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Das Wow!-Signal - 30 Jahre danach


Die Suche nach ausserirdischem Leben, 21.08.2007
1977 wurde von einem Radioteleskop in Ohio, das im Rahmen des SETI-Programms nach nach Signalen von ausserirdischen Zivilisationen suchte, ein Signal empfangen, das so auffallend war, dass der Wissenschaftler, der den Ausdruck studierte, "Wow!" dazuschrieb. 30 Jahre danach hat das Signal nichts von seiner Faszination verloren.


Das Wow SignalUm es gleich am Anfang zu sagen: es gibt keinen Beweis dafür, dass das Wow-Signal tatsächlich von einer ausserirdischen Zivilisation stammt. Von all den Signal-Kandidaten, die bei dem Projekt zur Suche nach ausserirdischer Intelligenz (SETI) in all den Jahren zusammengetragen wurden, sticht das "Wow!"-Signal jedoch heraus, weil es all die Charakteristika hat, die man von einem ausserirdischen Funkfeuer erwarten würde. Doch von Anfang an.

Die Grundidee von SETI ist folgende: Da interstellare Raumfahrt schwierig, energieaufwändig und extrem zeitaufwändig ist, könnte es sein, dass Ziviliationen nach anderen Wegen suchen, um mit anderen Zivilisationen im Universum Kontakt aufzunehmen. Eine gute Möglichkeit wäre, Signale ins All zu schicken, und zu sehen, ob irgendwann eine Antwort kommt. Dafür bieten sich Radiowellen an, da sie im Gegensatz zu kürzeren Wellenlängen (wie Infrarot, Licht, UV, etc.) von interstellaren Gas- und Staubwolken kaum absorbiert werden. Wenn Zivilisationen nur genug häufig sind, so die Überlegung von SETI, könnte es möglich sein, Signale dieser Zivilisationen aufzufangen. Nach dem Motto "Wer nicht sucht, der findet auch nicht!", wird die SETI-Suche auch heute weiter betrieben, obwohl längst klar ist, dass es im Umkreis von wenigen hundert Lichtjahren (dem ursprünglichen Zielbereich von SETI) keine Zivlisationen gibt, die solche Signale abgeben, und weiter entfernte Zivilisationen gewaltige Energiemengen in das Anfunken stecken müssten, um auch über die grosse Entfernung noch bemerkt zu werden (Warten bis in alle Ewigkeit?). SETI sucht nicht nur nach Botschaften, die direkt an die Menschheit gerichtet sind (allerdings: niemand ausserhalb von 70 Lichtjahren hat je Radiowellen von der Menschheit empfangen - und weiss deshalb auch nicht von unserer Existenz), sondern auch nach dem "Radiowellen-Abfall" von ausserirdischen Zivilisationen, wie Fernsehübertragungen, militärische Radars und interplanetare Kommunikation (z.B. zwischen dem Planeten der Ausserirdischen und einem ihrer Raumschiffe im gleichen Sternsystem), die zufällig in unsere Richtung gerichtet waren, schlicht nach allem, was künstlich aussieht. Wie würde sich ein solches Signal also bei uns bemerkbar machen?

