens: Alle nennenswerten, langlebigen radioaktiven Elemente, nämlich Kalium-40, Uran und Thorium sind in der Kruste konzentriert (hat mit den chemischen Eigenschaften dieser Elemente zu tun, google doch mal nach \”inkompatible Elemente\”)\”

    Ich habe gefunden:
    \”Während der fraktionierten Kristallisation von Magma und der Entstehung von Magma durch partielle Schmelze im Erdmantel gehen inkompatible Elemente bevorzugt in die Schmelze ein oder verbleiben in ihr. \”

    Nach der üblichen Entstehungslegende war die Erde erst einmal ein glutflüssiger Magmaball. Beobachtet man z.B. erstarrende Magma stellt man fest, daß die von obenher beginnt. Dort bildet sich eine erste Haut und diese Haut wird dann auch dicker und sinkt nicht in die Schmelze. Wenn nun dein Einwand richtig ist, muß demnach in der Kruste sogar weniger Uran als in der Schmelze zu finden sein! Die Kruste erstarrt viel zu schnell, um überhaupt nennenswert aus dem Erdinneren das noch dazu schwere Uran \”herausholen\” zu können, selbst wenn es ginge! Außerdem, wenn früher noch mehr Uran/Kalium vorhanden war und dies bereits zerfallen ist, bedeutet das nur, daß die Zerfallswärme gar nicht durch die Hülle gekommen wäre und dann ist es Innen noch warm.

    \”Das sieht man z.B. daran, dass Uran in primitiven Meteoriten (aus denen sich die Planeten gebildet haben) oder in der Photosphäre der Sonne sehr viel geringere Konzentrationen aufweist als in der Erdkruste.\”

    Ohne jetzt darauf näher einzugehen (dauert zu lange) sage ich nur, die Meteoriten sind während der Sonnensystementstehung erst entstanden! Dadurch wird auch der geringere U-Gehalt leicht erklärt. Aber bereits mein letzter Einwand war widerlegend! Außerdem, wie ich schon sagte, macht sich eine Innen geringere Konzentration nicht sonderlich auf die Temperatur bemerkbar. Beispiel jeweils 4,5 Mrd. a: 3ppm Uran (+Th) ==> 3,8 MK, 30x. 0,003 ppm Uran(+Th) ==> 1,4 MK, 4000x.
    Es wird bei niedrigerer Radioaktivität in Krustennähe wegen der dann niedereren Temperatur im Zentrum nur höher aufkonzentriert (4000x). Natürlich ist die Gesamtmenge im Zentrum auch niedriger, klar. Aber trotz 1000 fach geringerer Ausgangskonzentration ist die Zentrumskonzentration nur 8 fach geringer! Das ist wegen der kürzeren Skalenhöhe beim Entmischen.

    \”Zweitens: Der \”Hüllenverlust\” war in der Vergangenheit selbstverständlich grösser, als die Temperatur der Erde noch grösser war, bzw., noch mehr Kalium-40, Uran und Thorium da waren und zerfielen. Die 0.06 W/m^2 sind keine limitierende Grenze, sondern ein freier Parameter. Um ihn (oder die Temperatur im Erdinneren) zu einem bestimmten Zeitpunkt zu berechnen, muss man – wie Alex geschrieben hat – die Wärmefreisetzung an jedem Punkt in der Erdgeschichte betrachten.\”

    Die 0,06 W/m² können auch 10 mal größer sein, das ist immer noch Null! Das ist auch kein freier Parameter sondern er resultiert aus der zeitlich sich entwickelnden Krustendicke. Und heute haben wir eben diese 0,06 W/m². Nicht Alex hat geschrieben, daß man jeden Punkt der Wärmefreisetzung auf dem Erdradius über die Zeit betrachten muß sondern ich war das. Und genau dies habe ich auch gemacht! Die momentane Zerfallsleistung beträgt etwa 0,3e-6 W/m³ und daraus würde selbst nach Mrd. Jahren nur ein Wärmefluß von 0,03 W/m² resultieren (100 km Schichtdicke gerechnet). Also muß noch eine zusätzliche Wärmequelle erst einmal dagewesen sein, nämlich das erstarrende Magma mit seiner hohen Temperatur. Also, dein \”Zweitens\” birgt Nichts, was für das Problem irgendwie relevant wäre.

    \”Drittens: Die Temperatur im Erdinneren kann bestimmte Werte nicht überschreiten, anderseits würde das Material dort drin schmelzen, was sich sofort in der Fortpflanzungsgeschwindigkeit von Erdbebenwellen zeigen würde. Gewisse Wellen (die S-Wellen) pflanzen sich nicht in Flüssigkeiten fort – deshalb durchqueren sie auch nicht den äusseren Erdkern. Das Bild, das wir von Erdbebenwellen aus dem Erdinneren rekonstruieren können, bringt man mit \”Plasma\” oder auch nur Gas schlicht und einfach nicht hin.\”

    Hahaha. Es kann nicht sein, weil es nicht sein darf. Ein echt gutes Argument. Die Fortpflanzugsgeschwindigkeiten der Erdbebenwellen habe ich bereits erklärt. Plasma hat eine höhere Fortpflanzungsgeschwindigkeit, es ist erheblich \”steifer\” als ungeladenes Gas! Die Kerne stoßen sich nämlich gewaltig ab. Die Schallgeschwindigkeit geht zunächst mit sqrt(T) hoch. Bei 1000-facher Temperatur, Luft von 300 K gegen 300000 K haben wir schon 10 km/s Schallgeschwindigkeit. Meine Plasmadaten von Luft zeigen, daß sich eine 30 kK Plasma-Luft ähnlich verhält wie eine 300 kK Luft \”ideal\” gerechnet!

    Auch deine S-Welleneinwände taugen nichts. Weil bereits von den Geoastrologen selbst \”bewiesen\” wurde, daß S-Wellen sich zwar nicht durch den Kern fortpflanzen können, aber auf wundersame Weise dahinter doch wieder erscheinen!

    All deine Stellungnahmen sind zudem nicht geeignet, das Zusammenpassen der Kontinente auf einer kleineren Erde erklären zu können. Die Gaserde kann dies jedoch problemlos und sogar noch viel mehr. Mir ist natürlich voll bewußt, daß jeder nomale Geoastrologe die Gaserde scharf zurückweisen wird. Genauso wie er Fakten einfach ignorieren muß. Wenn man sich die Geoastrologie näher ansieht stellt man recht schnell fest, daß die sich von einer Sondererklärung zur anderen hangeln muß. Weil eben die Theorie nicht stimmt. Sie ist einfach absurd. Und aus diesem Grund sind für mich die schönsten seismischen Bilder vom Erdinneren sehr zweifelhaft. Weil ich genau weiß, daß für die Bildproduktion massenhaft Annahmen getroffen werden mußten.

    Wenn man die seismischen Verfahren im Labor überprüft, etwa bei einer Ultraschalldurchstrahlung an einem bekannten Testobjekt welches anschließend aufgeschnitten werden kann udn dessen Material eindeutig bekannt ist, zeigt sich sehr schnell, daß die schönen Erdseismobilder wirklich nur künstlerischer Phantasie entsprungen sein können. Die überprüfbare Realität im Labor zeigt nämlich, daß derartiges anders gar nicht möglich ist.

    So wie die Geoastrologen sich gebährden, sollte es ihnen eigentlich spielend leicht möglich sein, die Pyramiden einschließlich des versteckten Nachttopfes komplett identifizieren zu können. Man braucht doch nur mit dem Hämmerchen an die Pyramide zu klopfen und genau die Signale mit den üblichen geologischen Methoden zu analysieren.

    Warum macht man das nicht? Weil das Ergebnis nachprüfbar wäre!

    Aus diesem Grund versagen auch sämtliche Altersdatierungsmethoden, wenn es sich um ein Objekt bekannten Alters handelt. Nur Objekte mit unbekanntem Alter können exakt altersbestimmt werden!

  • By Bynaus, 30. September 2010 @ 20:32

    paule, deine Beiträge waren schon immer an der Grenze zur Schwachsinnigkeit, aber mittlerweile wird die Selbstgerechtigkeit, Selbstverliebtheit und Ignoranz, mit der du sie vorträgst, echt unerträglich. Du hast keine Ahnung von den einfachsten geologischen Zusammenhängen, kennst die Literatur nicht (weiss z.B. nicht, was in deinem erklären Fachgebiet überhaupt schon alles erforscht und ausprobiert wurde), glaubst aber dennoch, ganz vorne mit grösster Klappe mitreden zu können. Alles, was deine Vorstellungen oder dein oberflächliches Wissen übersteigt oder widerlegt, wurde nach deiner Überzeugung entweder von Schwachköpfen entwickelt oder ist selbstverständlich geradeaus gefälscht. Auf dieser Basis lässt sich nicht diskutieren, und sowas will ich hier nicht mehr lesen – klar? Du bekommst diese Plattform, weil man auch über unkonventionelle Ideen diskutieren soll, aber ich habe keine Lust, mir diese Plattitüden und diese himmelsschreiende Ignoranz eines eingebildeten Experten länger anzuhören. Ich hoffe, ich habe mich jetzt klar genug ausgedrückt.

    Jeder Kommentar von dir, der unsachliche Elemente enthält, wird von mir von nun an sofort gelöscht, unbesehen davon, was du sonst noch darin schreibst. Immer und immer wieder, bis mir der Ton, in dem er geschrieben ist, gefällt. Du lässt mir leider keine andere Wahl.

    \”Wenn nun dein Einwand richtig ist, muß demnach in der Kruste sogar weniger Uran als in der Schmelze zu finden sein!\”

    Die Kruste entspricht nicht \”Bulk Silicate Earth\”, wie du hier vermutest. Die Kruste ist ein chemisches Derivat des Mantels. Das Material der Krustengesteine zeichnet sich dadurch aus, dass es immer wieder aufgeschmolzen wurde, wobei das Uran jedes Mal mitging.

    \”die Meteoriten sind während der Sonnensystementstehung erst entstanden\”

    Natürlich: sie haben sich im \”Urnebel\” gebildet, aus dem auch die Planeten entstanden sind. Ihr Uran haben sie aber von früheren Sterngenerationen geerbt, wie die Sonne auch. Deshalb reflektieren sie (und die Photosphäre der Sonne) die Zusammensetzung des Urnebels, aus dem sich die Erde gebildet hat.

    Die Temperatur der Erde wird nur zu einem Teil von der Radioaktivität definiert. Weitere Teile sind die Restwärme (Akkretionswärme), die Differentiationswärme, die bei der Kernentstehung freigesetzt wurde, die Kristallisationswärme, die bei der andauernden Kristallisation des Kerns freigesetzt wird.

    \”Also, dein \”Zweitens\” birgt Nichts, was für das Problem irgendwie relevant wäre.\”

    Doch – die 0.06 W/m^2 sind eben die Wärme, die die Erde insgesamt aus dem Inneren abstrahlt. Wenn die Zeit der Wärmeleitung / Konvektion klein ist gegenüber der Zerfallszeit und die Abstrahlung zeitlich kontinuierlich ist (was beides mehr oder weniger der Fall ist), spiegelt diese Wärmeabstrahlung gerade die Wärmemenge, welche die Erde gegenwärtig produziert bzw die Wärmemenge, um die die verschiedenen Reservoire abkühlen.

    \”lasma hat eine höhere Fortpflanzungsgeschwindigkeit, es ist erheblich \”steifer\” als ungeladenes Gas!\”

    Klar, darum kann man ja Flammen schütteln und brechen.

    \”aber auf wundersame Weise dahinter doch wieder erscheinen\”

    Wenn du dich ein bisschen eingehender als nur oberflächlich mit Seismik beschäftigen würdest, wüsstest du, dass jede Dichteinhomogenität eine Aufspaltung der Wellen in p- und s-Wellen bewirkt. Eine p-Welle, die in einer flüssigen Schicht auf eine feste Schicht trifft, teilt sich in p- und s-Wellen auf.

    Wie schon erwähnt: es gibt nur ein Bild, das zu all den Erdbebenwellen passt, die weltweit aufgezeichnet werden. In jenem hat die Erde einen dichten Kern, der im äusseren Bereich flüssig ist, und darüber einen vorwiegend festen Mantel. Gasgefüllte (oder von mir aus plasmagefüllte) Blasen findest du nirgends: die müssten sich nämlich als \”Löcher\” zeigen, die weder von p- noch von s-Wellen durchquert werden können.

  • By paule, 30. September 2010 @ 23:47

    @Bynaus

    Du lenkst ab! Dike erdbebenwellen sind vollkommen uninteressant. Erst dann, wenn du das Faktum des Kontinentpuzzles wegerklärt hast, erst dann wären deine Wellchen interessant!

    1. Tatsache ist, daß die Kontinente auf einer kleinen Erde lückenlos zusammenpassen.

    2. Tatsache ist, daß die Krustenzusammensetzung der ozeanischehen und kontinentalen signifakant unterschiedlich sind und beide eine völlig unterschiedliche Physik aufweisen.

    3. Tatsache ist daher, daß diese beiden krustenarten zu einem bestimmten Zeitpunkt nicht gleichzeitig existiert haben können. Die eine war schon da udn die andere gab es noch überhaupt nicht!

    4. 3. beweist damit, daß es \”am Anfang\” nur die dickere Kruste, die kontinentale, gegeben haben kann. Da dazwischen aber nicht nix sein darf, gab es eben dieses Nix am Anfang auch noch nicht. Die Erde war also nur mit der kontinentalen Kruste überspannt udn das geht eben nur dann, wenn die Erde früher kleiner gewesen ist.

    So. Das sind echte Tatsachen, welchen alles andere sich unterzuordnen hat. Solange du diese Tatsachen nicht berücksichtigst bzw. schlüssig ohne expandierende Erde erklären kannst, sind deine Seismikeinwände vollkommen wertlos! Zudem ich die auch mit Gas in der erde erklären kann.

    Du mußt also zeigen, wie es sein kann, daß die kontinentale Kruste so angeordnet werden kann, daß sie ein praktisch nahtloses Puzzle ergibt, *ohne* das die Erde kleiner als heute ist!

    Also dann mal los! Aber argumentiere nicht mit \”Zufälligkeiten\”.

  • By paule, 30. September 2010 @ 23:53

    Weil dein Videolink nicht mehr funktioniert hier, damit du weißt, worum es geht:
    http://www.youtube.com/watch?v=oJfBSc6e7QQ

    Dieses Puzzle sollst du erklären, ohne Erdexpansion!

  • By Bynaus, 1. Oktober 2010 @ 10:31

    Du lenkst ab, paule. Ich habe dir unten deine Fragen beantwortet, doch statt darauf einzugehen gehts jetzt huschhusch weiter (oder zurück, wie man sieht) zu einem anderen Thema. Die stillen Mitleser werden das schon zu werten wissen. Die Analyse der Erdbebenwellen zeigt uns eben ziemlich klar den grundsätzlichen Aufbau der Erde. Wie erwähnt: Dichter Kern, aussen flüssig, darüber fester Mantel. Damit musst du arbeiten, statt Plasma-Luftschlösser
    zu bauen.

    Die Kontinente passen sicher nicht \”lückenlos\” auf einer kleineren Erde zusammen, nicht einmal Europa/Afrika und die Amerikas tun das. Natürlich kann man das ganze irgendwie stauchen und quetschen, damits irgendwie passt (wobei auf all den tollen Animationen der Teil, der zu stauchen ist, stets auf der Rückseite der Animation verborgen wird…), aber dann stimmen z.B. die Gesteine, die nebeneinander zu liegen kommen, nicht überein. Nicht überall, natürlich: zwischen Europa/Afrika und den Amerikas stimmts, und zwischen den Bruchstücken von ehemals Gondwanaland ebenfalls. Aber ausgerechnet überall dort, wo der Aussenrand von Pangäa gelegen haben soll, stimmen die Gesteine nicht überein. Seltsam, was?

    Selbstverständlich haben beide Krustenarten gemeinsam existiert. Wie schon erwähnt, gibt es Kontinentteile, die deutlich jünger sind, als die ältesten Teile der ozeanischen Kruste. Nur die Kratone, die Kerne der Kontinente, sind wirklich deutlich älter. Weiter gibt es – auch das habe ich bereits einmal erwähnt – Ophiolithkomplexe, die nichts anderes sind als extrahierter Ozeanboden. Einige von ihnen sind viel älter als die ozeanische Kruste, die wir kennen.

    Es gibt noch weitere simple Argumente gegen die Stauchung, die in solchen YouTube-Videos gezeigt wird: Der Paläomagnetisus. Magmatische Gesteine \”speichern\” bei der Ablagerung die Ausrichtung des globalen Magnetfeldes. Damit (sagen wir, mit einem grossen Lavastrom) lässt sich die Orientierung der Kontinente zu jedem bestimmten Zeitpunkt rekonstruieren. Wenn die Kontinente wirklich mal so ineinander verschlauft gewesen wären, wie du und deine YouTube-Animationsfreunde behaupten, würde man das in den Gesteinen ablesen können. Wenn also z.B. Sibirien einst längsseitig an die Westküste Amerikas geschmiegt gewesen wäre, müssten die Gesteine jener Zeit das Magnetfeld so gespeichert haben, dass es heute, nach der \”Drehung\” Sibiriens, scheinbar in Ost-West-Richtung zeigt, zur gleichen Zeit, in der es in Amerika in Nord-Süd-Richtung zeigt. Das ist nicht der Fall: die Rekonstruktion der Ausrichtungslage der Kontinente lässt eine Komprimation auf eine kleinere Erde schlicht nicht zu. Du argumentierst wie ein Geologe vor hundert Jahren, oder wie einer, der die Entwicklung der letzten hundert Jahre komplett verpasst hat (oder ignoriert…). Deshalb heisst es im Titel ja: Die gescheiterte Hypothese. Die expandierende Erde war eine gute Idee, als sie erstmals aufgebracht wurde. Mittlerweile ist unser Wissen aber derart gewachsen, dass sie nicht mehr mit den Beobachtungen verträglich ist.

  • By Bynaus, 1. Oktober 2010 @ 17:02

    @paule: Der Ton deines letzten Beitrages hat mir nicht gefallen: er war mir nicht sachlich genug. Zurück an den Absender, du darfst es gerne nochmals versuchen. Nochmals die Regeln, damit wir uns richtig verstehen:

    1) Faktenorientierte Diskussion, keine Ausschweifungen.
    2) Du bearbeitest meine Antworten, die ich dir gegeben habe, ohne etwas zu ignorieren.
    3) Du siehst von Diffamierungen ab.

    Schwierig, ich weiss. Aber ich bin nicht mehr bereit, jeden Unsinn, der vor dir kommt, hier stehen zu lassen.

  • By Bynaus, 1. Oktober 2010 @ 18:06

    @paule: ein weiterer Versuch wird nötig sein. Ich meine nicht kosmetische, oberflächliche Änderungen, sondern Grundsätzliches. Erst wenn der Beitrag den im letzten Kommentar von mir genannten drei Regeln genügt, werde ich ihn stehen lassen. Egal, welche verqueren Ideen du diesemal darin vertrittst – denn es geht mir nicht um die Ideen, sondern um den Ton und die Stossrichtung deines Beitrages.

  • By alex, 1. Oktober 2010 @ 18:24

    Als zugegeben relativ unwissender Physikstudent habe ich die letzten Kommentare von Paule und Bynaus gelesen und bin erstaunt. Da stellt doch Paule einen Gedabken auf, der durchaus seine Gerechtfertigung zu haben scheint. Meiner Meinung nach hat er sehr sachlich argumentiert, sieht man mal von dem einen etwas provokanten Satz am Ende ab:

    \”Auf dein Magnetismusargument und andere Argumente pfeife ich sogar.\”

    Und dann lese ich die Antwort darauf von Byanus:

    \”@paule: Der Ton deines letzten Beitrages hat mir nicht gefallen: er war mir nicht sachlich genug. Zurück an den Absender, du darfst es gerne nochmals versuchen. Nochmals die Regeln, damit wir uns richtig verstehen:

    1) Faktenorientierte Diskussion, keine Ausschweifungen.
    2) Du bearbeitest meine Antworten, die ich dir gegeben habe, ohne etwas zu ignorieren.
    3) Du siehst von Diffamierungen ab.

    Schwierig, ich weiss. Aber ich bin nicht mehr bereit, jeden Unsinn, der vor dir kommt, hier stehen zu lassen.\”

    Wenn ich das richtig sehe:
    -> Paule hat Byanus zitiert und darauf argumentativ geantwortet.
    -> Paule ist sachlich geblieben

    Und dafür wird sein ganzes Werk mit all der Arbeit die er hinein gesteckt hat gelöscht? Das ist weder wissenschaftlich noch fair, tut mir leid. Ich bin gerade relativ entsetzt, denn ich kann in Paules Text wirklich keine böse Absicht erkennen.

    PS: Ein bisschen Ahnung hab ich auch. Vor 2 Wochen hatte ich meine Geophysik Diplomprüfung (1,0). Aber selbst wenn Paules Argumente völlig aus der Luft gegriffen wären, geht es einfach gar nicht seinen Text einfach zu löschen!

  • By alex nochmal, 1. Oktober 2010 @ 18:26

    Das GIBT ES NICHT! Paules Text wurde schon wieder gelöscht? Von dir Byanus? Das ist unverschämt!

  • By alex, 1. Oktober 2010 @ 18:29

    sorry, byNAus. sollte keine beleidigung sein

  • By heraklit, 1. Oktober 2010 @ 18:43

    Also Paule, du gehst davon aus, dass das System Erde (der Plasmaball) auf die Erhöhung seiner Energie mit einer Volumenvergrößerung reagiert. Nur, damit sich eine Kruste mit den uns bekannten Temperaturen ergibt, muss das Plasma schließlich abkühlen, d.h seine Wärmeenergie muss abgestrahlt werden. Einen \”Massendefekt\” in diesen strengen Sinne gibt es weiterhin nicht, aber das E in E=mc^2 entweicht zum (großen) Teil in den Weltraum ( von Partikelausbrüchen gar nicht zu reden. Also muss die gemessene Erdmasse doch abnehmen,oder?

  • By paule, 1. Oktober 2010 @ 20:36

    @Heraklit

    Das \”mc²\” als Masseverlust dürfen wir ruhig vergessen. Aber der \”Plasmaball\” (das kommt nun auf den Entstehungsmechanismus und die Radioaktivität an) wird eben nicht bzw. kaum abkühlen, da in der Planetenatmosphäre vom Zentrum angefangen bis nach außen hin die Temperatur abnimmt. Das sehen wir auch in der Luftatmoshäre, welche rund 10 K je km abnehmen würde, wenn es keine Turbulenzen gäbe. Mit dem \”Wetter\” sind es dann nur 6 K/km. Selbiges sehen wir auch bei der Venusatmoshäre, welche oben kalt ist und sogar Wolken bildet und am Boden aber rund 500°C warm ist.

    Würde sich die Erdatmoshäre in die Tiefe weiter fortsetzen, hätten wir in 100km Tiefe eben rund 1000°C. Alleine durch die adiabate Schichtung. Der Zusammenhang ist sogar sehr einfach: dT/dH = g/cp. Damit kann man sehr leicht die Temperatur auch bei wechselnder Gravitationsfeldstärke und wechselndem cp aufintegrieren.

    All das bedeutet dann, daß es bei einer anfänglichen \”Vollgaserde\” irgendwo zu einer Krustenkondensation kommen muß, wo eben die Temperatur entsprechend niedrig ist: Weiter draußen. Dann regnet es eben \”Sand\” oder Gesteine vom Himmel. Diese bleiben dann dort liegen, wo die Gasdichte mit der Gesteinsdichte identisch ist. Das Gestein schwimmt also im Gas. Was dann weiter passiert, ist nur eine Frage der Temperatur und eben auch der Gaszusammensetzung und der lokalen Dichte.

    Oben gibt es dann statt Regewolken Gesteinswolken, aus denen heißes Gestein herunterregnet. Später, wenn das Gas überhalb der nun noch flüssigen Krustenpfütze keinen Gesteinsdampf mehr enthält und der Himmel klar ist, beginnt diese Pfützenschale von außen her gesehen zu erstarren. Da vorher dieses Krustenmaterial in einer Gasschicht gleicher Dichte schwamm, ändert sich bei diesem Erstarren gar nichts. Diese erstarrende Schale ist also im Prinzip völlig kräftefrei.

    Daran ändert sich auch nichts Wesentliches, wenn die Temperatur oberhalb der Schale weiter absinkt und es das Regnen anfängt und sich ein 9 km tiefes Meer bildet. Das Gewicht oberhalb der Kruste hat sich nämlich nicht geändert (bis auf die kleine g-Änderung infolger tieferer Massenlage).

    Diese Schale verhindert aber auch Wärmeverluste von Innen nach außen bzw. werden die sehr klein. Nur die Erstarrungswärme der Schale wird nach draußen abgestrahlt.

    Bis zu diesem Punkt ist noch alles kräftefrei. Wir sehen eine Erde mit weltumspandem Mehr. Darunter eine Kruste, welche oben bereits fest ist und darunter noch geschmolzen ist und unterhalb der flüssigen noch geschmolzenen Schale ist dann Gas. Die Schmelze wird im Lauf der Zeit zu einer immer dicker werdenden festen Kruste erstarren.

    Während dieses Vorganges kann sich jedoch im Erdinneren bereits die Zerfallswärme bemerkbar machen. Sie wird bewirken, daß das Gasdruck im Inneren ansteigt udn dann kommt der Punkt, wo eben die bereits festgewordene Kruste (das ist dann die kontinentale Kruste) aufreißt. Was passiert dann? Zunächst wird ein Teil der noch flüssigen Krustenschicht durch den Riß nach oben steigen und dabei durch das darüberliegende Wasser abgekühlt werden. Diese Magmaflüssigkeit erstarrt also von der Oberfläche her gesehen recht schnell. Die Erstarrungsgeschwindigkeit wird dann nur durch die bereits erstarrte Krustendicke und deren Wärmeleitfähigkeit begrenzt. Oberhalb kann das Wasser nämlich alle Wärme sehr leicht durch Konvektion aufnehmen und nach außen in den Raum abstrahlen.

    Nun können wir weiter beobachten. Der innere Gasdruck steigt also weiter an bzw. das innere Gasvolumen dehnt sich aus. Das bedeutet nun, wenn es zu diesem Zeitpunkt noch Schmelze gibt, wird die ins Gas fallen. Weil die innere Gasdichte am inneren Krustenrand nun nicht mehr identisch mit der Schmelzendichte sein wird. Je nach Temperaturzustand in der äquivalenten Gasdichte wird diese Schmelze einen Horizont bilden können, an welchem z.B. auch seismische Änderungen beobachtbar sein können.

    Es entsteht also ein Zwischenraum zwischen Schmelzenoberfläche und fester Erdkrustenunterfläche, der mit Gas gefüllt ist. Dazwischen gibt es dann auch \”Regen\” und \”Wetter\”. Manchmal hagelt es auch oder es können Krustenstücke abbrechen (Erdbeben).

    Zunächst expandiert aber die Erde noch weiter, es entsteht neue ozeanische Kruste. Diese kann sowohl durch die untere Schmelze gebildet werden oder auch durch aufsteigendes gesteinsbildendes Gas, welches dann ebenfalls abgekühlt wird und erstarrt. Jedenfalls der kondensierbare Anteil.
    Ich will nun alles nicht bis ins letzte Detail beschreiben, ist zu umfangreich. Außerdem wird das sowieso wieder gelöscht werden und den Rest kann man sich schon selbst zusammenreimen.

    @Alex

    Vielen Dank. Aber eine kleine Korrektur möchte ich noch anmerken, zu dem \”provokanten\” Satz. Den hast Du leider nicht im gesamten Sinn zitiert. Ich mache das mal, weil dann sogar das Provokante gar nicht mehr so provokant erscheint:

    \”Auf dein Magnetismusargument und andere Argumente pfeife ich sogar. Ich kann das nämlich auch erklären! Aber das kommt erst dann, wenn die Tatsache der expandieren Erde \”anerkannt\” ist. Dann können wir uns um weitere Details unterhalten.\”

    Für:
    \”Das ist weder wissenschaftlich noch fair, tut mir leid. Ich bin gerade relativ entsetzt, denn ich kann in Paules Text wirklich keine böse Absicht erkennen.\”

    danke ich Dir! Dein \”Ein bisschen Ahnung hab ich auch. Vor 2 Wochen hatte ich meine Geophysik Diplomprüfung (1,0)\”. weist Dich sogar als angehenden Physiker aus, was Deinen Worten noch mehr Gewicht gibt. Vor allem mit der aalglatten Eins in Geophysik :)

    Besonders, nachdem Du vorher solche Äußerungen schriebst:
    \”Eigentlich eine Schande daß ich so einen Gehirndurchfall noch kommentiere.\”

  • By heraklit, 1. Oktober 2010 @ 22:44

    Hm.. dann erkläre mir, wieso die Sonne und rote Zwerge KEINE
    feste Hülle haben.

  • By paule, 1. Oktober 2010 @ 23:41

    @Heraklit
    \”Hm.. dann erkläre mir, wieso die Sonne und rote Zwerge KEINE feste Hülle haben.\”

    Die Sonne hat deshalb keine feste Hülle, weil es dort wahrscheinlich (!) einfach zu wenige \”feste\” Elemente gibt, welche eine feste Hülle bilden könnten. Die Sonne besteht derzeitig aus rund 75%H und der Rest ist weitgehend He. Ähnlich wird es sich mit den Gasplaneten verhalten, welche eben zu 80-96% H bestehen und über C gar nicht hinausgekommen sind. Ganz anders bei den festen Planeten. Weil die bei der Planetenbildung durchreagiert haben und dies eben konnten, weil deren lokale Rotationsgeschwindigkeit im Gegensatz zu den Gasplaneten genügend gering war.

    Die Erde ist genauso wie alle anderen Planeten und die Sonne aus eine H-Wolke entstanden (das stimmt aber nur ungefähr, in Wirklichkeit war da noch etwas anderes) und hat beim Wolkenkollaps dank des lokal niedrigen Drehimpulses fusionieren können, wobei sämtliche Elemente bis zum Uran innerhalb von Sekundenbruchteilen gebildet waren. Der niedrige Drehimipuls war deshalb notwendig, damit die Dichte genügend hoch werden konnte, sodaß es zu einer totalen Reaktion hat kommen können.

    Wo der Drehimpuls zu hoch war, gelang eben nicht die hohe Verdichtung und deshalb gab es hauptsächlich nur H + He oder eben nur H. Die Zusammensetzung der Planeten ist aus diesem Grund daher unterschiedlich. Bei dieser Gelegenheit wurden auch die ganzen Meteoriten samt der Oortschen Wolke gebildet. Beim Durchreagieren explodierte nämlich die Erde und das, was dabei nicht auf Fluchtgeschwindigkeit abgebremst war, blieb zurück. Das ist dann unsere Erde oder der Mars geworden. Der Teil, welcher massenmäßig gerade oberhalb unserer Erdoberfläche noch weggeschleudert wurde, wurde eben auf \”Meteoritentempo\” beschleunigt oder bildete die Oortsche Wolke. Und das, was noch etwas oberhalb der Planetenoberfläche gebildet wurde, verließ das Sonnensystem.

    Deshalb ist die Oortsche Wolke auch kugelschalig und liegt eben nicht in Bahnebene der Erde.

    Ursprünglich beinhaltete die H-Wolke, aus der das Sonnensystem entstand, vielleicht die 1000 fache Masse, welche dann einfach wegexplodiert ist. Die größten Explosionszentren waren die dichten, festen Planeten.

    Auch heute noch sehen wir nahezu täglich die Entstehung von solchen Planetensystemen. Jedenfalls wenn wir gerade einmal hinsehen. Das sind die Gammabursts.

    Damit ist wohl auch sonnenklar, weshalb die Sonne nur einen geringen Drehimpuls besitzt. Man weiß es nämlich bis heute nicht! Es ist ein ungelöstes Rätsel der Astrophysik. Bynaus kann das jetzt bestimmt erklären.

  • By paule, 2. Oktober 2010 @ 01:29

    @Heraklit
    \”Hm.. dann erkläre mir, wieso die Sonne und rote Zwerge KEINE feste Hülle haben.\”

    Außerdem tritt dann automatisch noch §2 in Aktion. Der besagt, daß sich die schwereren Elemente entmischen werden und Richtung Zentrum konzentrieren. Und dort ist es dann zu heiß für eine krustenbildende Kondensation.

  • By Bynaus, 2. Oktober 2010 @ 19:36

    @Alex: Eigentlich will ich hier keine Beiträge löschen. Paule speichert seine Beiträge offenbar, es geht also keine Arbeit verloren.

    Mir ist es im Prinzip egal, was hier kommentiert wird oder welche Meinungen vertreten werden. Deswegen würde ich niemals einen Beitrag löschen. Wie man bei den allermeisten Artikeln sieht: Ich bin interessiert an einer Diskussion, an einer kritischen Auseinandersetzung. Aber es ist mir wichtig, dass ein gewisses Niveau im Umgang gewahrt wird.

    Ich bin es aber schlicht und einfach satt, paule hier ausführlich zu antworten und von ihm dann ignoriert zu werden. Ich zeige ihm Informationen und Konzepte auf, die er noch nie gehört hat, und er wischt sie weg, ohne sich ernsthaft mit ihnen zu beschäftigen. Ich bin es satt, andauernd beleidigt und als Vollidiot hingestellt zu werden.

    Die letzten Beiträge von paule (zwischen ihm und dir, bzw. heraklit) waren wieder in Ordnung, tonmässig zumindest, und darauf – wie oben erwähnt – kommt es mir an. Hoffen wir, dass das so bleibt.

  • By heraklit, 2. Oktober 2010 @ 22:24

    Eine Diskussion Paules speziellen Sternentstehungsmodell erübrigt sich also. Hatte mich interessiert, wie weit man ins Absurde vorstoßen kann, aber das wird schneller langweilig, als ich dachte.

  • By paule, 3. Oktober 2010 @ 01:57

    Da ich davon ausgehe, daß die in der Kruste vorfindbare atomaren Zusammensetzung ein Ergebnis eines Entmischungsprozesses ist, bei welchem die schweren Elemente in der Kruste abgereichert sind, hier für einige Erdalter die damit berechneten Zusammensetzungen im Erdzentrum und über das Erdmittel.

    Berücksichtigt wurden 19 Elemente. Nicht alle werden gezeigt (wegen Platz). In der ersten Spalte ist das Atomgewicht des jeweiligen Elements. In der 2. Spalte ist die heutige Zusammensetzung in Gew. Preozent innerhalb der zugänglichen Erdkruste bis 16 km Tiefe zu sehen. Dies ist immer die Ausgangssituation.

    In der 3. Spalte ist dann die Elementkonzentration in Gew. Prozent im Erdzentrum zu sehen und in der 4. Spalte der Aufkonzentrierungsfaktor gegenüber der Erdkrustenzusamensetzung.

    In der 5. und 6. Spalte dasselbe für die gesamte Elementmassenverteilung in ganzen Erde.

    Von dieser einzigen Krustenzusammensetzung ausgehend wurden dann die sich ergebenden Elementverteilungen berechnet, für verschiedene Erdaltersannahmen von 4.56 Mrd. Jahren bis in ein \”biblisches\” Alter von 45600 Jahren herab, jeweils in einer Zehnerpotenz kleiner.

    Dazu wurde die Temperatur ermittelt, welche sich auf jedem Radius ergibt, wenn die dortige Elementkonzentration insbesonders der radioaktiven Substanzen ihre Zerfallswärme in dieser Schicht für die Dauer des jeweilig angenommenen Erdalters freigesetzt hat.

    Desweiteren wurde die sich bei dieser sich ergebenden Temperatur ergebende Entmischungsskalenhöhe für jedes einzelne Element bestimmt und für den nächsten berechneten Radius die neue sich ergebende Elementkonzentration angenommen.

    Die so bestimmte Entmischung ändert sich daher sowohl mit dem Radius als auch mit der jeweiligen Temperatur. Die Berechnung startet jeweils von der Kruste aus. Berücksichtigt ist auch die jeweilige Gravitation und die Dichte auf einem Radius.

    Neben dieser atomaren Zusammensetzung resultiert daraus auch eine Temperatur im Zentrum und im Erdmittel. Desweiteren ist die jeweilige Zerfallsleistung in Millionen Terawatt angegeben.

    Die einzige Annahme für die Berechnung war nur, daß wegen der Zerfallswärme alleine bei der heutigen Krustenkonzentration sich im Inneren ein gasförmiger Zustand ergeben muß, welcher die Entmischung/Aufkonzentration ermöglicht. Selbst die gängigen \”Theorien\” setuen eine derartige Entmischung bereits voraus! Daher wird \”vermutet\” daß im Erdkern sich ein schwerer Eisen/Nickelkern befinden muß. Zudem wegen des Massenträgheitsmomentes der Erde eine Dichtezunahme Richtung Zentrum sowieso angenommen werden muß.Alleine aus diesem Grund muß natürlich auch Uran und Thorium sogar sehr stark im Erdzentrum angereichert sein! Eisen = 56, Blei = 207, Thorium = 232, Uran = 239.

    Bei allen Berechnungen sind natürlich gleiche Erdmasse + Trägheitsmoment unterstellt. Man bedenke auch, daß es bei den resultierenden Temperaturen keine chemischen Verbindungen mehr geben kann! Nur atomares Gas bzw. Teilplasma.

    4560 Ma
    s13.directupload.net/file/d/2300/xwdsmmt5_png.htm

    456 Ma
    s1.directupload.net/file/d/2300/r9nv3ryg_png.htm

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    0,0456 Ma
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  • By Bynaus, 3. Oktober 2010 @ 11:02

    Auf der Ebene der einzelnen Atome spielen elektromagnetische Kräfte, dh, chemische Eigenschaften, eine viel wichtigere Rolle als Dichteunterschiede. Bedenke z.B. den Begriff der \”Lösung\” von Salzen in Flüssigkeiten. So lange die (leichtere) Flüssigkeit eine bestimmte Temperatur wahrt, wird es nie zur Ausfällung der (schwereren) Salze kommen, selbst wenn man beliebig lang wartet. Zudem ist das Erdinnere keine Flüssigkeit, sondern hauptsächlich fest (mit Ausnahme des äusseren Kerns).

    Da die chemischen Eigenschaften eine Rolle spielen, folgen Elemente chemischen Gradienten. Uran ist ein gutes Beispiel: Wie schon erwähnt, ist es inkompatibel, dh, es geht bevorzugt in eine Schmelze. Da die (kontinentale) Kruste ein vielstufiges Derivat von Mantelmatieral ist, reichert sich das Uran dort an, denn es wird in jeder Separationsstufe weiter nach oben getrieben, bis es am Schluss mit der Schmelze in der Nähe der Erdoberfläche (oder darauf) auskristallisiert.

    Man teilt die Elemente gemäss ihren chemischen Eigenschaften in \”siderophil\” (Eisen-liebend), \”lithophil\” (Silikate-liebend) und weitere derartige Klassen ein. So sieht man z.B., dass Eisenmeteoriten, die man aufgrund verschiedenster Argumente als Fragemente von Eisenkernen grösserer Asteroiden betrachtet, nur siderophile Elemente enthalten – und praktisch kein einziges Atom Uran! Achondrite, \”Steinmeteoriten\”, die Mantel oder Krustenmaterial enthalten, sind an lithophilen Elementen an-. und an siderophilen abgereichert, genau wie die Erdkruste.

  • By heraklit, 3. Oktober 2010 @ 14:04

    Na ja,weil Paule auch nicht an die spezielle Relativität glaubt, haben in seinem Universum Elemente mit hoher Kernladungszahl (wie Uran) auch andere chemische Eigenschaften
    Stichworte: Massen-Geschwindigkeitskontraktion bzw. ihr Fehlen, Kontraktion der s- und Expansion der p-Orbitale

  • By paule, 3. Oktober 2010 @ 17:07

    Die chemischen Eigenschaften spielen gar keine Rolle mehr, da die Temperaturen sehr schnell auf verbindungsspaltende Werte hochgehen!

    Lediglich unterhalb der Kruste, wo das Gas noch kühl ist, gibt es Verbindungen.

    Selbst bei normaler Luft gibt es bei 12000 K keine Moleküle mehr! Kein O2, N2, NO. Alles ist atomar zerlegt.

    Daher sind die normalen chemischen Argumente, wie in Flüssigkeiten oder Lösungen, bedeutungslos. Selbst wenn der Bildungsprozess der Erde aus Steinchen bestanden hätte, wäre deren Energieeintrag so hoch gewesen, daß die Erde im Inneren noch sehr hohe Temperaturen gehabt hätte, als die erste Kruste erstarrte. Mit dem Erstarren der Kruste wird aber sehr schnell mit zunehmender Krustendicke der Wärmeverlust unterbunden.

    Selbst eine nur 15 m dicke Kruste, gebildet innerhalb eines Jahres, hätte deren Oberflächentemperatur schon auf angenehme 0°C (ohne Sonne) absinken lassen und damit den Wärmeverlust vergleichsweise bereits genullt. Außerdem wissen wir bereits, daß es zu einer Entmischung gekommen sein muß, da der Erdkern als \”schwer\” angenommen wird. Und die Kruste ist eben mit 2,7g/cm³ \”leicht\” und das Erdmittel liegt bei 5,5g/cm³.

    Das sind unbestrittene Tatsachen!

    Weitere Tatsachen sind, daß die \”Urananreicherung in der Kruste\” alleine schon deshalb ein Witz ist, da solche Prozesse über Diffusion funktionieren und Diffusion in einer Flüssigkeit über zehn Meter oder gar 1000 km ein \”ewiger\” Prozeß ist.

    Auch das Argument, es gäbe ja noch Konvektion, kann nicht ziehen! Weil hierzu Wärmeentwicklung nötig wäre, welche aber nur durch die schweren radioaktiven Elemente geliefert werden könnten, welche man gerne wegdiskutieren möchte!

    Zudem ist bereits bei der \”15 Meter\” Kruste die Konvektionsleistung auf potentiell 300 W/m² beschränkt und bei einer 1 km dicken Kruste bereits auf 5 W/m². Die zugehörigen Masseströme und Konvektionsgeschwindigkeiten, welche dann das Uran in seiner Gesamtheit entgegen seiner hohen Dichte in die Erdkruste eingelagert haben sollen und das Erdinnere Uranfrei gemacht haben sollen, kann sich jeder selbst ausrechnen.

    Ich hatte zudem bereits gesagt, daß selbst bei einem tausendstel des U-Th-Gehaltes im Erdinneren ( 0,003 ppm U) nichts nennenswertes an den hohen Temperaturen im Zentrumsbereich ändern würden!

    Hier die Situation mit nur 0,003ppm U und 0,011ppm Th in der Kruste bei 4,56 Mrd. Jahren. Ergebnis: 1,38 Mio K im Zentrum!
    Man beachte den hohen Aufkonzentrationsfaktor im Zentrum gegenüber der 3ppm-Version. Das ist Folge der geringeren Temperatur!

    Selbst unter diesen Extremumständen ist das Erdinnere immer noch gasförmig! Die auf die Erdoberfläche bezogene Zerfallswärmeleistung von 0,25 W/m² ( 11000 TW )übersteigt den gemessenen Verlust durch die Kruste von 0,06W/m² immer noch um ein Vielfaches!

    s5.directupload.net/file/d/2301/8dddpopw_png.htm

  • By heraklit, 3. Oktober 2010 @ 17:20

    Auch zwischen Radikalen sind London-Kräfte, Ladungsanziehung etc. größer als die Gravitation…

  • By paule, 3. Oktober 2010 @ 17:50

    @heraklit

    selbst wenn du die Farbladungen noch mit ins Spielfeld wirfst, taugt der Ball nichts, wenn du nicht entsprechende Erklärungen dazu abgibst! Da kannst du gleich auch \”Seismik\” rufen!!!

    Argumentationslos zu Argumentieren ist kein Argument. Offensichtliche Tatsache ist, daß die Zerfallswärme in jedem Fall so hoch ist, daß immer nur ein gasförmiger Zustand erreicht werden kann. Weil die Hüllenverluste zu gering sind.

    Dies hatten wir schon bei den \”normalen\” 3ppm mit 88 MJ/kg Zerfallswärme gesehen. Festen oder flüssigen Zustand könntest du nur dann behaupten, wenn du nachweisen kannst, daß irgendeine Materie bei z.B. 30000 K unter irgendwelchen Bedingungen diese Zustände noch haben kann. Z.B. mit deinen \”London-Kräften\”. Gleichzeitig mußt du nachweisen können, daß es keine Entmischung gibt, obwohl im Erdzentrum fast nur Eisen selbst nach der herkömlichen Anschauung vorhanden sein soll. Oder du mußt nachweisen, daß die Dichteverteilung über den Radius konstant ist und dennoch das Trägheitsmoment der Erde erreicht werden kann. Trotz leichter Kruste.

    Übrigens: Dank deiner Londonkräfte müssten leider die Temperaturen im Zentrum noch viel höher liegen! Du wolltest doch damit sicher andeuten, daß es doch bei diesen hohen Temperaturen Moleküle geben könnte? Gut, dann sinkt die spezifische Wärme eben ab und die Temperatur geht hoch!

    Es wäre daher für dich nur günstig, diese \”London-Kräfte\” lieber wieder aus dem Spielfeld zu kicken.

  • By heraklit, 3. Oktober 2010 @ 19:30

    Halt. Nochmal von vorne: Was spricht gegen eine erhöhte Konzentration radioaktiver Elemente in der Kruste durch wiederholtes Schmelzen und Erstarren?

  • By Bynaus, 3. Oktober 2010 @ 19:44

    Wie gesagt: Du irrst dich, was die Temperaturen im Erdinnern angeht. Der Temperaturgradient lässt sich mit Seismik und typischer chemischer Zusammensetzung / Dichte rekonstruieren und liegt nicht da, wo du ihn vermutest. Wie schon unzählige mal von mir erwähnt, aber von dir, paule, konsequent ignoriert: wenn die Erde so heiss wäre, gäbe es keinen festen Mantel, in dem sich s-Wellen ausbreiten können. Der Mantel ist aber offensichtlich fest. Also können deine Annahmen, die so hohe Temperaturen im Erinnern zur Folge haben, nur falsch sein.

  • By Unbekannter Gast, 3. Oktober 2010 @ 22:21

    @Bynaus
    \”Wie gesagt: Du irrst dich, was die Temperaturen im Erdinnern angeht. Der Temperaturgradient lässt sich mit Seismik und typischer chemischer Zusammensetzung / Dichte rekonstruieren…\”

    Zum wiederholten Male habe ich dir bereits gesagt, daß man aus der Seismik zwar die Schallgeschwindigkeit ermitteln kann. Aber die Schallgeschwindigkeit ist eine Funktion der Kombination von elastischen Eigenschaften *und* der Dichte des Materials.

    Diese widerum sind *abhängig* von der Temperatur, welche man eben nicht kennt und daher *voraussetzt* und außerdem vom Material, welches man eben auch *nicht* kennt und daher voraussetzt. Wir haben nur max. 12 km tief gebohrt und dann war Schluß. Alles, was tiefer liegt, ist daher nur eine Annahme!

    Daher ist dein Einwand kein Einwand.

