Die Final Frontier

Space – the Final Frontier… Der Weltraum, die letzte, ewige Grenze. An der Weite, Leere und Tiefe des Universums und der unermesslichen Fülle und Diversität seiner Welten kann das menschliche Konzept der “Besiedlung” nur scheitern. Wir – die Menschheit – werden den Weltraum nie in seiner Gesamtheit besiedeln, beleben, nutzbar machen können, wie wir dies mit beinahe allen Lebensräumen der Erde getan haben – dafür ist er schlicht zu gross. Selbst wenn wir jedem einzelnen Menschen, der je gelebt hat, einen Stern zusprechen, wir könnten auf diese Weise nicht einmal alle Sterne unserer eigenen Galaxis, der Milchstrasse, vergeben. Und selbst, wenn wir das könnten, das Universum dehnt sich ständig aus, und es gibt Bereiche, die wir wegen der beschleunigten Expansion des Universums nie erreichen werden. Die Menschheit wird auch nicht für eine beliebig lange Zeit weiterexistieren. Irgendwo da draussen wird es also tatsächlich eine letzte Grenze, eine gedachte Linie im Raum und in der Zeit, eine Grenze, über die die Menschheit niemals hinauswachsen wird.

Doch wo liegt diese “letzte” Grenze, diese “Final Frontier”? Werden wir das Sonnensystem, seine Planeten, Monde und Asteroiden besiedeln? Uns seine schier unermesslichen Rohstoffe erschliessen? Werden wir dann darüber hinaus zu den nächsten Sternen reisen, ferne Planeten anderer Sterne besuchen und besiedeln? Und werden wir dabei auf andere wie uns treffen, “Ausserirdische”? Was sagt uns die Tatsache, dass uns das All wüst und leer erscheint, ohne jedes Anzeichen von intelligentem Treiben? Was sagt uns das über uns, über unseren Platz im Universum, über unsere eigene, fragile Zukunft? Diese Fragen sind nicht rhetorischer Natur: wenn wir objektiv sein wollen, dürfen wir nichts von vorn herein für gegeben annehmen. Diesen Fragen möchte ich hier nachgehen.

Die Final Frontier steht symbolisch auch noch für eine andere Grenze: Die Grenze unseres Wissens. Schon immer hat es die Menschen gereizt zu erfahren, was hinter dem nächsten Hügel, der nächsten Bergkette, dem nächsten Ozean liegt. Mit jeder Raumsonde, jedem ausgeklügelten Experiment, jedem neuen Teleskop verschieben wir die Grenzen des Wissens. Es gibt nur ein Universum, aber unzählige Wege, sich seiner wahren Natur zu nähern. Jede Antwort ruft weitere Fragen hervor, jedes Mal, wenn wir die Grenze des Wissens ein wenig verschieben, erhaschen wir einen Blick auf das, was wir noch nicht wissen. Auf dieser Webseite möchte ich versuchen, gelegentlich einen Blick zu werfen auf das, was jenseits dieser Grenze auftaucht.

Die Menschheit verändert, entwickelt sich: die gegenwärtige Zeit unterscheidet sich, in vielerlei Hinsicht, von allen anderen zuvor, doch sich zeichnet sich durch zwei ganz besondere Merkmale aus: Noch nie zuvor in der langen Geschichte der Menschheit existierte auf dieser Welt eine wahrhaft globale Zivilisation mit so viel konzentrierter Technologie in ihren Händen, ja mit der Fähigkeit, sich und damit das gesamte Ökosystem des Planeten weitestgehend zu vernichten. Dies alles, im Guten wie im Schlechten, wurde möglich durch die Entwicklung der Wissenschaft: diese hat zum ersten Mal zur Entwicklung einer Gesellschaft geführt, die auf Rationalität statt auf Aberglauben, auf überprüfbaren Fakten statt auf Überlieferung basiert. Seit wir die wahre Natur der Welt erforschen, müssen wir keine sinnstiftenden Märchen mehr erfinden. Langfristig ist die Menschheit diesbezüglich auf gutem Weg – trotz vielzitierter “neuer Religiosität”. Wie jeder Übergang ist auch dieser schwierig: Körperlich sind wir noch immer in der Steinzeit verfangen, während unser Geist schon nach den Sternen greift, und dieses Spannungsfeld erzeugt immer wieder neue Geschichten, neue Themen und Diskussionen, denen ich auf dieser Seite auf den Grund gehen möchte.

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