Zunächst einmal würde es, von der Erde aus gesehen, am Himmel feststehen und sich nicht bewegen: dies wäre ein Beleg dafür, dass das Signal tatsächlich aus dem interstellaren Raum (bzw. von einem anderen Stern) und nicht aus unserem Sonnensystem stammt. Weiter wäre das Signal vermutlich "schmalbandig", das heisst, auf einen kleinen Bereich des elektromagnetischen Spektrums beschränkt. Wir kennen das von Radiosendern, die z.B. nur auf "102.8 Mhz" senden, daneben fällt die Signalstärke schnell ab. Schmalbandigkeit ist ein Indiz auf künstlichen Ursprung, aber natürlich kein Beweis dafür. Für die interstellare Kommunikation, insbesondere für versuchte Kontaktaufnahmen mit anderen Zivilisationen eignet sich der Frequenzbereich, in dem der neutrale Wasserstoff strahlt (ca. 1420 MHz), besonders gut, unter anderem deshalb, weil Wasserstoff so verbreitet ist und dessen Wellenlänge deshalb allen Zivilisationen im All ein Begriff sein sollte. Die Intensität des Signals würde hoch sein, damit es sich möglichst weit durchs All fortpflanzen kann und dabei vom Hintergrundrauschen unterscheidbar bleibt. Die Wahrscheinlichkeit ist zudem gross, dass das Signal aus der Milchstrassenebene kommt (da sich dort die meisten Sterne befinden) und zudem im eher aus der Hemisphäre, die dem galaktischen Zentrum näher ist (auch hier wieder, die meisten Stenre der Milchstrasse befinden sich auf dieser Seite). Das Signal sollte auch später wieder auftauchen (zwingend für einen Beweis, dass es künstlichen Ursprungs ist!), und am besten sollte es irgend eine Information enthalten.

Der Ausdruck mit der NotitzBis auf die letzten zwei Bedingungen erfüllt das "Wow!"-Signal, das am 15. August 1977, um 23:16 Lokalzeit vom BigEar-Radioteleskop in Ohio aufgefangen wurde, allen Bedinungen. Die Zeichenfolge "6EQUJ5" wurde berühmt, weil der Wissenschaftler, der den Datenausdruck am Morgen danach bearbeitete, sofort erkannte, dass das Signal etwas besonderes ist, sie darauf einkreiste und "Wow!" dazu schrieb. Die Zeichen stehen für die Intensität des Signals, "6" steht für 6 Mal stärker als der Hintergrund, die Buchstaben ersetzen Zahlen, die über "9" hinaus gehen, "E" steht also z.B. für 15 Mal stärker als der Hintergrund. Die Auswertung der Daten zeigte: man hatte einen echten Kandidaten für ein SETI-Signal gefunden. Warum?

Das BigEar-Teleskop ist senkrecht, fix nach oben gerichtet und nutzt so die Drehung der Erde, um den Himmel nach Radiosignalen zu scannen. Es besteht aus zwei baugleichen Antennen, die nacheinander den selben Himmelsabschnitt abdecken. An jenem 15. August empfing eines der beiden Teleskope ein Signal, das 72 Sekunden dauerte - exakt so lange, wie man es von einem Signal, das von einem feststehenden Punkt am Himmel kommt, erwarten würde. Ein solches Signal würde nach 36 Sekunden (die Hälfte der Zeit) senkrecht in die Antenne einfallen und das höchste Signal erzeugen - genau dieses Verhalten zeigte auch das "Wow!"-Signal. Zudem war das Signal schmalbandig (Konzentriert auf 1420.4556 MHz, plusminus 10 kHz / 0.01 MHz), intensiv (über 30 Mal stärker als das Hintergrundrauschen, ein Rekordwert, der bei späteren Beobachtungen nie mehr erreicht wurde) und es kam von einer Position mit den Koordinaten Deklination -27°03m (27 Grad, 3 Bogenminuten unterhalb des Himmelsäquators) Rekaszension 19h22m29s (19 Bogenstunden, 22 Bogenminuten und 29 Bogensekunden vom Nullpunkt des Himmelsäquators entfernt), ein Punkt im westlichen Teil des Sternbilds Schütze - in der Nähe der Milchstrassenebene. Das Sternbild Schütze befindet sich zudem direkt vor dem Milchstrassenzentrum. Der grösste Makel am "Wow!"-Signal ist, dass es sich nie mehr gezeigt hat. Selbst die zweite Antenne des BigEar-Teleskops, die vier Minuten später über die gleiche Stelle am Himmel zog, konnte das Signal nicht mehr finden.

Gleich nach der Entdeckung wurden die genannten Himmelskoordinaten vom BigEar-Teleskop während dreissig Tagen beobachtet, doch das Signal tauchte nicht wieder auf. Seither gab es mehrere Versuche, an der gleichen Stelle am Himmel das Signal zu finden - bisher waren sie alle erfolglos.