    \”Wie schon unzählige mal von mir erwähnt, aber von dir, paule, konsequent ignoriert: wenn die Erde so heiss wäre, gäbe es keinen festen Mantel, in dem sich s-Wellen ausbreiten können. Der Mantel ist aber offensichtlich fest\”

    Eben nicht. Du selbst hast doch das Argument gebracht:

    \”Wenn du dich ein bisschen eingehender als nur oberflächlich mit Seismik beschäftigen würdest, wüsstest du, dass jede Dichteinhomogenität eine Aufspaltung der Wellen in p- und s-Wellen bewirkt. Eine p-Welle, die in einer flüssigen Schicht auf eine feste Schicht trifft, teilt sich in p- und s-Wellen auf.\”

    Nun. Die Kruste ist fest. Und wenn es darunter flüssig oder gasförmig ist, trifft eben die p-Welle auf eine feste Schicht (Kruste) und spaltet sich gemäß *deinen eigenen Worten* in eine p- und s- Welle auf!

    Oder gilt das plötzlich nicht mehr oder gibt es doch wieder Ausnahmeregelungen oder \”Anormalitäten\”, welche in der Geologie das Faß doch schon zum Überlaufen gebracht haben?

    \”Gasgefüllte (oder von mir aus plasmagefüllte) Blasen findest du nirgends: die müssten sich nämlich als \”Löcher\” zeigen, die weder von p- noch von s-Wellen durchquert werden können.\”

    Ich denke nicht, daß ich je von \”gasgefüllten Blasen\” oder \”Löchern\” gesprochen habe! Du unterstellst mir schon seit einigen Beiträgen diesen Unsinn! Es gibt nur eine einzige gasgefüllte \”Blase\” und das ist das *gesamte* Erdinnere! Lediglich dann, wenn von der Kruste wegen Erdbeben einige hundert oder tausend Kubikkilometer Kruste ins Gas herunterdonnern und irgendwo in passender Dichte liegenbleiben, gibt es dort eine zeitweise flüssige Pfütze.

    Außerdem hast du dich sehr ruhig verhalten bei meinem Argument, weshalb man noch nicht den Nachttopf in den Pyramiden mit den hochauflösenden seismischen Methoden identifizieren konnte. Schließlich hat man bei den Pyramiden sogar das ungefähre Wissen über Temperatur und Material! Aber da geht offensichtlich nichts. Weil man das Ergebnis nachprüfen könnte und da flöge der Schwindel mit den absurd falschen Annahmen eben auf.

    Übrigens war im Ostblock bis mindestens 1980 die expandierende Erde die favorisierte Theorie. Ob es dort heute anders aussieht, weiß ich nicht. Aber die Russen sind zumindest in der Lage, mit 6-fach höherer Erfolgsquote als der Westen (Plattentektonik) Öl und Erdgas zu finden. Westen: 10% Trefferquote. Osten: 60% Trefferquote.

    Hatte ich das schon einmal gepostet oder wurde das vielleicht \”versehentlich\” gelöscht? :

    Etwa so wie den Enceladus und meinen mehrmaligen langen Kommentar dazu, dessen Löschung Alex gar als \”Das GIBT ES NICHT! Paules Text wurde schon wieder gelöscht? Von dir Byanus? Das ist unverschämt!\” bezeichnet hat? de.wikipedia.org/wiki/Enceladus_%28Mond%29

    http://www.nasa.gov/topics/earth/features/earth-20100301.html

    Und nun die NASA:

    \”According to Richard Gross of NASA\’s Jet Propulsion Laboratory, it\’s possible that the Earth\’s rotation did indeed speed up slightly as a large chunk of the crust fell toward the planet\’s core, just as a spinning figure skater speeds up when she pulls in her arms.\”
    http://www.slate.com/id/2111443/

    Tja, da phantasiert Richard Gross von der NASA sich doch etwas sehr Eigenartiges zusammen, wenn er von einem Fall des Krustenmaterials Richtung Erdkern spricht. Das geht nur dann, wenn die Dichte des Krustenmaterials *größer* ist als die Dichte des darunterliegenden Materials. Genau das ist bei meinem Modell der Fall. Beim Mainstreammodell der Plattentektonik trift jedoch das Gegenteil zu!

    Ich denke, die NASA verfügt über die besten Daten über die Erde und daher weiß sie \”auch\”, daß wir eine Gaserde haben! Deine Argumente, Bynaus, sind daher vollkommen gegenstandslos. Unabhängig davon, wie falsch sie auch sein mögen! Die Erde ist expandiert.

  • By paule, 3. Oktober 2010 @ 22:34

    @Heraklit
    \”Was spricht gegen eine erhöhte Konzentration radioaktiver Elemente in der Kruste durch wiederholtes Schmelzen und Erstarren?\”

    Das wiederholte Schmelzen und Erstarren :)

    Während der Krustenbildung=Erstarren wegen Wärmeabfuhr kam es bestimmt nicht zu wiederholtem Schmelzen und Erstarren. Da gab es wohl nur Erstarren.

    Unabhängf davon sollte der Theorie zufolge das Uran doch in die Schmelze gehen und eben nicht in die erstarrte Kruste. So ähnlich ist es schließlich auch beim Zonenschmelzen hochreinen Siliziums in der Halbleitertechnik. In der Schmelze sammelt sich der Dreck an und das Erstarrte ist rein!

    Hast du noch einen Schuß in den Ofen parat?

    Das letzte Posting war auch von mir.

  • By heraklit, 4. Oktober 2010 @ 00:43

    Ich meine wiederholtes Schmelzen und Erstarren des Magmas unter vulkanisch aktiven Gebieten, BEVOR es die Oberfläche
    bzw. eine hydrothermale Phase erreicht.

  • By heraklit, 4. Oktober 2010 @ 00:58

    Wenn das Uran tatsächlich hauptsächlich im Inneren der
    Planeten vorkommt, wie erklärst du dir die Oberflächenbeschaffenheit von Mond und Merkur?
    Das müssten doch ebenfalls Gaswelten sein, d.h. ihre Kruste wäre viel jünger.

  • By paule, 4. Oktober 2010 @ 01:01

    @Heraklit

    Es geht nicht um irgendwelche lokalen Besonderheiten sondern um globale Zusammenhänge! Abgesehen davon, daß du wieder nichts erklärt hast. Du wirfst einfach Bälle ins Spielfeld und erwartest, daß aus deinen Zweizeilern jemand den Rest sich schon zusammenmreimen und dies auf 5 Seiten aufblähen wird. Dann ist bestimmt 1 Fehler enthalten, auf denen man herumhacken und den Schreiberlich als unwissend hinstellen kann. Mach ich nicht mit! Das ist \”Seismik\”!

    Entweder schreibe, was du wirklich meinst oder laß es sein.

    Dazu hast du wohl nichts zu sagen gehabt?

    \”According to Richard Gross of NASA\’s Jet Propulsion Laboratory, it\’s possible that the Earth\’s rotation did indeed speed up slightly as a large chunk of the crust fell toward the planet\’s core, just as a spinning figure skater speeds up when she pulls in her arms.\”
    http://www.slate.com/id/2111443/

  • By heraklit, 4. Oktober 2010 @ 01:11

    Gross spricht von einem Fallen IN RICHTUNG DES PLANETENKERNS,
    – aber nur um wenige Meter- eben die Amplitude des entstehenden Tsunamis.
    Eine auf dem Boden drehende PET-Flasche ändert auch ihre Geschwindigkeit, wenn sich eine Delle ausbeult, d.h aus einem metastabilen in einen stabilen Zustand übergegangen wird.

  • By paule, 4. Oktober 2010 @ 01:14

    @Heraklit
    \”Wenn das Uran tatsächlich hauptsächlich im Inneren der
    Planeten vorkommt, wie erklärst du dir die Oberflächenbeschaffenheit von Mond und Merkur?\”

    Dazu solltest du erst einmal der Menschheit bekannt machen, was es da an Oberflächenbeschaffenheit zu erklären gibt!

    \”Das müssten doch ebenfalls Gaswelten sein, d.h. ihre Kruste wäre viel jünger.\”

    Woraus erschließt du das und jünger als was?

    Wirf deine Bälle nicht einfach ins Spielfeld sondern schreib noch etwas drauf!

    \”According to Richard Gross of NASA\’s Jet Propulsion Laboratory, it\’s possible that the Earth\’s rotation did indeed speed up slightly as a large chunk of the crust fell toward the planet\’s core, just as a spinning figure skater speeds up when she pulls in her arms.\”
    http://www.slate.com/id/2111443/

  • By heraklit, 4. Oktober 2010 @ 01:16

    Ich bin ganz ehrlich:
    Die Geochemie verstehe ich nur in groben Zügen.
    Aber wenn du etwas behauptest, worin Tausende Wissenschaftler
    anderer Meinung sind, solltest DU das ganz genau erklären und musst auch mit \”dummen\” Fragen rechnen.

  • By heraklit, 4. Oktober 2010 @ 01:17

    Jüngere Kruste= weniger Krater

  • By heraklit, 4. Oktober 2010 @ 01:20

    Eine expandiere Gaswelt vergrößert ihre Oberfläche und die kann nicht aus dem Nichts kommen oder.Also TEile der kruste müssen sehr jung sein

  • By heraklit, 4. Oktober 2010 @ 01:26

    Meine Antwort zu dem Herrn vom \”Jet Propulsion Center\”
    steht unter deinem letzten Kommentar. Ich habe sie vielleicht gepostet, als du am Schreiben warst- nicht dass du sie übersiehst.

  • By paule, 4. Oktober 2010 @ 02:03

    @Heraklit

    \”Gross spricht von einem Fallen IN RICHTUNG DES PLANETENKERNS,
    – aber nur um wenige Meter- eben die Amplitude des entstehenden Tsunamis.\”

    \”Leider\” können das nicht nur wenige Meter sein! Außerdem ist an der Erdoberfläche ein bleibendes \”Fallen\” von rund 1m in die HÖHE, also weg vom Erdkern durch Beobachtungen konstatiert worden!

    Richard Gross würde nicht von Fallen *Richtung Erdkern* sprechen (weil Fallen immer in diese Richtung geht), wenn er damit nur z.B. 1 m meinen würde! Da wäre die Erwähnung des Erdkerns wohl lächerlich.

    Nach meinen Rechnungen müssen rund 3500 Kubik*kilometer* Krustenmaterial rund 255000 m tief \”Richtung Erdkern\” gefallen sein, damit die 6,3e27 kgm² Trägheitsmomentänderung zustandekommen. Also etwas mehr als nur 1 m tief. Und das wäre eben auch nicht wegen der darunterliegenden höheren Dichte als der Erdkruste beim herkömlichen Modell möglich gewesen.

    Rechne doch einmal selbst, wie *hoch* ein Gebiet fallen muß, damit sich das Trägheitsmoment in der angegebenen Größenordnung verringert :)

    \”Eine expandiere Gaswelt vergrößert ihre Oberfläche und die kann nicht aus dem Nichts kommen oder.Also TEile der kruste müssen sehr jung sein\”

    Richtig. Die aufreißende Kruste wird durch das kondensierende Gas aufgefüllt, wenn sich der Gasball ausdehnt. Als Beispiel habe ich den Saturnmond Enceladus gebracht. Auf der Erde sehen wir am mittelatlantischen Rücken auch sehr junges Material (unabhängig von der Datierungsunmöglichkeit), es quillt sichtbar hoch.

    Als Besonderheit eines expandierenden HK, der noch nie geschrumpft ist, ist eine gebirgelosigkeit. Und ein HK, der sich noch nicht ausgedehnt hat, wird nur eine einzige Krustensorte aufweisen und eben keine Kontinente aufweisen.

    Soweit mir bekannt ist, hat nur die Erde Kontinente. Die Venus, welche fast genauso groß wie die Erde ist, hat keine Kontinente. Warum nicht? Offensichtlich war bei ihrer Entstehung/Elementbildungsprozeß die Situation eben so, daß im Inneren nicht genügend radioaktive Elemente gebildet wurden.

    Wie ich unten bereits sagte: Jeder HK hat eine andere \”Chemie\”, weil die Entstehungsprozesse eben sehr individuell waren und sich die Planeten eben *nicht* aus einer Staubwolke gebildet haben!

    Daher können die Elemente der Planeten erst bei der Planetenentstehung entstanden sein. Verantwortlich ist neben der Größe des erfassten Gebiets eben der Drehimpuls. Geringer Drehimpuls ==> schwere Atome.

    Extremfall: Erde-Venus!

    \”\”dummen\” Fragen\”

    Dagegen habe ich nichts. Aber ich habe etwas gegen unvollständige bzw. unklare Fragen!

  • By heraklit, 4. Oktober 2010 @ 02:21

    Der Erdkern macht Sinn, weil er das Bild des \”figure skater\” unterstützt,eine Platte hat sich gehoben, während sich die andere gesenkt hat, und weil sich die gesamte Platte senkt, kommt man schnell auf Millionen km^3. Dann reichen auch 5 Meter.

  • By paule, 4. Oktober 2010 @ 02:48

    Noch einmal zum Verständnis:

    Beim Bildungsprozeß der Planetenkruste bildet sich jede Kruste in einem Gasgebiet gleicher Dichte, falls überhaupt in ausreichender Menge krustenbildendes Material beim Planetenentstehungsprozeß sich gebildet hat.

    Zu einer Ausdehnung und damit einem Aufreißen der Kruste und Kontinentbildung kommt es nur dann, wenn im Inneren Wärme produziert wird, also radioaktive Prozesse ablaufen. Ob \”Uran\” im Inneren ausreichend vorhanden ist, ist von den Umständen der explosiven Planetengeburt abhängig. Von diesen Umständen hängt dann die gesamte atomare Zusammensetzung des Planeten ab. Natürlich ist auch mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten bei einer Ausdehnung zu rechnen. Je nach radioaktivem Inhalt. Die hauptsächlichen Parameter hierbei sind Masse der beteiligten Wasserstoffwolke und deren *lokaler* differentieller Drehimpuls.

    Gebirge können nur bei Schrumpfungen entstehen. Etwa dann, wenn ein bereits aufgeblähter Planet durch einen Meteoriteneinschlag gelöchert wird.

    Meteoriteneinschläge: Je nachdem, ob der Planet aufgebläht ist oder \”drucklos\”, macht sich das unterschiedlich bemerkbar. \”Drucklos\” quillt \”etwas\” Gas an die Oberfläche und erstarrt als \”Meer\”. Verursacht durch den beim Einschlag eingebrachten Energiebetrag (etwa Mare auf dem Mond). Das hängt natürlich davon ab, ob es ein Krustendurchschlag war oder nur ein oberflächliches Krustenankratzen. Außerdem hängt das auch davon ab, wie dick die Kruste schon erstarrt ist.

    Bei der Erde, welche sich ordentlich aufgebläht hat, ist dagegen ein Krustendurchschlag katastrophal. Es werden zig Millionen Kubikkilometer Gas herausgeschleudert innerhalb von wenigen Stunden. Dieses Material kondensiert und wird dann zu Sediment wie eben Wüstensand oder Löß. Während dieses Auswurfs wird sich auch die Auswurfqualität ändern, da dann auch \”tiefere\” Gasschichten mit anderer lokaler Zusammensetzung erfasst werden. Bei solch einem Ereignis wird die ganze Oberfläche verändert. Insbesonders auch durch die Meeresfluten, welche die Kontinente mit hohen Geschwindigkeiten überfluten.

    @Heraklit

    \”..eine Platte hat sich gehoben, während sich die andere gesenkt hat, und weil sich die gesamte Platte senkt, kommt man schnell auf Millionen km^3. Dann reichen auch 5 Meter.\”

    1 Mio + (-1 Mio) = 0. Und beobachtet wurde nicht 5 Meter senken sondern ein paar Meter Hebung!

    Die \”paar Meter Hebung\” lassen sich sehr einfach damit erklären, daß eben Krustenmaterial von der Kruste abgebrochen ist und richtig einige hundert km tief Richtung Kern stürzte. Dadurch wurde die Kruste *leichter* und der Gasdruck wölbte die Kruste nach oben. Nach wenigen Metern war dann Gleichgewicht zw. dem dann verringerten Gasdruck, dem geringeren Krustengewicht und elastischen Wölbungskräften bei der Plattendurchbiegung erreicht.

    Deine Vorstellung mit nur \”Plattenkippung\” schafft es nicht, die Trägheitsmomentänderung in der richtigen Größenordnung erklären zu können. Auch mit der Energie haut das nicht hin. Und auch nicht mit den Nachbeben, obwohl dann alle großen Spannungen eingentlich beseitigt sein müssten. Nachbeben dürften gar nicht auftreten. Und auch mit der Dichte klappt es nicht.

  • By Bynaus, 4. Oktober 2010 @ 09:01

    Paule, s-Wellen können sich in Flüssigkeiten und Gasen nicht ausbreiten, weil deren Schermodul-Parameter Null ist. Solange du diesen simplen Fakt ignorierst, kann ich über den Aufwand, den du für deine ellenlangen Texte treibst, nur ungläubig den Kopf schütteln. Mein Tipp: investiere die Hälfte dieser Zeit dafür, um herauszufinden, warum Geophysiker zu ihren Schlüssen kommen. Den man kann nur kritisieren, was man versteht.

  • By Bynaus, 4. Oktober 2010 @ 09:19

    Nachtrag: Sekundäre s-Wellen sind natürlich viel schwächer als primäre! Meine Güte, paule, denkst du manchmal auch nach bevor du nachdenkst?!?

    Die expandierende Erde war auch im Ostblock diskreditiert, was du meinst ist die abiotische Entstehung von Erdöl…

    Nochmals Uran: die kontinentale Erdkruste ist kein direktes Erstarrungsprodukt des Mantels. Die beiden sind chemisch verschieden. Wie oft muss ich das noch erwähnen?

    Pyramiden sind zu klein um seismisch aufgelöst zu werden.

    Zu R. Gross: dann frag ihn doch einfach, ob du daraus auf eine hohle Erde schliessen darfst! :-D Das ist bloss ein Sprachbild.

  • By paule, 4. Oktober 2010 @ 16:15

    @Bynaus
    Ich weiß scon seit laaaanger Zeit, was ein Schermodul ist. Ich habe nur dich selbst zitiert, da du sagtest, daß sich Scherwellen in Flüssigkeiten ausbreiten können! Sogar dann, wenn es gar keine Scherwellen gibt. Sie entstehen dann bei Übergang flüssig-fest. Das ist *deine* Aussage!

    \”Nachtrag: Sekundäre s-Wellen sind natürlich viel schwächer als primäre! Meine Güte, paule, denkst du manchmal auch nach bevor du nachdenkst?!?\”

    Dies würde ich dir empfehlen. In jedem Seismogramm kann man erkennen, daß erst einmal die p-Wellen kommen, daher heißen sie auch primär so und sie sind schwach. Und dann kommen die *starken* s-Wellen, welche zerstörend sind.

    Aus dem zeitlichen Abstand des Einsatzes der p-W und den anschließenden starken s-W kann man auch die Entfernung schließen.

    \”Mein Tipp: investiere die Hälfte dieser Zeit dafür, um herauszufinden, warum Geophysiker zu ihren Schlüssen kommen.\”

    Du lieferst das beste Beispiel dafür, daß es sich nicht lohnt, darüber nachzudenken! Höchstens für Psychologen wäre die Erkundung nach dem \”Warum\” vielleicht lohnend.

    \”Die expandierende Erde war auch im Ostblock diskreditiert, was du meinst ist die abiotische Entstehung von Erdöl..\”

    Auch falsch. Die exp. Erde war nicht im Ostblock diskreditiert sondern sie ist *jetzt* vielleicht diskreditiert! Vorher war sie angesehen. Genauso wie auch im Westen vor Wegeners Kontinentaldrift und der neuen Plattentektonik. Selbst 1960 wurde die expandierende Erde noch im Westfernsehen gezeigt (Prof. Haber)!

    Natürlich meine ich das abiotische Erdöl und auch Erdgas. Es folgt schließlich direkt aus der expandierenden Erdgaserde :)
    Und daher sind eben bis zu 10% Helium im Erdgas und 1% He im Erdöl enthalten. Weil es \”da unten\” eben Uran und Thorium gibt, dessen Zerfallsprodukt das *leichte* Helium ist!

    Dieses leichte Helium kann daher erst *nach* der Krustenbildung entstanden sein. Also muß es im Inneren entsprechende Uranmengen geben und dessen Zerfallswärme muß das Innere in den gasförmigen Zustand versetzt haben. Weil die Kruste nur 0,06 W/m² durchläßt. Damit ist dein völlig unlogisches Bestreiten von Uran im Erdinneren direkt widerlegt.

    \”Nochmals Uran: die kontinentale Erdkruste ist kein direktes Erstarrungsprodukt des Mantels. Die beiden sind chemisch verschieden. Wie oft muss ich das noch erwähnen?\”

    Nicht du hast das erwähnt sondern ich! Und daher sage ich auch, daß es im \”Mantel\” viel mehr Uran gibt und im Kern sogar noch viel mehr! Die berechneten Werte habe ich dir deshalb auch zeigen können. Du hast noch niemals solche Berechnungen gemacht!

    \”Pyramiden sind zu klein um seismisch aufgelöst zu werden.\”

    ???? Es genügt doch, an die eine Seite ein Seismometer ranzubasteln oder ein geeignetes Mikrophon und dann auf der anderen Seite mit einem Geologenhämmerchen mit einem genormten Geologenschlag dagegen zu klopfen und dann das Ergebnis zu analysieren! Übrigens machen das Wissenschaftler schon sehr lange, um Hohlräume feststellen zu können! Sogar Klempnern ist das schon gelungen.

    \”Zu R. Gross: dann frag ihn doch einfach, ob du daraus auf eine hohle Erde schliessen darfst! :-D Das ist bloss ein Sprachbild.\”

    Ein nur Sprachbild würde aber keine 6e27 kgm² Trägheitsmomentänderung zeigen. Außerdem würde ich mir von niemandem erst die Erlaubnis einhohlen, welche eigenen Schlüsse ich ziehen darf.

    Aus dieser Grundeinstellung heraus wage ich es eben, selbst zu denken. Du scheinst das nicht gewohnt zu sein. Daher unterlaufen dir praktisch in jedem Satz nachweisbare Fehler!

    \”Den [Geologen, Geologie, denn] man kann nur kritisieren, was man versteht.\”

    Selbst das ist falsch. Unlogisches kann man nicht verstehen und genau deshalb kann man es erkennen und kritisieren! Wissenschaft spielt sich nämlich im logischen und daher nachvollziehbaren Bereich ab. Genau dann, wenn etwas nicht mehr logisch erscheint, wenn man es also nicht verstehen kann, muß man sich selbst Gedanken machen. Egal, wie laut die Papageien auch schreien mögen und wie viele es sind.

  • By Bynaus, 4. Oktober 2010 @ 19:52

    Nun, \”wissen\” allein hilft nicht, wenn man dieses Wissen nicht auch einsetzt, nicht einsetzen oder nicht in Kontext setzen kann.

    Du hast vielleicht nicht ganz verstanden, was ich dir mit den verschiedenen Intensitäten sagen wollte, und die Verwendung des Wortes \”sekundär\” im Zusammenhang mit s-Wellen ist möglicherweise verwirrend, da das \”s\” in \”s-Welle\” bereits aus sekundär abgeleitet ist.

    Was gemeint war: Wenn die s-Wellen, die am Ziel ankommen, allesamt solche wären, die durch p-Wellen an Diskontinuitäten produziert worden wären, dann sähe dies ihnen an ihrer Intensität an (\”sekundäre s-Welle\” meinte: an einer Diskontinuität entstanden). Die Energie, die eine Welle trägt, ist immer gleich: spaltet sie sich an einer Diskontinuität in eine p- und s-Welle auf, dann haben die beiden die Energie der eingehenden p-Welle (annähernd – auf jeden Fall nicht mehr…). Zudem zeigt einem der Laufzeitunterschied an, wie weit die Entstehungs-Diskontinuität von derartigen \”sekundären s-Wellen\” entfernt ist. Das man \”originale\” s-Wellen, das heisst solche, die nur durch die Distanz zur Quelle abgeschwächt wurden und sich durch entsprechende Laufzeitunterschiede identifizieren lassen, auch auf der anderen Seite des Globus beobachtet, zeigt eben, dass der Mantel vorwiegend fest ist. Es gibt noch viele weitere Eigenschaften, die von dem in der Geophysik vertretenen Erdaufbau vorhergesagt und von Beobachtungen bestätigt werden, wie etwa der \”p-Wellen-Schatten\”. Da kommst du mit deiner Gaserde nirgends hin.

    \”Du lieferst das beste Beispiel dafür, daß es sich nicht lohnt, darüber nachzudenken!\”

    Nur Fanatiker glauben, dass es sich nicht lohnt, über andere Modelle nachzudenken.

    \”Vorher war sie angesehen.\”

    Dann zeig mir doch eine wissenschaftliche Publikation, die nach 1970 in einer angesehenen östlichen Fachzeitschrift publiziert wurde, der zu entnehmen ist, dass dies die damals im Ostblock vorherrschende Meinung war…

    Dass die expandierende Erde noch 1960 von einigen Vertreten wurde, überrascht mich nicht. Aber die glaubten bestimmt nicht an eine hohle Erde – sie waren ja nicht auf den Kopf gefallen.

    \”Dieses leichte Helium kann daher erst *nach* der Krustenbildung entstanden sein.\”

    Nein, warum? Uran und Thorium entstehen, wie das Erdöl, in der Kruste. Ich sehe kein Problem.

    \”Nicht du hast das erwähnt sondern ich!\”

    Dann verstehst du nicht, was du sagst. Du faselst ständig etwas davon, dass die Kruste von aussen her erstarre und deshalb das Uran, das in der Schmelze bleiben würde, im Inneren \”gefangen\” würde. In diesem Fall wäre die Kruste ein Erstrarrungsprodukt des ersten, \”flüssigen\”, frühen Mantels. ist sie aber nicht. Die Kontinentale Kruste ist ein Derivat des Mantels, entstanden durch kontinuierliche Reprozession (Aufschmelzen, Erstarren, Aufschmelzen etc.) des obersten Mantelmaterials. Weil alle Schmelzen im Mantel letztlich nach oben streben und Uran / Thorium sehr inkompatibel sind, konzentriert sich das Uran / Thorium in der Kruste. Das sieht man im Übrigen auch auf dem Mond, wo Uran / Thorium in KREEP-Erzen konzentriert sind.

    Und übrigens, es gibt einen klaren Beleg gegen mehr Uran im Mantel: Der Umstand, dass direkte Mantelgesteine (wie etwa die ultramafischen Gesteine an Mittelozeanischen Rücken oder in Hot Spot Vulkanen) praktisch kein Uran / Thorium enthalten. Ebenso zeigen – wie schon erwähnt, aber von dir ignoriert – Eisenmeteoriten keinerlei Uran.

    \”Es genügt doch, an die eine Seite ein Seismometer ranzubasteln…\”

    Ich bezweifle, dass die Auflösung gut genug ist dafür. Die Pyramiden sind IIRC sehr massiv, fast keine Hohlräume. Aber das gehört jetzt eigentlich gar nicht mehr zum Thema.

    \”Außerdem würde ich mir von niemandem erst die Erlaubnis einhohlen, welche eigenen Schlüsse ich ziehen darf.\”

    Ich meinte das eher so, dass er das bestimmt nicht so gemeint hat, wie du ihm unterstellst. Du sagtest ja, die NASA würde \”verfügt über die besten Daten über die Erde und daher weiß sie \”auch\”, daß wir eine Gaserde haben!\” – dann frag ihn doch einfach, ob die Erde im Inneren gasförmig ist bzw ob er das mit dieser Aussage antönen wollte. Wenn du Glück hast und anständig bleibst, antwortet er dir vielleicht sogar.

    Es ist bezeichnend, dass du dich an solche einzelne Aussagen und sematische Feinheiten klammerst. Wer keine Fakten hat, um seine haltlosen Spekulationen aufzuhängen, braucht eben Anekdötchen. Typische Crackpot- und Verschwörungstheoretiker-Argumentation.

    \”Unlogisches kann man nicht verstehen und genau deshalb kann man es erkennen und kritisieren!\”

    Es ist eben nicht unlogisch, wenn man die Hintergründe kennst. Du argumentierst wie einer, der noch nie ein Flugzeug gesehen hat und behauptet, nichts, was schwerer als Luft sei, könne fliegen – alles andere sei unlogisch. Wer ein derart verbohrtes, eingeschränktes Weltbild hat, findet eigentlich nur noch geistige Zuflucht in den wildesten Verschwörungs- und Unterdrückungstheorien. Du forderst \”logisches\” und \”offenes\” denken, dabei merkst du nicht, dass du dich diesem verschlossen hast. Du bist nämlich gar nicht mehr bereit, dein Modell ernsthaft in Frage zu stellen.

  • By Bynaus, 4. Oktober 2010 @ 20:43

    Übrigens, hab mir jetzt gerade nochmals das von dir verlinkte YouTube-Video angesehen: http://www.youtube.com/watch?v=oJfBSc6e7QQ

    Wie man schön sieht, wird da (obwohl das vom Sprecher ständig anders behauptet wird) viel gestaucht, gequetscht und geflunkert: Mittelamerika wird etwa im GUZ gedreht, Europa so gut wies geht in Nordafrika hineingequetscht. Bei Westindien / Madagaskar / Ostafrika stimmts nie genau, und die Bengalische See wird gar nie geschlossen, dafür tauchen dort plötzlich ein paar grosse Inseln auf, die es gar nicht gibt. Südostasien wird ebenfalls im GUZ gedreht, Chinas Küstenlinie wird langsam ausgeebnet, damit sie an Westaustralien heran passt, südöstlich von Neuseeland werden ebenfalls ein paar neue Inseln erfunden, der Golf von Mexiko ist auch ausgeebnet, damit er an Nordwest-Südamerika heranpasst, und Indien sieht auch plötzlich völlig verzerrt aus… währenddessen behauptet der Sprecher ständig, es passe alles \”perfectly\” zusammen, es gäbe \”no twisting, no rotation, no form-fitting\”… Und das plappern dann alle nach, ohne auch nur etwas genauer hinzuschauen? :D Besonders absurd wirds ab ~1:45, wenn es offensichtlich wird, wie da gestaucht und gepresst wird, wie Inseln aus dem Meer auftauchen und verschwinden, nur damits auch ja auf eine kleinere Kugel passt… Aber wir wissen ja, ES PASST PERFEKT! Warum also selber denken, warum selber beobachten?!?

  • By paule, 4. Oktober 2010 @ 23:06

    @Bynaus

    Deine Erklärungen zur Seismik will ich nicht weiter kommentieren, da sie unerheblich sind. Du ignorierst meinen Einwand, daß ohne Kenntnis des Materials und seines Zustandes keinerlei Rückschlüsse getroffen werden können. Man mißt nur Laufzeiten und Oberflächenschwingungen. Da aber weder Kompressionsmodul noch Dichte bekannt ist, kann nur der Quotient -(Kompressionsmodul + Schermodul * Faktor ) / Dichte- erfasst werden aber keine Rückschlüsse auf die Einzelkomponenten und daher auch nicht auf das Material gezogen werden. Man mißt \”3\”, weiß aber nicht ob dies aus 6 /2 = 3 oder( 8+4) / 4 = 3 gebildet wurde!

    Das ist nur Kaffeesatzlesen mit der Wünschelrute! Daher ist ein Rückschluß fest/gasförmig unzulässig. Die Schallgeschwindigkeiten werden nämlich auch mit Gas erreicht!

    Deine \”s-Wellen\” habe nicht ich falsch verstanden sondern *du* hast es falsch gesagt!

    ———-
    \”Dieses leichte Helium kann daher erst *nach* der Krustenbildung entstanden sein.\”

    Nein, warum? Uran und Thorium entstehen, wie das Erdöl, in der Kruste. Ich sehe kein Problem.
    ————

    Wie, Uran und Thorium entstehen in der Kruste, wie auch das Erdöl? Nun, da wundert es mich wirklich nicht mehr, daß du keine Probleme sehen kannst! Hahahaha. Du gestattest doch?

    \”Die Kontinentale Kruste ist ein Derivat des Mantels, entstanden durch kontinuierliche Reprozession (Aufschmelzen, Erstarren, Aufschmelzen etc.) des obersten Mantelmaterials.\”

    Das geht nicht. Nie und nimmer. Weil entweder Wärme zugeführt wird (wozu eben Uran nötig ist!) oder Wärme abgeführt werden muß. Wenn es draußen kalt ist, gefriert der See zu und schmilzt nicht gleichzeitig. Oder es ist warm, dann schmilzt das Eis. Im Erdinneren haben wir aber kein Abkühlen sondern nur Uranhitze, welche vielleicht geschmolzenes Material an der kühleren Kruste erstarren lassen kann. Aber dann bleibt es erstarrt.

    Abgesehen davon, daß dein Materialtransport ohne Uran nicht funktioniert und außerdem schon alleine deshalb nicht funktionieren *kann*, weil das angeblich aufsteigende Material *dichter* ist als das darüberliegende Material!

    Aus deinen Widersprüchen kommst du nicht mehr heraus, Geologe!

    \”Und übrigens, es gibt einen klaren Beleg gegen mehr Uran im Mantel: Der Umstand, dass direkte Mantelgesteine (wie etwa die ultramafischen Gesteine an Mittelozeanischen Rücken oder in Hot Spot Vulkanen) praktisch kein Uran / Thorium enthalten\”

    Aus dem Mantel kann nichts hochkommen, weil das Material zu dicht ist! Damit sind deine Phantasien bereits restlos begraben.

    Daß nun tatsächlich bei dem hochquellenden Gestein, welches sich aus \”Steingas\” kondensierend gebildet hat, kaum U+Th enthalten, steht vollkommen im Einklang mit meiner Gaserde! Das ist eben der Entmischungseffekt, der das U+Th im Zentrum anreichert und außen eben abreichert!

    Wie dies sich mit der Temperatur ändert, kannst du anhand meiner bereits geposteten Tabellen für verschiedene Erdalter sehen! Als die Kruste sich *im Gas* bei der gleichlautenden Gasdichte bildete, herrschte an dieser Stelle eine bestimmte U+Th Konzentration, welche letztlich eingefangen wurde. Nun kommt es nur darauf an, wie damals die Temperaturverteilung war. Eine allgemein hohe Temperatur würde zu einer Vergleichmäßigung führen. Dann hätten wir heute insgesamt in der Gesamterde weniger Uran zu erwarten. War dagegen die Erde damals nicht so warm, muß mit einem höheren Urananteil der Gesamterde gerechnet werden. Das meiste Uran befindet sich dann im Zentrum und draußen ist es entsprechend abgereichert.

    Gleiches passiert, wenn die Erde sich ausdehnt. Dann gibt es in den äußeren kalten Gasschichten nur sehr wenig Uran.

    Skalenhöhe: S = K * T / (g*Mp*Atomgewicht)

    K = Boltzmannkonstante, T = Temperatur, g = lokale Erdbeschleunigung, Mp = Atomare Masseneinheit.

    Bei z.B. 1500 K und g=9,8 beträgt die Entmischungshöhe von Uran 5,3 km und die von Helium 316 km. Dann hätte sich die Konzentration um Faktor 2,718 rauf oder runter geändert, wenn die Umstände gleich blieben.

    Für unsere Luftatmosphäre ergibt sich dann eine \”Entmischungshöhe\” von rund 8,7 km bzw. wenn man die Einzelkomponente rechnet, ist dann der O2 Gehalt gegenüber dem N2 Gehalt um rund 15% verringert.

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    \”Es genügt doch, an die eine Seite ein Seismometer ranzubasteln…\”

    Ich bezweifle, dass die Auflösung gut genug ist dafür. Die Pyramiden sind IIRC sehr massiv, fast keine Hohlräume. Aber das gehört jetzt eigentlich gar nicht mehr zum Thema.
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    ???? Wenn man angeblich auf Langen von 400m sogar auf Bruchteile von Atomkerndurchmessern Längenänderungen messen kann, kann man bestimmt auf ein paar Zentimeter Entfernung problemlos eine Pyramidenwackelei von einem ganzen Femtometer feststellen! Du selbst sprachst doch von Genauigkeiten im Bereich von 1e-23!

    Die Erdkruste soll sogar noch massiver sein als eine Pyramide, habe ich einmal läuten gehört.

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    Es ist bezeichnend, dass du dich an solche einzelne Aussagen und sematische Feinheiten klammerst. Wer keine Fakten hat, um seine haltlosen Spekulationen aufzuhängen, braucht eben Anekdötchen. Typische Crackpot- und Verschwörungstheoretiker-Argumentation.
    —————-
    Aha.

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    Es ist eben nicht unlogisch, wenn man die Hintergründe kennst. Du argumentierst wie einer, der noch nie ein Flugzeug gesehen hat und behauptet, nichts, was schwerer als Luft sei, könne fliegen – alles andere sei unlogisch. Wer ein derart verbohrtes, eingeschränktes Weltbild hat, findet eigentlich nur noch geistige Zuflucht in den wildesten Verschwörungs- und Unterdrückungstheorien. Du forderst \”logisches\” und \”offenes\” denken, dabei merkst du nicht, dass du dich diesem verschlossen hast. Du bist nämlich gar nicht mehr bereit, dein Modell ernsthaft in Frage zu stellen.
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    Aha. Du weißt sicher, daß ich auch in den finsteren Wald zurückrufen könnte oder dich so zusammenstauchen könnte, daß du in einen Fingehut reinpasst? Natürlich mit Hut!

  • By Bynaus, 5. Oktober 2010 @ 10:28

    Es erstaunt mich gar nicht, dass du die Seismik nicht kommentieren willst, denn sie ist es, die deiner heiss geliebten hohlen Gaserde so elegant das Genick bricht.

    Man hat eben nicht nur einfach \”3\”, sondern man hat eine ganze Reihe von Informationen. Der Ort und der Zeitpunkt, an dem die Welle einläuft. Die Beobachtung oder Nicht-Beobachtung von p- und s-Wellen, deren Intensität. Die Laufzeitunterschiede zwischen den verschiedenen Wellentypen und deren Intensitätsverhältnis – und das alles an hunderten von Stationen weltweit. Als weitere Eckwerte für das Erdmodell hat man die Dichte der Oberflächengesteine (und unsere Kenntnis ihrer Zusammensetzung), die Dichte der gesamten Erde sowie grundsätzliche physikalische Gesetze wie die Zunahme des Druckes in Abhängigkeit der Dichte, die Abnahme der Gravitation proportional zum Quadrat der Entfernung zur Quelle, die Ausbreitungsgeschwindigkeit der verschiedenen Wellentypen anhand der physikalischen Parameter, etc. Du kannst in einem iterativen Prozess sogar ganz ohne Annahmen der inneren Zusammensetzung der Erde starten und mit den oben genannten Angaben, von hunderten von Erdbebenstationen weltweit, das Erdinnere Schicht für Schicht rekonstruieren (mit der Annahme eines Eisenkerns und Gesteinsmantels, wie uns das Meteoriten nahelegen, geht es etwas schneller, aber das ist nicht zwingend nötig – der Ausgang bleibt derselbe). Es gibt nur eine einzige Lösung, die alle beobachteten Welleneigenschaften genau widergibt: jene einer Erde mit dichtem, aussen flüssigem Eisenkern und einem festen Gesteinsmantel darüber. Es steht dir frei, ein exaktes Modell vorzuschlagen, das die weltweit beobachteten Welleneigenschaften (siehe Liste oben) genau reproduziert. Ich behaupte, es wird nicht möglich sein (denn Gase und Flüssigkeiten haben, wie schon erwähnt, kein Schermodul, denn dieses ist elastischen Stoffen vorbehalten, die Gase und Flüssigkeiten nun mal nicht sind. Schon allein deshalb kann das Erdinnere nicht gasförmig sein) – aber vielleicht täusche ich mich ja. Überrasch mich!

    \”Wie, Uran und Thorium entstehen in der Kruste, wie auch das Erdöl?\”

    Jajaja, schon gut. Tippfehler: *Helium aus* Uran und Thorium ensteht, wie das Erdöl, in der Kruste.

    \”Wenn es draußen kalt ist, gefriert der See zu und schmilzt nicht gleichzeitig.\”

    Die dynamische Erdkruste, mit all den verschiedenen Prozessen (Vulkanismus, Kompression, Dehnung, Subduktion etc.) auf einen gefrierenden See zu vereinfachen, ist etwas gar einfältig. Ich empfehle dir, dich etwas tiefer mit der Bildung von Schmelzen auseinander zu setzen, z.B. die Rolle von Wasser dabei. Uran spielt dabei keine Rolle.

    \”weil das angeblich aufsteigende Material *dichter* ist als das darüberliegende Material!\”

    Ist es nicht. Schmelzen sind – mit der Ausnahme von Eis – leichter als ihr festes Material. Deshalb steigen sie auf. Die paar ppm (oder ppb) Uran in der Schmelze machen da keinen Unterschied. Sicher, ganze, reine Klumpen von Uran würden sinken, aber Uran ist viel zu selten, um Klumpen zu bilden (das ist übrigens auch der Grund, warum das schwere, aber sehr häufige Eisen in den Kern gesunken ist).

    Wie erwähnt – aber von dir konsequent ignoriert – wir haben Meteoriten, die uns zeigen, wie der Prozess anderswo abgelaufen ist. Die Mehrheit der Meteoriten ist \”primitiv\”, undifferenziert, eine Mischung aus Eisen und Gestein, mit den siderophilen/lithophilen Elementen bunt gemischt. Eine Minderheit ist \”differenziert\”, Eisenmeteoriten etwa, die nur noch siderophile Elemente enthalten (also z.B. kein Uran), und Gesteinsmeteoriten, die die lithophilen Elemente (aber fast kein Eisen mehr) enthalten, und deren Urangehalt gegenüber den undifferenzierten Meteoriten erhöht ist.

    \”Wenn man angeblich auf Langen von 400m sogar auf Bruchteile von Atomkerndurchmessern Längenänderungen messen kann\”

    Fundamentales Missverständnis der involvierten Prozesse. Das gehört aber, wie schon erwähnt, nicht zum Thema. Das Thema, falls dir das nicht aufgefallen wäre, lautet: Die expandierende Erde – die gescheiterte Hypothese.

    \”Die Erdkruste soll sogar noch massiver sein als eine Pyramide, habe ich einmal läuten gehört.\”

    Ja richtig – aber da wird auch nicht mit dem Geologenhämmerchen daran geschlagen. Man müsste härter ran (z.B. Sprengungen, oder \”Stampfer\”), und würde wohl Gefahr laufen, die Pyramide zu beschädigen. Aber auch das: kein Thema hier.

    \”Du weißt sicher, daß ich auch in den finsteren Wald zurückrufen könnte oder dich so zusammenstauchen könnte, daß du in einen Fingehut reinpasst? Natürlich mit Hut!\”

    Boah. Jetzt hast du bestimmt alle schwer beeindruckt. Ich kann deiner Präsenz hier auf dieser Seite jederzeit ein Ende bereiten, Freundchen. Persönliche Drohungen lassen dich ziemlich nahe an so einem Ausgang vorbeischrammen. Willst du das? Deine IP wird zusammen mit Zeit/Datum gelogt, nur dass dus weisst.

  • By Bynaus, 5. Oktober 2010 @ 11:11

    PS: Eine schöne Seite zur Seismik findest du hier:
    eqseis.geosc.psu.edu/~cammon/HTML/Classes/IntroQuakes/Notes/waves_and_interior.html

    PPS: Die Ausbreitungsgeschwindigkeit von s-Wellen hängt im Übrigen nicht vom Kompressionsmodul ab: Sie berechnet sich zur Wurzel aus dem Quotienten aus Schermodul und Dichte. Ist das Schermodul Null, ist auch die Ausbreitungsgeschwindigkeit der s-Welle Null.

    PPPS: Kein Kommentar zum YouTube Video?

  • By paule, 5. Oktober 2010 @ 17:17

    @Bynaus

    Wenn du nicht einmal die Pyramide vermessen kannst, kannst du auch nichts 1000 km tiefer erahnen! Beim Tsunamibeben von 2004 sprach man anfangs von 10 km Herdtiefe. Dann besserte man nach längerer Zeit auf 20 km nach. Und auch dieser Wert ist überholt. Heute spricht man von 30 km. seismische Präzisionsmessung!

    Nach wie vor gilt: Es werden mehrere Materialkomponenten benötigt, um irgendwelche Aussagen zum Material treffen zu können. Alleine die Laufzeit/Geschwindigkeit sagt nichts über das Material/Dichte aus. Auch bei der kontinentalen Tiefbohrung in Windisch Eschenbach war man mehrfach überrascht, wie es dort unten wirklich aussieht. Obwohl man das Gebiet vorher seismisch genauestens vermessen hat. Nicht einmal die Temperaturen stimmten, weshalb man vorzeitig die Bohrung abbrechen mußte! Und dies bei einem Milliardenprojekt!

    Und wie war es im Golf von Mexiko?

    Lava erstarrt von der Oberfläche her. Jeder kann das beobachten. Weil die Lava meist viel Gas enthält und daher das Material leichter wird, wenn es aufsteigt und sich das eingeschlossene Gas ausdehnt. Deshalb schwimmen die erstarrten Brocken auf der noch glutflüssigen Lava. Bimsstein schwimmt sogar auf Wasser.

    Und wie kommt das Gas überhaupt in die Lava? Eben. Lava/Magma war vorher noch Steingas und beim Aufsteigen kühlte das Gas durch die Druckentlastung ab und kondensierbare Bestandteile wurden flüssig und der Rest blieb eben gasförmig.

    Alleine dies zeigt bereits, daß im Erdinneren GAS ist. Zumal der Massenanteil des Gases erheblich ist und daher manche Vulkane einfach explodieren. Die Erde muß daher unter GASDRUCK stehen, der das Gewicht der Kruste hält!

    Die ganzen Gesteinsarten, welche man in die Erdkruste bzw. eben tiefer vermutet, die schönen reinen Namen will ich gar nicht nennen, gibt es daher überhaupt nicht!

    Ebensowenig wie das erlogene Temperaturprofil, welches man nach ein paar Metern plötzlich praktisch stehen läßt. Schließlich darf man bis zum Kern nicht über 6000 K hinauskommen und so erdichtet man plötzlich einen Temperaturgradienten von weniger als 1 K je km, statt wie 30 K/km in der meßbaren Erdkruste.

    Deine Eisenmeteoriten/Urangehalt habe ich zudem aus dem anfänglichen Erdentstehungsmechanismus erklärt. Außerdem habe ich in Berechnungen gezeigt, daß sich an der Gaserde gar nichts ändert, auch wenn der U-Gehalt 1000 mal kleiner ist als in der Erdkruste!

    Du kannst keinen Grund angeben, weshalb es nur in der Erdkruste Uran geben soll, aber nicht tiefer. Zumal wie oben dargelegt selbst bei deinem eigenen Erstarrungsprozess die Kruste eben oben bliebe. Wegen des eingeschlossenen Gases.
    Und nur deiner Großmutter kannst du weismachen, daß das Uran aus ein paar tausend Kilometer Tiefe kommend innerhalb von Tagen plötzlich in der Kruste angereichert hat!

    Märchenerzähler!

    Hast du schon einmal etwas von Diffusionsgeschwindigkeiten in Flüssigkeiten gehört? Das geht noch langsamer als eine tote Schnecke rennen kann!

    Das Video ist anschaulich gemacht und auf \”lückenlos\” kommt es nicht an. Auch vor diesem Video gab es schon die Erde und vor allem die unterschiedlichen Krustenarten.

    Mit keinem Wort bist du auf dieses die Plattentektonik widerlegende Argument eingegangen.

    Nach deiner Meinung gab es schon immer eine gleichgroße Erde. Wir sehen aber nicht nur, daß es Kontinente gibt, sondern wir sehen auch die \”Senke\” vom im Mittel 4600 m tiefer, wo heute das Meer ist.

    Dies sind zwei vollkommen unterschiedliche Bereiche und es ist kein Erstarrungsvorgang der Erdkruste denkbar, der die Kontinente alleine als Inseln auf der Erdoberfläche gebildet haben kann.

    Es müßte daher an der Stelle, wo heute Meer ist, auch früher kontinentales Land gegeben haben, wenn die erde nicht expandiert ist.

    1. Erkläre, wohin dieses kontinentale Land verschwunden ist
    2. Erkläre, weshalb dieses frühere kontinentale Land verschwand
    3. Erkläre, weshalb das heutige kontinentale Land nicht verschwunden ist

    Hier noch zur angeblichen Mantelkonvektion die Dichteverteilung:
    http://www.geologieinfo.de/geologie/images/dichte_tiefe.gif

  • By paule, 5. Oktober 2010 @ 17:46

    Das habe ich gesucht. Endlich einmal eine Graphik, wo man auch etwas ablesen kann. Temperatur, Dichte, Schallgeschwindigkeiten in einem Bild. Man beachte die \”Mantelkonvektion\” und die unterschiedlichen Temperaturverläufe!!!

    Wesentlich ist dabei, daß die Mantelkonvektion gar nicht funktionieren kann, da das tieferliegende Material eine höhere Dichte hat!

    Außerdem funktioniert die Konvektion schon deshalb nach Bynaus nicht, weil es die Wärmequelle Uran + Thorium im Erdinneren nicht geben *darf*. Weil dann das Zentrum eben Millionen Grad warm sein *muß*. Und damit wäre der schöne Eisen-Nickel Kern futsch, der den schönen Geodynamo antreiben soll!

    Die Plattentektonik funktioniert natzürlich auch nicht ohne Uran im Erdinneren. Nix funktioniert beim Mainstreammodell! Auch nicht die bis 10% Helium im Erdgas. Woher kommen die?

    Die angeblich gescheiterte Theorie \”Erdexpansion\” kann alles erklären. Ohne Verdrehung und Leugnung der direkt beobachtbaren Tatsachen.

    Bynaus, wenn die Pyramidenuntersuchung mit dem Geologenhämmerchen nicht funktioniert, stell einen Schmied oder einen Bauarbeiter mit seinem Vorschlaghämmerchen oder Presslufthämmerchen hin! Der weiß, wie das geht! Mit einer Panzerplatte kannst du noch das Kulturgut leicht schützen. Wenn das immer noch nicht reicht, probiers mal mit Dynamit+Panzerplatte. Sind Geologen immer so einfallsreich beim Ausredenerfinden?

    http://www.geo.uni-bremen.de/FB5/Ozeankruste/Teaching/Geochem_Tectonics/Erde_VP_VS_Dens_T.jpg

  • By Bynaus, 5. Oktober 2010 @ 19:23

    Doch, man kann allein mittels Laufzeiten etc. die Dichte des Materials rekonstruieren, das durchlaufen wird. Es gibt nur eine Dichte (bzw einen Dichteverlauf), die jeweils zu den beobachteten Wellentypen/Laufzeiten passt.

    Was ist denn jetzt mit den s-Wellen? Wie kommen die, in unveränderter Intensität, durch den Mantel deiner Gaserde? Wie gesagt: entwirf doch mal ein Modell deiner Gaserde, das die Erdbebenwellen genauso verteilt wie das herkömliche Modell – deinen Aussagen zufolge ist das ja kein grosses Problem, weil man ja bloss etwas an den Parametern herumschrauben muss…

    Ja, es gibt Lavastückchen, die auf der Lava schwimmen. Das hat mit der porösen Struktur dieser paar Lavastückchen zu tun. Nimmst du aber die gleiche Masse flüssige Lava und erstarrte Lava (nicht Bimsstein, sondern festen Basalt), dann hat die flüssige Lava eben eine geringere Dichte. Und genau darauf kommt es an.

    Klar enthält die Erde auch Gas – es wird vorwiegend von abtauchenden Platten dort eingebracht. Deshalb findet man überall dort, wo Platten abtauchen, CO2-reiche, Wasserreiche (und damit explosive) Vulkane. Wo keine Platte abtaucht, hat man effusive Vulkane mit geringem Gasanteil.

    Kontinente entstehen (entstanden) aus vulkanischen Inseln über abtauchenden Platten. Da das aufsteigende Magma durch die Platte muss, differenziert es sich – die schwereren Minerale bleiben zurück, SiO2 reichert sich an. Zudem spielt das Wasser eine Rolle. Die chemische Zusammensetzung von Vulkan(gestein)en über abtauchenden Platten entspricht der mittleren kontinentalen Kruste. Es entstehen zuerst Inselbogen (wie Japan), die dann als \”Terrane\” (ein weiteres Wort, das du googeln darfst) an die älteren Stücke der Kontinente angelagert werden. Dieser Prozess braucht ozeanische Kruste, um zu funktionieren – je weniger es davon gibt, desto langsamer läuft die weitere Akkretion, und desto mehr nimmt die Erosion überhand – mit dem Endeffekt, dass die Erde (ausser ganz am Anfang) immer etwa gleich viel Kontinentmasse hatte wie heute.

    Zurück zum Video: Och, jetzt ist plötzlich nicht mehr von lückenlos die Rede? Etwas weiter unten hattest du geschrieben:

    \”Zu Deinem Einwand, man müsse doch die Kontinente sehr stauchen etc. hier einmal eine (beliebige) Seite aus dem Netz, welche zeigt, wie sehr da \”gestaucht\” und gezogen werden muß. Immerhin ist die Grundthese bereits sehr alt und das wesentliche Element war eben die nahtlose Übereinstimmung auch auf der \”Rückseite\”\”

    Soso, \”nahtlos\”… Aber vielleicht war das ja ein anderer paule, wer weiss…

  • By Bynaus, 5. Oktober 2010 @ 19:32

    PS: Mantelkonvektion: Diese wird eben nicht von Dichte- und Temperaturgradienten angetrieben (die Dichte nimmt zu, die Temperatur ist ähnlich hoch im ganzen Mantel), sondern vom Abtauchen schwerer Platten an einer Stelle und dem Dekompressions-Aufschmelzen des obersten Mantels an den Mittelozeanischen Rücken an anderer Stelle. Wenn an einer Stelle Material abtaucht und an anderer Stelle Material nach oben wegtreibt, muss die Massenbilanz wieder hergestellt werden – \”passiv\”. Mantelkonvektion hat leider viel weniger mit den Lava-Lampen zu tun als man vielleicht vermuten würden.

  • By Unbekannter Gast, 5. Oktober 2010 @ 19:37

    @Bynaus

    \”Doch, man kann allein mittels Laufzeiten etc. die Dichte des Materials rekonstruieren, das durchlaufen wird. Es gibt nur eine Dichte (bzw einen Dichteverlauf), die jeweils zu den beobachteten Wellentypen/Laufzeiten passt.\”

    Auf Geologeninfo kann man bei 3000 km Tiefe eine Dichte von 5,5/cm³ entnehmen
    http://www.geologieinfo.de/geologie/images/dichte_tiefe.gif

    Während man an der Uni Bremen den Kaffeesatz in derselben Tiefe mit 7g/cm³ gemutet hat:
    http://www.geo.uni-bremen.de/FB5/Ozeankruste/Teaching/Geochem_Tectonics/Erde_VP_VS_Dens_T.jpg

    Muß man noch mehr sagen? Ja, \”Seismik\”. Hahahahahaha

  • By Bynaus, 5. Oktober 2010 @ 19:52

    Ja, vielleicht hätte ich den Begriff \”Fehlerbalken\” noch einbringen sollen. Die Grafik bei Geologieinfo ist viel älter, von 1979 – gut möglich, dass man das damals noch nicht so gut wusste. Die andere Grafik ist neuer, von 2001. Ich sehe kein grundsätzliches Problem. Der Punkt ist: Das generelle Bild des Inneren ist bei beiden gleich, weil nur dieses Bild mit den beobachteten Wellen übereinstimmt: Fester, ausser flüssiger Eisenkern, fester Mantel.

    Und du würdest es nie und nimmer hinbringen, ein Modell deiner Gaserde zu entwerfen, die zu allen gemessenen Wellen passt. Wetten?

  • By paule, 5. Oktober 2010 @ 23:11

    Bynaus, guck da einmal rein. Das habe ich gemacht. Praktisch und auch theoretisch. Ich weiß, daß es nicht einmal möglich ist, bei solch einem einfachen System mehr als 4 Parameter *theoretisch* ermitteln zu können. Das bedeutet, im Rechner wird das zu identifizierende Modell mit 16 Dezimalstellen Genauigkeit erzeugt und dieses erzeugte Modell bekannter Struktur wird dann anhand von mit Rechengenauigkeit bekannten Eingangsgrößen und \”gemessenen\” Ausgangsgrößen identifiziert.
    Ab 4 zu identifizierenden Parametern treten bereits Vieldeutigkeiten auf!

    de.wikipedia.org/wiki/Systemidentifikation
    de.wikipedia.org/wiki/Regelstrecke
    und hier noch besser
    http://www.upress.uni-kassel.de/online/frei/978-3-89958-175-1.volltext.frei.pdf

    In der Praxis hat man natürlich keine Meßgenauigkeit von 16 Dezimalstellen sondern allerhöchstens 6. Und in der Seismik isses noch schlimmer, weil dabei nicht einmal die Eingangsgrößen (Erdbeben) bekannt sind!

    Daher kann ich dir nur versichern, daß alles, was da erzählt wird, nur Kaffeesatzlesen entspricht! Genau deshalb funktioniert das eben auch nicht mit der \”Pyramide\”. Du hast mit der Problematik noch niemals etwas zu tun gehabt!

    Man hat z.B. \”Häuser\” gebaut oder besser containergroße Messkammern. Alles genau maßlich und materialmäßig definiert. Und dann hat man versucht, die dynamischen Parameter dieser Kisten mit hochmodernen Identifikationsverfahren zu bestimmen, weil das für die eigentliche Aufgabenstellung notwendig war. Was dabei herausgekommen ist, zeigte genauso, daß das nur ganz grob möglich war. In der Technik hat man es in aller Regel mit zumindest theoretisch bekannten Größen zu tun. Wenn man hier Identifikationsverfahren anwendet, kann man anschließend *nachsehen*, ob das Erkannte auch richtig war und kann demensprechend Erfahrungen sammeln und diese adaptieren.

    Dieser wesentliche Verifikationsschritt entfällt bei der Geologie vollkommen! Daher sind diese Verfahren nur Wünschelrutenverfahren! Und gewünscht wird eben das, was sein soll. Fester Erdkern. Das ist die ideologische Prämisse bei allen heutigen geologischen Überlegungen.

    Daß das richtig ist, was ich sage, beweisen bereits die beiden letzten Grafiken mit den großen Dichteunterschieden an ein und demselben Punkt (5,5 gegen 7 g/cm³).

    Früher, im 19. Jahrhundert, gab es tatsächlich Geologen vom anderen Stern! Man traute sich wirklich anzunehmen, daß das Erdzentrum 2 Mio K heiß ist! Ich bin also keineswegs der erste Verrückte, der solche Größenordnungen zu Denken wagt. Ich weiß nun nicht, welcher Geologe sich derartiges gedacht hat. Ist auch egal. Aber es wurde offensichtlich die Gaserde als notwendig erachtet.

    \”Meine\” Mio K resultierten erst, nachdem ich die Entmischung der Elemente und damit das Uran ins Spielfeld warf. Schließlich brauchte ich auch Energie für das Erdballaufblasen. Zunächst rechne ich natürlich nur mit der normalöen Zerfallsenergie. Aber es ist auch noch erheblich mehr denkbar. Kernreaktor im Zentrum. Bei solch eine Uranmasse ist das sehr leicht denkbar und letztlich fährt der auch mit seiner Leistung herunter, wenn es ihm zu heiß wird und daher die Dichte geringer wird. Irgendwo in Afrika hat man ja auch solch einen Naturreaktor gefunden. 100 W Leistung hat man dem angedichtet. Das ist nicht viel angesichts der Millionen Terawatt, welche alleine durch radioaktiven Zerfall in der Erde freigesetzt werden. Wenn dann noch ein \”richtiger\” Kernreaktorprozeß hinzugedacht wird, kann diese Leistung vielleicht noch einmal um einen Faktor 1000 übertroffen worden sein. Für einige hundert oder tausend Jahre.

    Dein \”Wetten\” ist lächerlich, Kindergarten! Du kannst ja nicht einmal die Meßdaten liefern, was erste Voraussetzung wäre. Und wegen einer lächerlichen Wette mache ich mir bestimmt nicht die Arbeit! Wetten kannst du im Wirtshaus abschließen. Oben im pdf wird gezeigt, wie man wissenschaftlich arbeitet!

    Dir fehlt nämlich bei deiner \”Wette\” bereits die Kenntnis des Eingangssignals, kapiert? Und dir fehlen sämtliche Materialparameter auf dem ganzen Weg. Es ist wohl selbstverständlich, daß ich dann zu anderen Ergebnissen kommen muß, wenn ich andere Randbedingungen unterstelle also eure interpretierten! Mit \”Fehlerbalken\”. Hahaha.

    Der Fehlerbalken macht schon fast 400 km Tiefe aus! Und wenn man noch die anderen \”Fehlerbalken\” berücksichtigt, bleibt gar nichts mehr übrig! Alleine mit den \”Fehlerbalken\” kann man sich sein Modell hinbasteln, so wie es passt!

    Du kannst ja nicht einmal diese einfachen Fragen beantworten:

    Es müßte daher an der Stelle, wo heute Meer ist, auch früher kontinentales Land gegeben haben, wenn die Erde nicht expandiert ist.:

    1. Erkläre, wohin dieses kontinentale Land verschwunden ist
    2. Erkläre, weshalb dieses frühere kontinentale Land verschwand
    3. Erkläre, weshalb das heutige kontinentale Land nicht verschwunden ist
    4. Erkläre, weshalb die \”Rückseiten\” der Kontinente \”nahezu\” lückenlos zusammenpassen

    Und deshalb lenkst du mit deiner lächerlichen Seismik ab!

    Weil du dich aufregst, weil ich einmal das \”nahezu\” vor lückenlos vergessen habe. Deine Worte:
    \”Es ist bezeichnend, dass du dich an solche einzelne Aussagen und sematische Feinheiten klammerst.\”

    So habe ich nämlich ohne \”Vergessen\” geschrieben:
    \”Seismische Messungen zeigen gar nichts. Die \”Ergebnisse\” werden nur dem angenommenen Modell entsprechend interpretiert. Der wesentliche Punkt ist das nahezu nahtlose Zusammenpassen der Kontinente bei einer kleineren Erde.\”

    Zu deinen Wellenarten:

    \”Was ist denn jetzt mit den s-Welle\”

    Sie sind die Interpretiert! Wenn du mit deinem Geologenhämmerchen auf eine Glocke schlägst, ergeben sich alle möglichen Wellchen. Oder wenn du dein Hämmerchen ins Wasser wirfst. Oder auf das Eis des Sees klopfst und vielleicht dabei noch etwas abnsplittert. Also, töne nicht wie ein Kindergartenbub herum. Nicht anders verhält es sich mit Gas und Erdkruste. Die schnellen p-Wellen sind kein Problem. Das ist nur eine Frage des Gaszustandes (Temperatur, Dichte, Ionisationsgrad). Die anderen Wellenarten werden nur an der Oberfläche interpretiert bzw. entstehen von selbst bei einem solch schwingungsfähigem Gebilde. Schallgeschwindigkeit in Wasser und Kompressionswellen bei einem Tsunami! Vergleiche und denke dir noch eine Eisschicht darüber! Hau mal mit deinem Hämmerchen auf ein Holzstück, welches an der Tischkante liegt und beobachte den Salto mit Drehschraube, den das Holz vollführt. Dann kannst du einen Artikel publizieren: \”Neue Schraubwellenart entdeckt!\”

    Du kannst nämlich nicht erklären, weshalb es überhaupt Nachbeben geben soll, wenn bereits die Maximalspannungen entspannt sind! Ich kann es!

    Du kannst nicht erklären, wie eine 3,3g/cm³ Platte in eine 4.5g/cm³ Schicht eintauchen kann. Du kannst nicht erklären, wie es zu einer Konvektion ohne Uranzerfallswärme kommen kann und weshalb dichtere Schichten überhaupt durch Konvektion nach oben transportiert werden.

    \”Wenn an einer Stelle Material abtaucht und an anderer Stelle Material nach oben wegtreibt, muss die Massenbilanz wieder hergestellt werden\”

    Klar. Aber diese wünschende Gedankenkraft ersetzt nicht die Kräfte, welche das Zeugs in dichteres Material eintauchen lassen!

    \”Mantelkonvektion: Diese wird eben nicht von Dichte- und Temperaturgradienten angetrieben \”

    Temperaturgradienten treiben nicht an. Aber Dichteunterschiede. Und die sind \”falsch\” herum! Außerdem fehlt die ENERGIE des Antriebs, so ganz ohne Uran!

    \”Wie kommen die, in unveränderter Intensität, durch den Mantel deiner Gaserde?\”

    Bei der Gaserde gibt es keinen Mantel!

    \”Nimmst du aber die gleiche Masse flüssige Lava und erstarrte Lava (nicht Bimsstein, sondern festen Basalt), dann hat die flüssige Lava eben eine geringere Dichte. Und genau darauf kommt es an.\”

    Das Problem ist aber, daß das Erstarren an der Schmelzoberfläche blitzschnell geht und die erste Haut daher nicht untergeht. Außerdem kannst du nicht erklären, wie zwei Krusten unterschiedlicher Eigenschaft überhaupt gleichzeitig erstarrt sein sollen! Kontinentale Kruste und ozeanische Kruste gleichzeitig!!!!!

    Das ist unmöglich!

    \”Kontinente entstehen (entstanden) aus vulkanischen Inseln über abtauchenden Platten. Da das aufsteigende Magma durch die Platte muss, differenziert es sich – die schwereren Minerale bleiben zurück, SiO2 reichert sich an. Zudem spielt das Wasser eine Rolle. Die chemische Zusammensetzung von Vulkan(gestein)en über abtauchenden Platten entspricht der mittleren kontinentalen Kruste. Es entstehen zuerst Inselbogen (wie Japan), die dann als \”Terrane\” (ein weiteres Wort, das du googeln darfst) an die älteren Stücke der Kontinente angelagert werden. Dieser Prozess braucht ozeanische Kruste, um zu funktionieren – je weniger es davon gibt, desto langsamer läuft die weitere Akkretion, und desto mehr nimmt die Erosion überhand – mit dem Endeffekt, dass die Erde (ausser ganz am Anfang) immer etwa gleich viel Kontinentmasse hatte wie heute.\”

    Aha. Du sagst also, ganz am Anfang gab es nur erdumspannende schwere ozeanische Kruste. Das ist die, welche heute auf 200 Mio Jahre max. datiert wird.

    Und die leichte kontinentale Kruste, welche anfangs eigenartigerweise nicht oben schwamm, mußte die schwere ozeanische Kruste durchbrechen, natürlich mit darüberliegendem Wasser, und differenzierte sich erst dann zu \”leicht\”.

    Entschuldige, einen größeren Blödsinn habe ich noch nie gehört! Außerdem wie üblich fehlt die ENERGIE!

    Tja, und plötzlich ist die kontinentale Kruste, welche die ozeanische beim Durchbruch zu einem schweizer Käse heranreifen hat lassen, 4 Mrd. Jahre alt und passt rein zufällig allseitig \”nahezu\” lückenlos zusammen. Weshalb nun der ozeanische Käse eigentlich abtauchen soll, erschließt sich mir beim besten Willen nicht. Das ist Esoterik pur!

    Bynaus, du (Plattentektonik & Co) scheiterst an jedem Detail!

    Was ich zur Krustenbildung&Co geschrieben habe, ist so logisch, daß man das nicht einmal \”lernen\” muß. Was du hier geschrieben hast, entspricht Telephonbuchauswendiglernen!

  • By paule, 5. Oktober 2010 @ 23:31

    Guck bitte einmal auf diese lebenden Seismogramme. Dort sehe ich oftmals schöne gedämpfte Schwingungen mit einer langsamen ca. 18 Minutenperiode, welche urplötzlich anfangen. Darüber konnte ich noch nichts in Erfahrung bringen. Mir sieht das so aus, als hätte plötzlich eine Gebietsabrutschung stattgefunden:
    aslwww.cr.usgs.gov/Seismic_Data/heli2.shtml

    Nach meinen Vorstellungen wäre das kein Problem. Es herrscht eben kein genaues Gleichgewicht zw. Gasdruck und Gewichtskraft der Kruste, wegen Abschmelzungen oder auch Kondensation. Wenn dann die Haltekraft der Gebietsränder überschritten wird, kommt es zu einer kleinen Rutschung (mm-Bereich, rauf oder runter, je nachdem) und das Gebiet schwingt anschließend wie eine angestoßene Decke nach.

    Hast du eine Erklärung dafür?

  • By paule, 5. Oktober 2010 @ 23:50

    Könnte natürlich auch jemand sein, der täglich mit dem Ölkännchen die Lager des Seismographen schmiert :)

  • By heraklit, 6. Oktober 2010 @ 02:11

    So wie ich das sehe,würde nur eins euch helfen einig zu werden:
    Erde Aufschneiden und Nachsehen…

  • By Bynaus, 6. Oktober 2010 @ 15:58

    So wie ich das sehe, würde paule nur eines helfen: Ein Geologiestudium, wo er all die Details und Fakten erhalten würde, die ihm heute fehlen. So ist das hoffnungslos.

  • By paule, 6. Oktober 2010 @ 21:52

    Bynausquelle:
    Temperatur im Zentrum 4900°C und bei 3000 km Tiefe 3000°C!
    eqseis.geosc.psu.edu/~cammon/HTML/Classes/IntroQuakes/Notes/earth_origin_lecture.html

    Uni Bremen:
    Temperatur im Zentrum 6600°C und in 3000 km Tiefe 4500°C !
    http://www.geo.uni-bremen.de/FB5/Ozeankruste/Teaching Geochem_Tectonics/Erde_VP_VS_Dens_T.jpg

    Schon wieder Fehlerbalken??

    Nee, wahrscheinlich falschen Aldikaffeesatz gelesen und mit ungeeignetem Tiefenpendel gemutet!

    Bynaus, ich bin bestimmt nicht pingelig. Ich habe nichts dagegen, wenn der Kaffeesatz mal so und mal so ausgependelt wird. Aber ich habe etwas dagegen, wenn unter solchen Umständen diese Raterei noch als Wissenschaft ausgegeben wird und man vorgibt, die letzte Weisheit gepachtet zu haben!

    Welchen obiger Werte empfiehlst du mir nun in einem heutigen Geologiestudium zu studieren?

  • By Bynaus, 6. Oktober 2010 @ 22:37

    Tja, paule, ohne weitere Angaben kann ich dir das auch nicht aus dem Stegreif sagen (dein zweiter Link funktioniert übrigens nicht). Ich müsste die Original-Quellen raussuchen, vergleichen, nachschlagen. Gerade die Temperatur im Erdkern wird wohl immer noch diskutiert. Klar ist nur – aus der Seismik – dass sie unter dem Solidus liegt.

    Wie du durch Vergleich der verschiedenen Quellen sehen kannst, ist man sich, was den Aufbau angeht, grundsätzlich völlig einig: In rund 3000 km Tiefe ist die Kern/Mantel-Grenze. Darunter ist der äussere Eisenkern flüssig, bis in etwas mehr als 5000 km Tiefe, wo er fest wird. Das charakteristische Wellenbild, das dieser Aufbau hervorruft (inklusive Kernschatten und ähnlichen Phänomenen), bringst du mit deiner hohlen Gaserde niemals hin. Unter anderem wegen den s-Wellen, die du so gerne wegdiskutiert hättest.

  • By Bynaus, 7. Oktober 2010 @ 20:45

    paule, bleib beim Thema – das lautet: \”Expandierende Erde\”.

  • By Unbekannter Gast, 8. Oktober 2010 @ 05:00

    Na, Bynaus, war das Löschen meines letzten Beitrags mit dem korrigierten Link wieder einmal als letzte Rettung nötig?

    http://www.geo.uni-bremen.de/FB5/Ozeankruste/Teaching/Geochem_Tectonics/Erde_VP_VS_Dens_T.jpg

  • By Bynaus, 10. Oktober 2010 @ 00:54

    Schau, paule, entweder, wir diskutieren vernünftig und themenbezogen, oder wir lassen es. Ich hab den Affenzirkus, den du hier veranstaltest, satt.

  • By buy kinect, 23. Oktober 2010 @ 08:15

    Hey,

    I have a question for the webmaster/admin here at http://www.final-frontier.ch.

    Can I use some of the information from your post above if I provide a link back to this site?

    Thanks,
    Peter

  • By Bynaus, 23. Oktober 2010 @ 15:58

    Yes, you can. You can also leave a link here.

  • By Denis, 13. Dezember 2010 @ 05:14

    \”Die Sonne hätte aber in diesem Fall auch 8 mal weniger stark an der Erdbahn gezogen, mit der Folge, dass die Erdbahn vor 200 Millionen Jahren einen Faktor Wurzel 8 mal grösser gewesen wäre, als heute (2.8 statt 1 Astronomische Einheit). Damit wäre die Energie, die die Erde vor 200 Millionen Jahren von der Sonne erhalten hätte, nur etwa ein 40000-stel so hoch gewesen wie heute, mit der Folge, dass die Erde etwa -230 Grad kalt gewesen wäre – ziemlich hart für die armen Dinosaurier.\”

    Das ist doch totaler Schwachsinn. Wenn man die Vermutung hat, dass die Sonne an der Erde \”ziehen\” würde, hieße das, dass eine \”fremde\” Energie die Erde von der Sonne weghält, die Sonne die Erde \”einfängt\” und sich nur dadurch der Abstand der Planeten von der Sonne ergibt. Das ist ja noch abenteuerlicher als die relativ fundierte These von der Expansion. Nach Deiner Aussage würde das bedeuten, dass die Fliehkraft der Erde, die der Anziehungskraft der Sonne entgegen wirkt, gleich bleiben würde, denn es ist nunmal die Fliehkraft, die die Erde nicht auf die Sonne stürzen lässt. Nur dann würde wie bei Dir beschrieben der Abstand größer werden oder die Umdrehungsenergie der Erde müsste noch woanders herkommen.
    Da die Fliehkraft des Körpers Erde nunmal von der Masse des Körpers Erde abhängt und mit geringerer Masse demnach abnimmt, hat das zur Folge, dass der geringeren Anziehungskraft der Sonne ebenso eine geringere Fliehkraft entgegen steht. Demnach vergrößert sich der Abstand in keinster Weise.

    Man muss doch vielmehr davon ausgehen, dass Sonne und Erde aus ein und demselben Nebel entstanden ist und damit ein System ergibt in denen sich die Bahnen \”eingeschliffen\” haben und nicht die Sonne der \”quer vorbeischießenden Erde\” gesagt hat \”komm mal her, ich fang dich jetzt ein\” und an unserm Planeten ziehen muss, weil sich die Erde wehrt oder von der gegenüberliegende Seite etwas an der Erde zieht. Die Erde \”wehrt\” sich doch nur gegen die Sonne, weil sie Gewicht hat und dadurch die Fliehkraft entsteht, welche der Anziehungskraft entgegen wirkt. Angenommen Sonne und Erde haben an Gewicht zugenommen und sogar mal abgenommen, so is das doch ein Prozess, der auf alle Elemente wirkt, nur eben mit unterschiedlichen Auswirkungen. Man sollte sich das viel eher als eine Kontraktion der Erde und Sonne im Gewicht, Umfang und damit auch in Flieh – und Anziehungskraft vorstellen. Laut der Mechanik ist die Summe aller Momente und Kräfte eines Systems, Körpers, Bauteils (wie auch immer) gleich null (auch wenn das eigtl nur eine für die Erde gültige Näherung ist, wie alles), da kann man nichts dran ändern. Mit dem Mond machst du denselben Fehler: Tausche in meinem vorangegangen Text das Wort Sonne durch Erde aus und Erde durch Mond – dasselbe Prinzip (hier wird deutlich, dass ja die Sonne auf den Mond auch noch eine Wirkung hat, aber für das System Erde-Mond ist das ausreichend, wir Menschen lassen ja Dinge weg, die nicht weiter ins Gewicht fallen – in der Mathematik haben wir doch tatsächlich den Limes dafür).

    \”Ihr Durchmesser müsste pro Jahr – unter der Annahme eines konstanten Wachstums – um ganze 3 cm wachsen – das wäre längst aufgefallen. Ein konstantes Wachstum führt übrigens spätestens 400 Millionen Jahre in der Vergangenheit zu einem grossen Problem (die Erde ist dann nur noch ein Punkt, obwohl sie nachweislich sehr viel älter ist als 400 Millionen Jahre).\” Woher die Blasphemie, dass in der Natur alles konstant wächst?? Gehst du von linearem Wachstum aus? Ich hab noch nirgendwo einen Beleg gefunden, dass etwas konstant und vieleicht noch vor allem linear wächst… Man hat sogar die eulersche Zahl für Wachstumsraten…

    Ich gehe übrigens Paule in soweit allen Dingen, die ich gelesen habe, bis auf den Gasball Erde konform. Auf andere Dinge werde ich vielleicht noch eingehen. Ich finde Deinen Artikel deshalb so erschreckend, weil er mit einer Suchmaschine bei der Suche nach \”Erdexpansion\” an 2. Stelle im Ranking gelistet wird und du das mit der Physik machst, was du vielleicht mir vorwerfen wirfst. Sollten Fragen sein, muss ich eben mit Skizzen und Formeln kommen.

  • By Alex, 14. Dezember 2010 @ 15:05

    @Denis: ist Dir eigentlich klar, daß das was Du da über die Fliehkraft \”argumentierst\” Dir von jedem Elftklässler korrekt erklärt werden könnte? Das ist zumindest Inhalt der Physik in dieser Klassenstufe.
    Auf Flohmärkten gibt es oft alte Schulbücher zum Schleuderpreis. Ein Vorkriegsexemplar tut es dabei völlig. viel Spaß beim Lernen.

  • By Unbekannter Gast, 14. Dezember 2010 @ 15:41

    Expandierende Erde? Schrumpfen wäre plausibler – aber Spass beiseite. Ich finde es lohnt sich kaum noch über solche alte Gamellen zu disputieren. Und zum Kreationismus; wenn man schon \’Intelligent Design\’ mit \’Stupid Design\’ falsifizieren kann, dann ist Kreationismus erst recht Blödsinn.

  • By Bynaus, 14. Dezember 2010 @ 18:53

    @Denis: Freut mich, dass mein Artikel so hoch oben im Ranking erscheint…

    Du kannst gerne mal deine Formeln auspacken (da bin ich mal gespannt…), aber das wird nicht viel helfen.

    Die \”Fliehkraft\” ist eine Scheinkraft, und du musst ein ganz bestimmtes Koordinatensystem wählen, damit sie auftritt (etwa so wie die Corioliskräfte). Es braucht keine Kraft, die die Erde von der Sonne weghält, denn ihre tangential zur Sonne gerichtete Bewegung macht das. Diese Bewegung ist über die Masse der Erde mit einer Energie verknüpft, und die kann sich nicht einfach ohne weiteres ändern. Das heisst, wenn die Sonne nun plötzlich stärker an der Erde zieht, dann muss sich die Erde bei gleichem Abstand schneller bewegen, um nicht näher an die Sonne herangezogen zu werden (exemplarisch demonstriert siehst du das bei Jupiter/Io vs. Erde/Luna: Beide Monde sind etwa gleich weit von ihrem Planeten entfernt, aber Io kreist in einem Bruchteil eines Monats um den viel massiveren Jupiter. Würde Io so langsam kreisen wie Luna, würde er sofort in den Jupiter hinein fallen). Da die Bahnenergie der Erde nicht einfach ansteigen kann, wenn die Anziehungskraft der Sonne steigt (woher soll diese zusätzliche Energie plötzlich kommen?) gibt es nur eine einzige Möglichkeit: die Erde muss näher an die Sonne rücken. Und damit sie da landet, wo sie heute ist, muss sie eben, wenn die Anziehungskraft der Sonne sich verachtfacht hat, bei 2.8 AU begonnen haben (mal ganz abgesehen davon, dass weniger massive Sterne auch weniger stark leuchten – das heisst, selbst wenn die Erde auf wundersame Weise an Ort und Stelle geblieben wäre, wäre es schauerlich kalt gewesen mit einer Sonne, die nur ein Achtel ihrer Anziehungskraft hat).

    Übrigens benutzt du den Begriff \”Gewicht\” völlig falsch. Die Erde hat kein Gewicht (ausser, sie würde auf der Oberfläche eines anderen Himmelskörpers \”liegen\”). Gewicht ist das, was die Waage anzeigt, und es bemisst sich in Newton, nicht, wie fälschlicherweise von der Waage behauptet, in Kilogramm. Das Kilogramm bemisst hingegen die physikalische Qualität der MASSE.

    Du kannst das Wachstum der Erde von mir aus auch durch die eulersche Exponentialfunktion annähern. Dann müssten wir aber heute ein starkes Wachstum beobachten (dafür muss die Erde irgendwann in der Vergangenheit nicht zu einem Punkt zusammenschnurren). Wie stark wäre das? Als kleine Herausforderung und Demonstration deiner mathematischen und phyiskalischen Fähigkeiten darfst du jetzt mal ausrechnen, wie schnell die Erde heute jährlich wachsen müsste, wenn sie vor 200 Mio Jahren halb so gross war und die Wachstumskurve einer eulerschen Exponentialfunktion gleicht… Solltest du das nicht zustande bringen, werde ich das im nächsten Posting übernehmen.

  • By Denis, 17. Dezember 2010 @ 00:44

    Mein Beitrag sollte mal zum Nachdenken anregen und man nicht über Kinkerlitzchen, so dass wir hier wie im Kindergarten über die Exponentialfunktion, streitet.

    Mir ist bewusst, dass Gewicht auf jedem Planeten anders wiegt. Ersetz das Wort mit \”Masse\” oder \”Anziehungskraft\”. Eine nachträgliche Bearbeitung eines Kommentars is ja nicht erwünscht, und ein Forum würde wahrscheinlich zu Tage bringen, dass Interpretationen der Menschen in unserer Gesellschaft eben doch noch mehr aussagen als existierende Zusammenhänge.

    Zitat: \”Die \”Fliehkraft\” ist eine Scheinkraft, und du musst ein ganz bestimmtes Koordinatensystem wählen, damit sie auftritt (etwa so wie die Corioliskräfte). Es braucht keine Kraft, die die Erde von der Sonne weghält, denn ihre tangential zur Sonne gerichtete Bewegung macht das.\”

    Genau das habe ich versucht deutlich zu machen.

    mfg

  • By Denis, 17. Dezember 2010 @ 01:04

    Korrektur: Der Abstand würde sich verändern, es war schon spät und ohne großartig nachzudenken so dahingeschrieben.

    In der Reportage \”Wachsende Erde\” (bereits schon einmal gepostet) wird erwähnt, dass die Erdzunahme durch Neutrinos von der Sonne verursacht worden sein könnte, was die Erde mehr hat, müsste dann die Sonne weniger haben, gemäß Massen- und Energierhaltungssatz. Du gehst in Deinem Text davon aus, dass nichts ausgeschlossen werden darf, also dichtest du der Sonne ebenso die Massenzunahme an.

    PS: Ersetze \”Planet\” durch \”Himmelskörper\” in meinem voherigen Kommentar.

  • By Denis, 17. Dezember 2010 @ 01:57

    Mal noch ein paar Dinge, die in Deinem Text einfach nur angenommen wurden:
    Zitat:\”Dabei hat Indien den Äquator überquert – was unmöglich wäre, wenn die Kontinente lediglich durch eine wachsende Erde auseinander gerissen würden (das lässt sich auch problemlos mit einem Ballon, den man aufbläst, und auf dem die Umrisse von gedachten Kontinenten aufgezeichnet sind, demonstrieren). \”

    Der Umstand, dass die Kontinente auf einem Magmamantel schwimmen, würde mit der Erdexpansion gar nicht angezweifelt, schon gar nicht sind die Erdschichten aufeinander festgetackert. Mir selbst erscheint es unmöglich, dass durch irgednein Vorgehen soviel Energie in der Erde verbraten wird, dass die Platten in den vergangenen Millionen Jahren sich immer wieder so derart verschieben haben sollen, dass sie ja – wie auf vielen Darstellungen in (Schul)büchern zu sehen, ähnlich wie beim Curling auf dem Magmamantel umherschießen – dafür ist nach meiner Vorstellung einfach zu wenig Platz da um soviel Schwung zu holen, die Erdkruste also viel zu sehr verkrustet.

    Zitat: \”Nochmals ein Problem: Man weiss heute (dank dem charakteristischen Wachstum bestimmter Korallenarten, die auch als Fossilien erhalten sind), dass vor rund 370 Millionen Jahren ein Tag auf der Erde rund 22 Stunden dauerte. \”

    Jetzt eben wirklich mal angenommen, die Energie für den Umfang, den die kleine Erde zugenommen hat, käme mit Hilfe von Neutrinos von der Sonne. Die Sonne wäre also vor 370 Millionen Jahren in ?Energie|Masse? umgerechnet soviel größer gewesen, wie die Erde seit dem zugenommen hat. Jetzt weiss ich wieder den Grund weshalb ich meinte, dass der Abstand sich nicht vergößert hat (es als Schwachsinn annahm), er hat sich trotzdem wenn auch minimal verändert, denn wenn die Sonne damal größer war und die Erde kleiner und sich die Tageszeit der Erde um 2h erhöht hat, muss er sich verändert haben, wenn auch minimal. Ich spreche hier von der Sonne auch nicht um horrende Größenveränderungen. Die Erde ist gegenüber unserer Sonne so winzig, dass der Verlust, den die Sonne durch den Prozess verloren hätte vielleicht nichtmal dem des Verlustes beim Haareschneiden des Menschen gleichkommt. (Physik soll ja auch Spaß machen)

  • By Bynaus, 17. Dezember 2010 @ 19:26

    Im Kindergarten wird neuerdings die Exponentialfunktion behandelt? :) Dein Beitrag hat zum Nachdenken angeregt, aber wenn dabei leider herauskommt, dass das, was du schreibst, Unsinn ist, dann musst du das entweder eingestehen oder widerlegen. Ich habe dir eine Möglichkeit geboten, zu demonstrieren, dass du nicht einfach unbedarft Unsinn behauptest, aber wenn du diese nicht wahrnehmen willst, dann ist das nicht meine Schuld. Wir sind hier nicht im Takatuka-Land, wo jeder mal irgend einen Stuss rauslassen und sich dann auf die \”Meinungsfreiheit\” berufen darf. Nimm das nicht persönlich, es ist bloss eine allgemeine Ermahnung, hin zu einem Diskussionsstil, wie ich ihn hier sehen will.

    Bei Masse, Gewicht und Anziehungskraft bist du immer noch nicht stilsicher. Ein Gewicht, die Kraft, die eine Masse in einem Gravitationsfeld auf eine Waage ausübt, ergibt sich aus dem Produkt von Masse und Schwerebeschleunigung. Die Schwerebeschleunigung ihrerseits ist ein Produkt von Masse der involvierten Körper, dem Abstand ihrer Schwerpunkte zueinander und der Gravitationskonstante.

    Wenn du schon die Sonnenneutrinos bringen musst (wie wärs übrigens mit einer wissenschaftlichen Arbeit über diesen Mechanismus, in einer anerkannten Fachzeitschrift, statt einer \”Dokumentation\” aus dem Fernsehen? Glaubst du alles, was im Fernsehen kommt?): Dann rechne doch mal vor, wie viele Sonnenneutrinos die Erde in den letzen 4.5 Milliarden Jahren überhaupt abbekommen hat, wieviel Masse ist da in Form von Neutrions durch sie hindurch geflogen, dh, wieviel hätte maximal absorbiert werden können? Und dann vergleichst du das mit der Masse, die nötig ist, um die Erdmasse um das achtfache zu erhöhen. Weiter könntest du (wenn du willst…) dir ansehen, wieviele interstellare Neutrinos die Erde, und die Sonne durchquert haben. Danach reden wir weiter.

    Mangel an Vorstellungskraft (Kontinente, die sich verschieben) ist kein Argument, das solltest du doch wissen? Von \”umherschiessen\” kann bei Geschwindigkeiten von cm/Jahr wohl kaum die Rede sein. Die Kontinente holen auch nicht \”Schwung\”. Im Prinzip passiert nichts anderes, als dass sie an den Mittelozeanischen Rücken etwas auseinandergeschoben werden, und an den Subduktionszonen ziehen abtauchtende Plattenteile wie ein heruntergezogenes Tischtuch am Rest der Platte. Und wenn das, gemäss dir, unmöglich ist: was ist denn jetzt mit Indien? Wie kann dieses denn über den indischen Ozean \”schiessen\”, wenn die Erdkrust doch nach deiner Aussage \”viel zu verkrustet\” ist?

    Der allfällige Massenunterschied der Erde spielt keine Rolle für den Abstand zur Sonne. Ihre Rotationszeit um die eigene Achse hat erst recht nichts damit zu tun.

    Hausaufgaben (Physik soll ja nicht nur Spass machen, man soll auch was lernen…):
    – Die Exponentialfunktion des Massenwachstums der Erde (letztes Mal nicht erledigt…)
    – Referenz einer anerkannten wissenschaftlichen Fachzeitschrift zum Wachstum der Erde durch Sonnenneutrions
    – Was ist die summierte Masse aller Sonnenneutrinos, die je die Erde erreicht haben?
    – Bonusaufgabe für besonders Schnelle: Was ist die summierte Masse aller interstellaren Neutrinos, die je die Erde, und die Sonne erreicht haben?

  • By Denis (der von den anderen Kommentaren), 18. Dezember 2010 @ 18:39

    Was soll der Ton. Ich habe dich herausgefordert und dir mit \”wie im Kindergarten\” Angriffspunkte gegeben, auf die du auch noch reagierst… Im Kindergarten -> Exponentialfunktion nicht als Lehrstoff :)

    Ich sehe Deine Schlussfolgerungen beinahe als Unsinn an. Dein Artikel ist weitgehend logisch schlüssig und finde ich auch gut. Du gehst aber davon aus, dass die Sonne ebenso wächst und berechnest alles an Hand dieser Aussage. Ohne nachzurechnen gehe ich mittlerweile auch davon aus, dass die Eiegenrotation der Erde wirklich aus dem Spiel gelassen weden kann, steht u.a. auch weiter unten in diesem Kommentar. Aber das ändert nichts an der Tatsache dass die Plattentektonik als Modell allein nicht ausreicht und ich der Meinung bin, dass zusätzlich das Wachstum der Erde ebenso eine Rolle gespielt haben kann.

    Es handelt sich hier um eine Homepage mit Artikeln, zu denen keine Literatur erwähnt wird, also ist das hier keinewegs voll fachlich, somit eher für die allgemeine Bevölkerung bestimmt, und ich gehöre zu dieser.
    Nimm bitte die Textstellen, die Unsinn sein sollen, auch wenn es der gesamte Kommentar ist… und gehe darauf einzeln ein.

    Zitat: \”Wir sind hier nicht im Takatuka-Land, wo jeder mal irgend einen Stuss rauslassen und sich dann auf die \”Meinungsfreiheit\” berufen darf.\” Das machs du doch auch, nach meiner Definition, also lasse bitte solche Äußerungen, die kann man sich auch denken.

    \”Nimm das nicht persönlich, es ist bloss eine allgemeine Ermahnung, hin zu einem Diskussionstil, wie ich ihn hier sehen will.\” Doppelpunkt: Du gibts hier die Möglichkeit der Bevölkerung fragen dieser zu erklären. Wenn du das machst, solltest du ebenso den Freiraum gewähren min. auf Deine Art die Reaktion zu erhalten.
    \”Bei Masse, Gewicht und Anziehungskraft bist du immer noch nicht stilsicher. Ein Gewicht, die Kraft, die eine Masse in einem Gravitationsfeld auf eine Waage ausübt, ergibt sich aus dem Produkt von Masse und Schwerebeschleunigung. Die Schwerebeschleunigung ihrerseits ist ein Produkt von Masse der involvierten Körper, dem Abstand ihrer Schwerpunkte zueinander und der Gravitationskonstante.\” Jup, sehe ich auch so. Das mit dem Finden der besten allgemein verständlichen Formulierung ist ja ein gesellschaftliches Problem: Man muss halt das, was man entdeckt oder entwickelt hat auch Vermarkten können ohne sich zu Widersprechen. F=m*a (a=g für Edbeschleunigung) für weniger Versierte. Übrigens finden andere meine Erklärung dazu schon stilsicher.

    Zitat: \”Wenn du schon die Sonnenneutrinos bringen musst (wie wärs übrigens mit einer wissenschaftlichen Arbeit über diesen Mechanismus, in einer anerkannten Fachzeitschrift, statt einer \”Dokumentation\” aus dem Fernsehen? Glaubst du alles, was im Fernsehen kommt?)\” Nicht wirklich, aber es regt zum Andenken an.

    Zitat: \”Dann rechne doch mal vor, wie viele Sonnenneutrinos die Erde in den letzen 4.5 Milliarden Jahren überhaupt abbekommen hat, wieviel Masse ist da in Form von Neutrions durch sie hindurch geflogen, dh, wieviel hätte maximal absorbiert werden können? Und dann vergleichst du das mit der Masse, die nötig ist, um die Erdmasse um das achtfache zu erhöhen. Weiter könntest du (wenn du willst…) dir ansehen, wieviele interstellare Neutrinos die Erde, und die Sonne durchquert haben. Danach reden wir weiter.\” Ich kann mir keinen Reim darauf machen, dass die Energie, die das bisschen Verschiebung von Amerika und Afrika ausgemacht hat, die 8-fache Erdmasse ausgemacht haben soll. Du gehst davon aus indem du berechnest, dass die Erde um 8-fache Masse zugenommen haben soll. Die ich nenn sie mal Hardcoreerdwachstumsanianer gehen ja davon aus, dass die Kontinente sich auschlißelich nur durch eben das Wachstum bewegen (E=m*c^2). Das ist natürlich Quatsch. Ich habe bereits gelesen, dass es zu wenig Neutrinos sind.
    Warum machst du das nicht, ich bin kein studierter Physiker.

    Mangel an Vorstellungskraft (Kontinente, die sich verschieben) ist kein Argument, das solltest du doch wissen? Von \”umherschiessen\” kann bei Geschwindigkeiten von cm/Jahr wohl kaum die Rede sein. Die Kontinente holen auch nicht \”Schwung\”.
    Genau das sagte ich doch. Die meisten Plattentektoniker gehen aber genau davon aus in dem sie über die Millionen von Jahre die Platten kollidieren lassen. Das habe ich als Umherschießen bezeichnet. Das relativier ich hiermit mal.