Natürlich wurde nach Erklärungen gesucht: lokale Quellen und irdische Radiokommunikation schieden aus, denn die Wasserstofffrequenz gehört zum geschützten Bereich des Spektrums, in dem keine Radiosender arbeiten dürfen. Planeten oder bekannte Asteroiden standen zu diesem Zeitpunkt nicht an den genannten Himmelskoordinaten, und es wäre auch schwer vorstellbar, wie diese ein schmalbandiges Radiosignal aussenden könnten. Raumsonden im Sonnensystem und Satelliten standen ebenfalls keine zu dieser Zeit an dieser Stelle. Sogar eine Reflektion einer künstlichen (irdischen) Radiowelle (im verbotenen Frequenzbereich 1420 MHz) an einem metallischen Trümmerstück (z.B. ein Bruchstück einer explodierten Rakete in der Erdumlaufbahn) wurde als Erklärung herbeigezogen. Das Trümmerstück dürfte aber nicht rotieren und müsste sich genügend weit von der Erde entfernt befinden, um eine Punktquelle am Himmel zu "simulieren" - ein bisschen viele Zufälle. Auch "harmonische Obertöne" von Radio- und TV-Sendern mit tieferne Frequenzen wurden in Betracht gezogen: ein Sender, der auf 710 MHz sendet, sendet auch ein bisschen auf 1420 MHz - extrem schwach zwar, weil man alles unternimmt, solche unnützen harmonischen Obertöne zu unterdrücken, aber immerhin. Auch diese Erklärung fällt weg, weil praktisch alle Radio- und TV-Signale deutlich breiter (weniger schmalbandig) sind als das Wow!-Signal. Schliesslich wurden noch Gravitationslinsen und interstellare Szintilliation (eine Art "funkeln" durch Gas, Staub und Magnetfelder im interstellaren Medium) in Betracht gezogen und als extrem unwahrscheinlich verworfen.

Das alles heisst nicht, dass das "Wow!"-Signal tatsächlich ein Signal einer ausserirdischen Zivilisation ist. Es deutet aber alles darauf hin, dass das Signal tatsächlich aus dem interstellaren Raum stammt. Wenn nicht von einer ausserirdischen Zivilisation, dann stammt das Signal aus einem bisher unbekannten astrophysikalischen Prozess, der viele Lichtjahre von der Erde entfernt stattgefunden hat.

Die Daten sind leider nicht ausreichend, um zu berechnen, aus welcher Entfernung das "Wow!"-Signal stammte. Es gibt an dieser Stelle am Himmel keinen besonderen (nahen) Stern, den man genauer unter die Lupe nehmen könnte - vermutlich ist er einfach zu weit weg, als dass man das Signal genau einem bestimmten Stern zuordnen könnte (die Unsicherheit, aus welchem Punkt am Himmel ist so gross, dass man bei der Entfernung, in der man den leuchtschwachen Ursprungs-Stern des Signals vermuten würde, wohl einige hundert Sterne zur Auswahl hätte).

Am Schluss bleibt die Ungewissheit: War das "Wow!"-Signal tatsächlich ein Signal von einer ausserirdischen Zivilisation? Wir wissen es nicht. Es ist "nur" der beste Kandidat dafür, den das 40-jährige Unternehmen "SETI" hervor gebracht hat.

Ausführlicher Text des Entdeckers über das Signal
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Bynaus hat am 09.01.2010 22:04:14 geschrieben...

PS: Ich hab mir das auf YouTube angesehen. Das ist nicht das Wow-Signal, sondern ein Fake.

Bynaus hat am 09.01.2010 21:52:41 geschrieben...

Ich weiss nicht, von welchem Signal du redest. Das Wow-Signal kann kein "Hundegebell", "Tieftöne" und "Stimmen" enthalten. Es ist ein sehr schmalbandiges, einfaches Signal, ein einfaches zu- und abnehmen der Intensität auf einem einzigen Kanal. Wenn man das vertont, entspricht das einem ganz einfachen Ton, der lauter und dann wieder leiser wird.