    \”Im Prinzip passiert nichts anderes, als dass sie an den Mittelozeanischen Rücken etwas auseinandergeschoben werden, und an den Subduktionszonen ziehen abtauchtende Plattenteile wie ein heruntergezogenes Tischtuch am Rest der Platte.\” Genau, du gehst also auch wie wir es gelernt haben, dass die Erde früher ein sich \’umwälzender\’ Planet war (nur daran gemessen wie oft sich die Platten/Kontinente bewegt haben es gab schließlich min. 2 Superkontinente) und der Prozess heute schwächere Ausmaße hat (weniger Erdbeben, langsamere Plattenbewegung etc) – und die Energie für die kontinentale Wanderung muss ja erstmal irgendwo vorhanden sein. Traust du das Erde allein wirklich zu bzw. gibts Berechnungen dazu? Da erscheint mir unsere Sonne als Energiespender, der auch ein Erdwachstum hervorruft plausibler, nicht nur Pflanzen- und Menschenwachstum. Energie ist halt so ein schöner Begriff. Warum das jetzt nicht mehr in dem Maße stattfindet? Irgendwann ist jedes System gesättigt, auch wir nach unserem Weihnachtsbraten. :) (Sorry, so als Aussage sehr unwissenschaftlich)

    \”Und wenn das, gemäss dir, unmöglich ist: was ist denn jetzt mit Indien? Wie kann dieses denn über den indischen Ozean \”schiessen\”, wenn die Erdkrust doch nach deiner Aussage \”viel zu verkrustet\” ist?\”
    Du hast den kausalen Zusammenhang meiner Aussage nicht verstanden, habe aber damit gerechnet. \”Viel zu verkrustet\” soll nur heißen, dass die Beschaffenheit der Platten und die Energie ausreicht die Platten, auf denen sich die Kontinente befinden, soweit zu bewegen, das die Erde das heutige Erscheinungsbild hat, aber eben nicht, sie über die 4,5 Millionen Jahre Zeitraum immer wieder ohne Umfangsänderung der Erde kollodieren und auseisanderbrechen zu lassen. Paules Erklärung, und auch in den Videos zu sehen (die ich gar nicht mal soo dumm finde), ist, dass nur die Plattenränder ziemlich instabil sind und sich dort die Meere befinden (der relativ stabile Teil ist also die Meerheit der Landmassen): Südlich von Indien befindet sich der indische Ozean, im Ganzen ein relativ instabiler Erdteil, deren Kruste im Südosten auch sehr oft aufbricht. Im Nordosten dazu hat das himalaya-auftreibende Indien gemäß der Plattentektonik UND meines Verständnisses vom Erdwachstum auch genug Platz zum \”Schwung\” holen :). Der Erdteil ist ja heute noch einer Aktivsten der Erde. Für mich schließen sich beide Modelle,Theorien,Thesen einfach nicht aus.

    \”Der allfällige Massenunterschied der Erde spielt keine Rolle für den Abstand zur Sonne.\” Hatte ich ebenso in Physik. Wenn ich Dich richtig verstanden habe, gehst du aber mit Deiner Abstandsberechnung der wachsenden Erde von der wachsenden Sonne aber genau davon aus. Wenn nicht, werde ich mir das nochmal durchlesen.

    Zitat: \”Ihre Rotationszeit um die eigene Achse hat erst recht nichts damit zu tun.\” Den Drehimpuls überhaupt hast du ins Spiel gebracht, nicht ich. Hat mit dem System Sonne Erde nichts zu tun, ist richtig. Der muss NICHT berechnet werden.. (Wie gesagt: Fehlende Korekturmöglichkeit der Kommentare).

    Hausaufgaben (Physik soll ja nicht nur Spass machen, man soll auch was lernen…):
    – Die Exponentialfunktion des Massenwachstums der Erde (letztes Mal nicht erledigt…) Für mich schon, denn ich weiss die Unmengen der Einflussgrößen, wenn es denn Unmengen sind, nicht, müsste man sich mal bemühen.

    Wenn du ein guter Webadmin bist, würde ich die Kommentare an Deiner Stelle so lassen, es gibt ja noch andere Menschen außer uns beiden.

    Zitat: \”- Referenz einer anerkannten wissenschaftlichen Fachzeitschrift zum Wachstum der Erde durch Sonnenneutrions\”
    Wenn du die Kommentare lässt, werde ich bei Gelegenehit mal danach suchen, das kann aber dauern, wenn es überhaupt wird.
    Keine Angst, mit Meyl komme ich nicht. Seine \”neue Physik\”, wie sie einige bezeichnen, soll laut Wikipedia ja nachgewiesen sein. Diese wären vielleicht zeimlich intressant. Und ich sage ja gar nicht, dass die Erdumfangsänderung (mit gestiegener Masse) nur durch Neutrinos sein soll. Manche Fekkte ergeben sich von selbst, so wie der bei mc Quadrat.
    Zitat: \”- Was ist die summierte Masse aller Sonnenneutrinos, die je die Erde erreicht haben?\” Das was du nachgewiesen haben willst.

    Etwas ab davon, oder auch nicht, der Effekt:
    Es gibt ja noch dieses Problem, was durch E=mc quadrat entsteht: Die Masse des Systems zweier Massen* ist niedriger als die Masse der Systemkomponenten (aus Wikipedia übernommen), oder anders ausgedrückt: Ein System ist mehr als die Summe einzelner Teile (in Energie), bei Masse verhält es sich andersherum. Die scheinbar freiwerdende Energie des Gesamtsystems oder zunehmende Masse der Einzelkörper muss ja in irgendeinem Mechanismus stehen, wird sicherlich in die Rotationsbewegung der Erde umgesetzt, aber vollständig? (Dazu sollte ich mir Einstein ansehen?)
    *Anmerkung: Sicherlich auch meherer Massen, dass aber unser Universum fraktal aufgebaut ist hat Herr Mandelbrot ja bewiesen. Und man sollte ja erstmal die Zusammenhänge zweier Komponenten kennen bis ales geklärt ist und sich dann dem Zusammenspiel mit dem nächst größeren Widmen. (meine Meinung). Vielleicht könnte die fraktale Anwendung ja irgendwie hilfreich sein, wobei deine verwendete Formel E=mc² ein wenig fraktal ist.

    Was ich kritiere ist also:
    1. Deine Anwendung von Einsteins Formel und sie sich daraus ergebende 8-fache Erhöhung der Masse.
    2. Deine Ansicht, dass die Sonne auch gewachsen sein muss.
    3. Das das Wachstum auschließlich durch Neutrinos verursacht worden sein soll.
    4. Dass du davon ausgehst, dass es bei Erdwachstum keine Substitution und Plattentektonik geben soll.

    @Paule
    Gas ist ein Aggregatzustand, kein Element. Du kannst von mir aus die inneren Erdschichten als gasförmig beschreiben, wird aber auf keine Resonanz stoßen, bzw nur auf zerstörende Resonanz.

    Ich weiss warum du so reagierst, es hat ja auch was mit Kompetenz zu tun.. Sollte sich aber in vl 20 bis 50 Jahren rausstellen, dass an der Umfangsänderung doch was dran sein sollte, warst du eben einer derjenigen, die es allmählich begriffen haben und vielleicht sogar dazu beigetragen haben. Durch Dich hab ich mich auch damit beschäftigt. Wenn nicht, hast du dich mit bestem Wissen und Gewissen verteidigt.

  • By Denis, 18. Dezember 2010 @ 19:49

    Mal noch einen Anstoß: Jedes Element existiert an einem Ort auf Grund durch Wechselwirkungen mit dem Umfeld, welche durch unterschiedliche Einflussgrößen bestimmt wird. Unsere Erde befindet sich da wo sie ist weil das System Sonne-Erde eben austariert ist, eigentlich ist jedes System bei t0 austariert und muss sich jedesmal für einen Zeitraum t neu austarieren.
    Die Sonne bzw. alle Sterne haben etwas mit der Erde und allen anderen Himelsköpern nicht gemein: Den Prozess der Verbrennung so wie wir ihn definieren, zumindest vermutet das unsre Menschheit. Vielleicht ist da die Ursache deines geheimnisvollen Organismusses.
    Die Physik spricht nicht gegen eine Erdumfangsänderung, und ein Wachsum über delta-t ist nunmal eine Umfangsänderung, und dabei müssen sich die Stoffe ja gegenüber t0 irgednwie verschieben.
    Seit Einstein hat in der Physik niemand mehr etwas gerissen, woran liegt das nur. Es gibt ausreichend unerforschte Zusammenhänge und Mechanismen, die es noch zu erklären gilt. Und das macht die Physik.

  • By Bynaus, 19. Dezember 2010 @ 17:49

    Schau, Denis, wenn du, statt auszuweichen, einfach die \”Hausaufgaben\”, die ich dir aufgetragen habe, erledigen würdest, kämen wir hier schneller vorwärts, weil du wirklich verstehen würdest, warum ich so argumentiere, wie ich es tue. So bleibt mir aber nichts weiter übrig, als deine gedanklichen Luftschlösser zu zestäuben, was auf die Dauer nervtötend und langweilig ist.

    Du musst dir keine Sorgen machen: Ich lösche Postings eigentlich nur, wenn sie nicht zum Thema des Artikels passen. Ausserdem will ich eine vernünftige, faktenbasierte Diskussion sehen, keinen Affenzirkus mit Beleidigungen und doofem Rumgegackere (-> siehe paule).

    Es ist richtig, dass hier üblicherweise keine Fachliteratur genannt wird, weil (leider) die Öffentlichkeit selten Zugang zur Fachliteratur hat, obwohl die grosse Mehrheit der Artikel nur dank öffentlichen Geldern zustande kommt. Das heisst aber nicht, dass sie keine Rolle spielt. Meines Wissens gibt es eben keine Fachartikel, die zeigen, wie die Umwandlung von Sonnenneutrinos gehen soll. Du räumst ja auch ein, dass es zu wenige gibt: Warum bringst du sie also überhaupt? Was hilft es der Diskussion?

    Du scheinst einem grundsätzlichen Missverständnis aufzusitzen betreffend diesem \”8-fachen Massenwachstum\”. Damit die Erde ihren Durchmesser verdoppeln kann, bei gleichzeitiger Verdoppelung der Oberflächengravitation (wie von den Erdexpansion-Anhängern behauptet), muss ihre Masse um das 8-fache wachsen. Es wurde (z.B. von Meyl) behauptet, dass diese Masse aus den Neutrions käme, dabei ist die Masse der Neutrinos, die die Erde in dieser Zeit durchquert haben, viel zu gering, um dieses Massenwachstum auszulösen, selbst wenn jedes einzelne absorbiert würde (was nicht der Fall ist, da man Sonnenneutrinos auch auf der Nachtseite der Erde messen kann). Mit der Bewegung der Kontinente hat diese Masse aber direkt überhaupt nichts zu tun. Und auch nichts mit Einstein oder E=mc^2 (auch dort hast du Verständnisschwierigkeiten, denen du auf den Grund gehen solltest: Wenn zwei Atome fusionieren, dann hat das Fusionsprodukt eine geringfügig geringere Masse – diese Massendifferenz steckt aber in der Energieform von Strahlung, die bei der Fusion freigesetzt wird. Der gesamte Energiegehalt des Systems bleibt jedoch exakt erhalten).

    Ein weiterer Irrtum deinerseits (was du wieder als Ausgangspunkt einer Recherche verstehen solltest) ist die Idee, die Plattentektonik sei heute deutlich langsamer als in der Vergangenheit. Das stimmt so generell nicht, auf keinen Fall für die Zeit seit dem Auseinanderbrechen von Pangäa. Sicher gab es Kontinente, die schneller unterwegs waren als andere heute (etwa Indien auf dem indischen Ozean), doch von der Grössenordnung her war die Plattenbewegung nie schneller als vielleicht 30 cm/Jahr.

    Übrigens sind es 4.5 Milliarden, nicht 4.5 Millionen Jahre.

    Die Abstandsrechnung im Artikel oben basiert auf der verändernden Masse der SONNE, nicht der Erde. Warum soll die Masse der Sonne nicht gewachsen sein, wenn jene der Erde wächst? Warum sind übrigens die anderen Planeten nicht gewachsen?

    Was den Drehimpuls angeht: Wie im Artikel erwähnt (und in unserer Diskussion zuerst von dir zitiert…), dauerte der Tag vor 370 Mio Jahren rund 22 Stunden. Da der Drehimpuls erhalten bleiben muss, kannst du damit mögliche Massen/Grössen-Kombinationen der Erde abstecken – ein Wachstum des Durchmessers um den Faktor 2, und der Masse um den Faktor 8 liegt auf keinen Fall drin. Beachtet man, dass die Sonnen- und Mondgezeiten ja auch noch berücksichtigt werden müssen, bleibt für eine allfällige Erdexpansion / Massenwachstum der Erde schlicht und einfach NULL übrig.

    Bei der Exponentialfunktion (Hausaufgaben) musst du gar nichts wissen. Es reicht, der Erde vor 200 Mio Jahren den halben Durchmesser zu geben, und der Erde heute den heutigen Durchmesser, und dann eine exponentielle Kurve durch diese zwei Punkte zu legen. Daraus könntest du dann ablesen, wie schnell die Erde heute wächst (entspricht der Steigung der Funktion an der heutigen Stelle), und diesen Wert mit Satellitenmessungen vergleichen. Das kann echt nicht so schwierig sein, und so viele \”Faktoren\”, wie du angibst, musst du gar nicht berücksichtigen.

  • By Denis, 20. Dezember 2010 @ 00:54

    Höre doch mal auf andaunernd Argumente gegen andere Aussagen zu bringen und setze Deinen gesunden Menschenverstand ein und kreiere neue Anreize – ich denke du bist Wissenschaftler.

    Zitat: \”Du scheinst einem grundsätzlichen Missverständnis aufzusitzen betreffend diesem \”8-fachen Massenwachstum\”. Damit die Erde ihren Durchmesser verdoppeln kann, bei gleichzeitiger Verdoppelung der Oberflächengravitation (wie von den Erdexpansion-Anhängern behauptet), muss ihre Masse um das 8-fache wachsen. Es wurde (z.B. von Meyl) behauptet, dass diese Masse aus den Neutrions käme, dabei ist die Masse der Neutrinos, die die Erde in dieser Zeit durchquert haben, viel zu gering, um dieses Massenwachstum auszulösen, selbst wenn jedes einzelne absorbiert würde (was nicht der Fall ist, da man Sonnenneutrinos auch auf der Nachtseite der Erde messen kann). Mit der Bewegung der Kontinente hat diese Masse aber direkt überhaupt nichts zu tun.\”

    Dieser ganze Absatz \’ist fürs Klo\’ (quatsch). Ich unterstütze nichts davon, auch nicht die Behauptungen dieser Anhänger.

    \”Wenn zwei Atome fusionieren, dann hat das Fusionsprodukt eine geringfügig geringere Masse – diese Massendifferenz steckt aber in der Energieform von Strahlung, die bei der Fusion freigesetzt wird. Der gesamte Energiegehalt des Systems bleibt jedoch exakt erhalten)\”

    Ich habe dahingehend nichts betritten.

    Zitat:\”Die Abstandsrechnung im Artikel oben basiert auf der verändernden Masse der SONNE, nicht der Erde. Warum soll die Masse der Sonne nicht gewachsen sein, wenn jene der Erde wächst? Warum sind übrigens die anderen Planeten nicht gewachsen?\”

    Endich mal eine sinnige Fragestellung, die du Dir selbst stellen solltest. Du hast Dich dem Thema, das Deiner Meinung nach eher reine Phantasie ist angenommen, also nimm bitte auch diese \’Phantasie\’ an, die man nur programmieren kann, damit eine vernünftige Vorstellung entsteht:
    Warum gibst du in Deiner Berechnung nur der Sonne mehr Masse und der Erde nicht?? Du willst doch das Wachstum widerlegen (was nur durch Massenzunahme geschehen kann). Das ist das unlogischste am Ganzen Artikel (auch mit das einzige). Jetzt zur \’Phantasie\’ (Hypothese), die sogar die Annahmen von den Neutrinos verwendet und die Raddiusveränderung variabel gestaltet werden kann. Ich betrachte den Zeitraum ab dem Zeitpunkt, an dem alle heutigen Kontinente eine geschlossenen Schicht ergeben haben, (den bezeichne ich mit t0) bis heute (t1), deswegen verwende ich auch für Erklärungen die normale Vergangenheitsform (damit die Streitereien aufhören)- um einen Prozess zu verstehn muss es reichen, wenn man annimmt, das er nur über einen beliebigen Zeitraum t stattfindet, ansonsten hat man immernoch eine Baustelle mit Erklärungsbedarf:
    Die Erde ist nur ein Trabant der Sonne, so wie der Rest aller Himmelskörper im Sonnensystem. Es wirken damit von außen dieselben Einflussgrößen auf unseren Planeten wie auf alle anderen Planeten (Venus, Mars, Jupiter etc.).
    Einzig im Zahlenwert unterscheiden sich die Größen. Wenn also jemand davon ausgeht, dass die Erde durch äußere Einflüsse gewachsen ist, muss er das auch auf die anderen Planeten Himmelskörper (Auch z.B. Jupiter samt seiner Monde) annehmen:
    Es gehen viele davon aus, dass die Erdumfangsänderung und damit auch die Umfangsänderung der restlichen Himmelskörper von außen durch die Neutrinostrahlung verursacht worden sein könnte, mit der Sonne als einzigem Kraftwerk. Das nehme ich jetzt mal an. Für das Wachstum der Sonne ist nun entscheidend, wieviel Neutrinos sie produziert. Wenn Sie mehr produziert, als alle Himmelskörper für das Wachstum verbrauchen, wächst auch sie. Produziert sie weniger, könnte sie sogar bei stetig dauerndem Himmelskörperwachstum schrumpfen (dann müsste die Energie des Wachstums der Himmelskörper noch woanders herkommen. Produziert sie soviel, wie die Planeten verbrauchen, bleibt ihre Größe und damit die Masse gleich. (Das ist schon Informatik und Ökonomie.)
    Genau diese Wechselwirkung hat zur Folge, dass Sonne UND Erde nicht gleichzeitig um dieselbe Masse zunehmen können. Es sei denn, du vermutest noch eine höhere bzw. weitere Mechanik, die das Wachstum hervorruft. Aber das anzunehmen, wagt sich nichtmal Meyl.
    Dieser unstreitbaren Logik (es ist einfach ein Prinzip, dass gültig ist) bist du nicht gefolgt: Du hast unter einer eigenen gewählten Annahme fälschlicherweise die Sonne ebenso wachsen lassen wie die Erde. Diese Annahme würde ich mal beiseite lassen, da es dafür keine Hinweise gibt: Gehe davon aus, dass die Sonne im Zeitraum t1-t0 soviel Energie produziert hat, wie Erde und alle Himmelskörper für ihre heutige Größe absorbiert haben. Die Sonne hat im dem Fall nichts für ihre Größe produziert. Dann würde das bedeuten, dass die Sonne seit t0 an Masse um den Wert der Summe der Massenzunahmen aller Himmelskörper im Sonnensystem verloren hat, also zum Zeitpunkt t0 größer war und bis heute t1 kleiner geworden ist.
    Jetzt berechne den Abstand zum Zeitpunkt t0 und heute t1. Du wirst garantiert nicht deine 2,8 fache Längenanderung des Abstandes Erde Sonne erreichen.
    Ich habe das jetzt eigentlich so aufgeschrieben, dass man das sogar programmieren kann und grafisch darstellen.

    So, wir Menschen wissen, dass die Netrinos allein für den Wachstumsprozess nicht ausreichen und nehmen an, dass sie durch Verbrennung entstehen. Dieser Prozess ist glaube ich noch völlig unerforscht.

    Meine eben gezeigte Betrachtung bezieht sich auf das Wachstum der Planeten durch den Neutrinoentstehungsprozess von außen durch die Sonne. Im Inneren der Erde finden auch \”Stoffumwandlungen\” statt: Versteinerungen, in der Subduktionszone das Absenken der Platten und aufschmelzen der Lava. Was wäre also, wenn die restliche benötigte Energie zum \’Wachsen\’ aus der Erde selbst stammt, sie sozusagen selbst Wachstumsproduzent ist. Damit hätte man schlagartig das Problem gelöst, dass Himmelskörper damit unterschiedlich gewachsen sind/sein sollen. Asteroiden haben keine inneren Prozesse, sie sind nur Steine, die umherfliegen, wären demnach nur dem Wachstumsprozess den die Sone verursacht unterworfen. Man muss außerdem noch annehmen, dass diese \”Neutrino-Wachstumstrahlung\” (ein hässliches Wort) mit der Entfernung zur Sonne abnimmt. Woraus besteht eigentlich der Sonnenwind? Wir wissen, dass er von dem Erdmagnetfeld abgestoßen wird, aber vielleicht durchdringen Elemente davon unser Magnetfeld und die Erdatmosphäre. Wir wissen ja außerdem, dass die UV-A Strahlung ungehemtes Wachstum, dass wir Krebs nennen hervorruft…

    Ich habe bishert ziemlich viel in einen Topf gehauen, aber für existieren da einfach zu viele Dinge, die Zusammen ein logisches Bild ergeben. Es soll zum \”einfach mal Wirken lassen\” anregen.

    Wenn Neutrinos nicht Wachstumsversursacher sind, so sind sie doch eins: Sie durchfliegen alles. Wie können wir also nun die Diskussion klären: Die Diskussion wird solange existieren bis wir in der Lage sind das innere unseres Planeten zu durchleuchten. Wenn wir Menschen also ein Gerät entwickeln, dass mit Hilfe der Neutrinos nach einem Ultraschall/Echolot-Prinzip funktioniert, wird in einigen Dingen Licht ins Dunkel kommen. Außerdem wäre es noch gut zu verstehen, wie Wachstumsprozesse funktionieren. Die Klärung der Diskussion um ein Wachstum geht nicht, ohne dass verschiedene Fachbreiche miteinander kooperien und sich die Physiker endlich mal wieder mehr zusammenraufen. Das ist meine Kritik an die Physik. Viele Wissenschaftler bekämpfen sich eher als zusammenzuarbeiten.

    Es wird auch endlich mal Zeit, dass in allen wissenschaftlichen Studiengängen Systemtheorie und Informatik gelehrt wird. Denn es geht nicht ohne, die Prinzipien (auch die Natur funktioniert mit einem Dualsystem – es ist das einfachste: 2 Geschlechter) tauchen in allen Fachbereichen auf.

    Zitat.\”Ein weiterer Irrtum deinerseits (was du wieder als Ausgangspunkt einer Recherche verstehen solltest) ist die Idee, die Plattentektonik sei heute deutlich langsamer als in der Vergangenheit. Das stimmt so generell nicht, auf keinen Fall für die Zeit seit dem Auseinanderbrechen von Pangäa. Sicher gab es Kontinente, die schneller unterwegs waren als andere heute (etwa Indien auf dem indischen Ozean), doch von der Grössenordnung her war die Plattenbewegung nie schneller als vielleicht 30 cm/Jahr.
    Übrigens sind es 4.5 Milliarden, nicht 4.5 Millionen Jahre.\”

    Gut, ist das geklärt. Eine Information, die nicht wesentlich eine Rolle spielt wenn man die Zusammenhänge verstehn möchte, für das Vorstellungsvermögen aber gut zu wissen (In jeder Formel reicht für die Zeit einfach nur t.)

    Eines noch: unsere Sonne besteht fast nur aus Wasserstoff und Helium, die Erde aus viel weiteren Elementen.

  • By Bynaus, 20. Dezember 2010 @ 12:03

    \”Warum gibst du in Deiner Berechnung nur der Sonne mehr Masse und der Erde nicht??\”

    Auauaua… Ich bin ja nicht der, der behauptet, die Erde würde wachsen. Deshalb sage ich: Warum soll die Masse der Sonne NICHT wachsen, wenn jene der Erde wächst?

    \”Ich betrachte den Zeitraum ab dem Zeitpunkt, an dem alle heutigen Kontinente eine geschlossenen Schicht ergeben haben\”

    Den gibt es schlicht nicht. Wenn es so gewesen sein soll, dann bring doch mal gute Argumente DAFÜR. Wenn wir die heutigen Kontinente in einer \”geschlossenen Schicht\” haben sollen, musst du, da die Oberflächem it dem Quadrat des Radius skaliert und die Kontinente etwa 30% der Oberfläche einnehmen, die Erde auf rund 50% ihres Radius schrumpfen, und entsprechend muss die Masse (um das vierfache, bei gleicher Oberflächenbeschleunigung) wachsen – woher?

    \”Es gehen viele davon aus, dass die Erdumfangsänderung und damit auch die Umfangsänderung der restlichen Himmelskörper von außen durch die Neutrinostrahlung verursacht worden sein könnte, mit der Sonne als einzigem Kraftwerk. Das nehme ich jetzt mal an.\”

    Du nimmst das mal an? Warum? Du hast selbst gesagt, es gibt für das Massenwachstum viel zu wenige Neutrinos. Im Übrigen, da dir das offenbar entgangen ist: Die Überwiegende Mehrheit der Sonnenneutrinos verschwindet ins All… Du nicht in der Lage, einen vernünftigen Mechanismus zu liefern, auch nicht aus der Fachliteratur. Wie auch: Neutrinos interagieren praktisch nicht mit Materie, da kannst du dir eine riesige Menge an Experimenten und Literatur ansehen, von wegen \”noch völlig unerforscht\”. Von dir vielleicht, und vielleicht solltest du erst mal ein wenig \”forschen\”, das heisst, nachschauen, was auf diesem riesigen Gebiet schon alles gmacht wurde, bevor du hier mit solchem Unsinn um dich wirfst…

    Am Anfang wars ja noch vielversprechend: Das klang erst ganz so, als wärst du in der Lage, ein paar einfache Rechnungen in Betracht zu ziehen und vernünftig zu argumentieren. Wenn wir dahin zurückkehren, wirst du auch eine Antwort erhalten. Für alles andere ist mir meine Zeit echt zu schade.

  • By Alex, 20. Dezember 2010 @ 14:09

    @Denis:
    Und mal ein ganz klitzekleiner Punkt:
    Man kann heute die Oberfläche der Erde mit bodengestützten Lasern und satellitengestützter Radarmessung auf den Milimeter genau vermessen. Und was glaubst Du hat man in den letzten Jahrzehnten gemessen?
    Genau: Nix. Da wächst nichts.
    Welche Zusatzannahmen brauchst Du in Deinem Konstrukt um das erklären zu können?

  • By paule, 26. Dezember 2010 @ 13:24

    Hallo Denis,

    \”@Paule
    Gas ist ein Aggregatzustand, kein Element. Du kannst von mir aus die inneren Erdschichten als gasförmig beschreiben, wird aber auf keine Resonanz stoßen, bzw nur auf zerstörende Resonanz.\”

    Hm, Gas ist ein Aggregatzustand eines Elements :) Bynaus hat viel gelöscht, deshalb wiederhole ich noch einmal:

    1. Am Anfang besteht die Beobachtung, daß das Kontinentpuzzle auf einem kleineren Durchmesser allseitig gut zusammenpasst.

    2. Kontinentkruste und ozeanische Kruste unterscheiden sich ganz erheblich in ihrer Chemie und Physik. Sie müssen völlig unterschiedliche Entstehungsgeschichten haben und wegen Punkt 1. kann es die ozeanische Kruste am Anfang *nicht* gegeben haben! Es gab erst einmal nur die kontinentale Kruste. Und dann kam später die ozeanische Kruste neu hinzu. Dis ist bereits ein Beweis, daß die Erde sich ausgedehnt haben *muß*.

    3. Eine Massezunahme durch Neutrinos ist unmöglich, weil die damit bedingte mögliche Massenzunahme mikrominimal klein ist. Selbst wenn die gesamte Strahlung der Sonne sich komplett in Materie verwandelt hätte (gemäß E=mc²), hätte dies in der behaupteten Zeitdauer von 5 Mrd. Jahren nur \”einen halben Meter\” im Durchmesser ausgemacht.

    4. Selbst wenn der angenommene Bildungsprozeß der Erde wahr wäre (Zusammenballung von ein paar herumfliegenden Steinen und Staub), müßte man annehmen, daß in der ganzen Erde etwa dieselbe Radioaktivität wie in der Erdkruste sein müßte (3,2ppm U und 11 ppm Th). Es wäre wohl ein eigenartiger Zufall, wenn nur am Ende die letzten Brocken aus dem All radioaktiv gewesen sind, sodaß zwar die Kruste radioaktiv ist, aber nicht das Erdinnere. Das bedeutet aber unter Berücksichtigung der Wärmeabgabe der Erde, daß je kg Erdmasse eine Wärme von etwa 85 MJ durch radioaktiven Zerfall freigesetzt worden sein muß, wenn wir die 4,5 Mrd. Jahre als wahr ansehen. Dies aber bedeutet, daß die Temperatur des Materials im Inneren so hoch sein müßte, daß das Material nur noch gasförmig sein könnte!

    Eisen:
    cp= 449 J/kgK
    Schmelzwärme: 246500 J/kg
    Schmelzpunkt: 1811 K
    Verdampfungswärme: 6,2 MJ/kg
    Siedepunkt: 3134 K
    Kritische Temperatur: ca. 6000 K

    Wenn nun ganz grob bis zur kritischen Temperatur die Energien addiert werden (ist natürlich falsch), kommt man auf rund 9 MJ/kg bis 6000 K, wo Eisen auf jeden Fall gasförmig ist! Wir haben aber dem Material 85 MJ in diesen 4,5 Mrd. Jahren zugeführt!
    Wenn ich mir ein anderes Material ansehe, etwa \”Luft\”, kann man mit dieser Energie Luft auf ca 15000 K erwärmen. Bei dieser Temperatur ist die Luft bereits in ihre atomaren Bestandteile zerbrochen und sie ist schon stark ionisiert. Es gibt also kein N2 und O2 mehr sondern nur noch N, O, N+, O+, e usw. Wäre dies nicht der Fall, hätte man sie damit auf 85000 K erwärmen können.

    In dem Moment, wo jedoch das Erdinnere gasförmig ist, tritt durch die Schwerkraft eine Entmischung ein. Dies bewirkt eine starke Anreicherung der schweren radioaktiven Kerne im Erdzentrum, sodaß es dort sogar zu Kernreaktorartigen Kernspaltungen kommen wird und außerdem wegen der hohen Konzentration durch reinen Kernzerfall noch viel mehr Wärme freigesetzt wurde als die \”85 MJ/kg\”, welche bereits völlig für eine Gaserde ausreichend sind.

    Dies bedeutet demnach, wenn die Geologie behauptet, die Erde sei älter als 0,5 Mrd. Jahre, muß sie *zwingend* im Inneren bereits gasförmig sein!

    Mit einer gasförmigen Erde ist aber die Expansion sehr einfach ohne jeglichen Massezuwachs zu erklären.

  • By Bynaus, 27. Dezember 2010 @ 01:38

    \”Bynaus hat viel gelöscht\” – Bynaus hat alle kindischen und themenfremden Beiträge von paule gelöscht, weil er sich als Besitzer und Herausgeber dieser Seite das Recht herausnimmt, eine gewisse Ordnung und einen gewissen Stil auf dieser (seiner) Webseite durchzusetzen, und er wird das auch weiterhin tun, wenn er den Eindruck hat, das sei nötig.

    1.) \”Zusammenpassen\” ist relativ. Wie schon weiter unten erwähnt, wenn man sich nur schon das Video anschaut, das paule verlinkt hat, sieht man, dass man da ziemlich stauchen und zerren muss. Zudem kommen dann Gesteine nebeneinander zu liegen, die nichts miteinander zu tun haben, keine gemeinsame Geschichte oder Geologie aufweisen, keine gemeinsamen Fossilien haben, und so weiter. Das \”Zusammenpassen\” ist konstruiert.

    2.) Es gibt Kontinentkruste, die jünger ist als gewisse Ozeankrustenbereiche. Es gibt Ozeankrustenbereiche, die bei Subduktionsvorgängen abgeschert wurden und nun Kontinentbereichen \”aufsitzen\” (sogenannte Ophiolithkomplexe), die viel älter sind als alle ozeanische Kruste, die man heute noch findet. Die älteste Ozeanische Kruste findet man direkt neben Küsten, die vor Jahrmillionen zusammen lagen, oder vor Subduktionszonen.

    3.) Endlich mal ein paar Sätze von paule, denen ich zustimmen kann…

    4.) Uran, Thorium sind sogenannt inkompatible Elemente, werden also schwerlich in Gesteine eingebaut, und wurden deshalb durch Schmelzen in der Erdkruste konzentriert. Das weiss man z.B. auch, weil ihre Konzentraiton in der Erdkruste viel höher ist als in der Photosphäre der Sonne oder in den primitivsten Meteoriten (CI-Chondriten). Chondriten (primitive Meteoriten, dh, solche, die nie besonders stark geheizt wurden) weisen allesamt sehr viel tiefere Uran / Thorium-Werte als die Erdkruste auf.

    5.) Jedes Wachstum der Erde ohne Massenzuwachs erfordert, dass bei einer Verdoppelung des Durchmessers die Schwerkraft an der Oberfläche zu Beginn der Expansion vier Mal stärker war, und natürlich müsste die Erde vor der Expansion auch doppelt so schnell rotiert haben, wegen der Drehimpulserhaltung. Für beides gibt es keinerlei Hinweise, im Gegenteil: Man kann aus den Neigungswinkeln von Wellen- oder Sandrippeln die Gravitation früherer Zeiten berechnen, oder aus Gezeitenablagerungen die Anzahl Stunden pro Tag / Tage pro Jahr. Die Ergebnisse (Oberflächen-Gravitation stets unverändert, Rotationsgeschwindigkeit vor 400 Mio Jahren ca. 22 Stunden pro Tag) passen nicht zu einer expandierten Erde.

    Wie bereits im Artikel gesagt: Die expandierende Erde war eine nette Idee, als die Geologie noch in den Kinderschuhen steckte. Heute braucht es eine hirnrissig grosse Portion Ignoranz, um all das zu missachten, was klar gegen sie spricht.

  • By paule, 27. Dezember 2010 @ 14:28

    \” Zudem kommen dann Gesteine nebeneinander zu liegen, die nichts miteinander zu tun haben, keine gemeinsame Geschichte oder Geologie aufweisen, keine gemeinsamen Fossilien haben, und so weiter.\”

    Komisch, komisch. Ich hatte in Geologiebüchern das genaue Gegenteil deiner Behauptungen gelesen. Aus diesem Grund erfand man schließlich auch Gondwanaland, wo alle Kontinente erst einmal zusammenhingen, dann auseinanderbrachen und dann sich selbstständig gemacht haben sollen. Oder leugnest du gar das Zusammenpassen des südamerikanischen Kontinents mit Afrika?

    \”Es gibt Kontinentkruste, die jünger ist als gewisse Ozeankrustenbereiche.\”

    Mit welchen Methoden bestimmt? Mit denselben Metoden, wo 10 Jahre altes Gestein mit 2 Mio Jahren gemessen wurde? Oder sind das stratigrafische Altersbestimmungen, wo heute die Spatzen schon von den Dächern pfeifen, daß sich Ablagerungen, für deren Entstehen man Millionenzeiträume veranschlagte, sich in wenigen Stunden gebildet haben?

    Es gibt nur eine einzige halbwegs sichere Methode der Krustenaltersbestimmung, insbesonders die der ozeanischen Kruste: Die Erstarrungsdauer in Verbindung mit der Krustendicke. Und 5 km sind ebnen in rund 300 ka erstarrt. Und vorher gab es eben keine ozeanische Kruste und deshalb konnte es nur weltumspannend kontinentale Kruste gegeben haben. Zu Gondwanalandszeiten.

    Kontinentale und ozeanische Kruste unterscheiden sich in ihrer Physik und ihrer Chemie udn konnten daher nicht gleichzeitig entstanden sein. Das ist Fakt.

    \”Uran, Thorium sind sogenannt inkompatible Elemente, werden also schwerlich in Gesteine eingebaut, und wurden deshalb durch Schmelzen in der Erdkruste konzentriert\”

    Etwas unlogisch dein Satz! Daher nicht diskussionswürdig!

    \” Das weiss man z.B. auch, weil ihre Konzentraiton in der Erdkruste viel höher ist als in der Photosphäre der Sonne oder in den primitivsten Meteoriten (CI-Chondriten). Chondriten (primitive Meteoriten, dh, solche, die nie besonders stark geheizt wurden) weisen allesamt sehr viel tiefere Uran / Thorium-Werte als die Erdkruste auf.\”

    Was hat die Photosphäre der Sonne mit der Erdkruste zu tun? Nichts. Was haben irgendwelche Meteoriten mit der Erdkruste zu tun? Nix. Du weißt ja nicht einmal, woher diese Meteoriten kommen! Ich schon. Ich gehe davon aus, daß nicht am Ende nur noch Meteoriten auf die Erde gefallen sind, welche besonders reich an U+Th waren. Und keine Zeit der Welt wäre in der Lage gewesen, eine Schmelze 1000 km dicke Schmelze so sedimentieren zu lassen, daß sich das Uran nur in der Kruste befindet! Niemals! Also muß das Uran mindest gleichverteilt in der Schmelze gewesen sein und dein inkompatiblen Elemente ist grober Unsinn!

    Und deshalb muß die Erde im Inneren wegen der mindestens 85 MJ/kg gasförmig sein udn damit haben wir bereits eine expandierende Gaserde!

    \” Jedes Wachstum der Erde ohne Massenzuwachs erfordert, dass bei einer Verdoppelung des Durchmessers die Schwerkraft an der Oberfläche zu Beginn der Expansion vier Mal stärker war, und natürlich müsste die Erde vor der Expansion auch doppelt so schnell rotiert haben, wegen der Drehimpulserhaltung. \”

    Anscheinend kennst du dich in Physik nicht so richtig aus. Die Erde muß 4 mal so schnell rotiert sein. Wegen der Drehimpulserhaltung.

    \”Man kann aus den Neigungswinkeln von Wellen- oder Sandrippeln ….\”

    Soll das ein Scherz sein???? Die Erde war bis 90% des heutigen Erddurchmessers mit Wasser bedeckt und erst dann tauchte erstmalig Land auf. Und die Erde war wegen der Kongorinne 1,33 mal größer als heute, als ein Meteoriteneinschlag sie wieder sehr rasch schrumpfen ließ. Dabei traten landschaftsverändernde Flutwellen auf und es entstanden vermutlich erstmals nennenswert Gebirge, also die ozeanische Kruste sich unter die kontinentale mit einem Affenzahn unterschob. Das war das Sintflutereignis und deshalb finden wir in Peru in 4000m Höhe Städte mit Meeranschluß (Häfen).

    Mit einiger Wahrscheinlichkeit war alles komplett überflutet und die Erde mußte sich erst wieder einmal aufblasen. Aufgrund des wegen der Schrumpfung vergrößerten Drucks/Diche im Zentrum sprang der Kernreaktor kurz an und stellte danach wegen Xenonvergiftung wieder seinen Betrieb ein. Aber es genügte eben, das Land wieder aus dem Meer auftauchen zu lassen. Das gebildete Xenon muß dann erst wieder aus dem Zentrum herausdiffundieren, bevor der Reaktor wieder weiter pumpen kann. Dauert vielleicht noch ein paar Jahre :)

    Das erstmalige Aufblasen ab den 55% konnte vielleicht sehr schnell gegangen sein. Denkbar sind durchaus 1, 10, 100 km/Jahr oder noch viel schneller.

    Nicht die mindestens 85 MJ/kg vergessen!

  • By Bynaus, 27. Dezember 2010 @ 18:28

    1) Tja, bei Gondwanaland (oder allen anderen Rändern, die beim Zerfall von Pangäa entstanden sind) stimmt es natürlich. Aber wie siehts denn mit dem Rest aus? Der kritische Test für die Erdexpansion wäre ja eine Übereinstimmung \”aussen herum\”, das heisst dort, wo es, wenn die Erde nicht gewachsen ist, keine Übereinstimmung geben dürfte. Und? Und? Stimmt es? Trommelwirbel… Nein. Zu dumm.

    2) \”Mit denselben Metoden, wo 10 Jahre altes Gestein mit 2 Mio Jahren gemessen wurde?\” Oh, heilige Ignoranz, paule sonnt sich noch etwas in deinem Glanz… Wenn du keine Ahnung von Datierungsmethoden hast, solltest du dir auch nicht das Maul darüber zerreissen. Oder ohne irgendwas zu hinterfragen bei den Kreationisten abschreiben… Die Arbeit, auf die du dich hier beziehst (ich hab mir die mal im Rahmen einer Kreationisten-Diskussion durchgesehen), arbeitete mit der eher ungenauen Argon-Argon-Datierung. Dafür muss eine Reihe von Randbedingungen erfüllt sein, und im Artikel sagen die Autoren klar, dass diese Randbedingungen offensichtlich nicht erfüllt sind und die Methode nicht angewandt werden kann. Sie berechnen, nur um das zu demonstrieren, ein \”nominelles\” Alter.
    Altersdatierung bei Kontinentalkrusten wird normalerweise mit der Sr/Rb, Sm/Nd oder Rh/Os Isochronen-Methode gemacht. Befass dich mal damit. Wenn ich sehe, dass du das verstanden hast, können wir ins Detail gehen. Aber ich weiss, das bedeutet Arbeit, und der gehst du lieber aus dme Weg. Du hast ja schon alle Antworten, wozu nachdenken?

    3) Dass du nicht über Inkompatibilität (eine wichtige chemische Eigenschaft von Elementen in der Geologie) reden willst, spricht auch nicht gerade für dich.

    4) Die Photosphäre der Sonne spiegelt die allgemeine chemische Zusammensetzung des Sonnensystems wieder, da die Sonne mehr als 99.9% von dessen Masse ausmacht. Das wird dadurch bestätigt, dass die primitivsten Meteoriten ebenfalls genau diese Zusammensetzung (abzüglich Wasserstoff, Helium, und teilweise anderern volatilen Elementen) haben. Die Erde hat sich ja letztlich aus genau diesem Material gebildet, und kann deshalb auch nicht mehr Uran besitzen als das Sonnensystem im Durchschnitt. Vergleicht man diesen mittleren Sonensystem-Gehalt mit dem Gehalt in der Kruste, fällt auf, dass fast alles Uran der Erde in der Kruste konzentriert sein muss. Was ausgezeichnet zu der Vorhersage, basierend auf der Inkompatibilität von Uran (gleiches gilt für Thorium) passt.

    5) Jep. Viermal schneller hätte sie rotieren müssen, da hast du recht. Zu dumm, dass so die Diskrepanz zwischen Beobachtung und Hypothese der expandierenden Erde noch grösser wird. Aber dass du darauf nicht eingehen würdest, war ja abzusehen.

  • By paule, 27. Dezember 2010 @ 20:28

    Dir ist bekannt, daß die Radiodatierungen nur dann funktionieren können, wenn die Umstände wie bei der Eichung der Methode waren. Wenn dies nicht der Fall ist, kann der Fehlerbalken auch 14 Zehnerpotenzen groß werden und wenn die Umstände nicht ganz so extrem sind, sind eben 3 Zehnerpotenzen leicht drin. Im bei Zillber beschriebenen Fall, Mt. St. Helens Gestein, garantiert 10 Jahre alt, wurden 3 verschiede Methoden von den renommiertesten Fachlabors angewandt. Die Altersbestimmungen lagen im Bereich von 10ka bis 2 Ma. Desweiteren wurden auch mal \”Schneckenhäuser\” mit der C-14 Methode untersucht. Ergebnis war glaube ich 30 ka. Problem war dabei nur, daß die Schnecken noch lebten. Damit ist die Radiodatierung erledigt.

    \” Und? Und? Stimmt es? Trommelwirbel… Nein. Zu dumm.\”
    Reine Behauptung deinerseits! Du bist bereits an der Tatsache gescheitert, daß die beiden Krustenart stark unterschiedlich sind und daher unterschiedliche Entstehungszeiten und Genese haben müssen. Auch die Krustendicken widersprechen der Radiodatierung vollkommen! Du sagst, 200 Ma, und aus der Erstarrungszeit resultieren rund 1 Ma oder weniger.
    Außerdem kannst du nicht erklären, Wie bei vorhandener ozeanischer Kruste die Kontinente hätten umherschlittern können.

    \” Dass du nicht über Inkompatibilität (eine wichtige chemische Eigenschaft von Elementen in der Geologie) reden willst, spricht auch nicht gerade für dich.\”

    Ich habe darüber geredet und bereits gesagt, daß das ein Schmarrn ist. Die Radioelemente sind bis 16 km Tiefe angegeben und du kannst niemandem, weismachen, daß es darunter plötzlich kein Uran mehr geben soll. Außerdem haben wir im Erdgas bis zu 10% He,im Erdöl 1 %, was ebenfalls auf starken Zerfall hindeutet.

    Deine ganzen Meteoritenphantasien taugen schon deshalb nichts, weil die Zusammen setzung von Sonn, Gasplaneten, feste Planeten in allen Bereichen stark unterschiedlich ist. Besonders natürlich der \”sichtbare\” H, He, bis C und noch etwas darüber hinaus Anteil.

    Da muß man sich die Frage stellen, weshalb dies so ist und weshalb die Sonne oder der Jupiter uns nicht die ganzen Steinchen weggesammelt hat und weshalb die Venus eine extreme CO2 Atmosphäre hat und wir nur Luft. Obwohl sie genauso groß ist wie \”wir\”. All dies deutet eben nicht auf einen Dreckwirbel hin, aus dem die Planeten entstanden sein sollen.

    Desweiteren ist es undenkbar, daß irgendwo ein Haufen Dreck sich zusammentut, der vorher bei irgendeiner SN mit 5000 km/s weggeblasen worden sein soll. Das ist vollkommen unmöglich. Alles deutet darauf hin, nicht zuletzt die Sonne, daß es sich um eine reine ruhige H-Wolke gehandelt hat, aus der *alle* HK entstanden sind. Und zwar recht explosiv und unter kompletter Elementbildung. Und die Meteoriten sind nur Überbleibsel dieser gigantischen elementbildenden Explosionen. Das sehen wir heute 1000 Mal am Tag in Form von Gamma und Röntgenbursts. Das sind alles Planetenneubildungen innerhalb von Sekunden und Sekundenbruchteilen. Dabei wurde auch das Uran gebildet, natürlich gasförmig, und das hat sich dann im Zentrum bevorzugt angelagert.

    Was wir in der Kruste sehen entspricht nur dem \”eingefrorenen\” Zustand an der Stelle im Gas, wo die Kruste sich eben gebildet hat. Das gilt für alle Krustenelemente.

    Anhand deiner \”Rippel\” kanst du gar nichts feststellen. Die Fliehkräfte sind völlig unbedeutend.

    Außerdem kannst du nicht erklären, woher die 400m durchschnittliche Ablagerungen im Meer herkommen und wie die Sahara plötzlich eine Sandwüste wurde oder woher der Chinalöß mit bis 400 m Schichtdicke herkommt. Ich kann das genauso wie die Krustenunterschiebungen, die Polwanderungen in kürzester Zeit und auch das fast marktfähige Dinogammelfleisch erklären. Du must die Sintflut als Hirngespinst abtun, ebenso die Drachen udn noch Vieles andere mehr. Ich nicht. Es passt alles. Und außerdem mußt du die Kongo-Rinne leugnen, um dein verqueres Weltbild retten zu können.

  • By Bynaus, 28. Dezember 2010 @ 00:32

    Ausreden, alles Ausreden, paule. Nicht eine substanzielle Antwort. Ich habe besseres zu tun.

  • By paule, 29. Dezember 2010 @ 04:12

    @Bynaus
    \”Die Photosphäre der Sonne spiegelt die allgemeine chemische Zusammensetzung des Sonnensystems wieder, da die Sonne mehr als 99.9% von dessen Masse ausmacht. Das wird dadurch bestätigt, dass die primitivsten Meteoriten ebenfalls genau diese Zusammensetzung (abzüglich Wasserstoff, Helium, und teilweise anderern volatilen Elementen) haben. Die Erde hat sich ja letztlich aus genau diesem Material gebildet, und kann deshalb auch nicht mehr Uran besitzen als das Sonnensystem im Durchschnitt. Vergleicht man diesen mittleren Sonensystem-Gehalt mit dem Gehalt in der Kruste, fällt auf, dass fast alles Uran der Erde in der Kruste konzentriert sein muss. Was ausgezeichnet zu der Vorhersage, basierend auf der Inkompatibilität von Uran (gleiches gilt für Thorium) passt.\”

    Deine Aussage ist sowohl von der Behauptung her als auch von der Logik her einfach falsch.

    Zusammensetzung der HK, Atmosphären %: H, He, CH4. NH3, O

    Sonne: 91; 9; Rest <0,1%
    Jupiter: 90; 10; 0,3; 0,03
    Saturn: 96; 3; 0,45; 0,03
    Uranus: 82,5; 15,2; 2,3
    Neptun: 80; 19; 1,5

    Wie ist es möglich, daß Neptun einen viel höheren He Anteil hat als die Sonne? Man beachte auch Saturn, welcher am meisten H hat, mehr als die Sonne. Bei den festen Planeten kann man ebenfalls zeigen, daß da gar keine Rede davon sein kann, daß die sich irgendwie ähnlich sind.

    Dies bedeutet, nie und nimmer kann der Bildungsprozeß des Sonnensystems so abgelaufen sein, wie du/andere es behaupten. Jeder Planet hat seine eigenen Elemente in seinem ganz eigenen Entstehungsprozeß gebildet. Das Einzige, was alle Himmelskörper gemeinsam verbindet ist, daß sie alle aus der selben Suppe gelöffelt haben. Und dies war eine reine Wasserstoffsuppe.

    Dabei haben sich auch die Monde als eigenständige Himmelskörper um die Planeten gebildet. Das war derselbe Entstehungsprozeß, der ebenso seine jeweils eigene chemische Zusammensetzung letztlich ergab. Das jeweilige chemische Endergebnis war nur davon abhängig, wie groß die beteiligte H-Wolke war und wie groß ihr differentieller Drehimpuls war.

    Es gibt z.B. den klitzekleinen Saturnmond Mond Enceladus (400 km, Umlaufdauer: 32,88 Stunden), aus dem das Wasser herauspfeift und der eine gebirgslose Oberfläche hat. Erstaunlich ist, daß dieser kleine Mond überhaupt so viel O produzieren konnte. Auf dem Saturn gibt es nämlich keinen O. Von Gestein kann gar keine Rede sein, aus dem Enceladus sich hätte bilden können. Dieser Mond rotiert langsam und das war der Grund, weshalb er überhaupt nuklear so stark durchreagieren konnte, daß er O produzieren konnte! Genau aus demselben Grund gelang das bei dem schnell rotierenden Saturn eben nicht und deshalb hat er immer noch 96% H!
    http://www.saturnmonde.de/
    saturnmonde.de/enceladus.html

    Dies Kosmologie ist genauso schwachsinnig wie die Geologie. Bynaus, wirst du das wieder wegen \”themenfremd\” löschen? Es gehört wie auch alles andere zur expandierenden Erde und es beweist ebenso diese Vorgänge!.

    Hatte ich das schon einmal gepostet oder wurde das vielleicht \”versehentlich\” gelöscht? :

    Etwa so wie den Enceladus und meinen mehrmaligen langen Kommentar dazu, dessen Löschung Alex gar als

    \”Das GIBT ES NICHT! Paules Text wurde schon wieder gelöscht? Von dir Byanus? Das ist unverschämt!\”

    bezeichnet hat?

  • By Bynaus, 29. Dezember 2010 @ 11:20

    \”Wie ist es möglich, daß Neptun einen viel höheren He Anteil hat als die Sonne?\”

    Gute Frage – warum schaust du nicht mal nach, was andere lange vor dir dazu gedacht und geschrieben haben? Da gibt es jede Menge Material dazu, aber ich werde mir nicht mehr die Mühe machen, es für dich zusammenzufassen. Als Ausgangspunkt kannst du diese öffentlich zugängliche Arbeit nehmen (dort siehst du auch alles zum Thema chemische Ähnlichkeit zwischen CI-Chondriten und der Photosphäre):

    arxiv.org/abs/1010.2746

    Und jep, deine Privat-Kosmologie führt jetzt wieder vom Thema weg. Ich lösche keine Beiträge \”versehentlich\”, das geschieht immer in voller Absicht. Und zwar immer dann, wenn ich das Gefühl habe, dass sich jemand nicht an die Hausregeln hält. Da kannst du mahnen und drohen, wie du willst.

  • By Unbekannter Gast, 29. Dezember 2010 @ 12:05

    \”Gute Frage – warum schaust du nicht mal nach, was andere lange vor dir dazu gedacht und geschrieben haben?\”

    Weil ich einen eigenen Kopf zum Denken habe!

    Brauchst du Vordenker?

  • By paule, 29. Dezember 2010 @ 13:30

    Noch eine kleine Randbemerkung, weshalb ich nicht so sehr an Vordenkern interessiert bin. Gerade habe ich bei Wiki den Artikel über Jupiter gelesen. Dort wird dann von irgendeinem metallischen Wasserstoffkern gefaselt:

    \”Unterhalb etwa 25 % des Jupiterradius geht der Wasserstoff bei einem Druck jenseits von 300 Millionen Erdatmosphären in eine metallische Form über. Es wird vermutet, dass Jupiter unterhalb dieser metallischen Wasserstoffschicht einen Gestein-Eis-Kern hat, der aus schweren Elementen besteht mit bis zu etwa 20 Erdmassen. Die Massenverteilung im Inneren des Planeten entspricht etwa 71 % Wasserstoff, 24 % Helium und 5 % andere Elemente.\”

    In einer Gasatmosphäre gibt es einen Temperaturgradienten. Dieser beträgt theoretisch g/cv. Demnach sollte der Jupiter bei einem Radius von 95% bereits eine Temperatur von rund 6000 K aufweisen. Damit liegt man bereits jenseits von fest oder flüssig und sonstigen Eis-Phantasien. Jupiter ist durchgängig ein Gasplanet, was bereits seine Dichte von 1,3 g/cm³ beweist.

  • By Bynaus, 29. Dezember 2010 @ 14:41

    \”Weil ich einen eigenen Kopf zum Denken habe!\”

    Tja, wenn ich mir das Resultat in diesem (und anderen) Kommentarsträngen anschaue, dann habe ich schwere Zweifel, dass er der von dir zugedachten Aufgabe gewachsen ist…

    Den letzten Kommentar zu dir betreffend Jupiter ist der letzte Off-Topic-Beitrag, den ich zulasse. Aber dass dir die Druckabhängigkeit von Aggregatszuständen nicht bekannt ist, finde ich dann doch erstaunlich…

  • By paule, 29. Dezember 2010 @ 14:50

    \”Aber dass dir die Druckabhängigkeit von Aggregatszuständen nicht bekannt ist, finde ich dann doch erstaunlich…\”

    Und ich finde es erstaunlich, daß dir die Temperaturabhängigkeit von Aggregatzuständen nicht bekannt ist!

    Oberhalb der kritischen Temperatur gibt es nix mehr außer Gas. Und das ist *unabhängig* vom Druck. Und in einem Temperaturbereich weit oberhalb des kritischen Drucks, wo man bereits Plasma vorliegen hat, gibt es schon gar nix anderes mehr, als Plasma. Da gibt es auch keine chem. Verbindungen mehr. Nur Atomkerne, welche sich abstoßen, und freie Elektronen, welche sich auch abstoßen.

  • By paule, 29. Dezember 2010 @ 15:08

    Korrektur:

    falsch:
    \”In einer Gasatmosphäre gibt es einen Temperaturgradienten. Dieser beträgt theoretisch g/cv.\”

    richtig: g/cp

    Die freien Elektronen sind bei hoher Temperatur dabei so schnell, daß sie von den Atomkernen nicht mehr eingefangen werden können. Bei Jupiter von \”Eis\” und ähnlichem bei \”unter 25 % Radius\” zu reden, ist daher vollkommen absurd. Absurd! Selbst wenn man nur über den Daumen rechnet, kommt man schon auf Temperaturen von rund 60000 K.

  • By Bynaus, 29. Dezember 2010 @ 15:42

    Du hast offenbar noch nie von Hochdruckeis gehört? Schau mal hier: http://www.lsbu.ac.uk/water/phase.html

    Siehst du, das ist das Problem mit \”Ich habe einen eigenen Kopf zum Denken!\” – selbst der intelligenteste Kopf nützt nichts, wenn man nicht alle Fakten kennt, die man zu einem Thema kennen sollte. Wer grossmäulig behauptet, alle anderen lägen in Bezug auf ein bestimmtes Thema falsch, aber gleichzeitig kennt er selbst nur einen Bruchteil der wichtigen Fakten zum Thema, der macht sich einfach lächerlich.

  • By Bynaus, 29. Dezember 2010 @ 15:51

    Wie du übrigens auf diesen Temperaturgradienten kommst, ist mir schleierhaft. Kannst du den mal sauber herleiten?

  • By Bynaus, 30. Dezember 2010 @ 06:18

    Echt, paule! – wenn ich dich bitte, deine Formeln korrekt herzuleiten, dann will ich keine ellenlangen, themenfremden Abhandlungen über deine Privat-Vorstellungen zur Funktionsweise von Druckzellen lesen. Beitrag gelöscht. Unter einer \”sauberen Herleitung\” stelle ich mir nicht einen wüsten Buchstabensalat vor, sondern eine Aufstellung der Gleichungen, von denen du ausgehst, sowie einer Erklärung der Bedeutung der Abkürzungen, die du benutzt.

  • By paule, 30. Dezember 2010 @ 15:36

    Böse, böse, Geologe, sehr böse!

    Habe gerade einmal durchgerechnet, welche Temperaturen sich so ganz ohne Radioaktivität ergeben müssten, wenn die Erde sich aus herumfliegenden Brocken gebildet hätte. Dazu habe ich eine konstante Einschlagsrate angenommen, welche einen kleinen anfänglichen Felsbrocken von 100 km Durchmesser auf die heutige Erdmasse innerhalb von 1 Mrd. Jahre bringt. Natürlich habe ich die sich mit der wachsenden Erde sich ändernde Gravitation, also Aufschlaggeschwindigkeit berücksichtigt und das Durchmesserwachstum ebenfalls.

    Die Impaktenergie habe ich dann bei der jeweilig sich ergebenden Erdtemperatur von der gesamten Oberfläche abstrahlen lassen.

    Erstaunlich, welche Erdtemperatur sich dabei ergibt, natürlich ohne Sonneneinstrahlung gerechnet: 201 K durchgehend.

    Bei 100 Mio Jahren Bildungszeit, dann mit entsprechend höherer Einschlagsrate, sind es immerhin schon 357 K und bei 10 Mio Jahren dann 635 K am Ende dieser \”heißen\” Phase.

    Das bedeutet, es wäre unmöglich gewesen, die Erde je in einen schmelzflüssigen Zustand zu bekommen. Noch dazu, wo ich nicht einmal berücksichtigt habe, daß bei einem Impakt eigentlich sehr hohe Temperaturen entstehen, welche \”blitzschnell\” in den Weltraum abgestrahlt werden, sodaß das gar nicht der Gesamterde zugute kommt. Dies würde also noch geringere Temperaturen als oben angegeben erzeugen.

    Was sagste nun dazu? Aber blamiere dich bitte nicht mit dem Ruf nach \”Vorrechnen\”.

    Die Formelbuchstaben, welche ich zu den Temperaturgradienten gebracht habe, sind jedem Wissenschafller geläufig. Jeder weiß, was cp, cv, R oder T, p oder g in einem solchen Zusammengang bedeuten. Daß meine Formeln nicht lesbar waren, liegt an deinem System. Es gestattet nicht, Formeln korrekt zu schreiben! Es verschluckt Klammern.

    Abgesehen davon ist es schon sehr erstaunlich, daß du dir den Temperaturgradienten nicht selbst herleiten kannst, Geologe.

  • By Bynaus, 30. Dezember 2010 @ 17:40

    Da sind wir also wieder auf dem Kindergarten-Niveau… Deine Formeln willst oder kannst du also nicht sauber ableiten, so dass sie für alle (auch für andere Leser) nachvollziehbar und (trotz systembedingten Limitationen) lesbar sind. Lass dir halt was einfallen. Aber auch okay. Lassen wir das.

    Zu deiner neuen Rechnung: Zunächst einmal gibt es eine Grössenverteilung der Objekte, aus denen sich die Erde (in ca. 50-100 Mio Jahren, gemäss dem Hf-W-System -> aber lerne doch zur Abwechslung erst mal etwas darüber, bevor du dir wieder das Maul zerreisst…) gebildet hat: sie waren nicht alle 100 km gross. Sehr viel grössere Körper, wie man sie von Simulationen am Ende der Akkretion erwartet, haben bis zur doppelten Marsmasse (aus einer solchen Kollision ist, denkt man, der Mond hervorgegangen). Bei einem solchen Einschlag ist es sehr wohl möglich, die Erde komplett aufzuschmelzen.

    Das ist Punkt eins. Punkt zwei ist, dass bei der Differentiation von Objekten auch die Restradioaktivitäten von Eisen-60 und Aluminium-26 eine Rolle spielen (sieht man anhand von Korrelationen zwischen Al/Mg-Gehalt und Mg26/27-Isotopenverhältnissen in primitiven Meteoriten, analog für Eisen). Die sind wegen ihrer kurzen Halbwertszeiten zur Zeit, als sich die Erde bildet (eben, 50-100 Myrs nach den ersten Kondensaten), zwar schon wieder weitgehend zerfallen. Aber da die Körper, aus denen sich die Erde (und die anderen Planeten) bildet, sind bereits differenziert, dh, bestehen aus Eisenkern und Gesteinsmantel. Nach dem Einschlag sinken Eisenkerne (genauer: die eisenreiche, geschmolzene Schicht am Boden des Kraters) als eine Art umgekehrte \”Manteldiapire\” ab und vermischen sich mit dem (stetig wachsenden) Eisen-Kern der Erde.

    Was das alles mit der expandierenden Erde zu tun haben soll, weiss ich auch nicht.

  • By paule, 30. Dezember 2010 @ 18:00

    Habe mich schon wieder verrechnet. Hatte eine um Faktor 4 zu kleine Oberfläche angesetzt. Die sich ergebende stationäre Temperatur bei einer Rate von 1 Erdmasse/ 1 Mrd. Jahre beträgt 189 Mio kg/s und bei einer Impaktgeschwindigkeit von 11,2 km/s bei der großen Erde, welche aus der Gesteinswolke sich alles heraussammelt, ergibt sich eine Impaktleistung von 23,4 W/m². Diese Leistung wird bei 143 K abgestrahlt. Ein Schmelzen mit glutflüssigen Lavaphantasien ist daher völlig ausgeschlossen.

    Damit kann aber nicht erklärt werden, weshalb wir einen Eisenkern haben sollen, weil dazu mindest ein Schmelzen und Entmischen notwendig ist.

    Schmelzen ginge nur dann, wenn sich eine homogene Gesteinswolke zusammenzieht und dann in einem Augenblick zusammendonnert. Dann ist jedoch die Temperatur so hoch, daß alles erst einmal gasförmig ist und dann bewirkt die adiabatische Temperaturverteilung in den Außenbereichen ein Kondensieren des Gases, ähnlich wie ich es schon beschrieben habe, und dann ist die Wärme durch die kondensierende und isolierende Kruste im Inneren gefangen und das Innere bleibt gasförmig.

    Dann hätten wir zwar keine expandierende Erde, aber zumindest ein gasförmiges Inneres. Allerdings gäbe es auch keine inneren Wärmequellen, welche Vulkanismus u.ä. produzieren.

    Wiki:
    \”Im Zeitraum von 4,7 bis 3,8 Milliarden Jahren vor unserer Zeit, im Hadaikum, unterschied sich die im jungen Sonnensystem kreisende „Urerde“ noch grundlegend von dem Planeten, wie wir ihn heute kennen. Sie besaß noch keine feste Oberfläche.

    Der ursprüngliche Protoplanet wuchs, bedingt durch häufige Einschläge von Kleinkörpern, da das frühe Sonnensystem noch viel Materie enthielt, die noch nicht in Planeten gebunden war. Teile davon zog die Erde durch ihre große Masse an und absorbierte sie in ihrem teilweise aufgeschmolzenen Körper. In besonderer Beziehung hierzu steht die auch heute noch nicht vollständig geklärte Frage nach der Entstehung des Mondes.

    Die Atmosphäre der Urerde, die sogenannte „Uratmosphäre“, bestand im Wesentlichen aus Wasserstoff und Helium, war jedoch instabil und blieb nicht erhalten. Alle Elemente, aus denen unser Planet heute besteht, waren damals schon vorhanden, aber sie hatten aufgrund der hohen Temperatur zum Großteil keinen festen Aggregatzustand.

    Nach und nach bildete sich durch gravitative Differentiation der schalenförmige Aufbau der Erde: Elemente mit hoher Dichte (vor allem Eisen) sammelten sich im Erdkern. Mit abnehmender Dichte folgen dann der Erdmantel und schließlich die noch nicht verfestigte Erdkruste.\”

    Tja, da fehlt hinten und vorne die Energie und natürlich die Logik. Solche Geschichten kann man einem Kindergartenkind oder einem Geologen erzählen. Es ist wirklich erstaunlich, daß anscheinend noch niemals jemand einmal nachgerechnet hat. Nur Blablabla.

    \”Im Zeitraum von vor 3,8 bis 2,5 Milliarden Jahren sank die Oberflächentemperatur der Erde auf unter 100 °C ab und die Erdkruste verfestigte sich zunehmend. Einer der Hauptgründe ist die deutliche Abnahme des Kleinkörperbeschusses während des letzten schweren Bombardements.\”

    Das ist wirklich an Dummheit und Lächerlichkeit nicht mehr zu überbieten! Wo ist die ganze Masse hingekommen, welche die Erde auf über 100°C während der 1,3 Mrd. Jahre durch ihre Bombardementenergie so heiß gehalten hat? Angenommen, die halbe Erdmasse soll in dieser Zeit heruntergekommen sein. Das bedeutet dann 145 Mio kg/s, also ungefähr 3e-7 kg/m²s ! Bei 100°C wird eine Energie von 1100 W/m² abgestrahlt und demnach müßte diese Masse eine Impaktgeschwindigkeit von 85 km/s gehabt haben!

    Das ist Schwachsinn hinten und vorne!

  • By Bynaus, 30. Dezember 2010 @ 19:29

    Ich gehe jetzt mal davon aus, dass du meinen letzten Beitrag nicht gesehen hast…

  • By paule, 30. Dezember 2010 @ 23:22

    Dann müßte am Ende in die kalte Erde noch rund 0,01 Erdmassen eingeschlagen haben, damit man auf 6000 K kommt. Das ist wohl etwas sehr viel Zufall, da das nicht nur bei der Erde, sondern auch bei der Venus und anderen Steinplaneten gewesen sein müßte.

    Der grundsätzliche Haken an der Geschichte ist jedoch die Frage, woher überhaupt das ganze Material stammen soll, welches letztlich einer SN entstammen müßte. Das grundsätzliche Problem bei einer solchen Materialquelle ist jedoch, daß deren Material auf hoher Geschwindigkeit beschleunigt radial von der SN wegfliegt und nirgendwo mehr sich in der benötigten Dichte zusammenballen könnte, sodaß ein neues Sonnensystem samt Planeten entstehen könnte. Das Material fliegt nach 1 Lj immer noch mit 5000 km/s radial vom Explosionsort weg und die Quergeschwindigkeiten sind zu hoch, als daß sich daraus wieder ein Sonnensystem bilden könnte. Man kann sich leicht ausrechnen, daß man da höchstens ein Sonnensystem von vielleicht 1/1000 Masse unseres Systems zusammenbasteln könnte, falls überhaupt die divergiernden Geschwindigkeiten ein Zusammenballen erlauben würden. Wir sehen ja am Krebsnebel, wie so etwas aussieht.

    Woher sollen also überhaupt die \”Steine\” kommen?

    Das ist das Problem, weshalb die ganze Geologie nicht funzt.

  • By Bynaus, 31. Dezember 2010 @ 08:08

    Späte, massive Kollisionen sind alles andere als Zufall. Alle Objekte sind der Akkretion unterworfen, das heisst, gegen Ende sind alle grösser als am Anfang. Nicht nur 0.01 Erdmassen, sondern bis zu 0.2 Erdmassen erwartet man da. Und ja – natürlich gilt das für alle Planeten. Aber nur eine kleine Minderheit dieser Kollisionen führt zu einem Mond, der unserem Mond gleicht.

    Das Gesteins-Material kommt ursprünglichst von interstellaren Gas- und Staubwolken, die über Jahrmilliarden mit diesen schweren Elementen angereichert wurden (aus vielen verschiedenen Sternen als Quellen, nicht nur Supernovae). Supernova-Material, das in diese Wolken eingebracht wird, wird \”eingebremst\” (solche Schockwellen sieht man ja noch heute in Sternentstehungsregionen). Wenn eine solche Wolke an einer Ecke kalt genug ist, beginnt sie sich zusammenzuziehen und zu fragmentieren, so dass eine Sternentstehungsregion entsteht (kann man auch heute beobachten, z.B. im Orion-Nebel). Die Sonne (und ihre Planeten) ist dann aus einem dieser Wolkenfragmente entstanden, das sich durch Rotation abgeflacht hat. Die \”Steine\”, wenn du so willst, sind letztlich aus Sternenstaub zusammengesetzt. Wenn du primitivste Meteoriten im Labor auflöst, findest du darin kleinste Staubkörner mit hochexotischen Isotopenverhältnissen. So beträgt das Kohlenstoff-12 zu Kohlenstoff-13-Verhältnis im Sonnensystem überall (wo man gemessen hat) etwa 89, sei es auf der Erde, dem Mond, dem Mars, in Kometenschweifen… Diese Sternstaubkörner enthalten aber Verhältnisse zwischen ~3 und ~10000, Zeugnis davon, dass sie in ganz anderen \”nukleosynthetischen\” Umgebungen gebildet wurden. Mittelt man ihre Verhältnisse, kommt man auf 89, was zeigt, dass die schweren Elemente des Sonnensystems aus diesen Körnern stammen, die einfach in den meisten Himmelskörpern durch Aufschmelzen miteinander vermischt wurden.

  • By paule, 31. Dezember 2010 @ 11:36

    Der \”Staub\”, wie du ihn nennst, kann nicht eingebremst worden sein. Einfach aus dem einfachen Grund, weil er eben mit 5000 km/s durch die Landschaft raste und sich nirgendwo mehr eine so hohe Staubkonzentration gebildet haben könnte, daß es zu einem Kollaps gekommen wäre, der ein ganzes Sonnensystem hätte bilden können.

    Du kannst dir ja einmal ausrechnen, welche Quergeschwindigkeiten erreicht werden und wieviel Masse bei welchem Raumwinkel Winkel enthalten ist und wie hoch dann die jeweilige Entweichgeschwindigkeit dieser Masse ist. Ich habe das gemacht. Nie und nimmer könnte sich ein Sonnensystem gebildet haben. Da müßten schon in korrektem zeitlichen Abstand 10000 SN fast in einer Linie stehend explodieren, damit dann zufällig an einem Punkt so viel Masse mit so geringer Geschwindigkeit da ist, daß sich ein Sonnensystem bilden könnte. Und dieses Sonnensystem müßte dann zu seiner restlichen Sternumgebung eine Geschwindigkeit von einigen 1000 km/s haben.

    Deine Phantasien sind daher vollkommen unzureichend.

    vquer = 2 * v * sin ( Raumwinkel/2)

    Und in einem Raumwinkel von 1° ist eben nur 1/41000 der SN-Masse enthalten, welche schon mit 87 km/s auseinanderdriftet, wenn man 5000 km/s für v annnimmt. Das ist weit über der Fluchtgeschwindigkeit dieser Teilmasse.

    Natürlich findet man \”hochexotische\” Isotopenverhältnisse in Meteoriten. Es sind schließlich die Überreste, welche bei der explosiven nuklearen Planetenbildung aus Wasserstoff abgesprengt wurden und nicht auf Fluchtgeschwindigkeit beschleunigt wurden, weil sie durch die radial darüberligenden Massen abgedämmt waren.

    Außerdenm sprechen die Gasplaneten gegen deine Theorie. Auch die Venus mit ihrer \”absonderlichen\” Atmosphäre. Alles spricht gegen diese Staubtheorie.
    Abgesehen davon, mit Mondstaub komme mir bitte nicht, weil den noch niemand in den Händen gehalten hat. Beim Mars ist es dagegen möglich (analysiert).

    Was bei uns herumfliegt, ist daher nicht Sternstaub sondern Überreste von der Planeten- und Mondbildung, insbesonders der Nichtgasplaneten. Nur so kann man auch die \”irregulären\” Bahnen dieser Meteoriten erklären. Sie waren eben nicht Bestandteile der Staub*scheibe* sondern wurden bei der jeweiligen Panetenexplosion in alle Richtungen abgeschossen. So auch die *kugelförmige* Oortsche Wolke.

  • By Bynaus, 31. Dezember 2010 @ 17:39

    Wie erwähnt, die Mehrheit des Staubes kommt nicht von Supernovae, sondern von AGB Sternen. Und ja, er kann abgebremst werden – das ist ein Beobachtungsfakt. Suchs dir selber raus.

    Deine Vorstellung von der Bildung von Sonnensystemen ist komplett falsch. Da kannst du dir noch soviel mühe geben, irgendwas zu rechnen – wenn das, was du wiederlegen willst, ohnehin niemand behauptet, kannst du dir die Mühe sparen. Ich habe dir im letzten Post eine Erklärung zur Entstehung von Sonnensystemen gegeben. Dort könntest du ansetzen und versuchen, mal was zu lernen, statt so Stuss zu schreiben, dass man gar nicht weiss, wo man anfangen soll.

    Mondstaub habe ich schon selbst mal in den Händen gehalten. :D Und ja, es überrascht mich ehrlich gesagt nicht, wenn du auch noch ein Mondlandungsleugner wärst. Das würde perfekt ins Bild passen, das ich mir von dir mache.

    Aber okay. Ich habe jetzt gesehen, dass das auch nach zig Posts nicht auf die expandierende Erde hinausläuft. Jeder weitere Off-Topic-Post von dir wird gelöscht.

  • By Bynaus, 2. Januar 2011 @ 20:18

    Den regelwidrigen Kommentar paules habe ich gelöscht, die Mondlandungsverschwörungsdiskussion zwischen ihm und heraklit habe ich in den passenden Kommentarstrang verschoben. Ich werde keine weiteren Abweichungen vom Thema dulden.

  • By Max, 7. Januar 2011 @ 16:40

    Ich bin kein Geologe, daher fehlt mir die auf diesem Gebiet nötige Kompetenz, um in die Diskussion einzusteigen.

    Als Chemiker kann ich zu Paules Kommentar aber folgendes anmerken:

    \”Oberhalb der kritischen Temperatur gibt es nix mehr außer Gas. Und das ist *unabhängig* vom Druck.\”

    Das ist Schwachsinn. Oberhalb der kritischen Temperatur liegt eine gegebene Substanz als überkritisches Fluid vor, was etwas völlig anderes ist als ein Gas.

    Möglich, dass dieser Fakt keine Relevanz für das diskutierte Thema hat, da die hier betrachteten Temperaturen schon im Bereich des Plasmas liegen. Aber wenn von dir schon thermodynamische Ausdrücke verwendet werden, dann doch bitteschön korrekt, Paule.

  • By paule, 7. Januar 2011 @ 21:24

    @Max

    \” Oberhalb der kritischen Temperatur liegt eine gegebene Substanz als überkritisches Fluid vor, was etwas völlig anderes ist als ein Gas.\”

    Aha. LOL. Gut. Luft hat eine kritische Temperatur von rund -140,6°C und pc 37,66 bar.

    Luft ist also kein Gas mehr????

    Ich nehme einmal an, daß Du ein sehr junger Chemiker bist und den Aussagen bei Wikipedia einfach glaubst.

    Selbstverständlich ist Luft auch bei +50°C und 50 bar genauso normal wie jedes andere Gas auch. Dies zeigt sich z.B. an seinem Realgasfaktor Z = pv/RT, welcher bei diesem \”überkritischen Fluid\” -Zustand 0,998 beträgt.

    Bei 50°C und 1 bar beträgt Z = 1,000 ebenso wie bei 1000°C.

    Bei 1000°C 50 bar, also in beiden Kriterien weit \”überkritisches Fluid\” beträgt Z = 1,014.

    Das bedeutet, ein \”überkritisches Fluid\” ist GAS!

    Du atmest also garantiert momentan ein überkritisches Fluid ein und aus :) Hast Du das vorher auch gewußt?

  • By Max, 7. Januar 2011 @ 21:53

    \”Ich nehme einmal an, daß Du ein sehr junger Chemiker bist und den Aussagen bei Wikipedia einfach glaubst. \”

    Das hat mit Wikipedia nichts zu tun, den Fehler habe ich ganz alleine gemacht :D

    Richtig müsste es natürlich heißen, oberhalb seines kritischen Punktes liegt eine gegebene Substanz als überkritisches Fluid. Der kann durch zwei der drei Zustandsgrößen Druck, Temperatur und Volumen bestimmt sein.

    Und ähem…

    Ein Gas ist beim besten Willen nicht dadurch definiert, ob sein Kompressibilitätsfaktor >1 ist…

    Es gibt oberhalb des kritischen Punktes einfach keine Phasenübergänge mehr, weshalb es schlicht nicht sinnvoll ist, von Gas zu sprechen.

  • By paule, 8. Januar 2011 @ 00:54

    @Max
    \”Es gibt oberhalb des kritischen Punktes einfach keine Phasenübergänge mehr, weshalb es schlicht nicht sinnvoll ist, von Gas zu sprechen.\”

    Also ist Luft kein Gas und auch nicht \”normaler\” Stickstoff, Sauerstoff, Argon, Krypton usw. ?

    Wenn Phasenänderungen *temperaturmäßig* noch möglich sind, spricht man von Dampf! So z.B. beim Wasserdamp in der Normalluft, der eben auch noch kondensieren kann.

    Oberhalb von 374°C H2O gibt es aber keinen Dampf mehr sondern nur noch Gas.

    \”Richtig müsste es natürlich heißen, oberhalb seines kritischen Punktes liegt eine gegebene Substanz als überkritisches Fluid. Der kann durch zwei der drei Zustandsgrößen Druck, Temperatur und Volumen bestimmt sein.\”

    Das gilt sowohl für Dampf als auch für Gas. Das ist also kein Unterscheidungsmerkmal.

    Überkritisches Fluid ist *immer* Gas. So wie eben Luft auch. Nur bei \”unterkritischem Fluid\” (temperaturmäßig) kann man mit den Phasen Dampf oder Flüssigkeit überrascht werden. Je nach Druck. Und wenn Feststoff noch dazukommt, hat man es nicht mit einem Fluid zu tun.

    \”Ein Gas ist beim besten Willen nicht dadurch definiert, ob sein Kompressibilitätsfaktor >1 ist…\”

    Der Faktor Z = pv/RT ist auch nicht der Kompressibilitätsfaktor sondern der Realgasfaktor :) Und der ist im Idealfall eben 1, wenn es sich um ein *ideales* Gas handelt. Wie ideal sich das \”überkritische Fluid\” Luft sich verhält, wollte ich Dir mit diesem Realgasfaktor zeigen. Da neben mir eine Tabelle von Luft liegt, bis 1000 bar und -180°C bis 1000°C, weiß ich auch recht gut, wovon ich spreche. Daneben habe ich auch noch eine bis 30000°C. Da sind wir schon im Teilplasmazustand.

    Ich hoffe doch, daß Du nicht noch weiter alles durcheinanderwürfelst :)

  • By Bynaus, 8. Januar 2011 @ 02:50

    paule, jetzt krieg dich wieder ein. Die Luft ist nicht oberhalb ihres kritischen Punktes (oder sind Temperatur UND Druck etwa oberhalb von 137 K und 37 bar?). Die Luft ist ganz klar im gasförmigen Bereich (anders die Venusatmosphäre an deren Oberfläche). Ein überkritisches Fluid ist weder Luft noch Gas, sondern vereinigt Eigenschaften beider Aggregatszustände. Max hat das korrekt dargestellt.

    So, und jetzt zurück zum Thema.

  • By Bynaus, 8. Januar 2011 @ 16:10

    Paule, du bist einfach schlecht informiert und offenbar stolz darauf. Auf dieser Basis lässt sich nicht argumentieren. Ich werde nicht zulassen, dass du den Thread mit diesem Unsinn zumüllst. Ende der Diskussion.

  • By Alex, 8. Januar 2011 @ 18:05

    Paule, es gibt noch einen Aggregatszustand den Du nicht zu kennen scheinst: Plasma. Ionisieren die Teilchen ändert sich das Verhalten und entspricht nicht mehr dem eines Gases sondern eines Plasmas. Es ist also nicht egal wie hoch Druck und Temperatur sind.

    Ich frage mich aber was das eigentlich mit dem Erdexpansionsunsinn zu tun haben soll. Man mißt nichts dergleichen, keine bekannte Kräfte in der Natur stehen im Konsens damit und alle bekannten Gesetzmäßigkeiten und Beobachtungen stehen im Widerspruch dazu. Da kann Gas sich noch so idiotisch verhalten.

    Gruß Alex

  • By Bynaus, 8. Januar 2011 @ 19:09

    Paule, der kritische Punkt ist jener, oberhalb dem kein Phasenunterschied zwischen fest und flüssig mehr existiert. Nur wenn sowohl der Druck als auch die Temperatur über dem kritischen Punkt liegen, kann man von einem überkritischen Fluid sprechen – das ist die Definition und in jedem normalen Lehrbuch nachzulesen, oder auch hier: en.wikipedia.org/wiki/Critical_point_%28thermodynamics%29 Wenn du das für dich umdefinieren möchtest (schliesslich ist es ein Menschenrecht, in einer Pippi-Langstrumpf-Welt zu leben), bitteschön. Aber nicht hier.

    Ich würde dir im Übrigen nicht anraten, es darauf ankommen zu lassen, wer den längeren Atem beim Schreiben und Löschen von Beiträgen hat. Wenn ich einen Beitrag lösche, werde ein nochmaliges Posten mit Sicherheit nicht akzeptieren. Halt dich an die Regeln (Beiträge zum Thema, keine Beleidigungen), und ich lasse sie auch stehen. Da du die Regeln schon so viele Male verletzt hast, werden sie bei dir natürlich viel strenger ausgelegt als bei allen anderen. Tja.

  • By Bynaus, 8. Januar 2011 @ 21:49

    Paule, du begreifst es wohl nicht! Ich will hier keine pauleschen Ergüsse über deine Privatvorstellungen der Definition eines kritischen Fluids lesen. Es spielt keine Rolle, in wieviele Fitzelchen und deinen Post zerstückelst. Ende, aus.

  • By heraklit, 9. Januar 2011 @ 21:22

    Paule, wie schnell expandiert die Erde denn nun eigentlich,
    bzw. welche Abstände liegen zwischen den Schüben?
    Das ist mir irgendwie entgangen.

  • By heraklit, 10. Januar 2011 @ 00:21

    Noch etwas:

    wenn Paule erklären will, wie das Innere der Erde trotz der gemessenen seismischen Daten gasförmig sein kann, wird das ohne einen kleinen Exkurs in Hochtemperatur- und Hochdruckphysik kaum möglich sein.
    Es besteht schließlich immer die Möglichkeit, dass die anerkannte Physik sich irrt.
    Das Innere des Planeten Erde ist schließlich Terra incognita,
    auch wenn man die höchstwahrscheinliche Elementzusammensetzung und einige physikalische Daten kennt.

    Man stelle sich vor, man versucht die Expansion von Wassser beim Gefrieren zu erklären, aber sobald man auf den
    Aufbau des Moleküls oder die Kräfte zwischen den Molekülen eingehen will, ist das \”themenfremd\”!
    In dieser Situation sehe ich Paule, ob es nun richtig der falsch ist, was er schreibt.

  • By paule, 10. Januar 2011 @ 00:31

    @Heraklit

    Da kann ich nur vermuten, da der Mechanismus im Prinzip \”alles\” erlaubt. Es ist denkbar, daß die erste Expansion von 0,54 R bis 1,33 R sich innerhalb von wenigen Stunden oder auch Millionen Jahren vollzogen hat. Es kommt stark auf die Vorgeschichte an. Die Expansion kann natürlich erst dann eingesetzt haben, als sich eine zusammenhängende kontinentale Kruste bei 0,54 R gebildet hatte. Wenn man nun \”genau\” wüßte, wie dick die feste Meereskruste ist und wie deren physikalische Daten tatsächlich sind (Wärmeleitfähigkeit, Schmelzwärme oder Verdampfungswärme, spez. Wärme, Schmelzpunkt usw.), könnte man anhand der Dickenvariation den genauen zeitlichen Ablauf ermitteln. Ein Beispiel. Wenn die physikalischen Stoffdaten für eine Dicke von 5 km eine Bildungszeit von 500 ka ergeben beträgt die Bildungszeit bei einer anderen Dicke 500 ka * ( Dicke/5km) ^2.

    Die Mohoschicht der ozeanischen Kruste liegt meist im Bereich von 5-7 km. Wenn Diese Abschnitte hätten demnach vor 980 ka angefangen zu expandieren und die Expansion hätte dann 480 ka gedauert.
    Hier einige Dicken:
    earthquake.usgs.gov/research/structure/crust/images/thick2.gif
    earthquake.usgs.gov/research/structure/crust/index.php

    Man sieht anhand der des \”vielen\” Blaus im ersten Bild, daß praktisch die ozeanische Kruste sich im Bereich von 5-10 km bewegt und demnach sollte die Erde gemäß obigem \”500 ka\” innerhalb von 1,5 Mio Jahren expandiert sein. Bei den \”500 ka\” nahm ich Kondensation aus der Gasphase an und eine Kondensationswärme von 5,8 GJ/m³, lambda = 5 W/mK, cv = 3 MJ/m³K.
    Wenn natürlich die Kondensationswärme aufgrund des hohen Drucks während der Kondensation geringer ist, ist auch die Zeit kleiner. Bei der Schmelzwärme von Gestein sieht man, daß durch Umkristallisation die Schmelzwärme beim Erstarren und Abkühlen praktisch wieder kompensiert wird, sodaß man einfach nur mit einer mittleren spezifischen Wärme incl. Schmelzwärme rechnen muß. Falls dies bei der Kondensation unter den besonderen Umständen auch zutreffend wäre, könnte man für die 5 km auch 120 ka ansetzen.

    Es muß die Erde nicht immer expandieren. Der Antriebsmotor ist immer die innere Wärmeentwicklung und die kann eben auf unterschiedliche Weise verlaufen. Entweder durch stillen radioaktiven Kernzerfall oder nach Art eines Kernreaktors. Beim Kernreaktorbetrieb spielt die Urankonzentration eine Rolle und die Reaktorvergiftung durch z.B. das Reaktionsprodukt Xenon. Wenn der Kernreaktor einmal \”ordentlich\” gearbeitet hat, wird er durch die Vergiftung heruntergefahren. Und dann muß erst das im Verhältnis leichte Xenon aus dem Zentrum wieder herausdiffundieren (in größere Höhen entweichen) und dann kann der Reaktor wieder in Fahrt kommen. Es kann sich auch ein \”geregelter\” Betrieb bei ungefähr konstanter Leistung einstellen, bei dem der Xenonabtransport im Gleichgewicht mit der Xenonproduktion ist. Dann hätte man eine relativ konstante Erdexpansion. Allerdings wird auch dies abgebremst, weil mit steigender Expansion der Druck geringer wird. Gleiches gilt für eine Überhitzung des Reaktors, der dann auch seine Leistung herunterfährt, weil die Dichte dann abnimmt.

    Das ist also recht komplex und aus einem Augenblickszustand kann man gar keine Schlüsse zeihen, wie es weiter gehen wird. Zumal wir keine Analyse vom Reaktionsmaterialzustand haben.

  • By heraklit, 10. Januar 2011 @ 01:34

    Ich dachte eigentlich mehr an die heutige Zeit, z.B. die letzten 5 Jahre.
    Da hast du nur folgende Antworten zur Auswahl:

    -Die Erde ist expandiert (mit angabe)
    – sie ist expandiert, aber unmessbar wenig
    – ihr durchmesser ist stagniert
    -sie ist unmessbar wenig geschrumpft
    – unbekannt, keine ausreichend genaue messung
    – sie ist geschrumpft (mit angabe)

  • By Bynaus, 10. Januar 2011 @ 07:10

    @heraklit: Deshalb bin ich immer gewillt, paule ein bisschen schwafeln zu lassen, in der Hoffnung, dass er irgendwann schon noch auf das eigentliche Thema zurück kommt. Aber es bleibt eben allzu oft beim Geschwafel, und irgendwann (sagen wir, wenn wir bei der Mondlandungsverschwörung angekommen sind) wird es mir dann einfach zu bunt. Das hier ist keine Plattform für paules Privattheorien, sondern ein Diskussionsstrang zum Artikel oben. Wenn er diesen Rahmen nicht akzeptieren will, ist das sein Problem, nicht meins.

  • By paule, 10. Januar 2011 @ 15:41

    @Heraklit

    Erst mal vorerst ein Danke. Du hast richtig erkannt, daß es bei einem wissenschaftlichen Thema nichts themenfremdes gibt. Alles ist dabei relevant und bedarfsweise muß man eben vermeintlich drum erklären. Du bekommst eine Antwort und Du wirst überrascht sein. Wahrscheinlich wird sie wieder gelöscht werden :-)
    Aber Du kannst schon einmal bei Bynaus Dir eine kompetente Antwort zu Zeitsynchronisation einholen, also die Unsicherheit bei der weltweiten Zeitsynchronisation. Ich darf schließlich nichts sagen, weil \”themenfremd\”.

  • By Bynaus, 10. Januar 2011 @ 16:56

    Mir kommen gleich die Tränen…

  • By Frage, 29. Januar 2011 @ 09:25

    Hi auch,

    Vorab möchte ich sagen, dass ich mir jetzt den kompletten Text hier von Anfang an reingezogen habe. Ich kann leider keinen Naturwissenschaftliche Uniabschluss vorzeigen (Physiker oder Geologe oder etwas in die Richtung), jedoch sind meine technischen Grundlagen durch mein Studium gut genug um alles hier geschriebene nachvollziehen zu können.

    Ich hätte mal zwei etwas grundsätzlichere Fragen. Die an beide \”Partein\” gehen

    Frage Nr1 ist:
    Sowohl bei der Theorie der Plattentektonik als auch bei der Expansionstheorie (ist ja bei nunmehr eine Theorie der volumenveränderlichen Erde) ist der Himmelskörper \”gefüllt\”, sei es nun mit flüssigem Gestein oder die Variante mit dem Gas.
    So nun die Frage. Die Erde ist vom Umfang her am Äquator größer als beim Umfang um die Pole.
    Dies wird erklärt durch die Rotation um die Erdachse.
    Jetzt stellt sich mir die Verständnisfrage, wenn das Gas so stark komprimiert wird in der Erde also einen Gegendruck gegen die Außenwand aufbaut, müsste doch zur Außenwand also der Kruste hin die Konzentration im Gas sich möglichst gleich verteilen von Innen nach Außen mit einer entsprechenden Verlaufskurve, also Idealerweise eine Kugelform als Volumenkörper ausformen?
    Würde das komprimierte Gas die Fliehkraft genauso nach außen ableiten wie ein Flüssigkeit?
    Wäre der Druck nicht so groß, dass er die Verformung an sich durch Die Rotation nicht ausgleich müsste bei der Gastheorie? Also wie ein straf gespannter Balon.
    Ich versuch\’s mal an einem Beispiel zu machen die Beschleunigung als auch die Masse sei in beiden Fällen konstant. ebenso das Volumen. Mein Problem besteht jetzt darin stellt man sich einen Balon vor der so befüllt ist, hätte er dann denoch ein unterschiedliches Verformungsverhalten beim Umsatz der kinetischen Energie, weil das Gas wesentlich besser komprimierbar ist als eine Flüssigkeit?
    Also würden beide Balons einer gefüllt mit Flüssigkeit und einer mit komprimiertem Gas sich gleich verhalten beim Aufprall oder würden unterschiedliche Ergebnise beobachtbar werden?
    Ebenso müsste man sich den Balon als kleine Volumeneinheit vorstellen die durch die Fliehkraft und den Druck nach aus gegen die Erdkruste gepresst wird und durch die Gravitation zum Mittelpunkt gezogen. Oder habe ich einen logischen Denkfehler?
    Das gleiche wäre ja auch bei der Flüssigkeit der Fall nur etwas spezieller, durch den Magmaaustritt, kann es keine Gas Blasen geben in der Schmelze sind, dementsprechend müsste die Schmelze an der Kruste überall anliegen.
    Würden die Adhäsionskräfte zwischen Platte und Schmelze sowie Schmelze und Schmelze sowie dem außen aufliegenden Druck nicht bewirken, dass wie in einem Vakuum das ganze von außen Komprimiert ebenso bestrebt ist eine Kugelform zu bilden.
    Ok wenn diese Annahmen in beiden Fällen stimmen, aber die Füllstoffe der Erde sich unterschiedlich verhalten, müsste man nicht dann einen Beweis führen können. Der Grad der Wölbung der Erdkugel wäre dann abhängig vom Inhalt und dem unterschiedlichen Verhalten der Füllstoffe bei der Beschleunigung durch die Fliehkraft?
    Oder würde man sich dann immer noch rausreden können mit Ungenauigkeiten hervorgerufen, durch Beispielsweise unterschiedliche Plattendicken?

    Frage Nr2 die mich in dem zusammenhang beschäftigt:
    Die Plattentektonik nach heutige Lehrmeinung geht ja davon aus, das die Platten sich bewegen.
    Und es wird davon ausgegangen, dass einstmals eine nahezu zusammenhängdes Gebilde gab.
    Solange sich die Platten auseinander bewegen ist das auch schlüssig, ebenso die Subduktion an den Rändern.
    Mein Problem ist aber die Wiedervereinigung. Die Theorie besagt die Kontinentalplatten schieben sich zusammen und werfen Faltengebirge auf, auch ok.
    Aber dem ensprechend würden sich irgendwann die Kontinentalplatten gegenseitig immer weiter zusammen schieben, entsprechend Gebirge bilden, die durch Erosion abgetragen werden oder aber subduziert und unter der gegenüberliegenden kontinental Platten gedrückt werden und dann schmelzen.
    Aber irgendwann wären nach der Loigk doch die Kontinentalplatten nicht mehr da durch diese \”Aufreibung\” gegeneinander.
    Spätestens wenn sich also wieder ein Superkontinent bildet, ist um ihn herum eine große ozeanische Platte, die kontinuierlich größer wird durch eine umfassende Spreizungszone.
    Es wird also dann nur zwei Möglichkeiten geben für die kontinentalplatten sie bleiben da und an ihren Rändern würden die onzeanischen Platten kontinuierlich absinken, jedoch würde die große Landmasse so nie wieder auseinader kommen, weil sie von allen Seiten ständig Druck bekommt an den Ozeanischen Platten.
    Untereinader durchgeschoben werden würden sie wohl ebensowenig, weil dan die darüberliegende kontinental Platte die darunterliegende soweit in das Magma drückt, als das auch diese aufschmilzt.
    Und ozeanische Platte werden nicht urplötzlich zu Kontinentalplatten.
    Also egal wie man es aus meiner Sicht dreht und wendet, kontinental Platten die sich gegenseitig immer kleiner machen, lassen keine neue enstehen, dass der Theorie nach diese aber immer kleiner werden ist definitiv so durch die Erosion, also würde am Ende des Prozess nur noch onzianische Platten übrig sein.
    Wenn dem aber so ist, wieso sollten sich dann erst kontinentale Platten gebildet haben, und warum sollten sie schon mehrmals zu einem Superkontinent sich vereinigt haben um dann aus mir unbegreiflichen Gründen sich wieder aus einander zu bewegen, wenn sie doch genausgut sich zu Falltengebirgen gegenseitig aufschieben oder aber subduzieren!