Allfällige Nebengeräusche stammen vielleicht aus dem Vertonungsprozess selbst, dh, wenn man zum Beispiel mit einem Kassettenrekorder die Audioausgabe des Signals aufnimmt und sich dabei noch Leute (oder Hunde) im Hintergrund befinden. Das Wow-Signal selbst kann das, rein vom Signal her, nicht sein.

Ich würde an deiner Stelle schon daran zweifeln, dass das Wow ein künstliches Signal ist. Wir haben keinen Grund anzunehmen, dass es das ist - es ist lediglich eine Möglichkeit. Nur weil uns keine bessere Alternative einfällt, heisst das nicht, dass es keine gäbe.

Romolus hat am 09.01.2010 21:14:50 geschrieben...

Also nach wegfiltern der Tieftöne und des Pfeiftones hört man Stimmen u. Hundegebell.( mit etwas Phantasie)
Vielleicht die Oberwelle eines Babyphones- durch Einseitenbandmodulation verändert ( wer weiß schon was damals alles in Empfänger und Kasettengerät neben dem Wunschsignal einstrahlte.
Nur kein falscher Eindruck!
Ich denke das es sich hier tatsächlich um ein extraterrestrisches Signal handelt. Da sich alles dreht, wurden wir wie von einem Leuchtturmstrahl zufällig erwischt.
Schade um die Jahrhunderte zwischen uns und denen da oben.

Bynaus hat am 09.01.2010 21:06:54 geschrieben...

Quatsch. Hast du den Artikel überhaupt gelesen?

Unbekannter Gast hat am 09.01.2010 20:00:30 geschrieben...

Der akustische Teil wurde damals vom Team aufgenommen (mangels besserer Möglichkeiten mit Cass.) und ist unter YouTube anzuhören.
Hör Dir das doch mal an.


Bynaus hat am 09.01.2010 19:29:00 geschrieben...

Das Signal ist ein Radiosignal, eine elektromagnetische Welle. Die kannst du nicht mit einem Kassettenrekorder aufnehmen... Dafür brauchst du einen Radioempfänger, doch der Frequenzbereich, in dem das Signal empfangen wurde, liegt jenseits der kommerziell verwendeten Bänder (bei 1421 MHz). Ich weiss also nicht, wovon du sprichst...

Romolus hat am 09.01.2010 19:25:06 geschrieben...

Sorry ich bin neu hier!
Das Signal wurde glaube ich mit einem Kasettenreorder aufgenommen. Nirgends erfuhr ich, das es auch mal akustisch ausgewertet wurde. Ich habe es mal angehört,verändert- und stellte neben den Tieftönen und dem Pfeifton noch schwache merkwürdige Sprach-ähnliche Geräusche fest, die ich glatt als SSB-Sprachsignal bezeichnen würde.(So klingt es ohne BFO). Sollten Oberwellen eines Amateurfunkers dazwischen sein?

Bynaus hat am 07.01.2010 10:42:02 geschrieben...

Das Signal - wenn es denn eines war - war mit Sicherheit nicht an uns gerichtet, zumindest nicht "direkt". Die Radiowellen, die die Existenz einer technischen Zivilisation auf der Erde ankündigen, sind noch nicht einmal 100 Lichtjahre weit gereist, die Signalquelle muss aber sehr viel weiter weg sein, denn sonst hätte man einen einzelnen Stern als Quelle identifizieren können (das ist, wie im Artikel erwähnt, nicht möglich). Die Distanz ist nicht bestimmbar, wird aber wohl einige 1000 Lichtjahre betragen. Über die "Häufigkeit" eines solchen "Zufalls" kann man schlicht Nichts aussagen, schon gar keine Zahlenwerte.