    Da für beide Seiten etwas meiner Meinung nach kniffeliges als Problem besteht, bin ich gespannt auf die Antworten von Bynaus und Paul auf die jeweils entgegengesetzte Theorie.

    MFG Die Frage

  • By Alex, 29. Januar 2011 @ 13:14

    Deine Fragen beruhen auf falschen Vorstellungen.

    Zu Frage 1: die Erde ist kein Gasballon und anders als bei einem solchen bestimmt nicht der Gasdruck innen das Aussehen, sondern das Verhältnis der Gravitation (an jedem Punkt) gegenüber den wirkenden Flieh- und Gezeitenkräften. Das Gas im Inneren ist meist gebunden und massemäßig gegenüber den Metallen vernachlässigbar.
    Die Erde ist, wie jeder andere Gesteinsplanet, eher wie eine Matschkugel. Wenn Du die auf einem Töpferteller drehst wirst Du auch sehen wie sie am \”Äquator\” breiter wird.
    Das gleiche gilt sogar für die Gasriesen, denn auch hier greift die Vorstellung \”mit Gas gefüllt\” nicht, es gibt keine Außenhaut die das Gas hält sondern die Schwerkraft hält es zusammen, es wirken prinzipiell die gleichen Mechanismen wie bei Gesteinsplaneten.

    Zu Frage 2: am besten geht Bynaus als Geologe genauer darauf ein; letztlich ist es aber so daß die Spreizungszonen über die hunderte Millionen Jahre nicht stabil sind, auch diese entstehen (wie z.B. gerade in Ostafrika) und verschwinden wieder. Die Kontinente werden ja auch nicht nur erodiert sondern auch durch die von Dir genannten Auffaltungen und den Ausstoß von Vulkanen aufgebaut. Kontinentalplatten sind außerdem aus einem leichteren Material, sie bleiben bei Plattenkollisionen also stets \”oben\” und werden nicht kleiner, während die Ozeanplatten unter ihnen abtauchen. Das kann man auh schön daran sehen daß die Ozeanböden nirgends älter als 200 mio.Jahre sind, während man auf den Landmassen Gesteine mit einem Alter von bis zu 3,8 Milliarden Jahren findet.

    \”Knifflig\” ist daran überhaupt nichts. Im Gegenteil, wie will denn die Expansionstheorie die Subduktionszonen erklären? Mal vom ganzen unstimmigen Rest abgesehen (kein Mechanismus bekannt der sowas machen würde, Massezuwachs=woher?, keinerlei Beobachtung von einem Erdwachstum seit Beginn der Messungen, auch kein anderer Körper im Sonnensystem ist gewachsen, etc…)

    Gruß Alex

  • By Bynaus, 31. Januar 2011 @ 01:55

    Ich denke, auf Frage 1 muss ich nicht antworten.

    Zu Frage 2: Subduktionszonen \”drücken\” nicht gegen einen Kontinent, sie \”ziehen\” daran. Wenn also die pazifische Platte unter Südamerika abtaucht, dann führt das zu einem \”Sog\” nach Westen, auf die pazifische Platte zu. Wie kommt das zustande? Platten tauchen in der Regel nicht einfach so ab, sondern dann, wenn sie durch Abkühlung so kalt geworden sind, dass ihre Dichte jene des Mantels darunter überschreitet. An der dicksten, dichtesten Stelle, also dort, wo sie am ältesten ist (meist in der Nähe der Küste eines aufsitzenden Kontinents) beginnt das Abtauchen zuerst. Da die Platte stets weiter auskühlt, verschiebt sich die Abtauchstelle rückwärts. Der Kontinent hingegen erfährt durch die abtauchende Platte einen geringeren Druck als von der Gegenseite (im Fall Südamerikas: von der Spreizungs-Zone im Südatlantischen Ozean), und verschiebt sich so auf die abtauchende Platte zu. Die Bewegung eines Kontinents ist immer der Nettoeffekt der Kräfte, die daran wirken. Die meisten Kontinente haben angehähgte Kontinentalplatten, die ihrerseits an Mittelozeanischen Rücken auseinandergedrückt werden oder an Subduktionszonen abtauchen und damit an der Platte ziehen. Die pazifische Platte ist die grosse Ausnahme: auf ihr sitzt kein Kontinent auf, was ihre schnelle Bewegung und ihre gewaltige Ausdehnung erklärt.

    Wenn sich nun ein Superkontinent bildet, wird es mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit eine Subduktionszone irgendwo an seinem Rand geben. Diese wird den Superkontinenten wieder beginnen auseinanderzuziehen. Dazu kommt, dass die kontinentale Kruste viel dicker ist als die ozeanische, und Vulkane etc. bei weitem nicht so effizient im Abbau von Wärme sind wie Mittelozeanische Rücken. Das heisst, unter einem Superkontinenten staut sich die Wärme, wodurch sich grosse Magmaintrusionen, Flutbasalte und schliesslich Bruchsysteme bilden, die Keimstellen für die Bildung neuer Ozeane sind (wie heute in Ostafrika).

    Im sogenannten \”Wilson-Zyklus\” bilden sich deshalb (in Abständen von ca. 500 Mio Jahren) immer wieder Superkontinente (Pangäa, Rhodinia, Cammeria, etc.) durch das Verschlucken \”interner\” Ozeane (wie der Atlantik einer ist), und zerfallen anschliessend wieder (durch die Bildung eines neuen \”internen Ozeans\”). Die Westatlantikküste zeigt heute schon Anzeichen dafür, dass die Umkehr der Westflucht der Amerikanischen Kontinente schon bald gestoppt und umgekehrt werden könnte. Bei Nova Scotia im Süden, und bei Haiti in der Karibik haben sich erste westwärts gewandte Subduktionszonen gebildet. Wenn das \”einreisst\”, dh, wenn diese Subduktionszonen die süd- und nordamerikanische Küste hinauflaufen, werden sie langfristig dafür sorgen, dass die beiden Amerikas wieder nach Osten gezogen werden und – einmal mehr – mit Europa/Afrika kollidieren. Dies wird in etwa 100-150 Millionen Jahren der Fall sein und den aktuellen Wilson-Zyklus beschliessen.

  • By paule, 4. Februar 2011 @ 02:19

    @Frage

    \”Frage Nr1 ist:
    Sowohl bei der Theorie der Plattentektonik als auch bei der Expansionstheorie (ist ja bei nunmehr eine Theorie der volumenveränderlichen Erde) ist der Himmelskörper \”gefüllt\”, sei es nun mit flüssigem Gestein oder die Variante mit dem Gas.
    So nun die Frage. Die Erde ist vom Umfang her am Äquator größer als beim Umfang um die Pole.
    Dies wird erklärt durch die Rotation um die Erdachse.\”

    Ja, in allen Fällen. Jedoch ist die Fliehkraft sehr klein im Verhältnis zur Gravitation. Etwa 0,34%.

    \”Jetzt stellt sich mir die Verständnisfrage, wenn das Gas so stark komprimiert wird in der Erde also einen Gegendruck gegen die Außenwand aufbaut, müsste doch zur Außenwand also der Kruste hin die Konzentration im Gas sich möglichst gleich verteilen von Innen nach Außen mit einer entsprechenden Verlaufskurve, also Idealerweise eine Kugelform als Volumenkörper ausformen?\”

    Die Gaskonzentration (einzelne Elemente) und die Gasdichte samt Gasdruck und Temperatur sind mit dem Radius stark veränderlich, wobei natürlich die lokale radiusabhängige Schwerkraft berücksichtigt werden muß. So entspricht der Druck an jeder Stelle auf dem Radius genau dem Gewicht der darüberliegenden Masse. Und die Elementkonzentration im Gas ist vom Atomgewicht abhängig und natürlich den anderen Gasen. Hierbei spielt die elementabhängige und temperaturabhängige \”Skalenhöhe\” eine wesentliche Rolle, welche natürlich auch noch von der lokalen Gravitation abhängig ist. \”Zu Fuß\” ist das alles kaum zu überblicken.

    \”Würde das komprimierte Gas die Fliehkraft genauso nach außen ableiten wie ein Flüssigkeit?\”

    Das Gas ist im Gegensatz zu einer Flüssigkeit stark komprimierbar. Ansonsten \”leitet\” dies die (geringe) Fliehkraft natürlich auch \”ab\”.

    \”Wäre der Druck nicht so groß, dass er die Verformung an sich durch Die Rotation nicht ausgleich müsste bei der Gastheorie? Also wie ein straf gespannter Balon.
    Ich versuch\’s mal an einem Beispiel zu machen die Beschleunigung als auch die Masse sei in beiden Fällen konstant. ebenso das Volumen. Mein Problem besteht jetzt darin stellt man sich einen Balon vor der so befüllt ist, hätte er dann denoch ein unterschiedliches Verformungsverhalten beim Umsatz der kinetischen Energie, weil das Gas wesentlich besser komprimierbar ist als eine Flüssigkeit?\”

    Ob Gas, Flüssigkeit oder nahezu fest spielt hierbei keine Rolle. Letztlich muß an jeder Stelle alles sich im Gleichgewicht befinden. Jedoch ist die Vorstellung vom \”straff gespannten Ballon\” nicht richtig. Die Erdkruste steht kaum unter Zugspannung. Insbesonders deshalb nicht, weil sie viele Risse aufweist. Vor dem Reißen war natürlich die Kruste entsprechend ihrer Zugfestigkeit (gering) gespannt und dann riß sie bei Überschreiten der Zugfestigkeit eben etwas auf. \”Jetzt\” steht die Kruste praktisch zugspannungsfrei da. Dies wurde auch bei Erdbebenbeobachtungen eindeutig verifiziert! Es war unmöglich, Zugspannungsveränderungen z.B. in Kalifornien zu messen, welche das nachfolgenden Beben hätten begründen können. Die Seismiker gaben daher die Idee auf und konnten nur konstatieren: Wir wissen nicht, weshalb das Beben ausgelöst wurde.

    Dies steht voll im Einklang mit der Bebenentstehung bei der Gaserde.

    \”Das gleiche wäre ja auch bei der Flüssigkeit der Fall nur etwas spezieller, durch den Magmaaustritt, kann es keine Gas Blasen geben in der Schmelze sind, dementsprechend müsste die Schmelze an der Kruste überall anliegen.\”

    Beim Magmaaustritt wird in der Regel starke Aschewolkenbildung beobachtet und das Magma ist stark gashaltig (z.B. Bimsstein). Dies deutet darauf hin, daß erstens haufenweise Gas vorhanden ist. Und außerdem zeigen die Staubwolken, daß es sich um kondensierbares Gas handelt, welches bei entsprechender Abkühlung kondensiert. Dabei kann die Zusammensetzung auch stark unterschiedlich sein. Es werden nämlich je nach Dauer der Eruption oder des Massenflusses auch Gasschichten aus größerer Tiefe zum \”Abfluß\” nach oben hinströmen. Am Anfang werden vielleicht nur reine Gaseruptionen aus kaum kondensierbaren nicht feststoffhaltigen Gasen beobachtet und erst später kommt das \”Steingas\”.

    \”Der Grad der Wölbung der Erdkugel wäre dann abhängig vom Inhalt und dem unterschiedlichen Verhalten der Füllstoffe bei der Beschleunigung durch die Fliehkraft?
    Oder würde man sich dann immer noch rausreden können mit Ungenauigkeiten hervorgerufen, durch Beispielsweise unterschiedliche Plattendicken?\”

    Die Füllstoffart dürfte zunächst keinen Unterschied ausmachen. Wenn jedoch die Plattendicke lokal zu gering ist, wird sich die Platte wegen des Gasdrucks aufwölben können. Weil dp/dr bei Gas sich nicht so stark ändert wie bei einer Flüssigkeit/Feststoff-Atmosphäre. Dies ist dann auch der Grund, weshalb man nach einem Beben z.B. feststellt, daß sich der Boden einige Meter gehoben hat. So wie es beim Tsunamibeben 2004 der Fall war. Nach der Gastheorie ist dies zu erwarten, da am unteren Krustenrand vielleicht 50 m abgebrochen sind und dadurch das Krustengewicht um diesen Betrag verringert ist. Dann hebt sich das Gebiet so lange, bis Gleichgewicht zw. neuem Gasdruck an der Unterseite ein erseits und Plattendurchbiegungskräften und Plattengewicht andererseits besteht. Es wurde auch beobachtet, daß der erste Stoß nach *oben* ging. Auch dies wäre bei einem Krustenabbruch zu erwarten.

    \”Frage Nr2 die mich in dem zusammenhang beschäftigt:
    Die Plattentektonik nach heutige Lehrmeinung geht ja davon aus, das die Platten sich bewegen.
    Und es wird davon ausgegangen, dass einstmals eine nahezu zusammenhängdes Gebilde gab.
    Solange sich die Platten auseinander bewegen ist das auch schlüssig, ebenso die Subduktion an den Rändern. \”

    Halt, nicht so schnell :)

    Du akzeptierst bereits etwas, was man gar nicht akzeptieren darf! Zunächst muß man sich bewußt sein, daß wir es mit zwei völlig verschiedenen Krustenarten zu tun haben. Sie unterscheiden sich sowohl chemisch als auch physikalisch als auch in ihrer Entstehungsart und ihrem Alter! Dieser Punkt ist ganz wichtig und widerlegt bereits die gesamte Plattenteknonik! Und beweist zugleich die expandierende Erde.

    Gemäß den \”üblichen\” Entstehungsmodellen der Erde wäre nämlich überall nur eine einzige Krustenart weltumspannend zu erwarten, die kontinentale Kruste. Natürlich auch bei heutiger Erdgröße. Nach der behaupteten Entstehungsgeschichte hätten wir es mit einer Schmelze zu tun, welche von Oben nach Unten erstarrt ist. So zeigt sich aber die kontinentale Kruste eben nicht. Nur die Meereskruste zeigt sich so. Die kontinentale Kruste ist dagegen aufgeschüttet, von oben, mit lockerem Zeugs.

    Wir haben also eine weltumspannende kontinentale Kruste zu erwarten, ohne eine Meereskruste. Was soll sich hierbei überhaupt \”verschieben\” können und wohin?

    Das ist nämlich der Haken an der ganzen Geschichte. Es gäbe nirgendwo eine Möglichkeit, sich irgendwohin verschieben zu können. Also keine Wanderung von Kontinenten, welche es gar nicht geben dürfte. Alles wäre nur ein erdumspannender eintziger Kontinent gewesen. Ohne Meereskruste!

    Die kontinentale Kruste ist zudem leicht, 2,7 g/cm³. Das darunterliegende Material ist dichter. Also auch ein Ausweichen nach unten ist nicht möglich! Dies ist auch der Grund, weshalb es den behaupteten Antriebsmechanismus der Plattentektonik gar nicht geben kann. Weil schweres Gestein nicht nach oben fließen kann, wo leichtes Gestein sein soll. Dies entspricht totalem Stillstand, alles ist so antriebslos wie ein Stein im Wasser und eine leichte Eisdecke auf dem Wasser. Es gibt daher keine antreibenden Konvektionsströme unterhalb der Kruste.

    Und daher kann es auch keine Subduktion geben. Nur bei der Gaserde ist *alles* möglich. Subduktion gibt es dort zwar normalerweise auch nicht. Aber wenn z.B. ein Meteorit die dünne ozeanische Kruste durchschlägt, schrumpft die Erde und dann gibt es auch Subduktion, welche die Gebirge auffalten konnte!

    Nach dem Gaserdemodell war die Erde bereits 1,33 mal größer als heute. Bewiesen ist dies durch die Kongorinne, welche heute 2000 m unter dem Meer liegt. Zu 1,33 fach Zeiten war das Meer jedoch auf eine viel größere ozeanische Oberfläche verteilt und daher auch die Meerestiefe viel geringer. Erst beim Schrumpfen wurde das Meer dann tief.

    \”Und ozeanische Platte werden nicht urplötzlich zu Kontinentalplatten.\”

    Genau.

    \”Also egal wie man es aus meiner Sicht dreht und wendet, kontinental Platten die sich gegenseitig immer kleiner machen, lassen keine neue enstehen, dass der Theorie nach diese aber immer kleiner werden ist definitiv so durch die Erosion, also würde am Ende des Prozess nur noch onzianische Platten übrig sein.
    Wenn dem aber so ist, wieso sollten sich dann erst kontinentale Platten gebildet haben, und warum sollten sie schon mehrmals zu einem Superkontinent sich vereinigt haben um dann aus mir unbegreiflichen Gründen sich wieder aus einander zu bewegen, wenn sie doch genausgut sich zu Falltengebirgen gegenseitig aufschieben oder aber subduzieren!

    Da für beide Seiten etwas meiner Meinung nach kniffeliges als Problem besteht, bin ich gespannt auf die Antworten von Bynaus und Paul auf die jeweils entgegengesetzte Theorie.\”

    Ich habe hoffe ich Deine Fragen beantwortet. Leider sind einige Beiträge von Bynaus gelöscht worden, wo natürlich noch vieles erklärt wurde. Aber ich danke Dir, daß Du alle Beiträge gelesen hast.

    Nun noch einen kleinen Beweis zur heute beobachtbaren Erdexpansion: Die Schaltsekunden!

    Seit ungefähr 1967 wurden rund 34 Sekunden in die gleichförmige Zeit eingefügt.
    de.wikipedia.org/wiki/Schaltsekunde

    Unter Annahme keiner veränderten Dichteverteilung, geht schließlich wegen \”unten dichter und oben leichter\” schon gar nicht, ergibt sich bei Einhaltung des Drehimpulsatzes eine Durchmesseränderung.

    Aus den Zeitdaten ergibt sich eine Zeitabweichung von 34s/41 Jahre = 0,829s/a oder 0,00227 s/Tag.

    Demzufolge ändert sich das Trägheitsmoment der Erde je Jahr um 0,829s/3,15e7sa = 2,628e-8/a. Dies entspricht einer Durchmesseränderung der Erde von 0,168 m/Jahr.

  • By Unbekannter Gast, 14. Mai 2011 @ 15:34

    Ist die Meereskruste oder die Kontinentalkruste schwerer?

  • By Bynaus, 16. Mai 2011 @ 21:09

    Die ozeanische Kruste ist dichter als die kontinentale Kruste. Am dichtesten ist sie, wenn sie kalt und alt ist.

  • By Denis, 7. Juni 2011 @ 00:48

    Das ist hier mittlweile eine der logischsten Konversationen, auch wenns doch noch einige Lücken gibt. Ich habe in er Wikipedia den Artikel in Sachen Trägheitsmoment etwas abgeändert, allerdings wohl viel zu drastisch formuliert..

    Wäre es nicht mal vorteilhaft, wenn man aus den ganzen Kommentaren einen neuen Artikel zusamenbastelt. Es stehen mmer wieder dieselben Fragen im Raum: Wie würde eine Änderung so kompensiert werden, das sie nicht den bekannten Gesetzen der Physik widerspricht.

    \”Am dichtesten ist sie, wenn sie kalt und alt ist.\” Bynaus, endlich mal ein Einsehen: Die Erde war früher dichter… als Heute :)

  • By Bynaus, 8. Juni 2011 @ 23:45

    Was hast du im Wiki-Artikel verändert???

    Wie schon erwähnt: die Änderung lässt sich nicht mit den physikalischen Gesetzen in Übereinstimmung bringen. Eine kompaktere Erde muss schneller rotieren, und genau das wird – in dem geforderten Zeitraum – eben nicht beobachtet. Wie Eingangs Artikel erwähnt: Die Erdexpansionshypothese ist schon sehr früh an geologischen Beobachtungen gescheitert. So wie, sagen wir, die Phlogiston-Hypothese. Das ist nicht tragisch, das ist ganz normal. Tragisch ist vielmehr, dass es heute immer noch Leute gibt, die sich ganz schlau und mutig vorkommen, wenn sie eine unhaltbare Idee bis zum Letzen verteidigen.

  • By Denis, 10. Juni 2011 @ 19:38

    \”Eine kompaktere Erde muss schneller rotieren.\”

    Das kann ich so nicht stehen lassen: Wenn du davon ausgehst, dass die Expansion im Zuge der Expansion des Universums stattfand, müsste doch, entsprechend der kleineren Erde, auch das Univserm kleiner gewesen sein, und das ist ja der Fall. Dmentsprechend wären auch die physikalischen Kräfte geringer (und da wir nigendwo eine Lücke zum Vergleich gefunden haben..) – unser Bewertungsystem bleibt gleich..

    Ich übrigens verteidige die Idee gar nicht, es ist eher ein verkümmertes verteidigen deinerseits. Du könntest einfach gar nichts schreiben, aber du merkst halt dass meine Aussagen in Lücken stoßen mit denen du nicht zurecht kommst. Aber du hast schon gelernt, das muss man zugeben (deine Artikel haben sich verbessert).

  • By Bynaus, 11. Juni 2011 @ 12:21

    Warum sollte ich davon ausgehen? Wie gesagt: Die Erde ist nicht expandiert, und sie expandiert auch heute nihct. Es gibt nichts, keine Beobachtung, die dafür sprechen würde (nicht einmal die Kontinente passen auf eine kleinere Erde, ohne dass man sie stauchen und verzerren muss). Und zu einer Expansion \”mit\” dem Universum passt ja nicht einmal das Timing: Das Universum expandiert seit 13.7 Mrd Jahren, die Erde angeblich erst seit 200 Mio…

    Die physikalischen Gesetze, die wir in 200 Mio LJ Entfernung beobachten können (also Licht aus der Zeit, in der die Erde ja angeblich kleiner gewesen sein soll) sind exakt gleich wie jene heute. Keine stärkere Gravitation, kein schnellerer nuklearer Zerfall, nichts dergleichen. Eine kleinere Erde mit derselben Masse ist kompakter, und muss aufgrund der Drehimpulserhaltung schneller rotieren.

    Ich befürchte, du überschätzt dich und die Wirkung deiner \”Argumente\” auf mich gewaltig: Ich antworte, weil die leise Hoffnung besteht, dass du (oder der stille Mitleser) dabei etwas lernst. Über die expandierende Erde kann man, mit dem entsprechenden Hintergrund, auch einfach nur lachen. Oder man kann stattdessen versuchen, anderen nahezubringen, warum das kein plausibles Weltmodell ist. Ich versuche letzteres. Wenn das nicht ankommt, dann ist das eben so. An den Fakten ändert das nichts.

  • By Alex, 15. Juni 2011 @ 15:00

    @Denis: Deine Beiträge sind eher kümmerliche Sticheleien, aber Bynaus Antworten sicher nicht \”kümmerliches Verteidigen\”.
    Es wäre an Dir, seine Darlegungen zu widerlegen, was Dir angesichts dessen daß die Fakten nunmal so sind wie sie sind unmöglich sein sollte. Es sei denn Du zweifelst generell alles an. Dann gäbe es aber auch keinen Grund mehr hier mit Dir zu schreiben.

  • By Andreas, 22. Juni 2011 @ 00:00

    Hallo!

    1.) wenn dieser Ausdehnungseffekt von der Sonne ausgeht?
    2.) Auch nur unter bestimmten vorraussetzungen? (sonnenwind versus e=Mc²)
    3.) möglicherweise ist die erde sowohl tektonisch als auch expandieren (zeitweilig…)

    wie du schon geschrieben hast sind beide Theorien falsifizierbar!

  • By Bynaus, 22. Juni 2011 @ 02:05

    Die expandierende Erde ist falsifizierbar: aber sie wurde eben auch falsifiziert, dh, für falsch befunden! Vielleicht verstehst du nicht ganz, was \”falsifizierbar\” heisst: Es heisst, dass man die Theorie prinzipiell durch Beobachtung oder Experiment testen kann: wenn das Experiment, die Beobachtung auf eine bestimmte Art und Weise rauskommt, zeigt sich, dass die Theorie falsch ist. So ist z.B. die Aussage \”alle Schafe von Bauer Manfred sind weiss\” falsifizierbar: man muss nur alle Schafe von Bauer Manfred anschauen und sehen, ob sie weiss sind. Die Erdexpansion ist falsifizierbar: etwa kann man messen, ob die Erde heute expandiert – tut sie nicht. Eine ganze Reihe weiterer denkbarer Experimente habe ich oben im Artikel vorgestellt.

    1) und 2) Der \”Sonnenwind\” oder die Energie, die die Erde von der Sonne erreicht (oder die Neutrinos), kann niemals gemäss E=mc^2 für eine Zunahme der Erdmasse im geforderten Umfang verantwortlich sein. Ich überlasse es dir, dies aufgrund der Solarkonstante (1367 W/m^2) oder im Internet verfügbaren Informationen zu Neutrinohäufigkeit und -masse nachzurechnen.

    3) Die Erdexpansion ist schlicht nicht nötig, um die Beobachtungen zu erklären. Es gibt keinen Grund, warum man davon ausgehen sollte, dass die Erde expandiert ist.

  • By Unbekannter Gast, 23. Juni 2011 @ 17:28

    \”Die expandierende Erde ist falsifizierbar: aber sie wurde eben auch falsifiziert, dh, für falsch befunden!\”

    Wenn man die Erdexpansionstheorie falsifiziert haben will, muß man die Nichtexpansion auch gemessen haben. Das bedeutet, es ist der Nachweis gelungen, daß Erddurchmesser sich in den letzten 30 Jahren um 0,000000 m geändert hat.

    Man findet für 1972 einen Erdradius von 6.370.998,9 m
    Für 1984 dagegen einen Erdradius von 6.371.000,8 m

    Nach meiner Rechenkunst ergibt dies eine Durchmesservergrößerung von 3,8 m.
    de.wikipedia.org/wiki/Erdradius

    Muß man nun Falsifikation neu definieren?

  • By Alex, 25. Juni 2011 @ 12:35

    @Unbekannter:
    Deine Zahlen lasse ich Dir gern – auch Du wirst einsehen daß die Meßgenauigkeit gerade im genannte Zeitraum sich ungeheuer verbessert hat. Der spätere Wert ist schlicht der richtigere.
    Wenn Du mal nachschaust zur Größe des Mt.Everest so kannst Du feststellen daß er sogar geschrumpft ist – weil er fürher einfach als zu hoch gemessen wurde, die modernen Methoden sind einfach besser. Ist die Erde also gewachsen aber der Mt.Everset geschrumpft? Blödsinn: die Daten sind nun enifach genauer – und eben leicht verschieden. Ähnlich war das übrigens beim Ben MacDhui ähnlich, der hatte im Rahmen genauerer Meßmethoden einige Meter verloren und der Ben Nevis gewonnen, woraufhin letzterer nun als höchster Berg Britanniens gilt.

    Alle Messungen der modernen Apparate zeigen keinerlei Expansion der Erde; weder satellitengestütze Vermessung, noch Bahnabweichungen des Mondes zur Erde hin (denn diese müßte ja kleiner werden bei einer Massezunahme der Erde – sie wird aber im Gegenteil größer (Stichwort Drehmomentübertragung)), noch entfernen sich alle Kontinente voneinander – im Gegenteil, einige wandern aufeinander zu.

    Ich gehe davon aus, daß angesichts der Fakten jemand, der trotzdem der Meinung ist, die Erde wrde expandieren, ganz schlicht und einfach aus einer inneren Art heraus eine \”anti-\”Haltung einnehmen will und es ihm im Grunde gar nicht darum geht, wie die Welt wirklich ist.

    Gruß Alex

  • By Bynaus, 25. Juni 2011 @ 13:40

    Wie Alex schon sagt, die Radien sind ohne Fehler gegeben, und es ist zu vermuten, dass der neuere Wert genauer ist als der ältere.

    Man kann jedoch sogar die Kontinentalverschiebung mit Satelliten messen, und das bewegt sich im Bereich eiige cm/Jahr. Eine Ausdehnung im selben Grössenbereich müsste also sicher messbar sein.

    Aber natürlich gibt es noch jede Menge andere Vorhersagen, die man aus der Erdexpansion herleiten könnte und die offenbar nicht zutreffen. So sind andere Planeten nicht expandiert. Die Schwerkraft auf der Erde war immer gleich (was sich z.B. am Neigungswinkel von fossilisierten Sandrippeln und Sanddünen erkennen lässt), die Tageslänge (bzw., die Anzahl Tage pro Jahr, gemessen in Gezeitenablagerungen) nahm in der Geschwindigkeit zu, die man bei konstantem Radius und den Sonnen- und Mondgezeiten erwartet, etc.

  • By Unbekannter Gast, 28. Juni 2011 @ 10:40

    \”Deine Zahlen lasse ich Dir gern – auch Du wirst einsehen daß die Meßgenauigkeit gerade im genannte Zeitraum sich ungeheuer verbessert hat.\”

    Ja, das ist einsehbar. Hat sich auch die Messgenauigkeit der Atomuhren im genannten Zeitraum so verbessert, daß man 34 Schaltsekunden einfügen mußte?

    Bei PAULE habe ich gelesen:

    +++++++++
    Nun noch einen kleinen Beweis zur heute beobachtbaren Erdexpansion: Die Schaltsekunden!

    Seit ungefähr 1967 wurden rund 34 Sekunden in die gleichförmige Zeit eingefügt.
    de.wikipedia.org/wiki/Schaltsekunde

    Unter Annahme keiner veränderten Dichteverteilung, geht schließlich wegen \”unten dichter und oben leichter\” schon gar nicht, ergibt sich bei Einhaltung des Drehimpulsatzes eine Durchmesseränderung.

    Aus den Zeitdaten ergibt sich eine Zeitabweichung von 34s/41 Jahre = 0,829s/a oder 0,00227 s/Tag.

    Demzufolge ändert sich das Trägheitsmoment der Erde je Jahr um 0,829s/3,15e7sa = 2,628e-8/a. Dies entspricht einer Durchmesseränderung der Erde von 0,168 m/Jahr.
    ****************

    Dies wären demnach in den 41 Jahren immerhin 6,9 m.

    Geht eine Atomuhr in 41 Jahren um 34 Sekunden falsch? Oder soll man nun doch lieber Falsifikation im Falle der Expansionstheorie neu definieren?

    Oder sollte man den Gang der ungenauen Atomuhren am konstanten Erddurchmesser eichen?

    Bisher glaubte ich, daß eine Atomuhr in diesem Zeitraum nur eine Mikrosekunde falsch geht und daß die Gezeitenkräfte die Tageslänge in 100 Jahren nur um 2 Millisekunden ändern.

  • By Alex, 28. Juni 2011 @ 11:24

    @Unbekannter:
    Die Erddrehung verlangsamt sich wegen der Wechselwirkung mit dem Mond. Eng benachbarte Körper verlangsamen ihre Eigendrehung aufgrund der Gezeitenwirkung, das Drehmoment überträgt sich auf den Abstand der Körper; der Mond entfernt sich jedes Jahr ein paar Zentimeter von der Erde.

    Wenn Du so etwas nicht weißt, darf ich daraus deuten daß Du kein Physiker bist. Mal im Vergleich: würdest Du mit einem Dipl.Ing.Maschinenbau darüber wetteifern ob Du oder er den besseren Motor bauen kann?
    Wieso glaubst Du also als Nichtphysiker praktisch alle anderen Physiker weltweit belehren zu können?

    …mal frech gefragt…

    Gruß Alex

  • By Bynaus, 28. Juni 2011 @ 14:49

    Dass man die Zunahme der Tageslänge rein rechnerisch auch mit einer Vergrösserung des Erdradius erklären könnte, heisst nicht, dass dem so ist – gerade, wenn die Erde nicht messbar expandiert. Die Zunahme der Tageslänge geht auf die Gezeitenwirkung des Mondes zurück. Man kann aus der Abnahme der Tageslänge berechnen, wieweit sich der Mond im Gegenzug entfernen müsste: dabei kommen auch gerade die 4cm raus, die man tatsächlich beobachtet. Sprich, gerade diese Beobachtung zeigt, dass die Erde heute nicht expandieren kann, da das ganze \”Drehmomentbudget\” welches von der Zunahme der Tageslänge zur Verfügung gestellt wird, schon vom Mond beansprucht wird.

  • By Unbekannter Gast, 1. Juli 2011 @ 05:48

    4cm Mondabstandsänderung je Jahr entsprechen einer Tageslängenänderung von ca. 2 ms in 100 Jahren. Dies ist also um Größenordnungen zu wenig, um die Schaltsekunden erklären zu können.

    @Alex
    \”Mal im Vergleich: würdest Du mit einem Dipl.Ing.Maschinenbau darüber wetteifern ob Du oder er den besseren Motor bauen kann?\”

    Natürlich nicht. Weil ich weiß, daß ich den weitaus besseren Motor bauen kann! Weshalb soll ich also mit ihm wetteifern?

  • By Bynaus, 4. Juli 2011 @ 20:56

    Die kurzfristigen Schwankungen der Rotationsdauer sind viel grösser als der langfristige Trend zu grösseren Tageslängen aufgrund der Mondgezeiten. Über lange Zeiträume gemittelt ergibt sich ein Wert, der den erwarteten 2.3 ms pro Jahrhundert entspricht. Siehe z.B.

    de.wikipedia.org/wiki/Erdrotation#Langfristige_.C3.84nderungen

  • By Unbekannter Gast, 7. Juli 2011 @ 06:58

    Und was willst du uns damit sagen? Eine Aneinanderreihung von bereits Erwähntem und Bekanntem beinhaltet noch lange kein Argument!

  • By Denis, 9. Juli 2011 @ 22:10

    Ich hab lange nicht mehr reingeguckt:

    Bynaus: \”Die kurzfristigen Schwankungen der Rotationsdauer sind viel grösser als der langfristige Trend zu grösseren Tageslängen aufgrund der Mondgezeiten.\”
    Genau das hat der letzte unbekannte Gast ein Kommentar zuvor gesagt.

    Bynaus: \”Das Universum expandiert seit 13.7 Mrd Jahren, die Erde angeblich erst seit 200 Mio… \” Hmm, es ist unlogisch anzunehmen, dass die Erde erst seit 200Mio Jahren expandiert. Man sollte nicht vergessen, dass die Planeten aus Staub, der sich verdichtet hat entstanden ist -> sieht man das als einen Prozess, ist während der Planetbildng der Planet gewachsen, ginge ja nicht anders. Sieht man dann noch den Prozess, dass sich Stoffe (also atomare Verbindungen) unter Hitze ausdehnen – siehe Bimetallstreifen im Bügeleisen) ist sowas auf jeden Fall als Wachstum zu bezeichnen (So könnten sich in der Erde Gaskammern gebildet haben) – das ist nur reine Spekulation, aber äußerst logisch.

    Die Gesetze sind übrigens natürlich dieselben, aber die Wirkungen nicht, und ich war dumm: ich habe das Wort Kraft mit Wirkung der Kraft (sind ja Bosomen) gleichgesezt.

    Ich bin so auf die Theorie der Erdexpanson gestoßen: Mir ist einmal neben der Tatsache mit der Ausdehnung von Stoffen unter Hitze aufgefallen, dass nördlich des Äquators auf nahezu gleichen Breitengraden die Halbinseln Florida, Italien, Korea und Mexiko im selben Winkel zu einander stehen – und hier war für mich das merwürdige: Entgegen der Ausrichtung von Japan, Kamschatka und der Küste Ostasiens befindet sich Korea im selben Winkel aber entgegengesetzt dieser Ausrichtung. Es ist ja sowieso intressant, dass die Form der Kontinente sich in Linien einteilen lässt, ich werd da mal ne Grafik erstellen, dürfte aber jeder sehen, gibts vielleicht sogar schon. Dann habe ich mir mal versucht vorzustellen wie das erzeugt worden sein könnte: Ich gehe davon aus, dass Japan und Kamtschatka sich von der Küste abgelöst haben, der Prozess von Korea muss aber anderen Kräften zugrunde liegen, bei Italien kann man das auch sehen… (das als Gedankenanfang, ich versuche das vielleicht mal auszuformulieren, gar nicht so einfach um es für alle verständlich zu machen).

    Alex: \”Bahnabweichungen des Mondes zur Erde hin (denn diese müßte ja kleiner werden bei einer Massezunahme der Erde – sie wird aber im Gegenteil größer.\” Bahnabweichngen müssten kleiner werden? Versuche bitte korrekt zu formulieren (Tippfehler macht ja jeder mal), du meinst aber den Abstand:
    Nicht vollständig korrekte Annahme, Bynaus wird mir beipflichten, siehe MOG Artikel. Tja, Dunkle Energie, so lange die Mehrheit immernoch an Mythen glaubt und nicht verstanden hat weshalb es Nichts nur gibt weil es Etwas gibt wird manches nie gelöst.

    Bynaus: \”So sind andere Planeten nicht expandiert.\” Das ist keine Grundlage: Du erklärst falszierbar, aber verwendest gleichzeitig eine Behauptung, die noch nicht geprüft wurde. Wurde das denn jemals \”gemessen\”?

  • By Alex, 10. Juli 2011 @ 18:06

    @Denis:
    Ja, ich meinte den Abstand, war schlecht ausgedrückt von mir. Ändert an der Tatsache aber nichts daß es eine direkte Widerlegung der Erdexpansion ist.

    Weiterhin hat der Unbekannte genau mit dieser Tageslängenveränderung versucht, die Erdexpansion zu begründen, was selbstredend nicht geht wenn diese im Rauschen kurzfristiger Schwankungen untergehen.

    Wenn Du jetzt argumentierst, daß die Erde von außen, also durch Staub, seit 13 Milliarden Jahren expandiert, dann führts Du automatisch das Auseinanderdriften der Kontinente (nach Lesart der Expansionisten) ad absurdum.
    Weiterhin wirst Du einsehen, daß Körper die sich in einem Raum loser Partikel bewegen, zu anfangs die meisten absorbieren und später immer weniger. Das ist etwa wie wenn Du Staub saugst: einmal drüber, zweimal drüber, nach dem dritten mal ist fast nichts mehr da was den Staubsack noch expandieren lassen könnte ;-). Das Wachstum aus Staub vollzieht sich genausowenig linear.

    Auch Dein Argument daß Körper sich bei Hitze ausdehnen widerlegt sich selbst. Zum einen war die Erde früher sehr viel heißer, zweitens kann man diesen Effekt sehr gut berechnen und beträgt für die Erde allenfalls wenige Kilometer.

    Gaskammern in der Erde gibt es nicht da durch den immensen Druck im Innern keine Hohlräume entstehen bzw. bestehen können. Beobachtet hat man ebenfalls noch keine.

    Das was Du mit der Lage der Kontinente versuchst zu erklären ist, sorry, Unsinn. Es gibt keine bevorzugte Richtung in der Inseln oder Halbinseln liegen. Wenn Du Dir nur ein paar herauspickst die halt in Deine Überlegung passen, dann kannst Du damit alles und nichts begründen.
    Ohne Kenntnis der inneren Zusammenhänge ist es auch gar nicht möglich, nur anhand der Lage von Inseln eine Aussage zum Erdinnern zu treffen da viele Mechanismen dieses Aussehen bewirken könnten.
    Wie liest Du überhaupt aus diesen Inseln eine Lage heraus? Alleine Japan ist \”gebogen\” (wie es für eine Auffaltung typisch ist), welchen Winkel veranschlagst Du hier? Und wieso nimmst Du hierfür die uninteressanten Küstenlinien statt der Bruchzonen? Weil dann der Eindruck sich sogar augenscheinlich als falsch erweist?

    Was andere Planeten angeht so braucht man das nicht messen, man kann es an der Oberfläche ablesen.
    Wenn Du einen Körper wie den Mond hast, von dem man aus Gesteinsanalysen weiß daß er 4,5 Milliarden Jahre alt ist, und die Oberfläche seit dem LHB vor 3,8 Milliarden Jahren praktisch unverändert ist und das alte Gestein sogar an der Oberfläche liegt, dann kann man dadurch Wachstum von innen und außen ausschließen.
    Im Gegenteil: alle Körper wie der Mond weisen Bruchzonen auf, an denen man ablesen kann daß diese Körper im Laufe der Jahrmilliarden durch Abkühlung geschrumpft sind.

    Gruß Alex

  • By un, 12. Juli 2011 @ 05:54

    @Alex
    upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/4/41/Abweichung_der_Tagesl%C3%A4nge_vom_SI-Tag_.svg

    \”Weiterhin hat der Unbekannte genau mit dieser Tageslängenveränderung versucht, die Erdexpansion zu begründen, was selbstredend nicht geht wenn diese im Rauschen kurzfristiger Schwankungen untergehen.\”

    Die rote Kurve zeigt die Erdexpansion und begründet sie nicht! Dies entspricht den erwähnten 6,9m Durchmesseränderung in den letzten 40 Jahren. Was du mit kurzfristigem Rauschen sagst, ist einfach nur Unsinn. Genauso wie deine restlichen Vorstellungen. Du kannst ja nicht einmal Ursache und Wirkung unterscheiden!

  • By Denis, 13. Juli 2011 @ 01:51

    Alex:\”Weiterhin hat der Unbekannte genau mit dieser Tageslängenveränderung versucht, die Erdexpansion zu begründen, was selbstredend nicht geht wenn diese im Rauschen kurzfristiger Schwankungen untergehen.\”

    Du betrachtest nur die Gegenwart. Das System kann sich konsolidiert haben, hervorgerufen durch die gravitale Wechselwirkung mit den anderen Himmelskörpern, außerdem durch die abnehmende Absorption wie du beschrieben hast.

    Alex:\”Wenn Du jetzt argumentierst, daß die Erde von außen, also durch Staub, seit 13 Milliarden Jahren expandiert, dann führts Du automatisch das Auseinanderdriften der Kontinente (nach Lesart der Expansionisten) ad absurdum.\”
    Jeder Stoff dehnt sich je nach Aggregatzustand anders aus. (H2O nimt z.B. als Eis mehr Volumen ein als Wasser)

    Alex: \”Weiterhin wirst Du einsehen, daß Körper die sich in einem Raum loser Partikel bewegen, zu anfangs die meisten absorbieren und später immer weniger. Das ist etwa wie wenn Du Staub saugst: einmal drüber, zweimal drüber, nach dem dritten mal ist fast nichts mehr da was den Staubsack noch expandieren lassen könnte ;-). Das Wachstum aus Staub vollzieht sich genausowenig linear.\”
    Aus dem Grund ist das Weltall ja so leer und steht auch nicht im Widerspruch.

    \”Auch Dein Argument daß Körper sich bei Hitze ausdehnen widerlegt sich selbst. Zum einen war die Erde früher sehr viel heißer, zweitens kann man diesen Effekt sehr gut berechnen und beträgt für die Erde allenfalls wenige Kilometer.\” Steht auch nicht im Widerspruch wenn man sieht, dass das Wachstum mitlerweile kaum mehr stattfindet.

    \”Gaskammern in der Erde gibt es nicht da durch den immensen Druck im Innern keine Hohlräume entstehen bzw. bestehen können. Beobachtet hat man ebenfalls noch keine.\”
    Erdgas befindet sich in Gaskammern, zwar nur in der Kruste, aber immerhin in der Erde.

    \”Das was Du mit der Lage der Kontinente versuchst zu erklären ist, sorry, Unsinn. Es gibt keine bevorzugte Richtung in der Inseln oder Halbinseln liegen. Wenn Du Dir nur ein paar herauspickst die halt in Deine Überlegung passen, dann kannst Du damit alles und nichts begründen.
    Ohne Kenntnis der inneren Zusammenhänge ist es auch gar nicht möglich, nur anhand der Lage von Inseln eine Aussage zum Erdinnern zu treffen da viele Mechanismen dieses Aussehen bewirken könnten.\”
    Genau, deshalb schrieb ich das nicht als Begründng sondern war es für mich en Anreiz danah zu suchen, nd das kannst du nicht widerlegen. Ich bin kein Freund des Konjunktivs, das ist auch ken Forscher.

    \”Wie liest Du überhaupt aus diesen Inseln eine Lage heraus? Alleine Japan ist \”gebogen\” (wie es für eine Auffaltung typisch ist), welchen Winkel veranschlagst Du hier? Und wieso nimmst Du hierfür die uninteressanten Küstenlinien statt der Bruchzonen? Weil dann der Eindruck sich sogar augenscheinlich als falsch erweist?\”
    Küstenlinien weil das nach Plattentektonk und Erdexpansion die Grndlage aller Überlegungen war, danach kamen die Bruchzonen.

    \”Was andere Planeten angeht so braucht man das nicht messen, man kann es an der Oberfläche ablesen.\”
    Hm, ebe da is ja auch was erkenbar, siehe dieses Video:

    \”Wenn Du einen Körper wie den Mond hast, von dem man aus Gesteinsanalysen weiß daß er 4,5 Milliarden Jahre alt ist, und die Oberfläche seit dem LHB vor 3,8 Milliarden Jahren praktisch unverändert ist und das alte Gestein sogar an der Oberfläche liegt, dann kann man dadurch Wachstum von innen und außen ausschließen.\”
    Liegts überal an der Oberfläche oder nur in Teilbreichen, so ein Crash kann ganz schön umwälzend sein.

    \”Im Gegenteil: alle Körper wie der Mond weisen Bruchzonen auf, an denen man ablesen kann daß diese Körper im Laufe der Jahrmilliarden durch Abkühlung geschrumpft sind.\”
    Hm, das werden dan die Bruchzonen sein, die auch für eine Expanson angeführt werden können. Da hilft nur Messen und Gesteinsschichtanalyse, aber komplett und nicht nur \’n bisschen.

  • By Bynaus, 17. August 2011 @ 19:23

    Eine neuere Arbeit bestätigt frühere Messungen, dass die Erde gegenwärtig nicht expandiert, bzw., wenn sie es tut, dann müssen es weniger als 0.1 mm pro Jahr (oder 10 km pro 100 Mio Jahre) sein.

    http://www.spaceref.com/news/viewpr.html?pid=34358

  • By Steffen Reiser, 22. Oktober 2011 @ 20:26

    Zum Kommentar von Bynaus vom 17.August 2011 “Eine neuere Arbeit bestätigt frühere Messungen, dass die Erde gegenwärtig nicht expandiert…”
    In der letzten Zeit wurden zufällig(?) keine Schaltsekunden unserer Uhrzeit mehr hinzugefügt, diese glichen in der Vergangenheit offenbar ziemlich genau eine jährliche Erdausdehnung von ca.18cm und die damit zusammenhängende Verlangsamung der Erddrehung aus.
    Ich habe nun nicht alle Kommentare gelesen, aber was spricht eigentlich dagegen, daß es bei vorhandener Erdexpansion nicht auch Plattentektonik geben kann? Das eine schlißt das Andere nun wirklich nicht aus.

  • By Matthias Meier, 23. Oktober 2011 @ 12:31

    Wie in der verlinkten Arbeit gezeigt: Würde sich die Erde jährlich um 18 cm ausdehnen, wüssten wir dies, bzw., wir könnten es direkt messen.

    Was dein Vorschlag angeht: Nun, welche Beobachtung würde dann die Annahme einer expandierenden Erde wirklich nötig machen?

  • By paule, 2. November 2011 @ 18:19

    Bei Wikipedia findet man unter Erdradius:

    1967 6.371.028,6 m
    1972 6.370.998,9 m dr=-29,7m
    1979 6.371.000,8 m dr=+1,9m

    2011 +-0,0001 m Messgenauigkeit Nach NASABehauptung. Das bedeutet bei Annahme eines unveränderlichen Erdradius, daß sich die Meßgenauigkeit zwischen 1972 und heute um rund einen Faktor 100000 verbessert haben muß. Ein wahres Wunder. An Wunder glaube ich aber nicht. Alleine die Lichtlaufzeit durch die Erdatmosphäre bewirkt bei senkrechter Lasermessung einen Einfluß von ca. 2,33m gegenüber Vakuum. Um eine Präzision von 0,0001 m zu erreichen muß der Luftdruck auf etwa 4 Pa bekannt sein. Das entspricht 0,03 mm Hg oder 0,04 mbar.

    Die Position des messenden Satelliten muß ebenfalls auf besser 0,1mm radialem Abstand bekannt sein. Dies bezweifle ich bereits massiv. Die Erdkruste hebt und senkt sich zudem mit den Gezeitenkräften um rund 1m. Die Gezeitenkräfte werden zudem noch von Mond und Sonne beeinflußt, natürlich auch der Sattelit. Eine Messunsicherheit von 0,1 mm bedeutet bereits eine Zeitintervallauflösung von 0,7 Pikosekunden. Wie kurz ist der Laserimpuls überhaupt?

    Das ist ein wahres Wunder an Präzisionslügen, welche die NASA uns in dem verlinkten Artikel um die Ohren haut!

    In der Tat haben sich die Schaltsekundenabstände in den letzten Jahren gegenüber der Periode der 70er Jahre stark vergrößert, was einer Verlangsamung der Ausdehnung entsprechen würde. Wäre die Erde fest, könnte es nicht einmal zu den behaupteten Konvektionsströmen kommen, welche die Plattentektonik antreiben könnten. Weil bekanntermaßen die Dichte mit der Tiefe zunehmen soll. Wie soll dann das schwere, dichte Material überhaupt konvektiv an die Oberfläche kommen?

    Bei Gas ist dies dagegen recht leicht möglich. Mit Gas lassen sich auch die sehr schnellen täglichen Tageslängenschwankungen leicht erklären! Natürlich nur in Verbindung mit der inneren Wärmeentwicklung von rund 100000 TW, welche auch der Ausdehnungsgeschwindigkeit entsprechen. Die propagierten 30 TW taugen dagegen zu überhaupt gar nichts.
    http://upload.wikimedia.org/wikipedia/commons/archive/4/41/20111012051104%21Abweichung_der_Tagesl%C3%A4nge_vom_SI-Tag_.svg

  • By Matthias Meier, 2. November 2011 @ 18:35

    Nur weil du nicht verstehst, wie das Ergebnis zustande gekommen ist, heisst das noch lange nicht, dass es deshalb Lug und Trug ist. Diese Verbesserung der Messgenauigkeit ist überdies kein “Wunder”: man nennt das Technologieentwicklung, und es gibt unzählige Bereiche, in denen solche Faktoren erreicht wurden. Vielleicht fällt dir ja irgendwann auf, dass für eine genaue GPS-Positionsbestimmung all diese Bedingungen, die du nennst, auch nicht erfüllt sind…

    Wie soll dann das schwere, dichte Material überhaupt konvektiv an die Oberfläche kommen?

    Das Material in der Tiefe muss ja nicht weniger dicht als das Material nahe der Oberfläche sein. Es reicht, wenn es weniger dicht als umgebende Material ist. Zum Beispiel weil es wärmer ist. Der Erdmantel ist nach unseren Alltagskriterien fest, zeigt aber über lange Zeiträume ein plastisches Verhalten.

    Bei Gas ist dies dagegen recht leicht möglich.

    Ja. Bloss – zum hundertundelften Mal – deine unterirdischen Gasblasen sind bisher noch in keinem Seismogramm der Erde aufgetaucht…

  • By paule, 3. November 2011 @ 01:49

    “Nur weil du nicht verstehst, wie das Ergebnis zustande gekommen ist, heisst das noch lange nicht, dass es deshalb Lug und Trug ist.”

    Natürlich ist das Lug und Trug. Die Daten beweisen es!

    “Das Material in der Tiefe muss ja nicht weniger dicht als das Material nahe der Oberfläche sein.”

    Muß es aber. Sonst stimmt das Trägheitsmoment der Erde nicht. Und deshalb kann es nicht an die Oberfläche kommen. In jeder Graphik sieht man, daß mit der Tiefe die Dichte zunimmt. Deine Hirngespinste haken bei jedem kleinen Schritt!

    “deine unterirdischen Gasblasen sind bisher noch in keinem Seismogramm der Erde aufgetaucht…”

    Natürlich nicht. Das Gas sieht man bei einem Vulkanausbruch, wo die das kondensierte Gas (“Asche”) 30 km hochgeschleudert wird! Oder glaubst du, daß es “dort unten” so staubig ist? Außerdem sieht man das bei Erdgas und Erdöl, welches sich wieder regeneriert und welches massenhaft Helium enthält. Außerdem sieht man es an den Vulkanen und den aufreißenden Spalten im Meer und an schwarzen Rauchern und an den Methanhydriden usw.

  • By Matthias Meier, 3. November 2011 @ 08:20

    Du schaffst es, fast all meinen Text zu zitieren, aber die kritische Stelle zu verpassen…

    Was das “Material in der Tiefe” angeht, hatte ich mich vielleicht missverständlich ausgedrückt (anderseits hättest du einfach ein bisschen weiter lesen müssen…). Natürlich nimmt die Dichte mit der Tiefe zu. Aber Material, das aufsteigt, muss nicht weniger dicht als jenes an der Oberfläche sein, sondern nur weniger dicht als jenes in der lokalen Umgebung. In 3000 m Tiefe stiegt Material mit einer Dichte von 4 g/cc auf, wenn die Umgebung 5 g/cc hat, selbst wenn nahe der Oberfläche die Dichte 3 g/cc beträgt.

    Natürlich gibt es Gas im Erdinneren, das hat niemand bestritten. Aber niemals in diesen Mengen, dass es sich in gigantischen Gasblasen sammeln würde… Denn diese müsste man sehen.

  • By CommanderTomalak, 3. November 2011 @ 13:53

    Die 0,1mm kauf ich auch nicht ab. Ich seh allerdings auch nicht, wo du die her hast. In besagtem Wiki-Eintrag steht recht deutlich

    “Um 1965 bewirkte die Satellitengeodäsie eine enorme Genauigkeitssteigerung auf 20 Meter und stößt nun bereits in den Zentimeter-Bereich vor. Neu entwickelte Gradiometrie-Satelliten wie GRACE (2004) und GOCE zielen sogar auf die Änderungen der Erdfigur, die im Bereich von einigen Millimetern pro Jahr vermutet werden.”

    In den letzten 20 Jahren hätte die Erde um 60cm zunehmen müssen. Das WÄRE aufgefallen.

  • By Heraklit, 3. November 2011 @ 16:33

    Von Methan”hydriden” habe ich noch nie gehört Paule…
    Das Wäre z.b. sowas CH4+ H-

  • By paule, 3. November 2011 @ 17:47

    @Heraklit
    16% Fehleranteil: Methanhydrat.

    @Matthias Meier

    “Aber Material, das aufsteigt, muss nicht weniger dicht als jenes an der Oberfläche sein, sondern nur weniger dicht als jenes in der lokalen Umgebung”

    Sicher. Aber über die lokale Umgebung kommt es dann eben nicht hinaus! Ein Stein wird zwar in einem schweren Schlamm nach oben schwimmen, aber wo das Wasser anfängt bleibt er dann liegen.

    “Natürlich gibt es Gas im Erdinneren, das hat niemand bestritten. Aber niemals in diesen Mengen, dass es sich in gigantischen Gasblasen sammeln würde… Denn diese müsste man sehen.”

    Ich rede nicht von Gasblasen sondern ausschließlich von Gas. Bei einigen 100k K gibt es nur Gas. Das Gas selbst ist zudem weitgehend entmischt bzw. seine atomare Zusammensetzung ist stark tiefenabhängig. Im Zentrum finden sich daher bevorzukt die schweren Kerne wie Uran und Thorium und oben finden sich bevorzugt die leichten Kerne. Je geringer die Zentrumstemperatur ist, desto größer wird der Anteil an schweren Kernen sein. Bei zu geringer Temperatur setzt daher direkt eine massive Kernspaltung ein. Hierdurch wird die Zentrumstemperatur erhöht und die Kernspaltungen werden damit seltener. Ebenso werden bei Kernspaltungen z.B. Xenon gebildet, welches den Kernreaktor ebenfalls herunterregelt. Das ist ein schwingungsfähiges Gebilde, welches sich aufgeschaukeln kann oder auch stabil vor sich hinbrutzeln kann. Daneben gibt es noch die normalen radioaktiven Zerfälle, welche aber aufgrund der hohen Temperaturen und der damit verbundenen Ionisation wahrscheinlich weit rascher ablaufen als unter Normalbedingungen.

    Entsprechend finden wir in Krustennähe wenig Uran, aber viel H und He.

  • By paule, 3. November 2011 @ 17:48

    @CommanderTomalak
    Die 0,1mm/a entsprachen diesen Aussagen: Bynaus, 17. August 2011 @ 19:23

    “In den letzten 20 Jahren hätte die Erde um 60cm zunehmen müssen. Das WÄRE aufgefallen.”

    Das wäre nicht aufgefallen, weil man anhand der “offiziellen” Erdradiusbestimmungen doch schon gesehen hat, daß selbst 20 m nicht sonderlich aufgefallen sind. Wir müssen auch unterscheiden zwischen dem, was man wirklich weiß und dem, was bekannt gegeben wird. Da gibt es eine riesige Diskrepanz! Lies Dir den und nachfolgende Beiträge durch: Unbekannter Gast, 3. Oktober 2010 @ 22:21

    “\”According to Richard Gross of NASA\’s Jet Propulsion Laboratory, it\’s possible that the Earth\’s rotation did indeed speed up slightly as a large chunk of the crust fell toward the planet\’s core, just as a spinning figure skater speeds up when she pulls in her arms.\”
    http://www.slate.com/id/2111443/

  • By Heraklit, 3. November 2011 @ 18:16

    Paule, ich bin mir nicht sicher ob ich dich richtig verstehe.
    Du gehst von homogenem Gas (Plasma) unter einer festen und dann flüssigen “Hülle” aus?
    Dann ist das Absinken von U und Th für mein Verständniss ungefähr so groß wie die von Kupferionen in einer Lösung von Kupfersulfat in Wasser,
    die sind schließlich auch “schwerer”.

  • By Heraklit, 3. November 2011 @ 18:20

    Nachtrag:
    Natürlich hast du selbst geschrieben dass das Gas NICHT homogen ist.
    Ich meinte mehr, dass es in einer Phase vorliegt, also nicht größere Agglomerationen nur aus schweren Elementen bestehen

  • By Matthias Meier, 3. November 2011 @ 18:37

    Sicher. Aber über die lokale Umgebung kommt es dann eben nicht hinaus!

    Weil du nicht überlegst, warum es überhaupt einen Dichteunterschied gibt: Weil das Material wärmer ist! Wärmer – und damit weniger dicht – werden kann es auf dem Weg nach oben immer.

    Ich rede nicht von Gasblasen sondern ausschließlich von Gas. Bei einigen 100k K gibt es nur Gas.

    Eben: eine grosse Gasblase im Erdinneren. Kompletter Unsinn, weil das in jedem Seismogramm klar sichtbar wäre. Gase haben nämlich kein Schermodul.

  • By paule, 3. November 2011 @ 19:34

    @Matthias Meier

    “Eben: eine grosse Gasblase im Erdinneren. Kompletter Unsinn, weil das in jedem Seismogramm klar sichtbar wäre. Gase haben nämlich kein Schermodul.”

    Du bist es doch ausschließlich, der immer von Gasblasen spricht. Klar, daß du diesen Pappdrachen dann auch selbst erlegen kannst. Daß Gase keinen Schermodul haben, weiß ich auch. Aber die Erdkruste hat einen Schermodul. An die Seismologie glaube ich schon lange nicht mehr, nachdem die Seismologen bereits den nichtvorhanden Erdkern mit einer Geschwindigkeit von rund 1 cm je Jahr am Erdkernumfang rotieren gesehen haben. Hahahaha.

    Und das haben diese “Seismologen” durch rund 5000 km dickes unbekanntes Material mit höchster Präzision gemutet!

    Verblödenlassen kann ich mich selbst, wenn ich will.

  • By paule, 3. November 2011 @ 19:42

    Hier die Präzisionsmutungen:

    “Der innere Kern der Erde rotiert schneller als der Rest des Planeten. Doch sein Vorsprung dabei ist viel geringer als angenommen: Statt einem Grad pro Jahr verschiebt sich der innere Kern nur um ein Grad pro eine Million Jahre. Diese jetzt in „Nature Geoscience“ veröffentlichte Neuberechnung liefert auch erstmals einen Wert, der sich mit dem Phänomen der Ost-West-Ungleichheiten des inneren Kerns vereinbaren lässt.”
    http://www.g-o.de/wissen-aktuell-13041-2011-02-24.html

  • By Matthias Meier, 3. November 2011 @ 22:38

    Paule: Dies ist der Kommentarstrang zum Artikel oben, und keine Plattform für deine Freak-Ideen. Schalt halt selbst eine Webseite auf, wo du deine Ideen verbreiten kannst.

    Alles, was du nicht auf Anhieb verstehst (hast du dir z.B. die Mühe gemacht, den Artikel bei Nature Geoscience zu lesen, den du hier indirekt zitierst? Wohl kaum), ist für dich Lug und Trug. Dein Horizont ist dir der einzig gültige Massstab. Das ist einerseits tragisch, andererseits lässt sich auf dieser Basis schlicht nicht vernünftig diskutieren. Da der Kommentarstrang aber zur Diskussion da ist, hast du zwei Möglichkeiten: entweder, du passt dich an, oder du lässt es bleiben.

  • By paule, 4. November 2011 @ 14:34

    @Matthias Meier

    Um diesen erlogenen Mist zu lesen gebe ich keine 18$ aus! Auf Anhieb verstehe ich nämlich, daß es unmöglich ist, die Differenzrotation des Erdkerns von rund 1 cm/Jahr durch 5200 km dickes unbekanntes Material unbekannter Bewegung messen zu können. Abgesehen davon, daß es diesen Kern überhaupt nicht geben kann.

    Daß du nicht vernünftig diskutieren kannst liegt nur daran, daß du eine unhaltbare Sache mit aller Gewalt versuchst zu vertreten! Egal wie unlogisch sie ist.

    Ich bin keiner Diskussion ausgewichen und habe mich jedem Argument gestellt und habe das immer erfolgreich bearbeiten können.

  • By Matthias Meier, 4. November 2011 @ 14:43

    Wie weisst du, ob es “erlogener Mist” ist, wenn du es doch gar nicht gelesen hast? Das ist genau das Verhalten, mit dem du einer richtigen Diskussion ausweichst: Denn alles, was gegen deine Vorstellungen spricht, ist bei dir automatisch Lug und Trug, Vertuschung und Verschwörung. Wenn z.B. die Seismologie sagt, die Erde hat einen Kern, aber paule glaubt, sie hat keinen, dann ist selbstverständlich alles, was die Seismologie sagt, Lug und Trug (und muss nicht einmal beachtet bzw. gelesen werden), denn paule hat per Defintion natürlich immer recht. So kann man nicht diskutieren, an dieser Form der “Diskussion” bin ich hier überhaupt nicht interessiert. Wenn du dabei bleiben willst, musst du dir eine andere Spielwiese suchen.

  • By paule, 4. November 2011 @ 15:14

    Seriöse Seismologen sagen selbst, daß es bei der lokalen heimatlichen Untersuchung erheblichste Probleme bereits bei geringen Tiefen von nur 5 km gibt, zu halbwegs haltbaren Aussagen zu kommen!

    Wenn daher ein Seismologe sich 1cm/a am Erdkern zusammenreimt, ist das mehr als nur unseriös und bedeutet eine glatte Lüge! Noch zudem dieselben Seismologen kurz vorher eine rund 1 Million mal schnellere Rotation steif und fest gemutet haben!

    Das ist keine Wissenschaft mehr sondern reines Raten!

  • By Matthias Meier, 4. November 2011 @ 17:29

    Tja, und frag mal diese “seriösen Seismologen”, ob sie glauben, dass man mit Laufzeiten, Intensitäten und Analyse der s- und p-Komponente von Erdbebenwellen den Aufbau der Erde rekonstruieren kann… Mit ein paar oberflächennahen Sprengungen den Untergrund erforschen, und den Aufbau der Erde mit Erdbebenwellen zu rekonstruieren sind zwei verschiedene, wenn auch methodisch verwandte Dinge. So lange du das Nature Geoscience Paper nicht gelesen hast, kannst du nicht behaupten, es sei Unsinn…

  • By Denis, 20. Januar 2012 @ 13:48

    Hier http://de.wikipedia.org/wiki/Helium in der Wikipedia findet man unter einem Bild, das hier: “Die Erde produziert Helium durch radioaktive Vorgänge im Erdkern.”

    Dass sich dichtere Elemente in er Kruste befinden als im Erdinnern schein unlogisch, aber die rde rotiert doch, hat jemand mal die Zentrifugalkraft mit dem Absinken gegengerechnet? Ein schweres Element kann doch auch nur Absinken, wenn sich wirklich ein extrem dichter und damit massereicher Erdkern existiert, nur dann gibts Gravitation. Paules Annahme beruht darauf, dass wir im Erdinnern keinen dichten Kern haben und damit de facto die Zentrifugalkraft die schweren Elemente in die Kruste schleudert. Dass seismische Messungen ungenau snd, glaube ich sofort, ich hab doch tatsächlich mi einfachen Überlegungen sowas wie eine Vorhersage für das Beben in Japan hinbekommen, auf meiner Webseite zu lesen, allerdings hat das GEO in Potsdam bis heute nicht geantwortet.

  • By Matthias Meier, 20. Januar 2012 @ 14:06

    Die Legende des Bildes in der Wikipedia ist falsch. Korrekter müsste es heissen: “…im Erdinneren”. Im Kern gibt es praktisch kein Uran, Thorium oder Kalium, weil diese Elemente sich nicht im Eisen lösen. Sie lösen sich dafür umso besser in Silikatschmelzen (“Magma”), so dass sie sich in der Nähe der Erdkruste konzentriert haben. Das kann man mit Neutrinos mittlerweile sogar direkt nachweisen.

    Mit Zentrifugalkraft hat das nichts zu tun, und ein fehlender Kern würde sich auch durch fehlende bzw. stark reduzierte Gravitation an der Oberfläche bemerkbar machen, meinst du nicht? Die Zentrifugalkraft ist ohnehin sehr schwach, ca. 0.1% der Gravitation (kannst du selber ausrechnen).

    Schwere Elemente sinken im Erinneren aus demselben Grund nicht ab, wie z.B. Uranbrennstäbe oder Goldbarren an der Erdoberfläche nicht einfach im Boden versinken: Der Erdmantel ist fest (wie man z.B. daran sieht, dass sich darin Scherwellen fortpflanzen, die in Flüssigkeiten sofort gestoppt werden). Nur Eisen war in der Frühzeit der Erde häufig genug, um sich zu Klumpen zu sammeln und durch den damals deutlich weniger festen Mantel einen Weg zum Kern zu bahnen.

    Wenn du glaubst, dass du Erdbeben vorhersagen kannst, dann ist das jetzt deine Chance, alle Zweifler zu überraschen. Pro Jahr gibt es etwa ein Erdbeben der Stärke 8 und grösser, sowie 15 Erdbeben der Stärke 7 bis 8 (siehe: http://earthquake.usgs.gov/earthquakes/eqarchives/year/eqstats.php). Wenn du auch nur die Hälfte der Beben für 2012 korrekt vorhersagst (Ort, Datum, Stärke innerhalb vernünftiger Grenzen), wäre das sehr beeindruckend. Also los!

  • By Denis, 21. Januar 2012 @ 00:01

    Hmm, meinst du 0,1% der Gravitation der Erdoberfläche oder beziehst du dich auf eine Erdtiefe, es ist aber gut zu wissen, dass man die Vorkommen schwererer Elemente in der Erdkruste de facto nachgewiesen hat. Wenn die Erdkruste (vielleicht neben dem Erdkern) der schwerste Bereich der Erde ist, müsste folglich im innern weniger als 9,81m/s^2 vorherrschen, was ja bedeutet, dass im innern weniger dichtes Material existieren kann: ist mit Magma ja der Fall, also warum kein Gas? Lassen wir mal alle Messungen außen vor und stützen uns auf die Logik.

    Dass mit den Erdbebenvorhersage: Ne lass mal, die eine hat mir schon gereicht, zumal auch 4 wochen vorher wie bei haiti der Kernschatten des Mondes bei einer Teilsonnenfinsternis auch da war, also mehrere Dinge zusammengspielt haben könnten.

    Im Innern befindet sich also Helium, gut.

  • By Jochen Müller, 10. März 2012 @ 15:56

    Danke an den Autor für diesen tollen Artikel. Damit ist eigentlich alles zum Hirngespinst der Expansion der Erde gesagt. Ich hätte mir allerdings gewünscht, dass auch die Entstehung neuer Masse thematisiert wird. Über den Prozess der aus Kollision mit Neutrinos neue Masse entstehen lässt, schweigen die Anhänger der Expansionstheorie nur. Aber selbst wenn man das beiseite schiebt stellt sich mir die Frage, warum die die Planeten dann so unterschiedliche Zusammensetzungen haben? Warum sollte die Masse der Erde in Form von Sauerstoff, Silizium und anderen schweren Elemente zunehmen, die des Jupiter aber in Wasserstoff?

  • By Tom, 21. April 2012 @ 15:49

    Die Welt ist nur für diejenigen kompliziert und ein ewiges Rätsel, die sich durch die Geldelite manipulieren lassen. Geld mit der Zinseszinskomponente sorgt mathematisch ganz einfach nachvollziehbar (Exponentialfunktion) dazu, daß sich Geld bei immer weniger Menschen konzentriert, die dann letztendlich alle Industrien besitzen, Staaten über ihre Schulden erpressen, Politiker korrumpieren, Kriege anzetteln, nur genehme Wissenschaft finanzieren und auch schon mal unangenehme, dem Wohl Aller Verfpflichtete, töten (z.B.:Kennedy)
    Eine äußerst unangenehme Wissenschaft ist alles um das Thema Neutrinos, die in Resonanz versetzt, freie Energie liefert (Wardencliff-Tower). Jeder Wissenschaftler, der von der Wissenschaft leben will, erfindet keinen freien Energiekonverter, weil es den Interessen seiner Finanziers entgegensteht. Ist doch die ganze Energieversorgung zentral organisiert und beschert Gewinne ohne Ende. Die Wissenschaftler degenerierten zu einer Blockadebrut, die nur noch beweisen, daß die Neutrinos langsamer als Licht sind. Sie verehren Maxwell, der in seinen Gleichungen die Skalarwellen einfach weglässt. Die Expansion der Erde wird verleugnet, weil sie die Neutrinopower laut Meyl unterstützt.
    Wissenschaftler haben sich wie die Politiker und die Journalisten korrumpieren lassen und manipulieren die Menschheit, daß ihnen ihr Sklavendasein gar nicht mal bewusst wird.
    Im Feudalsystem gab es einen König und der ermächtigte den Adel, den Rest der Menschheit zu unterdrücken. 1789 hat man den Adel geköpft. Menschen bleiben nicht ewig dumm und dann erleidet die Geldelite und deren Unterstützer ein ähnliches Schicksal. Ich habe einen gesunden Verstand. Unsinn kann ich sehr einfach erkennen. Mir fehlt mittlerweile jeder Respekt vor “Experten”, weil ich “Experte” nur noch mit “Manipulatoren” übersetze. Ich habe fertig.

  • By Matthias Meier, 21. April 2012 @ 16:23

    Solche Aussagen sind einfach lächerlich. Ich bin sicher, Tom, du hast noch nie auch nur versucht nachzurechnen, wieviel Masse die Erde überhaupt gewinnen könnte, wenn auch das hinterste und letzte Neutrino absorbiert würde… Aber wer die Welt nur noch durch die Zerrbrille von “Manipulation” und “Verschwörung” sieht, der mauert sich geistig derart ein, dass jede Diskussion, jeder Erklärungsversuch zwecklos ist.

  • By heraklit, 21. April 2012 @ 16:58

    Naja, aber ich verstehe das so, dass Neutrinos (wie auch immer…)
    Energie SCHAFFEN, also der Massezuwachs der Erde NICHT aus der Summe der Massen der Neutrinos gespeist wird…
    Und Teslas Genie ist tatsächlich entgangen, dass mit freier (frei verfügbarer, im ökonomischen Sinn) Energie niemand Geld verdienen kann.
    OT, aber seit 200 Kommentaren fällt das schon nicht mehr auf…

  • By Matthias Meier, 21. April 2012 @ 17:06

    Klar, Neutrinos schaffen Energie… Werfen wir doch die Energieerhaltung auch gleich mit über Bord, wenn wir ohnehin schon auf dem Fantasy-Level angekommen sind…

    Energie ist nie völlig “frei” verfügbar. Selbst wenn es eine heute unbekannte, günstige, saubere und nahezu unerschöpfliche Energiequelle gäbe, müssten doch Geräte zu ihrer Nutzung (Konvertierung, Übermittlung, etc.) entwickelt, gebaut und gewartet werden.

    Zurück zum Thema.

  • By Tom, 21. April 2012 @ 19:20

    Was genau ist lächerlich? Das der Zins eine Exponentialfunktion ist. Das mit der derzeitigen Energiewirtschaft rießige Gewinne erziehlt werden. Das Genies wie Tesla einen verbitterten Lebensabend verbringen musste, weil er von Typen wie J.P. Morgan (Geldelite) aufs Abstellgleis gestellt wurde. Was genau ist lächerlich? Das sich Dutzende Wissenschaftler am Cern spielen, und auch mal feststellen, das Neutrinos 1 1/2 c schnell sind, aber auf Anraten der Finanzelite dann doch alles nur ein Messfehler ist. Was genau findest du lächerlich? Ich kann nicht darüber lachen, es ist eher zum heulen.

  • By heraklit, 21. April 2012 @ 20:19

    Hey Tom,
    find ich gut dass du die Antworten auf deine Thesen verfolgst.
    Aber ich würde wirklich gern wissen, was der Wardencliff Tower mit Neutrinos zu tun hatte,
    was Neutrino-Resonanz ist und wie sie Energie liefern soll.
    Ich habe mich auch schon gefragt welche Masse ein Neutrino bei mehr als c hätte.
    Überlichtgeschwindigkeit ist auch nicht weniger fantastisch als Masse aus dem Nichts, zumal das Higgs des Standardmodells immer noch nicht gefunden wurde.

  • By Tom, 21. April 2012 @ 22:05

    Hallo heraclit,
    Zur Nutzung freier Energie müssen aus dem Umfeld Neutrinos in Resonanz versetzt werden. Man baue sich eine Teslaspule deren Funkenstrecke so eingestellt wird, daß an den Spulen eine Frequenz von 6,78 Mhz anliegt.
    Neutrinos schwingen zwischen den Zuständen negativ geladenes Elektron und positiv geladene Antimaterie. Bei der o.g. Frequenz werden sie in Resonanz versetzt und über einen Empfänger (selbige Spulenanordnung)wird die versandte Energie + die in Resonanz versetzen Neutrinos per Elektronen aufgefangen. Es wird mehr Energie empfangen, als für den Sender aufgebracht werden muss.
    Näheres unter http://www.k-meyl.de/go/Primaerliteratur/Longitudinalwellen-Experiment.pdf
    Der Wardenclyff-Tower hatte die Funktion der o.g. Teslaspule. Bei mehr als c haben Neutrinos im Mittel keine Masse und keine Ladung.

  • By Matthias Meier, 22. April 2012 @ 00:33

    @Tom: Ich glaube, es ist aus dem Zusammenhang ziemlich klar, was ich mit “lächerlich” meinte (falls nicht: die “Neutrinos füttern die Erde an”-Sache). Und falls es dir nicht aufgefallen ist: Im Artikel oben geht es nicht um Zineszins oder um das Leben des Nikolai Tesla…

    Niemand hat je behauptet, es gäbte Neutrinos, die mit 1.5 c unterwegs wären… Genaugenommen hat niemand behauptet, es gäbe Neutrinos, die schneller sind als das Licht. Die CERN-Forscher haben lediglich etwas gemessen, was nach ihren Abklärungen so aussah, als seien die Neutrinos ein kleines bisschen schneller als das Licht, und baten um internationale Mithilfe bei der Aufklärung des Ganzen.

  • By Alex, 23. April 2012 @ 11:51

    Tom, erkläre doch mal wie man Neutrinos in eine “Resonanz” versetzen soll. Ich bin gespannt ob Dir das ohne Tachyonenwurst oder Einhornsuppe gelingt.

  • By Denis, 23. April 2012 @ 12:11

    Matthias,

    dass durch den Neutrino-Mechanismus mehr Masse als Massensumme der Neutrinos “geschaffen” werden könnte, steht doch in keinem Widerspruch zum Energieerhaltungssatz. Zwischen Masse und Energie steckt doch noch die größte Differenz der Nullbewegung und Maximalbewegung, sogar im Quadrat. Ich denke mal an dem Helium ist was dran, die Sonne hat auch ziemlich viel davon, vielleicht sogar der Mond im Innern. Stellt sich die Frage welche Energie in Masse umgesetzt würde…

  • By Denis, 23. April 2012 @ 12:26

    … könnte also die Bewegungsenergie sein, nur welche Teilchen fliegen mit c durch die Gegend und Materie (Massenenergie)? (siehe oben)

  • By Matthias Meier, 23. April 2012 @ 16:04

    @Denis: Natürlich kommt noch die Bewegungsenergie dazu, aber das macht keinerlei nennenswerten Unterschied. Und wie gesagt: Die Erde absorbiert so gut wie keine Neutrinos, sonst müsste man einen deutlichen Unterschied im Flux von oben (direkt von der Sonne, tagsüber) und von unten (von der Sonne, durch die Erde, die Nacht durch) sehen – tut man aber nicht.

    Was du genau mit dem Helium meinst, an dem “was dran” sein soll, weiss ich nicht… Kannst du das erklären?

  • By Denis, 3. Mai 2012 @ 00:24

    Suprafluides Helium II kriecht sogar die Wände herauf und wird als Fermion oder Boson eingeordnet, es ist also bestrebt sich überallhin zu verbreiten: sich zu verflüchtigen um an Dichte zu verlieren. http://de.wikipedia.org/wiki/Suprafluidität

  • By Denis, 12. Mai 2012 @ 01:13

    Nur zur Info: An der ISS hatte man letztes Jahr das Geoflow II Experiment durchgeführt um das Strömungsverhalten im Erdinnern zu messen. http://www.dlr.de/dlr/desktopdefault.aspx/tabid-10253/361_read-763/

  • By igor, 20. Oktober 2012 @ 07:43

    ein hallo an alle schreiber,
    mir ist bei dem lesen aufgefallen das ihr alle den wichtigen satz nicht in eurem denken habt. “ich weis, das ich nichts weis”.
    das interesante ist, die physik stellt so oft lehr-sätze auf die denken in andere richtungen erschweren. da wird eine idee mit dem kennen eines satzes weggewischt. ich habe hier einen motor der strom macht, aber nach der pysik dürfte er das nicht. drehimpuls-satz, satz 1-3 von thermodynamik, und,und ,und. die erde expandiert, und keiner kann das 100 % erklären.

  • By Jemand, 24. November 2012 @ 08:31

    Die neue Hypothese einer kühlen Planetenentstehung aus wasserreichen Gasriesen liefert eine ganz neue Grundlage für diese Betrachtungen, aus der auch Änderungen des Volumens junger Planeten verständlich werden, die bei jungen Exoplaneten ebenfalls zu beobachten sind.

    1. Volumenzunahme

    2. Verdichtung und Volumenabnahme mit Entgasung

    3. dann wieder eine (begrenzte) Volumenzunahme

    Niemand hat gesagt, die Erde bestünde innen aus Gas. Wer die neue Hypothese kennt, weiß warum der Gasgehalt im Präkambrium und im Paläozoikum noch sehr viel höher gewesen sein muss als heute und damit auch das Volumen des jungen Planeten.

    Die Berechungen auf der Basis der überholten Akkretionstheorie und Planetesimaltheorie sind alle sinnlos, denn Planeten können leider nicht aus Planetesimalen entstehen. Die Astronomen an der Forschungsfront wissen das und arbeiten an neuen Lösungen, während die Medien die überholten Theorien weiter verkaufen und verbreiten als gehöre das zum gesicherten Wissen.

    Zuerst brauchen wir eine plausible Erklärung für die Entstehung von Gesteinsplaneten. Danach können wir über die Entwicklung des Volumens reden.

  • By Matthias Meier, 24. November 2012 @ 09:45

    Dir scheint ein wichtiger Punkt entgangen zu sein: Die Erde expandiert nicht, und es gibt keinerlei Belege, dass sie jemals expandiert hat.

    Welcher “Gasgehalt” soll im Präkambrium und Paläozoikum “sehr viel höher” gewesen sein?

    Die “Akkretionstheorie” ist keinesfalls überholt. Im Gegenteil, sie ist sehr erfolgreich darin, die beobachteten Eigenschaften des Sonnensystems und anderer Planetensysteme zu erklären. Es gibt wenige, kaum diskutierte Alternativen, aber bisher werden diese nicht durch Beobachtungen gestützt.

  • By Geri.S, 25. September 2013 @ 13:48

    Die Frühgeschichte der Erde

    Die Sonne konnte im Bereich des ihres Äquators diverses Material nicht mehr halten und schleuderte dieses in den sonnennahen Weltraum. Im Verlauf von Millionen von Jahren bildeten sich einige Schwerpunkte, welche umliegendes Material anzogen, es entstanden die ersten Planeten. Je näher der entstehende Plante bei der Sonne kreiste, umso schwerer war seine Zusammensetzung. Die Erde lag in einer günstigen Zone, deshalb sammelten sich dort die verschiedensten Elemente, sowohl schwere, wie auch leichte Elemente wurden eingefangen. Diese waren noch sehr heiss und zum grössten Teil in flüssigem Zustand.
    Da statistisch die grössere Anzahl an Zusammenstössen auf der Vorderseite der Planeten stattfand, verringerte sich die Umlaufgeschwindigkeit immer mehr. Die anfänglich stark elliptischen Umlaufbahnen wurden soweit gebremst, dass sie annähernd Kreisrund wurden. Immer wenn die minimale Umlaufgeschwindigkeit unterschritten wurde, stürzten die Planeten wieder der Sonne entgegen, was ihre Umlaufgeschwindigkeit soweit erhöhte, dass wieder eine stabile, leicht elliptische Umlaufbahn erreicht wurde.

    Gravitative Differenzierung
    Durch die häufigen Zusammenstösse wurde die Erde in ihrem Frühstadium immer wieder heftig durchgewirbelt und dadurch aufgeheizt. Nachdem der grösste Teil des Materials in unmittelbarer Nähe der Erde eingefangen war, beruhigte sich auch die Erde. Besonders in grosser Tiefe wurden die Bedingungen ruhiger.
    Nun setzte die gravitative Differenzierung ein, das bedeutet, die schweren Elemente (violett) sinken zum Erdmittelpunkt ab und die leichteren Elemente (gelb) sammeln sich in der Näher der Oberfläche.
    Im Zentrum der Erde sammeln sich mehrheitlich die Metalle und bilden einen metallischen, glühend heissen Kern. Die darf man auf Grund von Naturgesetzen als gesichert annehmen.
    Schwieriger wird es, zu definieren, wie die Erde damals an der Aussenseite aussah. Es ist durchaus möglich, dass sich schon zu einem sehr frühen Zeitpunkt die Aussenseite so stark abgekühlt hatte, dass eine Atmosphäre entstand. Auch die Entstehung eines Urmeers kann nicht ausgeschlossen werden. Dieses Urmeer würde die gesamte Erde mit einer gleichbleibenden Tiefe umschliessen.

    Verschiedene Zonen entstehen
    Durch die Sortierung der Elemente nach ihrer Dichte, entstehen verschiedene Zonen. Im Zentrum, der aus Metallen bestehenden Kern (rot). Daran schliesst sich eine interessante Zone an, der Borgürtel (orange). Hier sammeln sich die Elemente der Borgruppe. Die Elemente der Borgruppe lassen sich nicht so einfach nach ihrer Dichte sortieren, die einzelnen Atome kommen selbst bei hohen Temperaturen nicht in reiner Form vor, sie gehen Verbindungen mit andern Elementen der Borgruppe ein. Diese Feststellung lässt sich auf Grund von Naturgesetzen erklären, Differenzen gibt es nur bei der genauen Zusammensetzung und der herrschenden Temperatur.
    Ausserhalb des Borgürtels dürfte sich am Grund des Urmeers eine feste Schicht aus leichten Gesteinen (gelb) gebildet haben. Diese Schicht ist rein spekulativ und lässt sich schwer belegen, da sie später wieder aufgeschmolzen ist. Das Gleiche gilt für das Urmeer und die Atmosphäre, es ist nicht sicher, ob und wie diese beiden Zonen sich entwickelt haben. Es fehlen sowohl die Zusammensetzung, wie auch die damals herrschende Temperatur.

    Die erste harte Schicht entsteht
    Die Einschläge von Meteoriten werden immer seltener. Dadurch wird die Erde nicht mehr zusätzlich aufgeheizt. Die Erde kühlt langsam ab. Dies führt vor allem an der Grenze zwischen den Metallen und dem Borgürtel zu grossen Veränderungen. Wenn man eine Tabelle mit nach Dichte sortierten Metallen erstellt, stellt man fest, dass Titan als erstes von einem flüssigen in einen festen Aggregatszustand ändert. Auf Seite der Borgruppe ist es der reine Kohlenstoff, welcher als erstes zu Diamant erstarrt.
    Erwiesen ist, dass die Tiefengesteine mit dem höchsten Schmelzpunkt viel Titan enthalten. Man darf davon ausgehen, dass an der Grenze zwischen den Metallen und dem Borgürtel sich die Elemente chemisch verbanden und so die ersten Tiefengesteine bildeten.
    Es entsteht eine regelmässige Schicht, die sich ohne Beeinflussung von aussen langsam aufbauen kann. Wäre die Schicht weiter aussen erstarrt, so hätten sie die Gravitationskräfte des Mondes und der Sonne immer wieder aufgerissen. Tief im Innern der Erde konnte sich die Schicht ungestört entwickeln.

    Eine mit Metallen gefüllte Hohlkugel entsteht
    Die Wandstärke der Hohlkugel wurde nun immer stärker. Sie schirmte den Borgürtel von den Metallen ab. Physikalisch hat das grosse Auswirkungen, die Temperatur aus dem Kern konnte nicht mehr gleich schnell nach aussen abgeleitet werden. Dadurch heizt sich der Kern auf. Die steigende Temperatur bedeutet, dass sich die Metalle ausdehnen möchten. Da sie durch die Hohlkugel räumlich begrenzt werden, geht das nicht. Dies bewirkt einen starken Anstieg des Drucks im Innern der Hohlkugel.
    Im Laufe von Millionen von Jahren wird die Wandstärke der Hohlkugel immer stärker. Die Metalle die in der Kugel gefangen sind, erhitzen sich weiter und der Druck steigt extrem an. Unter diesen Bedingungen kommt es zu ersten Kernfusionen (weisse Sterne). Dadurch stiegen die Temperatur und der Druck nochmals extrem an.

    Kurz vor der Explosion
    In dieser Phase der Erdgeschichte lohnt es sich, einen Stopp einzulegen. Die Erde besteht zu diesem Zeitpunkt aus sechs Zonen, welche sich deutlich voneinander unterscheiden. Im Kern die sehr heissen unter starkem Druck stehenden schweren Elemente, meistens Metalle. Daran schliesst sich eine Schicht aus erstarrtem Tiefengestein an. Die Wandstärke der Hohlkugel (aus der später die Kontinente hervorgehen) hat nun bereits eine Stärke von 60 Kilometer. Interessant wäre eine genaue Bestimmung des Kugelradius. Es gibt einige Hinweise die auf einen Radius von rund 3‘000 Kilometer hindeuten. Dies entspricht ungefähr der Hälfte des heutigen Erdradius.
    Eine Berechnungsart ist, die Oberfläche der Kontinente auf eine kleine Kugel zu reduzieren. Leider gibt es in der Rechnung einige Parameter, welche nicht genau bestimmt werden können. Angefangen bei der Fläche der heutigen Kontinente, wo beginnt die Grenze? Zählt der Festlandsockel dazu? Wie viel Fläche ging verloren, als sich die Berge aufschichteten. Die 3‘000 Kilometer dürften der kleinste Radius sein, tatsächlich dürfte er eher bis gegen 3‘500 Kilometer gehen, doch auf die Physik der folgenden Ereignisse hat die Unsicherheit keinen entscheidenden Einfluss.
    Ausserhalb der Hohlkugel schmiegt sich der Borgürtel an. Er reicht bis zu einem Radius von rund 6‘000 Kilometer. In dieser Zone ist der grösste Teil der leichten Elemente gebunden. Er ist nach wie vor sehr heiss. Mehr lässt sich leider nicht bestimmen, er dürfte ungefähr die gleiche Zusammensetzung wie heute das Magma aufweisen, ausser, dass zu diesem Zeitpunkt, die Metalle noch im Erdkern gefangen waren.
    Der Borgürtel wurde zu diesem Zeitpunkt, als sich die Erde bereits stark abgekühlt hatte, mit einer harten Schicht aus leichten sedimentartigen Gesteinen abgeschossen. Diese bilden den Grund des Urmeers, in welchem sich bereits einiges Leben entwickelt hatte. Das Urmeer müsste sich über die gesamte Erde mit konstanter Tiefe verteilt haben, denn es gab, ausgenommen von einigen Vulkanen noch keine Berge. Im Bereich der Pole kann man eine Vereisung nicht ausschliessen.
    Über dem Urmeer schwebte eine Atmosphäre. Ihre Zusammensetzung lässt sich heute nicht mehr bestimmen, da sie mit keinem Gestein in Berührung kam, das man heute noch finden könnte.
    Auf den weiteren Verlauf der Erdgeschichte ist der Einfluss jedoch gering, da sind die Vorgänge im Kern und im Bereich der Hohlkugel von Bedeutung. Eigentlich hätte alles im gleichen Stil weiter verlaufen sollen, die Erde wäre regelmässig abgekühlt und Schicht um Schicht wäre erstarrte, es gäbe keine Berge und das Meer würde höchstens von einigen Vulkanen durchbrochen. Doch dann geschah etwas Aussergewöhnliches.

    Die Explosion
    Der normale Abkühlverlauf wurde plötzlich durch ein aussergewöhnliches Ereignis unterbrochen. In der Hohlkugel entstand ein Loch. Ein Loch? – Ja ein Loch mit gravierenden Auswirkungen auf die weitere Entwicklung der Erde. Nun überstürzten sich die Ereignisse. Wenn man die bekannten Parameter berücksichtigt, dürfte sich das Ereignis ungefähr so abgespielt haben.
    Durch das Loch entstand eine Verbindung zwischen der mit flüssigen Metallen gefüllten Hohlkugel und dem Borgürtel. In der Hohlkugel herrschte immer noch ein grosser Überdruck. Die Folge davon, es werden heisse Metalle mit grosser Geschwindigkeit in den Borgürtel gepresst. Dieser Vorgang löste eine Folge unterschiedlichsten Vorgänge aus.
    Die ausströmenden Metalle durchwirbelten die bisher eher ruhige Zone des Borgürtels. Die abgekühlten Metalle verbanden sich mit Elementen des Borgürtels, es entstanden Oxyde und andere chemischen Verbindungen.
    Noch grössere Auswirkung hatte das Austreten der heissen Metalle auf die Hohlkugel, die mit hoher Geschwindigkeit austretenden Metalle erzeugte eine Rückstosskraft. Die Hohlkugel wurde aus ihrer geschützten Lage hinauskatapultiert. Die Kraft reichte aus, die Hohlkugel durch den Borgürtel zu drücken.
    Bleibt noch die grosse Frage zu beantworten, wie gross das erste Loch war. Mit Sicherheit kann man ausschliessen, dass sich die Hohlkugel in zwei Hälfte geteilt hatte, denn dann wären die Überreste im Zentrum geblieben und im späteren Verlauf wieder aufgeschmolzen worden.
    Gesichert ist, dass die Hohlkugel später das Material, sprich Tiefengestein für die Kontinente lieferte. Eine Variante könnte sein, dass aus dem Material, welches aus dem Loch geschleudert wurde, später Australien oder das Festland der Antarktis entstand. Physikalisch ist es eher Unwahrscheinlich, dass die grosse Masse von Australien ohne weiteren Antrieb durch die zähflüssige Masse des Borgürtels bis an die Erdoberfläche gelangen konnte. Es ist wahrscheinlicher, dass der Pfropfen, welcher aus dem Loch geschleudert wurde, im Borgürtel stecken blieb und später wieder aufschmolz, so dass man keine Überreste mehr finden kann.
    Es deutet also alles auf ein relativ kleines Loch hin. Je kleiner das Loch war, umso grösser war die Rückstosskraft, welche die Hohlkugel durch den Borgürtel drückte. Die Kraft reichte auf jeden Fall aus. Es ist eher davon auszugehen, dass, als die Hohlkugel die äussere Grenze des Borgürtels erreichte, noch immer Metalle aus dem Loch ausströmten, nur war jetzt die Kraft zu gering, um die doch sehr schwere Hohlkugel aus dem Borgürtel zu heben. Die freiwerdende Energie verpuffte im Borgürtel und sorge für zusätzliche Verwirbelungen.
    Die in den Borgürtel strömenden heissen Metalle hatten noch weitere Auswirkungen. Das neue Material brauchte Platz, was bedeutete, dass sich der Borgürtel ausdehnte. Dies löste wieder weitere Reaktionen aus. So erzeugt das Ausdehnen des Borgürtels eine Adiabatische Abkühlung, die jedoch teilweise durch die heissen Metalle, welche sich auf die Temperatur des Borgürtels abkühlten und dabei ihre überschüssige Energie an den Borgürtel abgeben. Diese beiden Prozesse hoben sich also teilweise gegenseitig auf.
    Auf die Gesteinsschicht, welche sich am Grund des Urmeers gebildet hatte, bedeutete die Ausdehnung, dass die Gesteine auseinandergerissen wurden, die Oberfläche des Borgürtels wurde relativ schnell grösser, die Lücken wurden entweder durch neue Gesteine geschlossen, oder es bildeten sich Vulkane, aus denen grosse Mengen an Material aus dem Borgürtel (Magma) hinausgeschleudert wurde.
    Die eben geschilderten Vorgänge dürften so die wichtigsten physikalisch bedingten Prozesse sein, welche durch das Loch ausgelöst wurden. Bleibt noch die Frage, wie schnell das alles ablief. Geologische Prozesse laufen in der Regel sehr langsam ab. Der Durchbruch eines Lochs in der Hohlkugel setzte jedoch so gewaltige Kräfte frei, dass man eher von einem, für geologische Verhältnisse, sehr schnell ablaufenden Prozess ausgehen muss, welcher sich dann später kontinuierlich abschwächte. Auf das Endergebnis hatte die Geschwindigkeit mit der dieses Ereignis ablief, relativ wenig Einfluss. Tatsache ist, dass die Hohlkugel aus dem Zentrum der Erde hinaus an die Oberfläche katapultiert wurde.
    Nach einer langen Zeit, vielleicht tausenden von Jahren, vielleicht Millionen von Jahren, kehrte auf der Erde wieder Ruhe ein. In der Hohlkugel herrschte jetzt der gleiche Druck wie im Borgürtel. Die Erde kam langsam zur Ruhe.
    Eine Momentaufnahme zu diesem Zeitpunkt zeigt eine auf dem Borgürtel schwimmende Hohlkugel. Vermutlich ragte ein sehr kleiner Teil aus dem Urmeer heraus. An einer Stelle wurde sicher die Gesteinsschicht am Meeresboden durchbrochen.
    Nun ist wieder ein Zwischenstopp angesagt. Die Hohlkugel schwamm nun optisch als kleine Insel im Urmeer, physikalisch schwamm die Hohlkugel nicht im Urmeer, sondern auf dem Borgürtel, der musste den Auftrieb für die Hohlkugel liefern. Der Borgürtel ist nun nicht mehr nach Dichte sortiert, so lange hielt diese Phase nicht an. Der Borgürtel enthielt nun auch Metalle, die meistens mit einem Element der Borgruppe Verbindungen eingegangen sind, also nicht in reiner Form vorkamen, was sich mit einer geringeren Dichte auswirkte, so dass das Absinken zur Erdmitte bedeutend verlangsamte.
    In der Hohlkugel hatte ebenfalls eine grosse Veränderung stattgefunden. Die immer noch flüssigen Metalle waren spezifisch schwerer als die Elemente im Borgürtel. Sie versuchten nun, wieder zum Erdmitte abzusinken. Doch dies war jetzt nicht mehr so einfach, die Hohlkugel wirkte wie ein übergrosser Barometer. An der Stelle, welche am weitesten vom Erdmittelpunkt entfernt lag, entstand ein Vakuum, die Metalle konnten nicht auslaufen, sie waren in der Hohlkugel gefangen.