Es ist aber schon möglich, dass das Signal "indirekt" an uns gerichtet war. Die Erde läuft für Beobachter aus dem Sternbild des Schützen als Transit-Planet vor der Sonne durch, das heisst, wenn dort eine Zivilisation existiert, die ein Teleskop wie das Kepler-Teleskop (oder Corot) gebaut hat, dann ist sie in der Lage, die Erde als erdgrossen Planeten zu identifizieren, und mit etwas mehr Aufwand sogar als bewohnbaren Planeten mit Sauerstoffatmosphäre zu erkennen. Es wäre denkbar, dass eine Zivilisation ihr bekannte, bewohnbare Planeten mit einiger Regelmässigkeit "anfunkt", einfach für den hypothetischen Fall, dass zufällig zur richtigen Zeit eine Zivilisation dort entsteht. Wenn man sich die Menschheit anschaut, haben wir das ja auch getan: es wurden ja auch schon bereits Radiosendungen in Richtung von Gliese 581 c/d abgeschickt, und das nur auf die Vermutung hin, es könnte dort vielleicht-eventuell-unter-Umständen Leben geben.

daniel hat am 07.01.2010 02:53:00 geschrieben...

wo ist dann die ganaue position dieses signals, und was befindet sich dort? wie weit weg ist es? es war ein riesiger zufall, der vielleicht alle 1000000 jahre vorkommt. das signal war nicht an uns gerichtet!

gooney hat am 04.11.2009 01:47:30 geschrieben...

Hut ab, sehr guter Artikel. Dir ist es gelungen die Umstände und wichtigsten Fakten leicht verständlich und angenehm komprimiert darzulegen.
Kurios nur, dass hier einige, die noch nie von dem Signal gehört haben, direkt Lösungen und Interpretationen anbieten und dabei noch nicht mal deinen Text verstanden haben ;o)
Aber seid euch sicher, ein so spannendes Signal wurde -und wird- von tausenden klugen Köpfen zerfleddert. Da haben wir Laien wenig Chancen auf neuartige Ansätze und Ideen.

Gruß

Bynaus hat am 07.09.2009 07:30:51 geschrieben...

Was meinst du mit "der ganze Aufwand"? Ich habe ja nie behauptet, dem Signal sein eine Botschaft "eincodiert". Der Intensitätsverlauf kommt von der Erdrotation. Jede der Intensitäten wurde jeweils während 12 Sekunden gemessen bzw. gemittelt. Wenn die Amplitude oder die Frequenz des Signals in dieser Zeit variiert hat, so hätte man das nicht bemerkt.

Bemerkenswert am Signal ist seine stationäre Position am Himmel sowie seine geringe Bandbreite. So lange es sich aber nicht wiederholt, kann man nicht darauf zählen, dass es tatsächlich künstlichen Ursprungs war.

aotto1968 hat am 04.09.2009 11:39:30 geschrieben...

deshalb habe ich auch geschrieben "die Erdrotation ausgerechnet?" nun mal langsam:
1. wir setzen voraus das das Signal intelligenten Ursprung ist.
2. das "einfachste" Signal ist der gute alte Binär-Code (binäre an/aus -> Base2 Code) -> auch als Morse-Code bezeichnet
3. das "zweit-einfachste" Signal ist "Signalstärken-modelliert" d.h. es werden Signale verwendet die sich über ihre "stärke" unterscheiden. wenn mann z.b. 64 verschiede
stärken codieren kann dann hat man ein Base64-Code (64 ist nur ein Beispiel)
4. der Nachteil des Base2-Code ist das er zu "langsam" ist da ja "Wartezeiten" zwischen den Signalen eingehalten werden müssen.
5. wenn du sagst die Unterschiede in der Signalstärke beruhen einzig auf der Erdrotation (d.h. das Signal ist konstant) dann weiß ich nicht warum der ganze Aufwand.

Bynaus hat am 04.09.2009 11:16:52 geschrieben...

Der zeitliche Intensitätsverlauf kommt daher, dass sich die Erde während dem Emfpang des Signals dreht. Wenn das Teleskop dirket in Richtung Signal schaut, ist die Intensität am höchsten. Der Verlauf ist also ein Messartefakt, keine Eigenschaft des Signals selbst. Steht alles in dem (ersten) Text, den ich am Ende des Artikels verlinkt habe.

aotto1968 hat am 04.09.2009 09:02:34 geschrieben...