    Die ersten Kontinente brechen ab
    Der zuletzt beschrieben Zustand trat vermutlich nie ein, er wurde nur zum besseren Verständnis so beschrieben. Vermutlich brach der erste Kontinent schon ab, bevor sich die Erde wieder beruhigen konnte. Dass die Kontinente sich von der Hohlkugel abspalteten ist eindeutig, sie bildeten später den Sockel für den Urkontinent Pangaea.
    Doch welche physikalischen Prozesse liefen bei dieser Abspaltung ab? Die Nachvollziehbar ist, dass, besonders auf den untersten Teil der Hohlkugel starke Kräfte einwirkten. Obwohl die Wandstärke mit 60 Kilometer hartem Tiefengestein sehr stark war, hielt die Hohlkugel dem Druck nicht mehr stand, dies, obwohl nun innen und aussen der gleiche Druck herrschte. Doch das Gewicht der schweren Metalle, welche nicht zur Erdmitte absinken konnten, erzeugten starke Zugkräfte. Gesteine sind auf Druck stark belastbar, Zugkräften können sie aber nicht viele auffangen. Zudem kann man davon ausgehen, dass sich im Gestein Risse gebildet hatten, welche nun immer länger wurden. Treffen zwei Risse aufeinander ist ein Teil der Oberfläche der Hohlkugel nur noch leicht verbunden, es brauchte wenig und der neue Kontinent reisst ab.
    Der Abriss eines Kontinents hatte erneut auf die Erde einen grossen Einfluss und die Bedingungen änderten sich schlagartig. Durch das nun wesentlich grössere Loch strömten grosse Mengen heisse Metalle in den Bereich des Borgürtels. Der Sog drückte die neu entstandene Platte (Kontinent) seitlich weg und richtete sie waagerecht aus. Der Auftrieb drückte die Platte bis an die Erdoberfläche. Nach einer kurzen Beruhigungsphase, stabilisierte sich der neue Kontinent, er tauchte so tief in den Borgürtel ein, bis sein Eigengewichte kompensiert wurde. Dabei lag er sehr nahe beim grossen Rest der Hohlkugel. Die beiden Teile sahen aus wie ein grosser Kontinent.
    Auf den grossen Rest der Hohlkugel hatte das Abbrechen eines Kontinents ebenfalls grosse Auswirkungen. Der Schwerpunkt veränderte sich. Die Hohlkugel drehte sich, soweit, bis das Gleichgewicht wieder hergestellt wurde. Die Folge davon war, dass Gebiete die vorher aus dem Urmeer ragten, neu tief im Wasser lagen und andere, die vorher unter Wasser lagen, nun oben schwammen. Natürlich war nun auch das Gesamtgewicht der Hohlkugel geringer, sie tauchte wesentlich weniger tief in den Borgürtel ein.
    Im Borgürtel kam es ebenfalls zu grossen Veränderungen. Es strömte eine grosse Menge Metalle ein. Der gesamte Borgürtel wurde verwirbelt. Es konnten erneut Erze entstehen, welche sich teilweise an den Seitenwänden der Hohlkugel ablagern konnten.
    Durch den neu auftauchenden Kontinent wurden auch das Urmeer und vor allem der Grund des Urmeers stark betroffen. Es entstand eine gigantische Flutwelle und der Grund des Urmeers wurde aufgerissen. Die Bedingungen auf der Erdoberfläche hatten sich mit einem Schlag (vermutlich innert weniger Tage) schlagartig geändert. Dieser Vorgang wiederholte sich mit jedem Kontinent, welche abbrach.
    Es ist durchaus möglich, dass sich zwei Kontinente gleichzeitig oder in kurzer Folge lösten, vielleicht kann man mit intensiver Forschung die Reihenfolge und vielleicht auch die zeitliche Abfolge bestimmen.
    Nachdem alle Kontinente sich von der Ursprünglichen Hohlkugel getrennt hatten, lag nun der neue Kontinent Pangaea im grossen Urmeer. Die Hohlkugel existiert nicht mehr, sie hat sich in die fünf Kontinente aufgeteilt. Diese schwammen nun relativ nahe beieinander, die Grenzen berührten sich an mehreren Stellen.
    Mit dem Abbrechen des letzten Stücks beruhigte sich nun die Erde. Das Urmeer wurde um die Fläche der Kontinente verringert, diese lagen nun mit Sicherheit an der Oberfläche der Erde, ihr Gewicht war soweit reduziert, dass sie nicht mehr tief in den Borgürtel eintauchten. Zudem war die Fläche, welche für Auftrieb sorgte, im Verhältnis zum Gewicht der Kontinente grösser geworden.

    Wie trieb Pangaea auseinander?
    An den Grenzen zwischen den Kontinentalplatten war die Gesteinsschicht zwischen Urmeer und Borgürtel sehr schwach, respektive gar nicht mehr vorhanden. Die Kontinente drücken auf den Borgürtel, diese Kraft drückte Material (Magma) aus dem Borgürtel nach oben. Zahlreiche Vulkane an den Grenzen der Kontinentalplatten spucken unter grossem Druck Magma in den Himmel. Dieses Material landet zu einem grossen Teil auf den neuen Kontinenten. Dadurch erhöht sich das Gewicht des Kontinents, so dass diese tiefer in den Borgürtel eintauchten.
    Die Folge davon war, dass sich die gesamte Masse des Borgürtels verringerte. Geringere Masse bedeutet jedoch, dass sich der Radius verringerte. Ein kleinerer Radius bedeutet jedoch, dass die Oberfläche kleiner wird (2 mm weniger Radius bedeutet 1 Quadratkilometer weniger Fläche). Inzwischen hatte sich die Gesteinsschicht am Grund des Urmeers wieder geschlossen, es entstand eine grosse Platznot. Der seitliche Druck wurde grösser. Die Kontinente gaben den Druck auf die Gesteinsschicht am Meeresgrund weiter. Diese gaben nach und schoben sich übereinander. Die Kontinente hatten sich erfolgreich gewehrt und erhielten so mehr Platz. In der Praxis bedeutet das, dass sie sich leicht voneinander entfernten. Der Spalt zwischen den Kontinenten wurde grösser, dies erzeugte mehr Vulkane und der Prozess verstärkte sich. Je mehr Material aus dem Borgürtel herausgedrückt wurde, umso schneller wurden die Kontinente auseinander gedrückt. Der Prozess der Plattentektonik hatte eingesetzt.

    Wie sah die Erde damals aus? (vor 1 Milliarde Jahren)
    Es lohnt sich wieder einen kurzen Stopp einzulegen, um zu betrachten, wie die Erde zu diesem Zeitpunkt ausgesehen hatte. Aus dem Weltraum betrachtet dominierte das Urmeer. Die fünf Kontinente lagen noch eng beisammen. Ihre Grenzen konnte man an Hand der zahlreichen Vulkane deutlich erkennen. Die Kontinente waren flach, oder zumindest beinahe Flach. Die Oberfläche hatte den Radius, welcher die ursprüngliche Hohlkugel hatte, im Vergleich zur Meeresoberfläche war er also leicht gewölbt. Bei grösseren Kontinenten tauchte der Rand des Kontinents sogar ins Urmeer ein. Es gab vermutlich Stellen an denen Gestein vom Meeresgrund aufs Land geschoben wurde.
    In dieser Zeit dürften bereits die ersten Lebewesen das Urmeer bevölkert haben. An seichten Stellen entwickelten sich die ersten Pflanzen. Interessant wäre zu wissen, ob die leichte Wölbung der Kontinente bereits ausreichte, damit es zu regnen beginnt. Süsswasser war zu diesem Zeitpunkt noch sehr selten. Da das Innere der Kontinente relativ flach war, konnten auch keine Flüsse entstehen. Allfälliges Regenwasser hätte sich auf eine grosse Fläche verteilt und wäre später, wenn die Sonne wieder durch die Wolken strahlte sofort verdunstet.
    Doch die obige Beschreibung ist noch spekulativ, die zuständigen Forscher sollten die Explosionstheorie in ihre Überlegungen einbeziehen, dann kann man die Entwicklung des Lebens auf der Erde mit dieser neuen Ausgangslage in Einklang bringen. Auf jeden Fall dürften die Dinosaurier nie durch tiefe Schluchten gewandert sein. Die hohen Berge entstanden erst viel später. Es fällt auch auf, dass zu Beispiel der Brontosaurier so gebaut ist, dass man annehmen kann, dass er in flachem Wasser gelebt hatte aus welchem hohe Bäume wuchsen, die er mit seinem langen Hals erntete.

    Wie entstanden die Gebirgsketten?
    Die Entstehung der Gebirgsketten ist ein Rätsel. Wen man die weitere Entwicklung verfolgt, müssten die Kontinentalplatten dem Druck besser standhalten, als die harten Tiefengesteine der Kontinentalsockel. Die Existenz der hohen Gebirgsketten ist nur erklärbar, dass die Tiefengesteine bereits angerissen waren und deshalb an einigen Stellen so geschwächt waren, dass die seitlichen Kräfte so stark wurden, dass sie den Druck nicht an die Gesteinsschicht im Urmeer weitergeben konnten und sich selber übereinander schoben.
    Auffällig ist, dass bei den meisten Kontinenten im Abstand von rund eintausend Kilometer zur Meeresküste grosse Gebirgszüge zu finden sind. Ob diese nun Anden, Himalaya, Rocky Mountain oder Alpen heissen. Irgendwie sind sie entstanden und ab diesem Zeitpunkt, gab es auch relevante Mengen an Süsswasser auf der Erde.
    Damit hat die Explosionstheorie die gängige Theorie der Plattentektonik eingeholt. Nichts spricht gegen die Theorie der Plattentektonik, einzig ihre Vorgeschichte wurde etwas physikalischer erklärt. Es ist nun auch erklärbar, woher die Energie stammt, welche die Plattentektonik am Laufen hält, denn nur mit der Erdrotation können die gewaltigen Kräfte welche zum Beispiel bei jedem Erdbeben freigesetzt werden nicht erklärt werden.
    Die Antriebskraft stammt vom Gewicht welches die Kontinente auf den Borgürtel ausüben. Diese Kontinente sind spezifisch schwerer als der Borgürtel, doch die grosse Fläche verhindert, dass sie absinken können. Die Kontinente wirken wie eine gigantisch Feder in den mechanischen Uhren. Wie diese geben sie ihre gespeicherte Energie, die sie noch von der Explosion der Hohlkugel mitbekommen haben, in kleinen Dosen an den Borgürtel weiter.

    Welches sind die wichtigsten Erkenntnisse?
    1. Die Kontinente lassen sich tatsächlich zu einer kleineren Kugel zusammenfügen.
    2. Die Schwerkraft wurde dadurch nicht betroffen, die Grösse der Erde blieb gleich, die kleine Kugel war im Borgürtel eingebettet.
    3. Es wird nun physikalisch erkläbar, wie die schweren Elemente an die Erdoberfläche gelangten.
    4. Das Urmeer ist viel älter als bisher angenommen.
    5. Das Wasser hatte viel mehr Zeit, um auf die Erde zu gelangen, es braucht keine hypotetischen Erklärungen. Die falschen Interpretationen gehen darauf zurück, dass die Tiefengesteine lange Zeit nicht an der Erdoberfläche lagen, sondern vom Borgürtel umschlossen waren.
    6. Das Auftauchen der Hohlkugel aus der Tiefe der Erde musste gewaltige Veränderungen auf der Erde hervorgerufen haben.

    Noch einige hypotetische Annahmen:
    1. Die grosse Häufung von schweren Elementen wie Uran, Blei, Platin, Gold und Silber auf der Erde, könnte mit den Kernfusionen im Innern der Hohlkugel zusammenhängen.
    2. Die statische Energie, welche die Kontinentalsockel durch die Explosion erhalten haben, sorgt immer noch für die Energie die Plattentektonik.
    3. Starben die Dinosaurer aus, weil nochmals ein Kontinent abbrach und deshalb auf der Erde schlagartige die Lebensbedingungen änderten?

  • By Alex, 26. September 2013 @ 11:51

    Könnte jemand diesen Unsinn bitte löschen? Nichts gegen Unsinn, aber diese Tapete liest sich eh niemand komplett durch…vom Unsinn darin mal ganz abzusehen…^^

    Gruß Alex

  • By Matthias Meier, 26. September 2013 @ 12:03

    Hallo Alex: es ist kompletter Unsinn, aber es verstösst auch nicht gegen irgendeine (Posting-)Regel. Aber sollten sich solche “Tapeten” häufen, werde ich vielleicht irgendwann einmal die maximal erlaubte Länge der Kommentare festlegen.

  • By Geri.S, 27. September 2013 @ 19:40

    Gut, diese Tapete ist wirklich nicht lesbar. Sorry!
    Deshalb das Ganze so kurz wie möglich.
    Grundlage ist die Expansionstheorie, sie scheiterte an der zu grossen Dichte, die die Erde besessen hätte. Das mag stimmen, allerdings ist die Erde eine Kugel, nicht alle Ereignisse finden an der Oberfläche statt. Diese Kugel von rund 6‘000 Km Durchmesser lag tief im Innern der Erde. Dort herrschten auch die Bedingungen, die diese harten Gesteine entstehen liessen, enorm hoher Druck und hohe Temperaturen.
    Die grosse Frage ist nun: Wie gelangte diese Hohlkugel an die Oberfläche der Erde? Dies habe ich versucht, in der Tapet zu erklären. Ich habe mich für eine Möglichkeit entschieden und diese geschildert. Sie können die Tapete lesen, noch besser ist, wenn sie sich selber überlegen, wie die mit flüssigen Metall gefüllte Hohlkugel an die Oberfläche gelangte, dort auseinander brach und so Pangaea bildete.

  • By rulogin43dom, 28. November 2013 @ 02:55

    probiert mal zusammen zu arbeiten und nicht gegeneinander, von einander zu lernen…
    und vergisst niemals, in 700 jahren lachen wir alle über eure theorien.
    was bringt euch eure intelligenz wenn ihr sie nicht mal anwenden könnt.

  • By Sascha Kurtenbach, 3. Januar 2014 @ 06:14

    Vielen Dank für diese hervorragende Ausarbeitung und Problemdarstellung. Ihre Arbeit hat meine Arbeitshypothese in vollem Umfang bestätigt und ich werde nun versuchen, den Geheimnissen unserer Erde weiter auf den Grund zu gehen.

    Zusammenfassend geben Sie folgende ungelöste Probleme mit der Hypothese einer expandierenden Erde an:
    – Mechanismus, der die Erdexpansion auslöst
    – Ursprung der zusätzlichen Masse (87,5% der Erdmasse wurden hier genannt)
    – fehlende Beobachtung einer weiterhin expandierenden Erde
    – angenommene kollidiernede Mondbahn
    – Ursprung des zusätzlichen Wassers der heutigen Ozeane
    – Beobachtbare Subduktionszonen, welche nicht in der Hypothese zur expandierenden Erde erklärt werden
    – Unterschiedliche Geschwindigkeiten der Platte und die Überschreitung des Äquators, die durch eine reine Erdexpansion nicht erklärt werden können
    – Fehlende Korrelation bei einer Projektion der Drehimpulsabnahme auf die gemessenen Tag/Nachtzyklen der Vergangenheit

    Alle aufgeführten Schwierigkeiten der Beweisbarkeit der Hypothese liegen in der angenommenen Kontinuität der Prozesse begründet. Woher nehmen Sie dieses Wissen? Ist es nicht vielmehr möglich, dass es sich um das Ergebnis eines katastrophalen Ereignisses globalen Ausmaßes handelt? Das Ergbnis einer Katastrophe, die nur einmalig auf der Erde auftrat?
    Selbstverständlich stellt sich damit sogleich die Frage nach dem Auslöser. Nun, ich gebe sie Ihnen: „Der Herr sagte: Ich will den Menschen, den ich erschaffen habe, vom Erdboden vertilgen, mit ihm auch das Vieh, die Kriechtiere und die Vögel des Himmels, denn es reut mich, sie gemacht zu haben“ (Genesis 6:7). „Ich will nämlich die Flut über die Erde bringen, um alle Wesen aus Fleisch unter dem Himmel, alles, was Lebensgeist in sich hat, zu verderben. Alles auf Erden soll verenden“ (Genesis 6:17).
    Für diejeningen, die nun noch weiterlesenen, möchte ich die schier unglaubliche Korrelanz zwischen den Schilderungen der Sintflut und dieser Hypothese und insbesondere den damit verbundenen Problemen aufweisen.
    Zuvor sei bemerkt, dass ich sowohl ein geologisch geschulter Akademiker, als auch bekennender Kreationist bin. Ich bekenne mich zu einer einfachen Auslegung der Bibel. Wie es möglich ist die Bibel in Bezug auf Schöpfung und Sintflut wörtlich zu nehmen und dennoch wissenschaftlich zu arbeiten, stellt die Internetseite http://www.answersingenesis.org sehr treffend dar.

    Nun zu den oben aufgeführten Problemen:
    Der auslösende Mechanismus war Gottes Zorn auf die sündhafte Erde. Er führte eine globale Katastrophe in From der Sintflut herbei, bei der alles Landleben – bis auf die Überlebenden in der Arche – ausgelöscht wurde. (Genesis 6-9)
    Die fehlende Masse erkläre ich auf den ersten Blick mit den aufbrechenden Quellen der Urflut (Genesis 7:11). Gott hat in der Schöpfungswoche das Universum erschaffen, so sollte es ihm ein leichtes sein 87,5% der Erdmasse hinzuzufügen. Die Spekulationen zu dem Auftreten dieses Phänomens an anderen Himmelskörpern ist irrelevant, da es sich um ein zielgerichtetes einmaliges Handeln unserers Schöpfers handelte.
    Dies erklärt gleichzeitig die fehlende Beobachtung eines weiteren Ausdehnens. Es handelt sich um ein einmaliges Ereignis, das in der Vergangenheit liegt und abgeschlossen ist.
    Den Widerspruch zur Mondbahn erkenne ich als Problem an, sehe allerdings nicht die Rellevanz für unseren Schöpfer die Mondbahn nicht entsprechend angepasst zu haben. Das davon meines Wissens nach nichts in der Bibel aufgezeichnet wurde, weisst lediglich darauf hin, dass die Mondbahn aus Sicht der Überlebenden wahrscheinlich nicht stark verändert wurde, was bei rotierenden Körpern einfach zu Erreichen scheint.
    Der Ursprung des zusätzlichen Wasser liegt auf der Hand: „(…) die Schleusen des Himmels öffneten sich. Der Regen ergoss sich vierzig Tage und vierzig Nächte lang auf die Erde.“ (Genesis 6:11-12). Dies beschreibt den Zeitpunkt, an dem die Arche anfängt zu schwimmen. Insgesamt dauerten die Regenfälle 150 Tage („Das Wasser aber schwoll hundertfünfzig Tage lang auf der Erde an. Genesis 6:24). Unser Schöpfergott hat 150 Tage andauernden, globalen, regenzeitartigen Regen verursacht – sprichwörtlich sintflutartig. Das Prozesssystem von Verdampfung – Wolkenbildung – Abregnen kann dabei nicht zum Tragen gekommen sein, da es wohl keine (lichtdurchlässige) globale Wolkendecke geben kann, die 150 Tage lang stark abregnet. Da dieser Regen global war, kann auch keine Feuchtigkeit von einer Verdampfungszone an den Ort des Regens gebracht worden sein. Bleibt nur die Möglichkeit, dass der Schöpfer zusätzliches Wasser auf der Erde in Form von Regen geschaffen hat.
    Die nächsten beiden Probleme sind miteinander verwandt. Fehlende Subduktionszonen und das driften von Platten über den Äquator. Bei einer reinen Expansion der Erde durch natürliche Ereignisse stoßen wir hier auf einen Widerspruch. Ich gehe allerdings von einer gesteuerten Handlung eines allmächtigen Wesens aus, welches zum Ziel hatte, jegliches Landleben, mit Ausnahme der Insassen der Arche, zu vernichten. Warum Indien über den Äquator wandern musste ist mir bislang nicht verständlich. Vielleicht geschah es, um ein Zeichen gegen einen natürlichen Prozess für die Expansion der Erde zu setzten, vielleicht aus einem anderen mir nicht ersichtlichen Grund. Wichtig ist nur, dass Gott die Erde in Platten aufspaltete und gegeneinander verschob, was heute in geminderter Weise noch beobachtet werden kann. Darauf können wir aufbauen.
    Die fehlende Korrelation zwischen Drehimpulsabnahme und Dauer der Tag/Nachtzyklen ist aus zwei Gründen nicht verwunderlich. Zunächst handelt es sich nicht um einen über Millionen von Jahren fortschreitenden Prozess, sondern um das Ergebnis einer etwa 5000 Jahre zurückliegenden, globalen Katastrophe. Des weiteren sind die von uns Menschen entwickelten Methoden zur Datierung so ungenau, dass wir einen nachweislich vor 30 Jahren verschütteten damals lebendigen Baum mit einem Alter von 12 Millionen Jahren messen.

    Die Thematik fasziniert mich ungemein. Ich möchte mich gerne intensiver mit dieser Hypothese, den zugrundeliegenden Messergebnissen und Aufzeichnungen befassen. Hiermit lade ich jeden ein, mich auf dieser Entdeckungsreise zu begleiten. Wenn Sie mir weitere Informationen zukommen lassen möchten oder auch selbst dabei mithelfen möchten, kontaktieren Sie mich für ein erstes Kennenlernen unter skurtenbach@web.de .

    In Seinem Geiste

    Sascha Kurtenbach

  • By Norbert Figer, 27. Januar 2014 @ 10:52

    @ Sascha Kurtenbach
    Warum, frage ich mich, kommt keiner der indoktrinierten Wissenschafter, aber auch genauso die Vertreter der Kirchen auf die Idee mal über den Tellerrand zu schauen? Für mich heißt das eben, alles ist nur hypothetisch, bis es auf den allerletzten Rest bewiesen ist. Heute kann man nicht einmal die Altersdatierungen ernst nehmen. Keiner von uns kann behaupten, wie es vor einpaar tausend Jahren oder länger, wirklich auf der Erde wahr! Wir kommen zwar mit unseren heutigen Methoden der Wahrheit zwar näher, aber bewiesen ist jedoch damit auch nichts! Was ist eigendlich daran so wichtig, das “Fachleute” behaupten, wie unsere Vergangenheit ausgesehen hat? Wichtiger sein als andere? Egostolz? Wir sollten eher Zukunftsforschung betreiben, da wir ja erst dorthinkommen und wer will den schpn in eine Zukunft gehen, die ausser einpaar Seelchen, die dies schon lange wissen und daher womöglich die Steuerung übernommen haben. Aber es ist wohl für Jedermann ersichtlich, dass diese Ungereimtheiten in völlig unwichtigen Themen die Leute zu Monstern mutieren lassen, nur um Recht zu behalten, auch wenn ihre Erkenntnisse womöglich falsch sind!
    Wichtig ist meiner Meinung, wenn ein Jesus annodazumal über den Umgang spricht, den wir Menschen einer Spezies miteinander pflegen, absolut in die Selbstzerstörung führt. Coole Sprüche, Systeme die uns Menschen in die Abhängigkeit treiben, Kriege die aus Uneinigkeit entstehen, manno, dass ist tiefstes Vollidiotenverhalten!!!
    Es könnte natürlich in Zukunft für uns sehr wichtig sein, das die Erde expandiert, darum sollten wir dieses Thema nicht ausser acht lassen. Aber bitte – kommt ihr Fachleute endlich von eurem hohen Ross runter! Akzeptiert auch andere Meinungen und hört endlich auf euch gegenseitig zu bekämpfen!
    Und ganz ehrlich, ich verstehe Dr. Meyl besser als die ganze Plattentektonik! Es ist für mich schlüssiger, muß aber deshalb nicht bis ins letzte stimmen. Auch die Big Bang Theorie ist für mich ein Modell, dass mit den neueren Erkenntnissen keine Gültigkeit mehr hat.

  • By Alex, 21. Februar 2014 @ 18:29

    @Norbert Figer: Vielleicht sollten Sie sich einfach mal mit den Themen beschäftigen – und zwar richtig, nicht nur über youtube Filmchen. Dann würden Sie vermutlich nicht mehr solchen Müll daherlabern, der im Grunde nur eines sagt: “alle sind dumm, außer ich und ich habe recht.”

  • By Ruebezahl, 8. Juli 2014 @ 11:41

    Zitat Sascha Kurtenbach
    “Zuvor sei bemerkt, dass ich sowohl ein geologisch geschulter Akademiker, als auch bekennender Kreationist bin. Ich bekenne mich zu einer einfachen Auslegung der Bibel.”

    -geologisch geschulter Akademiker
    -Kreationist

    Ein unauflösbarer Widerspruch der letztendlich nur eines bedeutet: dass es mit der geologischen Schulung doch nicht so stimmt, was der im Anschluss gebrachte Link auf “answers in genesis” eindeutig belegt.

    Jedem halbwegs geologisch interessierten Menschen, ob nun Akademiker oder nicht, wird die unglaubliche Komplexität und Vielfalt in der Geologie auffallen wenn er sich nur mal 5 min Zeit nimmt und ein wenig durch unser Land spaziert.
    Man kann, wenn man will auch bei vielen Bergwerksunternehmen “Befahrungen” organisieren und sich vor Ort ein direktes Bild machen.
    Ob nun 1.200 m Tiefe Salinare, Braunkohletagebaue, Kaolin, die schiere Menge an Kiessandtagebauen die wir Flusssystemen und Eiszeiten verdanken und natürlich auch Erzgruben im Erzgebirge und Hartz sowie die Steinkohle.
    Diese unglaubliche Vielzahl verschiedenster geologischer Systeme allein in unserem kleinen Land lässt doch nur den Schluss zu, dass dies nicht in kurzer Zeit und durch ein oder zwei einzelne Events entstanden sein konnte. Ein Ding der Unmöglichkeit, denn es würde gegen die Kräfte der Physik selbst verstoßen.

    Wenn also einer behauptet geologisch geschulter Akademiker und Kreationist zu sein, dann irrt er oder er lügt.
    Vor etwa 200 Jahren mag das was anderes gewesen sein, genau da als die ersten Geologen die noch nicht viel von der Welt kannten auszogen und nämlich genau das feststellten was wir heute Wissen -> die Erde ist alt und nicht durch Magie und Zauberei geformt.

  • By Geri. S, 29. Juli 2014 @ 16:00

    Die Expandierende Erde – Die gescheiterte Hypothese
    Ich möchte nochmals auf die Expansionstheorie zurückkommen und die Bibel ausser Acht lassen. Bis Galileo Galilei bewies, dass die Erde eine Kugel ist, bemühte sich die Wissenschaft, ihre Erdscheibe mit entsprechenden Formeln in Einklang zu bringen. Als niemand mehr leugnen konnte, dass die Erde eine Kugel ist, welche um die Sonne kreist, musste man die Formeln anpassen. Die gelang recht gut. Leider geht man davon aus, dass alle relevanten Ereignisse an der Erdoberfläche oder einige Kilometer darunter abspielen.
    Damit lassen sich alle Ereignisse genau erklären. Leider nur bis zum Auftauchen von Pangaea. Was weiter zurückliegt gibt den Forschern Rätsel auf. Warum, weil man nicht berücksichtigt, dass die Erde eine Kugel ist und nicht alles an der Oberfläche abläuft. Wenn Wikipedia also feststellt, dass Pangaea aus dem Zusammenstoss von Laurussia und Gondwana etc. entstand, finde ich dies eine sehr hilflose Formulierung, weil sie nichts Aussagt, wie Pangaea physikalisch entstand.
    Rein physikalisch ist es sehr wohl möglich, dass das Tiefengestein, wie der Name ja richtig vermuten lässt, tief im Innern der Erde entstand. Das bei ihrem spektakulären Auftauchen beinahe alles Leben, die sich bis zu diesem Zeitpunkt entwickeln konnte, ausstarb ist angesichts der gewaltigen Veränderung nur allzu verständlich.
    Mehr dazu in meinem neuen Buch, übrigens ein spannender Roman.

    Titel: Diamanteninsel
    Untertitel: Abenteuerliches über Erdgeschichte und Wirtschaft
    Erschienen im BoD-Verlag. Ich kann ihnen versprechen, das Buch enthält noch weitere heissen Eisen, welche in den Diskussionen zu roten Köpfen führen werden.

  • By Matthias Meier, 29. Juli 2014 @ 16:08

    Es gab keine “Formeln”, mit denen man die Erdscheibe in Einklang bringen musste… Zudem ist die Behauptung, Galileo hätte bewiesen, dass die Erde eine Kugel ist, falsch (Galileo hat hingegen bewiesen, dass nicht alle Himmelskörper sich um die Erde bewegen, sondern dass z.B. Jupiter Monde hat, die ihn umkreisen – damals eine ungeheuerliche Vorstellung, die nicht zum Geozentrischen Weltbild der Kirche passte). Zu jener Zeit (auch zur Zeit des Kolumbus) war die Vorstellung einer kugelförmigen Erde, die es übrigens auch schon in der Antike und auch in anderen Kulturen gab, schon sehr weit verbreitet.

    Die Zeit vor Pangäa ist kein grosses Rätsel für Geologen. Die Lage der Kontinente lässt sich an den indirekten Spuren früherer Gebirge, Paläeomagnetischen Messungen oder sogenannten “Gang-Schwärmen” recht gut rekonstruieren, aber natürlich wird es schwieriger, je weiter man zurück geht. Nichtdestotrotz gelten die letzten drei bis vier Superkontinente als ziemlich sicher bestätigt. Es gab also auf jeden Fall eine plattentekonische Zeit vor Pangäa, die sich geologisch belegen lässt, und das passiert natürlich nicht zum Bild, davon der “expandierenden Erde” geschaffen wird. Dass die “expandierende Erde” mit Pangäa beginnt, ist ein Hinweis darauf, aus welcher Zeit sie stammt, bzw., in welcher Zeit die Hypothese gescheitert ist.

  • By Geri. S, 2. August 2014 @ 13:19

    Gut, ich gebe zu, dass ich im Recherchieren nicht besonders gut bin. Ich bin auch nicht ein Papst, bei dem alles was er sagt stimmt. Es ist einfach so, dass ich mir vor fünf Jahren einige Gedanken zu Pangaea gemacht hatte. Dabei stiess ich auf die Expansionstheorie von Herr Mantovani. Die Einwände gegen die kleine Erdkugel leuchteten mir natürlich ein. Doch dann begann ich nach GMV (Gesundem Menschen Verstand) andere Möglichkeiten zu suchen und wurde schnell fündig.
    Versuchen sie mal die gleiche Überlegung zu machen. Ich stellte fest, dass in einer Kugel nicht alles an der Oberfläche abläuft. Was ist, wenn diese zusammenhängende Hohlkugel im Innern der Erde entstehen konnte. Nachdem dieser Schritt gemacht war, lernte ich das Staunen. Ich überprüfte, ob es physikalisch möglich war, dass im Innern der Erde eine Hohlkugel aus Tiefengestein entstehen konnte. Es sprach nichts dagegen, im Gegenteil es war logisch, dass zuerst die Gesteine aushärten welche den höchsten Schmelzpunkt hatten. Das Bild wurde immer deutlicher.
    Nun kam die Stunde X. Irgendwie muss die Hohlkugel aufgetaucht sein. Mein GMV war wieder gefordert. Die Vorgänge die zu diesem Zeitpunkt abliefen waren sehr komplex und es wäre wünschenswert, wenn sich auch Wissenschaftler damit beschäftigen würden. Denn ich muss meine Explosionstheorie praktisch jede Woche um einige wichtigen Punkte ergänzen, eine sehr interessante Nebenerscheinung. Bis zur Stunde X war die Erde ein ruhiger Planet mit verschiedenen Zonen die sich kaum veränderten. Doch nach der Stunde X brach das Chaos aus und es hat sich bis heute noch nicht beruhigt.
    Noch zum Thema mit den Paläeomagnetischen Messungen. Diese Messmethode könnte tatsächlich Licht in die dunkle Vorzeit bringen. Bei jeder zusammenhängenden Gesteinsplatte lässt sich ein Erstarrungsradius (ER) berechnen. Ich denke, die Wissenschaftler schaffen das, ohne dass ich eine genauere Beschreibung abgebe. Dieser ER ist von grosser Bedeutung. Man wird feststellen, dass es zwei solcher ER gibt, einen mit rund 3000 Km für Tiefengesteine und einen mit 6000 Km für alle später erstarrten Gesteine. Wenn man diesen ER nicht berücksichtigt, werden alle Gesteinsplatten mit dem 3000 Km Radius falsch eingeordnet.
    Ich schätze, dass bis jetzt ungefähr 100 Personen von der Explosionstheorie gehört oder gelesen haben. Davon finden die meisten, dass es sie nichts angeht und diese auf das aktuelle Leben keinen Einfluss hat. Dieser Aussage mag teilweise zutreffen. Nur, die rund 10 Personen mit denen ich eingehender über diese Vorgänge diskutieren konnte, die fanden das Thema höchst interessant. Mein Wunsch wäre, dass zumindest jeder Geologe von dieser Möglichkeit etwas gehört hat, damit er seine Messungen darauf überprüfen kann, nach welcher Theorie sie einzuordnen sind.
    Ich würde mich sehr gerne einem Expertenteam stellen und das Thema in einer Diskussionsendung am Fernsehenstudio eingehend diskutieren. Dabei könnte ich auch mit einigen Grafiken die Theorie verständlicher präsentieren als mit langen Texten. Also, welcher Fernsehsender lädt mich zu einer Diskussionsrunde ein?

  • By Matthias Meier, 3. August 2014 @ 22:41

    Wissenschaftliches Arbeiten erfordert “GMV” (gesunden Menschenverstand). GMV – oder besser Logik und Deduktion – macht den Unterschied zwischen vorwissenschaftlicher Märcherstunde und einem akkuraten, nützlichen Bild unserer Welt (z.B., zwischen einem Menschen, der sich Vogel-Flügel auf den Rücken klebt und einem Deltasegler). Hunderte, tausende Wissenschaftler weltweit wenden diesen “GMV” täglich an, Menschen, die mindestens so intelligent sind wie Sie, werter Geri S., und zehn Mal mehr über unsere Erde wissen. Die Zeit der expandierenden Erde ist vorbei, sie ist gescheitert an der Realität. Diese Idee war nur zu einer Zeit interessant, als wir noch nicht so viel über die Erde wussten, so wie, sagen wir, das Brahesche Weltbild (in dem sich die Planeten um die Sonne, die Sonne aber ihrerseits um die Erde bewegt) einst eine ernsthaft diskutierte Möglichkeit war. Heute sind wir darüber hinaus, weil wir viel mehr über das Sonnensystem wissen und zeigen können, dass sich die SonneErde um die Sonne bewegt (z.B. über die Aberration des Sternlichtes), nicht umgekehrt. Und genauso können wir heute zeigen, dass die Erde weder expandiert noch jemals in ihrer Geschichte im grossen Stil expandiert ist. Und dass wir keine expandierende Erde brauchen, um den letzten einer ganzen Reihe von Superkontinenten zu erklären. Wenn Sie der Überzeugung sind, dass Sie eine revolutionäre neue Idee haben, die alle bisherigen Fakten und noch einige bisher unerklärliche erklären kann, dann sollte es nicht ihr Ziel sein, in einer Fernsehshow aufzutreten, sondern Ihre Erkenntnisse bei einer geologischen Fachzeitschrift mit Peer-Review (z.B. “Geology”, “Gondwana Research”, “Journal of Geophysical Research” oder “Geophysical Research Letters”) zu veröffentlichen. Vorab würde ich Ihnen aber raten, Ihr geologisches Wissen etwas aufzufrischen, einige Bücher zum Thema zu kaufen und zu lesen, vielleicht eine Vorlesung als Hörer zu besuchen.

  • By Frank, 4. August 2014 @ 12:16

    “dass sich die Sonne um die Sonne bewegt (z.B. über die Aberration des Sternlichtes)”

    Tipfehler: Erde um die Sonne bewegt

  • By Frank, 4. August 2014 @ 12:17

    “Tipfehler: Erde um die Sonne bewegt”

    *Tippfehler

  • By Matthias Meier, 4. August 2014 @ 12:57

    @Frank: Danke!

  • By Geri. S, 11. August 2014 @ 14:23

    Manchmal ist es wirklich erstaunlich. Ich habe nur rudimentäres Wissen darüber, was in diesen gut illustrierten Büchern steht, andrerseits hast du keine Ahnung davon, was in meinem Roman “Diamanteninsel” steht. Umso erstaunlicher ist es, dass wir beide zum gleichen Schluss kommen: Die Erde expandiert nicht. Nur weil ich den Umweg über die Expansionstheorie wählte, heisst das nicht, dass ich diese für richtig halte. Mit der Grösse unsrer Erde ist es allerdings nicht so einfach, welche Abmessung zählt? Der äusserste Punkt der Atmosphäre, der Meeresspiegel? In meiner Theorie ist der äussere Durchmesser des flüssigen Magmakerns entscheidend, welcher sich leider nur ungenau bestimmen lässt. Auf dem schwimmen die Kontinente. Der Durchmesser des Magmakerns hatte sich in den letzte Jahrmillionen verkleinert, um wieviel ist schwer zu berechnen. Als direkte Folge davon, schrumpft die Oberfläche, grob gerechnet pro Meter verschwinden 75 Km2 Oberfläche, was dazu führte, dass zu wenig Platz vorhanden war und sich die Berge übereinander schoben. Wenn man Temperaturschwankungen ausser acht lässt, so sind es vor allem die Verluste welche entstehen, wenn der Ausstoss von Vulkanen auf dem Festlandsockel landet, diese Material fehlt dann im Magmakern und kann nur durch die Verkleinerung der Oberfläche ausgeglichen werden, was die Spannungen in der Erdkruste mitverursacht.
    Nun zum Vorwurf, dass ich angeblich den Wissenschaftler vorwerfe, dass sie nicht nach GMV arbeiten.(Übrigens ich arbeite inzwischen eher nach BDS.) Natürlich schätze ich die Arbeit der zahlreichen Forscher sehr und ich halte mich auch nicht für schlauer als Sie. Warum vor mir keiner auf diese relativ naheliegende Theorie gestossen ist, ist für mich selber das grösste Rätsel. Ich führe es darauf zurück, dass Wissenschaftler bevor sie mit dem Studium beginnen das Abitur bestehen müssen. Sie lernen also bereits als junge Studenten wie sich unsere Erde entwickelt hatte. Diese Geschichte wird dann als gegeben erachtet. Später als Wissenschaftler arbeitet man sich in ein Spezialgebiet ein, wobei automatisch die gelehrte Erdgeschichte als Gradmesser dient. Ich kann nur immer wieder betonen, dass sich meine Theorie auf einen Zeitpunkt der Erdgeschichte bezieht, welche nur sehr knapp beschrieben wird und aus dem keinerlei Beweisstücke zu finden sind. Letzte Woche habe ich mich im Internet auf die Suche nach Berichten für die Zeit vor Pangaea gemacht (nur deutsche Seiten) und versucht, den aktuellen Stand herauszufinden. Ich muss feststellen, dass sich die Wissenschaftler, was diesen frühen Zeitraum betrifft, zu keiner einheitlichen, für die Allgemeinheit verständlichen Theorie geeinigt haben. Es sind im besten Falle Annahmen und Vermutungen. Aber das wird ja der Student dann einfach klären, wenn er sich auf die Suche nach den Schwachstellen meiner Theorie macht. Ich gehe davon aus, dass es noch 10 Jahre braucht, bis die Explosionstheorie wissenschaftlich exakt beschrieben wird. Nun, sei es wie es sei. Auch Märchendichter gelten als Schriftsteller, die sind sogar, wie das Beispiel Harry Potter zeigt, oft sehr erfolgreich. Insofern ist diese wohl als Beleidigung gedachte Bemerkung für mich eine Ehre.
    Nun, es bleibt mir also nichts anderes übrig, als mich weiter als Märchendichter zu betätigen.
    Allerding, ist es für die Wissenschaft gefährlich, wenn aus unerfindlichen Gründen plötzlich ein Journalist mein Roman “Diamanteninsel” liesst und daraus, zum Beispiel ein Artikel schreibt:
    “Die Grösste Katastrophe der Erde”, (und in kleiner Schrift ergänzt) “ereignete sich vor 800 Millionen Jahren”.
    Nun, dann bekommt die Wissenschaft je nach Einfluss des Journalisten ein Problem. Mein Vorschlag ist deshalb, drücken Sie einem Studenten mein Roman in die Hand, mit der Aufgabe, die Theorie zu widerlegen. Dies ist natürlich eine leichte Aufgabe und eignet sich höchsten für eine Semesterarbeit. Das einzige Problem könnte sein, dass sich die Theorie über einen Zeitraum von einer Milliarde Jahre erstreckt, was dann doch zu einem, für eine Semesterarbeit angemessenen, Aufwand führt. Gewollter Nebeneffekt, ich könnte wenigstens ein Buch verkaufen.
    Die Suche nach der «Stunde X», könnte eine weitere Schlagzeile lauten. Die «Stunde X» wird im Roman noch nicht erwähnt, ich habe erst durch diese Diskussionsrunde bemerkt, dass es vor langer Zeit eine entscheidende Stunde X in der Erdgeschichte gab. Ab dieser Stunde verlief die Erdgeschichte in eine komplett andere Richtung. Es wäre spannend herauszufinden, wann das genau war. Welcher Wissenschaftler errechnet als erstes das genaue Datum, oder kann es wenigstens annähernd bestimmen?

    Der Trick mit dem Schreibfehler, ist ich übrigens ausgezeichnet, so merkt man, ob der Artikel überhaupt gelesen wird. Ich habe mir erlaubt ebenfalls einen Fehler einzubauen, bin gespannt, wie schnell er gefunden wird. Beinahe hätte ich es vergessen, die Abkürzung BDS steht für «Berner Dickschädel».
    Ihr Märchendichter
    Geri. S

  • By Matthias Meier, 11. August 2014 @ 14:42

    Die Erde hat keinen Magmaozean. Es gibt die Asthenosphäre die geringe Mengen an Schmelze aufweist (ein paar Prozent), aber ansonsten ist der Erdmantel fest. Nur der äussere Kern ist flüssig. Woher wissen wir das? Dank Erdbebenwellen. Auch das kann man alles im Detail nachlesen, wenn es einen interessiert. Wie gesagt: erst informieren, dann fabulieren (oder fantasieren). :)

  • By Geri. S, 19. August 2014 @ 22:04

    Inzwischen ist mir klar geworden, dass für Geologen die Geschichte in Stein gemeisselt ist. Für einen jungen Studenten wäre es ein beruflicher Selbstmord, etwas anders in Erwägung zu ziehen. Zumindest in diesem Punkt entspricht mein Roman Diamanteninsel den Tatsachen. Auch Tim, mein Geologie Student im Roman hat gegenüber dem Professor einen schweren Stand. Am Wochenende bin ich noch auf einen Artikel gestossen, Erdplatten Friedhof, da wird ein Schnitt durch die Erde gezeigt, ähnlich dem Modell, welches ich vor vier Jahren, allerdings etwas weniger schön gezeichnet habe. Es sieht nach neusten Messungen so aus, dass auf einem Radius von 2‘900 Km erneut eine harte Kruste entsteht. Eigentlich logisch, denn der grösste Teil der Metalle ist nach dem Auseinanderfallen der Hohlkugel wieder zum Mittelpunkt abgesunken. Bin gespannt, was den Geologen dazu einfällt.
    Nun gebe ich auf und verziehe mich mit diesem letzten Bericht, als geprügelter Hund mit eingeklemmtem Schwanz, von dieser Plattform in die Märchenecke zurück. Der Volksmund sagt ja, dass in jedem Märchen ein bisschen Wahrheit steckt.

    Übrigen, mein absichtlicher Fehler im letzten Bericht bin ich Ihnen noch schuldig.
    Unsre Erde! Es ist nicht „unsre“ Erde, wir sind nur ihr Gast! Etwas was den meisten Geologen nicht bewusst ist.

  • By Matthias Meier, 19. August 2014 @ 22:41

    “Privattheorien” wie die Ihre sind leider ein Produkt intellektueller Faulheit: Warum sich erst mühsam mit den Grundlagen vertraut machen, wenn man sich stattdessen viel einfacher und schneller selbst was aus den Fingern saugen kann? Wenn einem dann gesagt wird, dass nichts von den, was man behauptet, Hand und Fuss hat (weil Leute, die sich die Mühe gemacht und sich mit den Grundlagen auseinander gesetzt haben, das nun mal einfach merken…), wenn sich andere sogar die Mühe machen, einem einige Grundlagen in der Schnellbleichung zu vermitteln – dann macht man einfach den Galileo. So einfach! Und so sinnlos.

    Sehen Sie, um in der Wissenschaft etwas zu revolutionieren, muss man erst verstehen, warum diejenigen, die man überzeugen will, das bestehende Erklärungsschema für plausibel halten. Und das geht nur, wenn man sich erst mit den Fakten vertraut macht. Ohne Fleiss kein Preis. Gehen Sie mal zum Automechaniker und erklären Sie ihm, wie er das Auto flicken soll (ohne dass Sie je ein Auto von Innen gesehen haben). Gehen Sie zum Programmierer und erklären Sie ihm, wie man gute Programme schreibt (ohne dass Sie auch nur eine Programmiersprache kennen). Machen Sie dann auch auf beleidigt, wenn man Sie lachend wegschickt?

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