Hallo,

Hypothese: der Unterschied zur Hintergrund-Strahlung
ist die Information somit die Zahlen:

6/14/26/30/19/5

unter google SKY kann man die Koordinaten eingeben
und die zeigen auf etwas (in der nähe)

folgendes ist zu klären:

1. ist die Erdrotation ausgerechnet?
2. welches Koordination-System wird verwendet
(das auch außerirdische verwenden würden)

ansonsten ist das alles nur Spekulation

Bynaus hat am 30.08.2009 14:56:01 geschrieben...

Nicht dein ernst, hoffentlich...

aotto1968 hat am 30.08.2009 10:22:41 geschrieben...

6: 0 0 0 0 0 1 1 0
14: 0 0 0 0 1 1 1 0
26: 0 0 0 1 1 0 1 0
30: 0 0 0 1 1 1 1 0
19: 0 0 0 1 0 0 1 1
05: 0 0 0 0 0 1 0 1

ist doch logisch

Bynaus hat am 19.08.2009 08:41:34 geschrieben...

Ein Signal kann durch Amplituden- oder Frequenzmodulation (AM oder FM) in eine Trägerwelle eingebettet werden. Beim Wow!-Signal wurde die (mutmassliche) Trägerwelle entdeckt: Für die Auflösung eines allfälligen Signals, das in AM oder FM versteckt war, reichte das Teleskop nicht: soweit man feststellen konnte, nahm bloss die Intensität zu und wieder ab, ohne erkennbares "Signal".

Aldebaran56 hat am 19.08.2009 06:20:13 geschrieben...

Wurde denn je versucht dieses Signal zu entschlüsseln, dekodieren?

DonCamillo hat am 26.04.2009 21:44:08 geschrieben...

Hallo zusammen
Als zwingende Bedingung für eine ausserirdische Quelle wird unter anderem angegeben, dass sich das Signal wiederholen muss! Ist es aber nicht so, dass das Arecibo-Signal von 1974 auch nur einmal ins All gesendet wurde?
Würden WIR auf der Erde dieses Signal auffangen, dann müssten wir nach unseren "Regeln" davon ausgehen, dass es sich um kein ausseridisches Signal handeln kann, da nur es nur einmal empfangen wurde, verrückt nicht?
Natürlich würde sich dieses ganze Gedankenspiel in Luft auflösen, wenn wir oder eben eine ausserirdische Spezies das Signal entschlüsseln könnte.

Viele Grüsse
DonCamillo

Obatala hat am 26.04.2009 16:50:21 geschrieben...

Nur eine Frage.
Auf der Seti Web Seite scheint es eine Wav Datei zu geben, wo man das hörbar gemachte Signal anhören kann. Leider tut mein Quicktime Player gar nichts.
Kann man das transformierte Signal irgendwo als mp3 Datei herunter laden oder wenigstens anhören?

Um eine Antwort wäre ich sehr dankbar.

ronny hat am 17.04.2009 23:34:44 geschrieben...

Ganz klar Außerirdisch, warum?
Ja da ist bei einem außerirdischen Fernsehsender die Sicherung durchgebrannt und vorher gab es eine Übertragungsspitze und deshalb kommt nichts mehr bei uns an, sondern nur das eine mal. ;) grüße

Kapt. Haddock hat am 16.04.2009 02:56:35 geschrieben...

Sehr gute Arbeit, vielen Dank dafür!
Habe diesen Artikel in dem deutschsprachigen Wiki-Text (unter Links) zu diesem Thema hinzugefügt, ich hoffe, Du hast nichts dagegen.
Es gab übrigens anscheinend noch weitere Treffer, vielleicht kannst Du dazu auch noch recherchieren und schreiben? :-)

www.astronews.com/news/artikel/2004/09/0409-003.shtml
www.witness.co.za/?showcontent&global[_id]=11385
www.astronews.com/forum/showpost.php?p=50812&postcount=55

Weltengänger hat am 25.12.2008 19:04:54 geschrieben...

Ich bin fest davon überzeugt, das hier ein Außerirdisches signal aufgefangen wurde.
Es ist nur eine frage der Zeit, bis die Menschheit erkennt das sie nicht alleine ist.

Melanie hat am 22.11.2008 14:35:26 geschrieben...

echt hammer...ich hab davor noch nie etwas von diesem signal gehört...nur schade, dass es kein wieters gegeben hat...

Pascal hat am 20.11.2008 21:10:39 geschrieben...

Woah, das wusste ich ja gar nicht. Gut das es diese Seite gibt, sonst hätte ich das nie erfahren.

Osman hat am 20.06.2008 18:54:14 geschrieben...

Sehr interesanter Artikel... informativ und spannend!!!

Bynaus hat am 08.11.2007 09:33:54 geschrieben...

Danke für das Lob! Sorry, da habe ich mich offenbar unklar ausgedrückt: alle sechs Zeichen geben die jeweilige Stärke des Signals über dem Hintergrund an. 6 = 6 Mal stärker, E = 14 Mal stärker, Q = 26 Mal stärker, U = 30 Mal stärker, J = 19 Mal stärker, 5 = 5 Mal stärker. Die Signalintensität nimmt also zu und dann wieder ab. Die Zu- und Abnahme erklärt sich, wie im Artikel dargelegt, daraus, dass die Antenne sich unter der (vermutlich gleichmässig sendenden) Quelle dreht.
Die Frage, ob das Signal selbst moduliert war und damit Informationen enthielt (ob die Frequenz leicht schwankte (FM) oder die Intensität (AM, das kann man nicht wissen, weil die Aufnahme dazu leider zu wenig gut aufgelöst ist (sie wurde ja auch automatisch mitten in der Nacht aufgenommen).

Ob es einen Informationsgehalt gab und woraus dieser bestand, wird man also leider nie erfahren, es sei denn, das Signal taucht wieder mal auf.

dan_mit_ae hat am 08.11.2007 02:27:05 geschrieben...

"WOW!" zu diesem Artikel! Er und das Thema faszinieren mich:
Das eigentliche "Signal" besteht also aus der Zahlen-Buchstabenkombination "QUJ5", denn die ersten beiden Zahlen geben nur die Stärke relativ zur Hintergrundstrahlung an - habe ich das so richtig verstanden?
Wenn ja (oder auch nicht, egal!), dann ist das doch ein "menschlich interpretiertes" Signal (also auf menschlich lesbaren Code - sprich Buchstaben und Zahlen - transformiert). Mich würde deshalb interessieren, wie denn das Signal im Frequenzbereich aussah (nur 1420.4556 MHz - keine Frequenz- oder Amplitudenmodulation (FM und AM, wie man es ja vom irdischen Radio kennt; oder: wie sieht es aus, wenn man es in andere Zahlensysteme transformiert (binär, heaxadezimal, etc..) - in dem Sinne, es mit der Mathematik als universeller Sprache "lesbar" zu machen. Das muss doch sicher schon mal jemand getan haben...

Cheerio,
Dän!

Bynaus hat am 24.08.2007 12:05:06 geschrieben...

:-) Ich behalte mir das Recht vor, diese Frage offen zu lassen... Das heisst, ich weiss es ganz einfach nicht, und möchte mich nicht festlegen: ich denke, es wäre durchaus möglich, dass wir hier ein Signal einer ausserirdischen Zivilisation aufgefangen haben. Oder aber, irgend ein bisher unverstandenes Phänomen.

Herbert hat am 23.08.2007 22:36:13 geschrieben...

Hallo Bynaus!
Danke für die exzellente Analyse!
Könntest du jetzt auch noch etwas weniger sachlich werden? Glaubst DU , dass es künstlich war?
Gruss Herbert

Michael Johne hat am 22.08.2007 16:49:35 geschrieben...

Hallo!

Ein toller Beitrag! ;-) "6EQUJ5" - dieses kryptische Kürzel könnte man fast als Passwort verwenden.

MfG, Michael!